Neoliberalismus

„Prolokratie“ – gibt es Tierschutz im Neoliberalismus?

Offenbar haben wir unsere Demokratie schon zu lange. Anders ist es kaum zu verstehen, wie leichtfertig manche Menschen, wie Felix Baumgartner oder jetzt auch Christian Ortner, nach einer Art „gemäßigter“ Diktatur der Wirtschaft oder zumindest einer Oligarchie sogenannter „Leistungsträger“ rufen. Die Demokratie wird nach Ortner zur „Prolokratie“, wie er sein neuestes Buch genannt hat. Die Mehrheit der ungebildeten „ProletInnen“ und SozialhilfeempfängerInnen, also „Wirtschaftsschädlinge“, würden mit ihrer Wahlstimme die politische Führung zu wirtschaftsfeindlichen Entscheidungen zwingen. Das Resultat ist der unabwendbare Bankrott, wenn die „Leistungsträger“ nicht mehr in der Lage sind, mit den Sozialforderungen mitzuhalten. Spekulationen auf den internationalen Börsen, Zockerei mit Steuergeldern, Milliardensubventionen für die Agrarindustrie, ungebremster Großgrundbesitz  und Korruption, Untreue oder gar Betrug in schwindelnd hohen Geldbeträgen – all das hat keine Bedeutung für das Allgemeinwohl und für unsere Lebensqualität. Dieses Verhalten der sogenannten „Leistungsträger“, sich mit Allgemeingut unverschämt zu bereichern, verblasst offenbar, nach Ansicht dieser Neoliberalen, gegenüber € 600 Sozialhilfe pro Monat und stetig schrumpfenden Mindestrenten, die sich sogenannte „Freeloader“ ohne jede Leistung nehmen würden.

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