Klenk

Kommentar zur ORF-Sendung „Am Schauplatz: Märtyrer oder Mafiosi?“

 

Ich bin natürlich froh, wenn die Repression gegen TierschützerInnen in den Medien thematisiert wird und ich achte die Pressefreiheit, d.h. ich anerkenne, dass es von Klenk und Konsorten auch untergriffige Hasstiraden gegen den Tierschutz und insbesondere gegen mich geben wird. Das kann und soll mich aber nicht daran hindern, falsche Darstellungen zu berichtigen und Ausbrüche von kleingeistiger Schrebergartenmentalität zu kritisieren.

Vieles an der Sendung „Am Schauplatz“ vom letzten Freitag war durchaus interessant. Daneben gab es aber auch eine Reihe von Unglaublichkeiten, die kommentiert werden müssen.

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Erfüllungsgehilfen für die TierschutzgegnerInnen gestern im Club 2

Gestern gab es endlich eine Club 2 Sendung zur Tierschutzcausa. Einerseits hatte der ORF bisher offenbar Hemmungen über ein laufendes Verfahren zu diskutieren. Meinem Eindruck nach wurden diese jetzt durch den Umstand gemildert, dass bereits überall in den Medien darüber heftig diskutiert wird. Andererseits konnte man einfach keine Personen finden, die sich öffentlich für die Verfolgung von TierschutzaktivistInnen aussprechen. Insofern muss man Florian Klenk, Heinz Mayer und Karl Bauer, die gestern in dieser Funktion aufgetreten sind, dankbar sein.

Auf der anderen Seite finde ich es doch immer wieder erstaunlich und nicht wirklich nachvollziehbar, wie manche Menschen so scharf gegen den VGT auftreten können und sogar diese offensichtlich verrückten Ermittlungen befürworten. Ich glaube gestern konnte man wieder sehen, wie diese Einstellung entsteht.

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Replik an Florian Klenk

Florian Klenk hat sich im Falter wieder zur Tierschutzcausa zu Wort gemeldet. Das war nicht sein erster Erguss zu diesem Thema, unmittelbar nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft sah sich Klenk bereits genötigt, ohne mit mir auch nur ein Wort zu wechseln gleich 4 Artikel über mich zu schreiben. In diesen Artikeln wurde mir direkt unterstellt, ich würde Terror ausüben.

Nicht viel anders liest sich der neue, nach 1½ Jahren Pause jetzt wiederum im Falter erschienene Artikel von Klenk. Diesmal hat Klenk mich immerhin vorher interviewt. Doch war das eine vergebliche Liebesmüh, denn das, was ich dabei mitgeteilt habe, schien ihm offenbar nicht relevant genug, um es in seinem Artikel zu erwähnen. Wiederum werde ich als Schwerverbrecher hingestellt und die über alle Zweifel erhabene SOKO habe tapfer und mit gutem Recht für Demokratie und Freiheit gekämpft. SOKO-Leiter Zwettler wird sogar als Held im Kampf gegen gewalttätige Neonazis dargestellt, der jetzt quasi seinen gerechten Krieg gegen terroristische TierschützerInnen fortsetzt. Gewalttätige Neonazi Attacken und Stinkbomben in Pelzgeschäften, nach Klenk offenbar vergleichbare Aktivitäten. Schon Univ.-Prof. Kurt Remele wunderte sich 1992 in seiner Dissertation „Ziviler Ungehorsam“, wie es Menschen geben kann, die nicht zwischen den Gewalttaten des Ku Klux Klan und den Kampagnen von Martin Luther King unterscheiden können. Beide würden schließlich das Gesetz brechen, die Motive seien dann egal. Klenk kann hier offenbar auch keinen Unterschied erkennen. (mehr …)