Klimawandel

IPCC-Bericht: Tierproduktion zu etwa einem Drittel für Klimawandel verantwortlich

„Vegan fürs Klima“ heißt der Slogan des VGT, mit dem seine Aktivist_innen die zahlreichen Klimademos und -streiks unterstützen. Und nicht von ungefähr. Der neueste IPCC-Sonderbericht von August 2019 wartete mit der erschreckenden Botschaft auf, dass die Landwirtschaft für 23 % und die Nahrungsproduktion insgesamt für 37 % der menschengemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Der Großteil davon ist auf die Tierproduktion zurück zu führen, also etwa ein Drittel der Gesamtemission. So deutlich, wie noch nie, mahnte das weltweite Forscherkonsortium von mehreren 1000 Expert_innen aus allen Ländern der Welt, dass der Fleischkonsum der Menschheit unbedingt zurückgefahren werden muss. Die österreichische Politik – inklusive der Grünen – drückt sich aber um die logische Konsequenz: eine Fleischsteuer. Stattdessen propagierten manche sogar das Recht auf ein Billigschnitzel!

Das Landwirtschaftsministerium reagierte auf diese Botschaft mit einer eigenen Berechnung. Die Schweineproduktion würde nur 0,34 % der Treibhausgase verursachen, die Rinderhaltung zwar zugegebener Maßen mehr, nämlich 10 %, aber man könne eben nicht die gesamte Tierproduktion verteufeln.

Ums Verteufeln gehe es nicht, konterten daraufhin die beiden Klimaexperten Dr. Kurt Schmidinger und Dr. Martin Schlatzer. Es geht um Fakten. Die Berechnung des Landwirtschaftsministeriums berücksichtigt nur die Haltung der Tiere und die Produktion ihrer Futtermittel im Inland (!), ist also keine Life Cycle Analyse, die alle Einflussfaktoren einberechnet. Bezieht man etwa den Energieeinsatz für Stickstoff-Mineraldünger und für andere Betriebsmittel, wie die Lagerung und die Inlandstransporte, mit ein, komme man schon auf 14 % der Treibhausgasemissionen durch die Tierproduktion. Gerade Schweine aber werden in großem Stil mit gentechnisch manipuliertem Soja aus Übersee, immerhin 600.000 Tonnen pro Jahr, gefüttert. Dafür holzt man auch fleißig den Regenwald ab oder legt Feuer zur Brandrodung. Inklusive Transportaufwand und Lagerung dieser Futtermittelimporte steigt damit der Anteil der Treibhausgasemissionen auf 18 %. Dazu kommen noch die weiteren Verarbeitungsschritte der Tierprodukte, bis sie im Handel landen, sowie die Errichtung der Infrastruktur für die Tiernutzung, von der Tierfabrik zum Tiertransporter bis zum Schlachthof.

Ganz wesentlich bei der Berechnung der Auswirkung der Tierproduktion auf die Klimakrise ist aber auch die verabsäumte Kohlenstoffsenke aufgrund des größeren Flächenbedarfs durch Futtermittelanbau oder Weiden. Gut zwei Drittel der Agrarflächen werden nur für Futtermittelanbau verwendet. Ein Ende der Tierproduktion würde also große Flächen frei werden lassen, auf denen Wald angepflanzt werden könnte, inklusive der Almen. Dieser Wald könnte gewaltige Mengen an CO2 aus der Luft saugen und den Kohlenstoff in den Baumstämmen, im Humusboden und im Unterwuchs binden. Berechnungen zeigen, dass damit weltweit die Klimakrise entschärft werden würde.

Auch ein Wissenschaftskonsortium im Rahmen des Climate Change Centre Austria (CCCA) von ca. 70 Personen aus ganz Österreich unterstützt jetzt diese Forderungen. In dem kürzlich veröffentlichten Referenz-Nationaler Energie- und Klimaplan (Ref-NEKP) heißt es:
• eine Fleischsteuer ist dringend notwendig
• der Fleischkonsum in Österreich muss bis 2030 um 50 % reduziert werden

Abseits von politischem Opportunismus, Fake News und Populismus ist die Botschaft der Wissenschaft also ganz klar. Der VGT hat recht: vegan fürs Klima!

Klimawandel: was wird bei einer Erwärmung von +1,5°C passieren?

Der Klimawandel ist im vollen Gange, die Klimakrise ist da. Wir haben noch 12 Jahre bis jene Menge an CO2 in der Atmosphäre ist, die das Weltklima im Mittel um 1,5°C erwärmen wird. Klingt wenig? Wer 41°C Fieber hat, stirbt, wenn sich seine Körpertemperatur um diese Menge erhöht. Was uns tatsächlich bei dieser Erwärmung auf der Erde blüht, wurde nun detailliert berechnet und im New Scientist zusammengefasst. Das Bild oben zeigt die regionale Erwärmung auf der Erde bei einer mittleren Gesamterwärmung um 1,5°C. Es tritt dann, wie man sehen kann, auf vielen Teilen der Erde, insbesondere über Land, eine Erwärmung im Mittel um 3-4°C auf. In den Alpen sind wir jetzt schon auf +2°C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.

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Wir brauchen einen massiven Klimastreik

Ich bin momentan in Kinderbetreungskarenz. Ich habe eine Tochter, die gerade über 1 Jahr alt ist. Sie wird das Jahr 2100 vermutlich erleben. Und da fragt man sich ganz unwillkürlich als Vater, wie die Welt, die wir Älteren unseren Kindern hinterlassen, dann aussehen wird. Nicht sehr bewohnbar, sagt uns die Naturwissenschaft. Wir haben eine gewaltige Klimakrise verursacht, die das Leben auf der gesamten Erde bedroht. Es wird Zeit für einen massiven Klimastreik

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Das Neueste vom Klimawandel

Der Klimawandel ist ungebremst im Anrollen. Der letzte Bericht des IPCC spricht davon, dass wir beim momentanen Trend in 12 Jahren so viel CO2 in die Atmosphäre gepumpt haben werden, dass eine Erwärmung um 1,5 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit nicht mehr aufzuhalten sein wird. Dabei muss man bedenken, dass dieser Bericht von der Politik vorzensuriert wird. Und die Politik versucht natürlich den Klimawandel herunter zu spielen.

