Aussetzen von Fasanen

Kampagnenerfolg: Parlament verbietet Aussetzen von Fasanen für die Jagd

Es ist ein so seltsames Verhalten, dass man landläufig davon gar nichts weiß. Fasane werden in Brutmaschinen ausgebrütet, bekommen den Schnabel gestutzt, werden dann in Massentierhaltung aufgezogen und mit dem Tiertransport in Volieren ins Jagdrevier gebracht. Von dort aus setzt man sie für die Jagd in die Felder. Die hilflosen Tiere wissen nicht, wie ihnen geschieht. Sie haben keine Ahnung, wie sie sich selbständig ernähren sollen, oder dass man Raubfeinden entkommen muss. Auch vor Autos fürchten sie sich nicht und weichen kaum aus. Bis die Treibjagdgesellschaft kommt. Dann hetzt man die Hunde in die Felder hinein und die zahmen Fasane fliegen schwerfällig auf. Bumm, bumm, knallt man in die Masse von oft 100 und mehr Tieren. Für € 10 pro „Stück“ kann man sie aus den ungarischen Zuchtbetrieben kaufen, für maximal € 2 pro totem Tier gibt man sie an Gasthöfe weiter, wenn man sie überhaupt wieder los wird. Wer pflückt schon gerne mühsam 10 Schrotkugeln aus dem Tierkörper? Und wer riskiert schon gerne, sich an den Kügelchen, die übersehen wurden, die Zähne auszubeißen?

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