Kurt Kotrschal

Gedanken zu Kurt Kotrschals Buch „Einfach beste Freunde“

Erfreulicherweise fasst der Tierschutzgedanke zunehmend akademisch Fuß. Um diese Entwicklung zu fördern habe ich ja seinerzeit im Jahr 2000 überhaupt das Studium der Philosophie begonnen, um es 2005 mit einer Dissertation über Tierrechte abzuschließen. Doch die „Human-Animal-Studies“ enthalten in meinen Augen einen Wermutstropfen: sie sind kaum naturwissenschaftlich basiert. Vielmehr geht es um das Mensch-Tier Verhältnis in der Kulturgeschichte, und der Blickwinkel darauf ist oft sehr anthropozentrisch. Ja, wie ich bei einem Symposium zu dem Thema an der Uni Wien feststellen musste, zuweilen grundsätzlich anthropozentrisch, weil man in den Sozialwissenschaften der Auffassung zuneigt, dass die Realität menschengemacht ist. Unter dieser Prämisse ist ein Speziesismus unausweichlich: wenn „wir Menschen“ die Realität schaffen, sind „die Tiere“ nur Objekte „unserer Realität“ und können niemals gleichberechtigte PartnerInnen sein.
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