Hunde

Kuksi – ein Nachruf

„Er ist der Letzte, der dich noch liebt“, sagte meine Partnerin vor vielen Jahren, als sie mich verließ, und deutete auf Kuksi. Und jetzt ist auch er nicht mehr da.

Ich kann es noch immer nicht fassen. Mein kleiner Kuksi ist tot. Nie wieder stupst mich seine feuchte Nase, nie wieder robbt er in der Früh unter der Decke zu mir her, um zu kuscheln. Nie wieder werde ich seinen milden Blick erwidern und seine lustigen Schlappohren streicheln.

Seine Lebensgeschichte begann Anfang Oktober 2007. Im Alter von nur 3 Monaten hängte ihn ein Mensch mit der Leine an einen Zaun und verschwand. Eine 90 jährige Passantin sah das, merkte sich die Autonummer und der Mann wurde wegen Tierquälerei verurteilt. Der noch winzig kleine Kuksi – damals unter dem Namen Titan – kam ins Tierheim Altmünster in OÖ und dann ins Tierparadies Schabenreith, wo er auf den Namen Haberkuk umgetauft wurde. Die Leiterin Doris rief mich gleich an. Da sei ein Hund, der würde ideal zu mir passen, ich solle ihn mir anschauen. Keine Ahnung, wie sie auf diese Idee gekommen ist. Aber ich reiste sofort an und es war Liebe auf den ersten Blick.

Zunächst gingen wir nur einen Spaziergang auf einen nahen Berg, zusammen mit anderen Hunden aus dem Tierheim, um uns kennen zu lernen. Kuksi war jung und ungestüm, aber er kommunizierte bereits intensiv mit mir. Also nahm ich ihn mit auf eine „Probewanderung“ über 5 Tage durch das Waldviertel. Meine damalige Partnerin und ein befreundetes Pärchen mit 2 Hunden begleiteten uns. Danach waren die Würfel gefallen. Wir wollten zusammen bleiben, in guten wie in schlechten Tagen, bis dass der Tod uns scheidet.

Auf in die Obersteiermark

Ich lebe in einem alten Blockhaus am Hochschwab in der Obersteiermark. Das sollte also Kuksis Revier werden. Mein Gefühl war, dass wir uns langsam seinem neuen Zuhause nähern sollten. Also wanderten meine damalige Partnerin und ich mit ihm quer über das steirische Gebirg in 5 Tagen nach Hause. Die Nächte verbrachten wir gemeinsam im Zelt. Am Teufelssee fiel mir auf, dass Kuksi in der Nacht fror, was mich erstaunte. Von meinen bisherigen Hunden war ich anderes gewöhnt. Doch er adaptierte rasch an die niedrigeren Temperaturen in der Gebirgswildnis und war ab dem nächsten Winter kälteresistent.

Er war damals noch sehr jung, und so machte ich mir Gedanken über seine Erziehung. Zwar hatte ich Erfahrungen mit zwei Hunden vor ihm, doch die waren ebenfalls aus Tierheimen und deshalb deutlich älter, als sie zu mir gekommen waren. Dass Hunde so jung ausgesetzt werden, wie Kuksi, ist die große Ausnahme. Ich dachte also an eine Hundeschule.

Ein Dominanzverhältnis zwischen uns wollte ich auf jeden Fall vermeiden. Deshalb ging ich in eine Hundeschule, die mit positiver Verstärkung arbeitete. Doch auch da fühlte ich mich nicht wohl. Ich wollte nicht in seine Persönlichkeit eingreifen, um sein Verhalten meinen Bedürfnissen anzupassen. Ich wollte ihn nicht mit Leckerlis konditionieren. Also setzte ich darauf, seine soziale Kompetenz und seine Problemlösungsfähigkeit zu entwickeln, sodass wir uns in unserer Beziehung sozusagen gleichberechtigt zusammenraufen könnten. Und das geht am besten, wenn man sich auf Augenhöhe begegnet: in der Wildnis.

Ich nahm mir also gleich die Zeit für ausgedehnte Wanderungen in die Niederen Tauern und in die rumänischen Südkarpaten. Dort lebten wir wochenlang im Zelt miteinander, ohne Leine, ja sogar ohne Halsband. Er konnte kommen und gehen, wann er wollte. Wir sollten uns völlig stressfrei kennenlernen können. Das Experiment gelang. Die Basis für eine tiefe Beziehung war gelegt.

