Person

„Die tierliche Person“ von Carolin Raspé im Duncker&Humblot Berlin Verlag

Dieses Buch aus der Schriftenreihe zur Rechtstheorie gibt die Dissertation der Autorin an der Bucerius Law School in Hamburg, Deutschland, aus dem Sommer 2012 wieder und widmet sich der notorisch unbefriedigenden Frage, wie sich der Widerspruch auflösen lässt, dass nichtmenschliche Tiere einerseits von der Gesellschaft klar nicht als Sachen empfunden werden – in Österreich steht im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch ABGB in § 285a sogar eindeutig: Tiere sind keine Sachen – und dennoch sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich wie Sachen behandelt werden. Der logische Folgeschritt, für zumindest manche Tiere neben dem Menschen Grundrechte einzuführen, wie z.B. vom Großen Menschenaffenprojekt gefordert, würde aber, je nachdem auf welche Tiere angewandt, das gesamte Rechtssystem umkrempeln und den Großteil der heutigen Praxis im Umgang mit Tieren beenden. Eine so weitgehende Änderung ist daher zunächst undenkbar, bis sich die Gesellschaft schon vorher in großem Rahmen umgestellt hat.

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