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Klimawandel: von echten und unechten Bedrohungen

Das Wissenschaftsmagazin New Scientist hat den neuesten IPCC Bericht zum Klimawandel als Anlass genommen, in ungewohnter Schärfe auf eine sofortige Änderung der Politik hinsichtlich Klimaschutz zu pochen. Laut IPCC haben wir beim momentanen CO2-Ausstoß noch 12 Jahre, bis die Atmosphäre derart angereichert ist, dass ein Temperaturanstieg von 1,5 °C seit präindustrieller Zeit nicht mehr zu verhindern ist. Dabei durchläuft der IPCC-Bericht noch einen politischen Filter, eher er veröffentlicht werden darf. Der wissenschaftliche Bericht war noch schärfer formuliert. Unter anderem plädiert das New Scientist übrigens ganz deutlich dafür, dass wir alle vegan werden müssen.

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Klimawandel wird zu tödlichen Hitzewellen führen

Die Wissenschaft wird nicht müde, vor dem Klimawandel zu warnen. Doch weder Politik noch Öffentlichkeit scheint das besonders zu irritieren. Na ist es halt ein bisschen wärmer, scheint der Tenor zu sein, ist ja eh nicht so schlecht. Als ob das Klima ohne dramatische Bemühungen bei +2° C halt machen wird! Im New Scientist vom 20. Jänner 2018 werden einige Studien vorgestellt, die auf ein weiteres Problem des Klimawandels hinweisen: das Auftreten von Hitzewellen einer tödlichen Dimension.

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Klimawandel: Rekordanstieg bei Treibhausgasen

Bei den schier unendlichen Diskussionen zwischen den ParteienvertreterInnen vor der Nationalratswahl in Österreich im Oktober waren die für mich wesentlichen Punkte scheinbar nie Thema: die Massentierhaltung und generell der Umgang mit Tieren in unserer Gesellschaft, der in meinen Augen alles andere an Brutalität in den Schatten stellt, und der Klimawandel. Und das, obwohl Letzterer uns alle bedroht. Aber entweder wir wollen nicht hinschauen oder wir sind einfach so festgefahren in unserer Lebensweise, dass wir nicht hinschauen und nichts ändern können. Die Weltwetterorganisation (WMO) berichtet jedenfalls aktuell, dass der Anstieg an Treibhausgasen in der Atmosphäre noch nie so hoch war, wie im letzten Jahr. Wir liegen mittlerweile auf 403,3 ppm (particles per million particles) für CO2. Im Vorjahr waren es noch 400 ppm. Der Zuwachs von 3,3 ppm ist fast doppelt so hoch, wie der bisher höchste Zuwachs von unter 2 ppm im Jahr 2013.

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New Scientist verbreitet Optimismus zum Klimawandel

Optimismus in Sachen Klimawandel? Trotz Trump? Nein, weder meint New Scientist, dass wir politisch auf Kurs sind oder dass Trump egal wäre, noch, dass der Klimawandel am Ende doch gar nicht so schlimm würde. Aber Optimismus verbreitet das New Scientist trotzdem. Vielleicht auch aus psychologischen Gründen: Pessimismus hat noch nie zum Handeln angeregt. Aber schauen wir uns das im Detail an.

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Neues vom Klimawandel

In einem Gemeindebuch in der Umgebung des Hochschwabs in der Obersteiermark ist die Rede davon, dass hier der Winter wirklich 6 Monate dauert. Das Buch stammt von 1955. Heuer gab es zwar einen Winter, aber der ist schon seit einiger Zeit wieder vorbei. Obiges Bild stammt von Ende März. Kein Schnee mehr auf den Schipisten. Der Winter war kaum 3 Monate lang. Das ist der Klimawandel.

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Bundesverwaltungsgerichtsurteil: Bau Flughafenpiste wegen Klimawandel untersagt

Kapitalismuskritik klingt schon so abgedroschen, fast wie die links-rechts Dichotomie in der Politik. Doch die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, die Politik im Land wird zunehmend von der Wirtschaft, und da nur von einzelnen Großkonzernen, die Marktmonopole erhalten, bestimmt. Sichtbares Zeichen davon sind die Freihandelsabkommen, die die gewählten Regierungen in Geiselhaft nehmen. Alles und jedes muss sich am „Wirtschaftsstandort Österreich“ orientieren. Dabei stimmt es nicht, dass es uns gut geht, wenns der Wirtschaft gut geht. Zwar gibt es natürlich eine Beziehung zwischen Wirtschaftsaufschwung und Lebensqualität, aber die ist nicht nur einseitig, ein höheres Brottonationalprodukt ist kein Garant für Lebensfreude. Studien zeigen regelmäßig, dass die fröhlichsten Menschen jene der Naturvölker sind, die noch am ehesten im Einklang mit der Natur leben. Und in den Wirtschaftswissenschaften gilt heute klar, dass der „trickle-down“ Effekt nicht existiert: d.h. wenn es einige Superreiche gibt, profitiert davon die Gesellschaft nicht nur nicht, sondern sie nimmt Schaden. Je größer die Arm-Reich Schere, desto mehr Umweltzerstörung, Tierquälerei und schlechte Lebensqualität für die meisten Menschen.

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