Ein mysteriöser Autounfall

Kuksis Leben verlief nicht immer rosig und einfach. Ein erstes Trauma traf uns schon sehr früh. Wir waren bei meiner Partnerin im Weinviertel zu Besuch, er war etwa 1 Jahr alt. Kuksi begleitete mich beim Joggen durch die Nacht, auf Feldwegen zwischen den Äckern. Ich hatte eine Stirnlampe, in deren Kegel er neben mir her lief. Plötzlich, mir war gar nicht aufgefallen, dass Kuksi nicht mehr da war, hörte ich ein lautes Jaulen hinter mir. Ich hatte kein Licht gesehen und keinen Ton gehört, nur diesen herzzerreissenden Hundeschmerzensschrei. Sofort blickte ich mich nach Kuksi um, und als ich ihn nicht sah, lief ich etwa 50 m zurück. Dort lag er auf dem Boden. Ich hatte keine Vorstellung, was passiert sein konnte, und forderte ihn auf, mit mir weiter zu laufen. Was er dann auch versuchte, aber er lief geduckt, sodass sein Becken fast am Boden schliff. Ich nahm die Leine, fixierte ihn am nächsten Baum, lief nach Hause und holte ihn mit dem Auto ab.

In der Notfallambulanz sagte mir der Tierarzt nach der Röntgenaufnahme, dass Kuksis Hüfte gebrochen sei. Es dürfte sich um einen Autounfall handeln, mutmaßte er. Autounfall? Auf den dunklen Feldern? Ohne jedes Licht, ohne Motorenlärm?

Kuksi konnte kein Gips angelegt werden. Seine Knochen mussten ohne Hilfe zusammenwachsen, er durfte sich nur eine zeitlang nicht viel bewegen. Tatsächlich wurde alles wieder gut, aber so schnell wie vorher konnte Kuksi danach nie mehr wieder laufen. Immerhin wussten wir durch das Röntgenbild, dass Kuksi keine Hüftdysplasie entwickeln werde, wie so viele Schäferhunde und Schäferhundmischlinge, wie er einer war.

Straßenverkehr

Als Landhund war Kuksi den Straßenverkehr nicht gewohnt. Und obwohl dieser mysteriöse Autounfall mitten in den Feldern abseits jeder Straße passiert war, mussten wir uns überlegen, wie Kuksi geschützt werden konnte und trotzdem so frei wie möglich war.

Das erste Mal in einer großen Stadt von der Leine nahm ich ihn in einem Park in Graz. Rundherum rauschten die Autos vorbei. Als Kuksi frei war, lief er in einem großen Bogen davon, sodass mir das Herz stehen blieb. Doch er kurvte einmal um die Wiese und kam wieder zurück. Später entfernte ich die Leine auf dem Gehsteig neben der mehrspurigen Westausfahrt in Wien. Als die Autos von hinten heran brausten, wurde er nervös. Ich hockerlte mich zu ihm und beruhigte ihn.

So gewöhnten wir uns langsam an den Autoverkehr. Später konnte Kuksi ohne jedes Problem leinenlos durch den dichtesten Straßenverkehr gehen. Wenn ich mit dem Fahrrad in Wien ins Büro fuhr, dann lief er am Gehsteig einfach neben mir her, achtete auf die Ampeln und den Fußgängerübergang, und gefährdete sich nie. Er war im Straßenverkehr völlig kompetent geworden.

Ein unbekümmertes Leben in der Wildnis

Was brach jetzt für eine unbekümmerte Zeit an! Und Kuksi immer ohne Leine. Wir wanderten ein Drittel des Jahres miteinander, ob zu Hause in den Alpen, wo wir jede Woche unterwegs waren, oder in der Hohen Tatra, den Südkarpaten, oder sogar in den arktischen Nationalparks von Skandinavien. Hatte Kuksi, der offenbar ein Mischling von einer Bracke mit einem Schäferhund war, anfangs noch die starke Tendenz zu jagen, so hörte er bald damit auf. Und zwar vollständig. Ich vermittelte ihm, wie sehr mich das verletzt, wenn er andere Tiere hetzt. Und er nahm sich das zu Herzen. Ich habe ihn nie bestraft, nur ganz deutlich meine Emotionen gezeigt, von Freude und Liebe bis Trauer und Wut. Er gab das Jagen völlig auf. Wir konnten keine 20 m entfernt von einem Gemsenrudel lagern, und er machte keine Anstalten, die Tiere zu verfolgen.

Wie viel haben wir da erlebt! Am Hochschwab hat mich ein balzender Auerhahn angegriffen, und Kuksi hielt ihn in Schach. Umgekehrt beruhigte ich einen Steinbock, der sich von Kuksi provoziert fühlte und auf 1 m an uns heran gekommen war. Gemeinsam entkamen wir wildgewordenen Kühen auf einer einsamen Alm. Auch Bären und Wölfen begegneten wir, und hörten einen Luchsmann um Mitternacht maunzen. Auf Kuksi war immer Verlass. Sowohl, dass er mir half, wenn es notwendig war, als auch, dass er die Tiere nicht unnötig provozierte.

Besonders berührt hat mich Kuksis passiver Widerstand, wenn wir nach vielen Tagen in der Wildnis wieder zurück in die Zivilisation fahren mussten. Er wollte einfach nicht. Er weigerte sich, ins Auto einzusteigen. Meistens setzte ich mich dann zu ihm und wir besprachen das. Wenn mich ein Termin zum Ende unserer Tour zwang, dann musste ich ihn ins Auto tragen. Dabei erschlaffte er völlig, um seinen Protest zu zeigen und es mir schwer zu machen. Niemals war er aggressiv gegen mich.

