Justizministerium

Treibjagd im Gatter keine Tierquälerei? Anfrage im Justizministerium

Wir haben zahlreiche Gatterjagden wegen Tierquälerei angezeigt. Die Jagd ist zwar aus dem Tierschutzgesetz, nicht aber aus dem Strafgesetzbuch ausgenommen. Dort steht im § 222, dass mit bis zu 2 Jahren Haft zu bestrafen ist, wer einem Tier unnötig Qualen zufügt oder ein Tier mit dem Vorsatz auf ein anderes hetzt, dass dieses Qualen erleide. Im Jagdgatter Ernstbrunn z.B. beobachteten wir insgesamt 3 Rehe, die aus Angst vor der Jagdhundemeute im Gatter voller Verzweiflung mit solcher Wucht gegen den Gatterzaun gesprungen sind, dass sie sich selbst verletzten. Diese Rehe hatten zu diesem Zeitpunkt Schonzeit. Es wurden ihnen zweifellos Qualen zugefügt. Es wurden zweifellos andere Tiere, nämlich die Jagdhunde, auf sie gehetzt. Und das war zweifellos völlig unnötig, weil einerseits Treibjagden in einem Gatter unnötig sind und weil andererseits diese Tiere gar nicht bejagt werden durften. Und die TäterInnen mussten wissen, dass ihre Aktivität diesen Rehen Qualen zufügen wird, also war es vorsätzlich. Deshalb haben wir Anzeige wegen Tierquälerei erstattet: https://martinballuch.com/anzeige-tierquaelerei-gegen-gatterjagd-der-prinzhorn-kg-ernstbrunn-noe/

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