Tierversuche

Tierversuche: Anfang Juli 2015 wird der neue Kriterienkatalog gesetzlich vorgeschrieben!

Wir haben das ganze Jahr 2012 investiert, um endlich einen Fortschritt bei Tierversuchen zu erzielen. Während repräsentative Umfragen jeweils eine 2/3 Mehrheit für absolute Verbote von Tierversuchen an Hunden, Katzen und Primaten fordern, sowie 78% eine Veröffentlichungspflicht, 85% ein Verbot von Tierversuchen mit geringem Nutzen und 91% ein strenges Tierversuchsgesetz wollen, stemmt sich die Tierversuchsindustrie seit jeher gegen jede Änderung. Das alte Tierversuchsgesetz von 1988 erlaubte Tierversuche nur dahingehend einzuschränken, dass die wissenschaftliche Methodik optimiert werden musste. Aber der größte Unsinn mit dem geringsten Nutzen durfte mit grausamen Tierversuchen erforscht werden, dagegen gab es keine Handhabe.
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Tierversuche müssen nun „veröffentlicht“ werden – ein erstes Resümee

Mit dem neuen Tierversuchsgesetz, das 2013 in Kraft getreten ist, wurde eine EU-Richtlinie von 2010 umgesetzt, die eine „Harmonisierung“ der Tierversuchsindustrie in der EU zum Ziel hatte. Es gibt vieles an dieser Richtlinie zu bemängeln, vor allem, dass sie keinem Land mehr erlaubt, strengere Tierschutzmaßstäbe anzulegen, als die Richtlinie vorsieht. Aber sie hat auch zumindest für Österreich einige Vorteile gebracht. So wurde die Definition von Tierversuchen sinnvoll erweitert – die erste Statistik auf dieser Basis wird vermutlich im Juni 2014 veröffentlicht –, die Experimente werden in Schweregrade des Leids der betroffenen Tiere eingeteilt und es gibt eine Veröffentlichungspflicht sogenannter „nichttechnischer Projektzusammenfassungen“. Letztere sind jetzt vollständig auf der Webseite des (ehemaligen) Wissenschaftsministeriums öffentlich einzusehen.
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