Auch im Winter waren wir ständig zusammen unterwegs, ich mit Schneeschuhen oder, viel häufiger, mit Tourenschi, er auf allen Vieren mit seinen 34 kg Körpergewicht. Ich hatte für Kuksi ein eigenes Hunde-Lawinenpiepserl besorgt, um ihn gegebenenfalls ausgraben zu können. Umgekehrt musste ich auf seine Nase vertrauen. Einmal steckten wir mehrere Tage und Nächte im winterlichen Schneesturm und White Out im Toten Gebirge fest. Ein anderes Mal zog mich Kuksi am Pullover aus dem Tiefschnee unter einem umgestürzten Baum hervor. Wir waren nicht nur ein Herz und eine Seele, wir gaben auch sehr aufeinander acht.

Krebs!

Da brach das erste Mal unsere Welt zusammen. Ich entdeckte eines Tages feste, erhabene Körperstellen am Genick und in der Leiste von Kuksi. Die Untersuchung ergab: Lymphknotenkrebs. Laut Internetrecherche ein Todesurteil. Für Hunde im Alter von 4 Jahren, wie Kuksi gerade war, die häufigste Todesursache.

Unsere Tierärztin Birgit Angerer meinte aber, wir sollten eine Chemotherapie versuchen. Gerade bei Lymphknotenkrebs sei das vielversprechend. Die Hunde würden im Mittel 344 Tage überleben. 344 Tage? Nicht einmal ein ganzes Jahr? Meine Kehle schnürte sich zu, mein Herz setzte aus. Ich umarmte Kuksi mit aller Kraft und weinte hemmungslos. Sollten wir uns jetzt schon, in so jungen Jahren, verlieren? Wenn, ach wenn Kuksi wenigsten schon 10 Jahre alt wäre, dachte ich mir damals. Dann hätte er wenigstens ein Leben gehabt. Aber so?

14 Monate lang ertrug Kuksi stoisch die giftige Flüssigkeit, die jede Woche in seine Venen tropfte. Täglich gab es zusätzlich Kortison. Nebenwirkungen hatte er kaum. Vielleicht zwei- oder dreimal ging es ihm einen Tag lang sehr bescheiden, blieb er lieber liegen, als mit mir weg zu gehen. Aber sonst schien alles im grünen Bereich.

Gegen Ende seiner Chemotherapie fuhren wir sogar mit meiner damaligen Partnerin mit dem Auto nach Nordschweden und blieben 4 Wochen im Zelt in den dortigen Nationalparks. Kuksi war völlig fit und zeigte keinerlei Symptome. Ich dachte noch, dass das sein Abschied von einem wilden Leben sein würde, die 344 Tage waren vorbei. Doch Kuksi blieb fröhlich und gesund. Die Tierärztin entfernte einige seiner Lymphknoten und schickte sie ins Labor. Keine Spur von Krebszellen, kam von dort zurück. Kuksi war vollständig geheilt. Ein kleines Wunder.

Ein freies Leben

Wir trieben es nun wilder, als je zuvor. Was hatten wir zu verlieren? Wir wollten das neu gewonnene Leben auskosten. Ich kaufte Kuksi eine Kletterausrüstung und wir machten alpine Touren im ersten Grad. Er war sehr gewandt im Klettern, wusste gut einzuschätzen, was er sich zutrauen konnte, und genoss auch die Ausgesetztheit. Man konnte seine Vernunft daran erkennen, wie er schwierige Stellen anging. Wie ich stand er zunächst davor, betrachtete das Gelände, kletterte es offenbar im Geist einmal durch und nahm dann jene Route, die am leichtesten war. Mit großer Treffsicherheit. Auch vertraute er mir voll. In besonders gefährlichen Situationen ließ er sich von mir heben und tragen. Selbst Leitern konnten wir so auf Klettersteigen meistern.

Einmal waren wir untertags zwischen Felsen einen steilen Hang hinauf geklettert und hatten oben auf der Hochebene die Zeit vergessen. Beim Abstieg war es dunkel und für mich unmöglich, wieder den richtigen Durchstieg zu finden. Nicht aber für Kuksi. Er konnte erschnüffeln, welche Route wir gegangen waren. Und so brauchte ich nur mit meiner Taschenlampe hinunter zu leuchten, bis ich seine beiden Augen funkeln sah. Dann wusste ich, jetzt gerade hinunter muss ein möglicher Durchstieg sein. Und so war es auch. Mein kleiner Bergführer brachte mich sicher ins Tal.

