Leinenpflicht

Ohne Leine? Dem Hund vertrauen!

Von der Podiumsdiskussion über Hunde in der Volkshochschule Ottakring in Wien am 12. Juni 2015 sind noch einige weitere Eindrücke bei mir hängen geblieben. Eine Mitarbeiterin der Veterinäruni Wien saß neben mir am Podium und stellte fest, dass sie nie im Leben ihren Hund irgendwo in der Nähe einer Straße von der Leine lassen würde. Das sei unverantwortlich. Man wisse nie, was einem Hund einfalle und was er als nächstes tun werde. Eine andere Diskussionsteilnehmerin kritisierte mich, weil ich meinen Hundefreund Kuksi mit einem Kollegen aus dem Büro spazieren gehen ließ, ohne diesen Mann vorher auf seine Hundetauglichkeit zu überprüfen.
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Diplomarbeit belegt: Hunde ohne Leine freundlich, Leinenpflicht von 50% ignoriert

P1040415kleinVor über einem Jahr, https://martinballuch.com/?p=959, habe ich mich auf meinem Blog schon gegen den Leinenzwang für Hunde ausgesprochen. Ich begann mit dieser Beobachtung:

Viele Jahre lang kam ich mit einem Hund ins Büro und ein Kollege freundete sich mit ihm an. Die beiden gingen fast täglich zu Mittag spazieren. Irgendwann einmal sagte mein Kollege nebenbei zu mir, dass er es so anstrengend finde, dass mein Hund jeden anderen Hund, der ihnen auf der Straße begegnet, anknurrt und angreift. Mir blieb der Mund offenstehen. Mein Hund verhält sich doch vollkommen freundlich und ruhig jedem Hund gegenüber, entgegnete ich. Dann löste sich das Rätsel: Während mein Kollege mit dem Hund immer an der Leine ging, war er bei mir immer frei. Mit Leine führte jede Hundebegegnung zu wildem Zerren an der Leine, zu knurren, bellen und einem Angriff. Ohne Leine war derselbe Hund total freundlich und friedlich, beschnüffelte die anderen Hunde zur Begrüßung oder ignorierte sie gleich völlig.

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