KZ-Vergleich

Über den sogenannten „KZ-Vergleich“

Als Flüchtlinge in einem Container erstickten, nutzte das der Falter wieder für einen Seitenhieb auf die „pathologische Empathie“ von TierschützerInnen, siehe oben. Jaja, der KZ-Vergleich. Wenn man kein anderes Argument mehr hat, dann war Hitler Vegetarier, Peter Singer ein Eugeniker und die TierschützerInnen antisemitisch wegen dem Vergleich von Tierfabriken mit KZs des Dritten Reichs. Ermüdend langweilig. Aber, ich muss zugeben, dass diese Vorwürfe heute deutlich weniger häufig geäußert werden, als noch vor 20 Jahren. Damals, etwa 2000, schrieb ich den folgenden Text zum sogenannten KZ-Vergleich, der bis heute für mich Gültigkeit hat und alles dazu sagt, was man vernünftiger Weise dazu sagen kann. Mein Artikel ist zwar noch online, http://archiv.veggie-planet.at/warumvegan/tierrechte/ueber_den_sogenannten_kzvergleich.html, aber ich vermute nicht sehr bekannt. Deshalb möchte ich ihn nun hier auf meinem Blog sozusagen archivieren.

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Gericht weist „Mengele“-Klage von Tierexperimentator Hess gegen mich zurück!

Ich hätte wieder einmal mit dem Rechtsstaat gehadert. Tierexperimentator Michael Hess hatte mich ja schon wieder geklagt. Die erste Klage, siehe https://martinballuch.com/tierexperimentator-hess-gewinnt-einstweilige-verfuegung-ich-darf-seine-tierversuche-vorerst-nicht-mehr-kritisieren/, hat er ja einmal in 1. Instanz gewonnen. Wir haben berufen und ich bin guter Dinge, dass sich das Blatt noch wendet. Doch diesen gerade zitierten Bericht von dem Urteil hat Michael Hess als Anlass zu einer zweiten Klage genommen, siehe https://martinballuch.com/klagsbeantwortung-michael-hess-josef-mengele-und-tierversuche-an-puten/. Dazu liegt seit heute das Urteil vor: Die Klage wurde abgewiesen, Tierexperimentator Hess hat uns € 900 zu überweisen. Auch er könnte natürlich noch einmal berufen. Aber damit ist für mich als politischen Aktivisten, für den die Meinungsfreiheit und die Möglichkeit, TierexperimentatorInnen scharf zu kritisieren, sehr wichtig ist, die Welt – vorerst – wieder in Ordnung.

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„Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka“

Als der jüdische Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer diese Worte schrieb, war er dem Holokaust entkommen, hatte aber die tödliche Verfolgung am eigenen Leib verspürt, das Haus seiner Familie war angezündet worden. Charles Patterson skizziert in seinem gleichnamigen Buch die Entwicklung der industrialisierten Tötung von Tieren. Gary Yourofsky, amerikanisch-jüdischer Tierbefreiungsaktivist, streitet im israelischen Fernsehen mit ReporterInnen über die Berechtigung des Vergleichs zwischen der Fleischindustrie und dem Holokaust (http://www.youtube.com/watch?v=6S_8ARYTnE0). Alex Hershaft, polnischer Jude, der den Zügen aus dem Warschauer Getto nach Treblinka durch Flucht entkommen konnte, dessen Vater aber dabei umkam und der letztlich zusammen mit seiner Mutter von den Alliierten befreit wurde, in die USA auswanderte und dort das Farm Animal Rights Movement gründete, zieht diesen Vergleich ebenfalls. Jill Phipps starb bei einer Tiertransportblockade vor dem Flughafen Coventry in England quasi mit einer Tafel „Auschwitz“ in der Hand, die sie oft verwendet hatte, bevor sie der LKW überrollte.
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