Ging ich große alpine Klettertouren oder Eisklettereien mit anderen Menschen, dann wartete er einfach leinenfrei am Fuß der Wand. Das war nie ein Problem. Eine unserer Erstbesteigungen im Hochschwab ist nach Kuksi, dem wartenden Hund, benannt. Und einmal gingen wir in 30 ¾ Stunden ohne Pause über den gesamten Hochschwab von West nach Ost in einem durch. Solche Dauerbelastungen meisterte er ohne jede erkennbare Schwäche.

Wir suchten zusammen die Wildnis. Ob in Österreichs Urwäldern, in den Alpen, den Karpaten, den Abruzzen, den Pyrenäen, der Tatra, der Arktis, in Kroatien oder auch in Sibirien. Wir reisten zusammen ans Meer. Überall lief Kuksi völlig frei herum, nie gab es ein Problem. Niemals biss oder bedrohte er einen Menschen, niemals kämpfte er mit Hunden. Im Gegenteil, gerade anderen Hunden gegenüber, auch den Herdenschutzhunden in den Karpaten, trat er mit größter sozialer Kompetenz auf. Und Wildtieren folgte er nicht, er schnüffelte vielleicht an ihren Spuren und manchmal freundete er sich sogar an. Einmal traf er einen Fuchs, der sich aus unerklärlichen Gründen nicht fürchtete. Die beiden berührten sich kurz mit den Nasen und gingen dann ihres Weges. Nur mit einem Dachs lieferte er sich in der Nacht ein Bellduell, allerdings mag er angenommen haben, dass das Tier auch mich bedrohte.

Als Kuksi 7 Jahre alt war, schrieb ich ein Buch über unsere Beziehung, siehe https://vgt.at/publikationen/texte/buecher/Hund-Philosoph/index.php. Das machte ihn öffentlich bekannt. Vermutlich hat kein anderer Hund so großes Entgegenkommen genossen. Überall, wo eigentlich Hundeverbot herrscht, wurde für ihn eine Ausnahme gemacht. Ob in einem Linzer Casino, verschiedenen Universitäten, dem Parlament, der Hofburg, dem Naturhistorischen Museum in Wien oder dem Lainzer Tiergarten. Und immer erwies er sich als diesem Entgegenkommen würdig und machte keinerlei Schwierigkeiten.

Zu seinem 10. Geburtstag erstellte meine Partnerin über unseren Kuksi einen Film. Sie hatte viele seiner Freund:innen und Wegbegleiter:innen interviewt und ein Rundumporträt zustande gebracht. Ich habe es mir heute wieder angesehen. Wie schön es damals war!

Aber auch in meiner Tierrechtsarbeit half Kuksi mir. Er war bei jeder Demo dabei, saß neben mir bei meinen Vorträgen, lenkte sogar Wachhunde von Tierfabriken ab und recherchierte mit mir Jagdreviere.

Wir waren so eng zusammen gewachsen. Wir schliefen im selben Bett, aßen gemeinsam dieselben Speisen, hatten dieselben Freund:innen, dieselben Interessen, dieselben Vorlieben. Wir teilten einfach alles, das gesamte Leben. Bis plötzlich dunkle Wolken aufzogen. Und diesmal sollten sie bleiben.

Diabetes

10 Jahre und 3 Monate war Kuksi bereits alt geworden. Noch gab es keinerlei Anzeichen von Altersschwäche. Natürlich, so jung und dynamisch wie früher war er nicht mehr. Aber immer noch gingen wir große Bergtouren gemeinsam. Da merkte ich eines Tages, dass Kuksi sehr viel zu trinken begann. Ich erkundigte mich und wurde beruhigt. Das müsse noch nichts heißen, vielleicht geht es wieder weg? Ging es aber nicht. Nach einer Woche ließ ich ihn untersuchen und unsere Tierärztin diagnostizierte Diabetes. Von jetzt ab musste ich meinem lieben Kuksi lebenslang zweimal am Tag Insulin spritzen. Es dauerte Monate, bis er endlich eingestellt war, d.h. die richtige Insulinmenge der richtigen Art für seinen Zuckerspiegel bekam. Und in dieser Zeit potenzierte sich das Unglück.

Zunächst unmerklich, doch bald deutlich erkennbar, zog ein weißer Schleier über Kuksis Augen. Auf Anraten unserer Tierärztin vereinbarten wir einen Termin in der Augenklinik der Wiener Vet Uni. Doch noch vor diesem Termin verdunkelte sich Kuksis Welt. Ein Auge schob sich weit aus der Höhle heraus und war kalkweiß, das andere entzündet. Kuksi war erblindet. Als er absolut nichts mehr sah, wollte er nicht mehr aus dem Auto aussteigen, nachdem wir von einer Wanderung zurückgekommen waren. Am nächsten Tag hatten wir den Termin in der Augenklinik, also verbrachte er die Nacht im Auto, wo ich ihm das Essen und Trinken hin brachte. Was hatte ich für Sorgen um ihn, ich machte kein Auge zu, an Schlaf war nicht zu denken.

Am nächsten Tag in der Klinik war die Stromversorgung zusammengebrochen. Wir mussten also noch einen Tag warten. Dann die Hiobsbotschaft: das eine Auge war nicht mehr zu retten, es musste herausgeschnitten werden. Beim anderen konnte man die trübe Linse entfernen, aber keine künstliche Linse mehr einsetzen, weil der Linsensack gerissen war. Kuksi würde also für immer sehr sehr schlecht sehen, und täglich zweimal Tropfen und Creme ins Auge bekommen müssen.

Grauenhaft. Kuksi war zu Tode betrübt, und ich nicht minder. Sein geliebtes Stockiwerfen war nicht mehr möglich. Wie oft bat er mich noch, ihm ein Stocki zu werfen, aber er konnte es einfach nicht sehen, um es wieder zu bringen. Es dauerte lange, bis er schließlich aufgab. Im stehenden Gewässer ging es noch. Da warf ich das Stocki, er hörte das Platschgeräusch und sprang hinterher. Durch Steinwürfe konnte ich ihm die Richtung angeben, in die er schwimmen musste, um das Stocki zu finden.

Und trotzdem wanderten wir noch viel und weit. Kuksi fand sich irgendwie zurecht. Zwar streunte er nicht mehr so sehr, sondern blieb in meiner Nähe, aber er konnte immer noch frei stundenlang über die Berge ziehen, ohne mich zu verlieren oder nicht mehr zurück zu finden. Selbst vom wochenlangen Zelten ließen wir uns nicht abhalten. Ich musste eben seine Medikamente mitnehmen und vor der starken Sonne oder zu großer Kälte schützen.

Hörsturz

Das ging noch zwei Jahre gut, ohne nennenswerte Verschlechterungen. Doch eines Tages plötzlich konnte Kuksi nichts mehr hören. Oder nur mehr sehr wenig, und nur mehr auf einem Ohr. Es ist schwer mit jemandem zu kommunizieren, der weder hört noch sieht. Ich musste laut schreien, um mich bemerkbar zu machen, und trotzdem gelang es mir nur innerhalb von 10 m Distanz von ihm gehört zu werden.

Kuksi lebte nun in einer düsteren Stille. Doch er hatte seine Lebensfreude nicht vollständig verloren. Immer noch konnten wir ausgedehnte Wanderungen unternehmen. Es gab eben eine Reihe von Gefahren, auf die ich ihn aufmerksam machen musste, wie z.B. Löcher im Boden, oder Steilabstürze, oder heran nahende Kühe.

Es ist besser die schönen Erlebnisse mit einer geliebten Person in Erinnerung zu behalten, als die schlimme Zeit am Ende des Lebens. Es genügt also hier zu sagen, dass er einen Krebs am Ellbogen entwickelte, dessen Metastasen in die Milz ausstrahlten und wer weiß noch wohin. Dennoch hatte sein Leben über die nächsten 6 Monate ab Diagnose eine gute Qualität. Wir reisten sogar nach Kroatien ans Meer, wo er schwimmen ging.

Doch einen Tag vor Weihnachten 2021 war sein Leben ausgelebt. Der von Ludwig Hirsch besungene große schwarze Vogel hat ihn geholt. Für mich brach eine Welt zusammen. 14 Jahre und 3 Monate ist er alt geworden. Eine so lange Zeit, in der sich unsere Seelen untrennbar vereinten. 3 Partnerinnen von mir hat er überdauert und ist immer geblieben, und hat mich bis in die Unendlichkeit geliebt, wie das eine von ihnen ausdrückte. So war er, mein Kuksi. Die größte Liebe meines Lebens.

In der Nacht liege ich wach, spüre seine Schnauze, höre ihn durch das Zimmer tapsen. Wie oft habe ich mich an seinem warmen Körper ausgeweint, wenn es Probleme gab. Er war immer für mich da und hat mich getröstet. Mit was für einer stoischen Kraft er seine Schicksalsschläge überwunden hat! Alles haben wir gemeinsam gemeistert. Nur irgendwann ist es vorbei. Zurück bleibt ein großes Loch in meinem Leben, eine Leere, die niemals gefüllt werden kann.

Mein Kuksilein. Es wird schwer werden, ohne Dich, sehr schwer.

Anzeige gegen Jagdaufseher wegen Nötigung: droht Hund zu erschießen

Hundehalter_innen sind es leider gewohnt, dass Jäger_innen sie anpöbeln und sogar damit drohen, ihre Hunde zu erschießen. Die Ausrede: die Hunde würden Wildtiere bedrohen. Plötzlich tun die Jäger_innen so, als hätten sie mit genau jenen Wildtieren Mitleid, die sie selbst gerne über den Haufen schießen. Und so erschießen sie eben die Hunde – ohne jedes Mitgefühl.

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, an denen ich beim ganz normalen Wandern auf markierten Wegen von Jäger_innen angeschrien oder sogar mit dem Erschießen bedroht wurde. In den 1970er und 1980e Jahren war das ganz normal. Doch die Zeiten haben sich etwas gewandelt, die Jagd ist deutlich mehr in die Defensive geraten, hat an Image verloren. Heute wird nur noch abseits von Wegen gepöbelt, oder eben wenn ein Hund dabei ist. Aber auch das müssen wir ihnen austreiben.

Beim Wandern in Tirol traf ich auf eine Tafel, die das Wandern abseits von Wegen und das Frei Laufen Lassen von Hunden jeweils mit dem Abschuss des Tieres bedroht. Dabei ist es unmittelbar neben dieser Tafel im Wald erlaubt, den Hund frei laufen zu lassen. Die Gemeinde Kirchdorf hat dazu Mitte 2018 eine eigene Verordnung erlassen und mit einem Plan versehen. Abgesehen davon erlaubt das Tiroler Jagdgesetz den Jäger_innen nicht einfach mir nichts dir nichts Hunde abzuknallen, wie es ihnen passt, auch wenn diese frei laufen.

Ich habe daher folgende Anzeige wegen Nötigung eingebracht:

Veterinärmedizinische Tierversuche an Hunden in Österreich

Weil es offenbar Menschen gibt – vornehmlich, wie man hört, Angestellte und Studis der Veterinärmedizin -, die behaupten, veterinärmedizinische Tierversuche an Hunden wären eh nur ein Klacks, kleine Lächerlichkeiten, den Hunden ginge es super, und überhaupt, alles notwendig, die Versuchshunde hätten beste Familienbindung und würden schließlich an Pflegestellen vermittelt, hier eine rein faktische Auflistung der VETERINÄRMEDIZINISCHEN TIERVERSUCHE an Hunden in Österreich. Ich behaupte dabei nicht, dass diese Tierversuche an der Vet Uni Wien stattgefunden haben, stelle aber fest, dass es nur eine einzige Vet Uni in Österreich gibt.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass veterinärmedizinische Tierversuche absolut überhaupt keine ethische Rechtfertigung haben. Bei Tierversuchen bemüht man üblicherweise als Rechtfertigung die Wichtigkeit für die menschliche Gesundheit, und Menschen seien schließlich wichtiger als Tiere. Wie dem auch immer sei, dieses klassische Argument lässt sich auf Tierversuche in der Veterinärmedizin nicht anwenden. Versuchshunde sind nicht weniger wichtig oder wertvoll als Familienhunde, nur weil sie niemand liebt.

Schauen wir uns die Fakten an. Ich wähle willkürlich das Jahr 2017, weil ich von dem gerade die nichttechnischen Projektzusammenfassungen vorliegen habe. Insgesamt waren in diesem Jahr Tierversuche an 247 Hunden genehmigt. Nur 50 davon waren Versuche, bei denen die Hunde als Modell für den Menschen verwendet wurden, also in der Humanmedizin. 197 Hunde wurden für veterinärmedizinische Tierversuche verwendet:

  • 31 Hunde wurden für Versuche in der Ausbildung von Studierenden verwendet. Diese Hunde wurden manipuliert und es wurden Eingriffe geübt. Darunter fallen auch das Üben von Injektionstechniken und das Setzen von Harnkathetern.
  • An 116 Hunden wurden verschiedene neue Mittel zur Anästhesie getestet. Dafür schloss man die Tiere an ein EKG an, setzte ihnen Venenkatheter und verabreichte eine Prämedikation. Die Tiere wurden dann anästhesiert und es wurden die physiologischen Reaktionen unter der Bewusstlosigkeit aufgezeichnet.
  • An 10 Hunden wurde die Augendurchblutung gemessen. Man setzte den Tieren Venenkatheter und maß dann mit Ultraschall die Durchblutung.
  • An 10 Hunden wurden neue Augentropfen getestet. Die Tiere waren gesund. Ihnen wurden 28 Tage lang die neuen Augentropfen täglich zweimal verabreicht, dabei wurden regelmäßig Blutproben genommen und auftretende Entzündungen aufgezeichnet.
  • 30 Hunde wurden für Tierversuche zur Krankheitsdiagnostik verwendet. Dabei wurde ein neuer Thromboelstograph eingesetzt, der die Blutgerinnung testet. Es wurde ein Lokalanästhetikum verwendet.

Wenn mir Angestellte, Tierpfleger_innen oder Studierende von Institutionen, in denen Tierversuche stattfinden, erzählen, wie gut es den Versuchstieren nicht geht, dann glaube ich ihnen kein Wort. Bisher war es noch immer so, dass die Proponent_innen der Tierversuchsindustrie ihre Tätigkeit in schillernden Farben loben, aber jede einzelne von Tierschützer_innen undercover durchgeführte Recherche zeigt, dass es in Tierversuchslabors abgrundtief brutal zugeht. Und das ist nachvollziehbar: wer einem Lebewesen regelmäßig weh tut und absolute Macht über dieses Wesen hat, der muss seine Mitgefühle unterdrücken, um nicht psychisch krank zu werden. Die Folge ist Gefühlskälte und Brutalität.

Wer sagt, die oben beschriebenen Tierversuche seien sowieso harmlos, soll sich doch selbst dafür zur Verfügung stellen. Warum sind genau solche Versuche an Menschen verboten? Aha, doch nicht so harmlos. Als Tierschützer_innen sehen wir die Situation aus den Augen der betroffenen Tiere. Und für die kann es niemals gerecht sein, so etwas mit ihnen zu machen. Hunde sind Wesen, die Familienanschluss brauchen, geliebt werden wollen, mit ihren Bezugsmenschen Tag und Nacht verbringen, und keinesfalls unnötig einem derartigen Stress ausgesetzt werden. Übrigens: laut Statistik sind 54 der Hunde wiederholt solchen Tierversuchen ausgesetzt worden. Eine absolute Horrorvorstellung.

Klar ist auch: wer invasive Tierversuche egal welcher Art, und insbesondere obiger, durchführt, hat keinerlei Berechtigung als Tierarzt oder Tierärztin später aufzutreten. Für Ärzt_innen gilt der Hippokratische Eid: „Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht“. Wer den bricht – und das geschieht definitiv bei obigen Versuchen, weil sie nicht im Sinne der betroffenen Hunde sind – hat die Berechtigung verloren, heilend zu wirken.

In der Helsinki Menschenrechtsdeklaration von 1964 zu Versuchen an Menschen ist das ethische Prinzip so formuliert:

Artikel 1.5: „Concern for the interest of the subject [in experimentation] must always prevail over the interest of science and society.“

Artikel 111.4: „In research on [sentient beings], the interest of science and society should never take precedence over considerations related to the well-being of the subject.“

Dem habe ich nichts mehr hinzu zu fügen.

Antwort auf ORF-Journalistin Ulli Wolfs Facebook-Kommentar

Auf obiges Bild, das auf einer Facebookseite erschien, postete die ORF-Journalistin Ulli Wolf, die bekanntlich seit geraumer Zeit ununterbrochen seichte Beweihräucherungsbeiträge für Mayr-Melnhof bringt, folgenden Kommentar, wie oben zu lesen: „Bravo Herr Balluch – als vermeintlicher Tierexperte sollten Sie eigentlich wissen, dass freilaufende Hunde im Wald – noch dazu bei dieser Schneelage – ein absolutes No Go sind, um das Wild nicht zu stressen“

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Mein Hundefreund Kuksi ist ein „Wunderhund“

Naja, eigentlich ist mein Hundefreund Kuksi ganz normal. Wie ein autonomer Hund eben ist. Aber dazu unglaublich friedfertig und sozial kompetent. Ich bin gerade wieder so begeistert, weil wir gestern bei Katzen zu Besuch waren, und er hat sich total nett verhalten, ohne Probleme. Wirklich cool!

Kürzlich hat mich jemand angerufen und gefragt, ob ich bald ins Büro kommen würde. „Gleich“, antwortete ich, „ich warte nur noch, bis Kuksi nach Hause kommt“. „Nach Hause kommt?“, wiederholte meine Gesprächspartnerin ungläubig. Da fiel mir erst auf, wie seltsam das für Außenstehende klingen muss. Ja, mein Kuksi geht manchmal in den Garten und von dort durch verschiedene Löcher im Zaun in die Nachbarschaft und kommt dann eben erst wieder, wenn ihm danach ist. Für mich ist das normal.

Bei unserer Wanderung in den Südkarpaten haben wir viel miteinander geredet. Ja, wir reden tatsächlich. Ich mit Worten, er mit Körpersprache. Aber Sprache ist Sprache. Wenn ich von unseren Wanderungen berichten würde, müsste ich das oft in direkter Wechselrede tun. Es ist tatsächlich so – wir reden. Auch das mag Außenstehenden seltsam erscheinen, aber für uns ist es normal.

Ein ganz tolles Beispiel unserer engen Kommunikation ist ein sehr steiler Abstieg, den wir zusammen kürzlich in den Südkarpaten meistern mussten. Das war ein Gelände voller loser Steinbrocken, einer rutschigen Wiese und vieler umgestürzter Bäume. Für uns beide nicht leicht. Wir mussten ganz vorsichtig gehen. Kuksi blieb dicht hinter mir und wartete auf meine Vorschläge. Ich musste mich auf Bäume setzen, sodass er via mir über den Stamm springen konnte. Oder er musste warten, bis ich die nächsten Schritte ausgekundschaftet hatte und ihm dann einen Durchschlupf vorschlagen konnte. Der Höhepunkt war eine 2,5 m hohe senkrechte Felswandstufe. Ich kletterte hinunter und bat ihn dann, auf mich zu springen, ich würde ihn fangen. Er überlegte einige Zeit, nahm 3 Anläufe, die er wieder abbrach, dann konzentrierte er sich und plötzlich sprang er mir wirklich in die Arme. Ein unglaublicher Beweis von Vertrauen, aber auch davon, wie gut wir uns gegenseitig verstehen.

Nein, er jagt keine Tiere und er streitet mit keinen Hunden, denen wir begegnen. Und auf der Straße, wo wir immer ohne Leine gehen, achtet er sehr auf den Verkehr. Ich bin jedes Mal wieder überrascht, wie sehr die Menschen staunen, die ihn im täglichen Leben sehen. Dabei ist das nicht erstaunlich. Er ist einfach nur ein ganz normaler, autonomer Hund mit hoher sozialer Kompetenz, die man eben entwickelt, wenn man ein Leben lang leinenfrei Begegnungen mit verschiedenen Lebewesen hat.

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Können Hunde Menschen absichtlich täuschen?

Manche Menschen bezweifeln bis heute, dass Hunde überhaupt ein Bewusstsein haben. Sei seien lediglich mit Instinkten und einem Lernvermögen durch Konditionierung ausgestattete Biomaschinen. Andere akzeptieren, dass Hunde fühlen und vielleicht sogar denken können, aber behaupten, sie hätten kein Selbstbewusstsein. Fast glaube ich, dass die Mehrheit der Menschen heute noch dieser These anhängt. Selbstbewusstsein, so die Folklore, sei nur dem Menschen und vielleicht wenigen anderen Tieren, wie Elefanten, Delfinen und Menschenaffen, möglich. Wissenschaftlich stuft man zwischen verschiedenen Formen des Selbstbewusstseins ab. Durch die Selbsterkennung im Spiegel sei Selbstbewusstsein der niedrigsten Form nachweisbar. Bei einigen Tieren gilt das als belegt, darunter Menschenaffen und Elefanten, aber auch Elstern und seit Neuestem Pavianen, obwohl bei Letzteren für lange Zeit das Gegenteil als bestätigt galt.

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Japanische Forschung: Hunde urteilen moralisch

Jedes Mal, wenn ich Hardcore Jäger Rudolf Gürtler treffe und mit ihm ein Wort wechsel, erzählt er mir wieder, dass ich mich irre, wenn ich bei Tieren und insbesondere Hunden ein bewusstes Denken und bewusste Entscheidungsfähigkeit annehme. Was ich auch immer für Beispiele bringe, für ihn heißt das nichts. Hunde seien einfach instinktgetriebene Biomaschinen, die man am besten mit Elektroschocks, jedenfalls mit Belohungs- und Strafreizen „erzieht“ und basta.

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Laut New Scientist stinken Tierprodukt-EsserInnen, ob Mensch oder Hund

Wer im Zoo oder bei anderen Tiergehegen den Geruch von Fäkalien carnivorer Spezies mit jenem von herbivoren vergleicht, kommt nicht umhin, einen deutlichen Unterschied zu bemerken. Der carnivore Kot riecht scharf und wirkt viel abstoßender, als der herbivore. Trifft das auch auf menschlichen Kot von Personen zu, die entweder fleischbasiert oder vegan leben? Bei Fragen wie dieser, die ideologisch ziemlich aufgeladen sind, ist es immer am Besten, man orientiert sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und zu meiner Überraschung hat das New Scientist vor einigen Monaten von einem Forschungsergebnis zu genau dieser Frage berichtet, siehe oben.

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Sind der Tod eines Menschen und eines Tieres so anders?

Kürzlich habe ich mit dem Betreiber eines Schaugatters, in dem sich einige Damhirsche und Mufflons befinden, über dessen Auflösung diskutiert. Das Gatter soll geschlossen werden, aber wohin mit den Tieren? Mein Vorschlag: betäuben, sterilisieren und in einen Lebenshof transportieren. Der Gegenvorschlag: aus kurzer Distanz schmerzfrei erschießen. Das Argument dafür? Betäubung, Sterilisation und Transport seien zu stressig, abgesehen davon würden die Tiere dann, wenn sie in 10 Jahren alt werden, an Altersschwäche leiden und vielleicht einsam sein.

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Eine kleine Anekdote

Vor ein paar Tagen ging ich abends mit meinem Hundefreund durch einen Park. Wieder einmal hat irgendjemand ein Sackerl mit einer Jause stehen gelassen. Kuksi freuts. Er wühlt sich durch und ergreift mit dem Mund eine in Plastik eingehüllte Wurst. „Nicht!“, ruf ich noch und springe hin, aber, schwupps, ist sie schon weg. Kuksi schaut ganz unschuldig, als wollte er sagen „ach so, ich wusste nicht, dass ich die nicht essen soll“. Dabei wusste er das genau, aber es war ihm einfach wichtiger. Naja, denke ich mir, hoffentlich kommt sie unten wieder raus. Ich werde ein Auge darauf haben.

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