Pragmatismus

Meine wechselnde Perspektive auf die Jägerschaft

Als Teenager schon ging ich mit großer Begeisterung in den Wald und über die Berge. Damals vor 40 Jahren waren konfrontative Begegnungen mit JägerInnen wirklich Alltag. Ein Jäger im Wienerwald schrie mich an, weil die Abenddämmerung schon eingesetzt hatte und ich noch immer unterwegs war, ein anderer bedrohte in Annaberg meine Mutter und mich um 15:30 Uhr auf einer Forststraße mit dem Gewehr, weil wir seinen Hirsch vertrieben hätten, wiederum andere entfernten einfach die Markierungen auf Wanderwegen wie z.B. auf das Hennesteck bei Mariazell, oder sie verboten das Weitergehen auf Forststraßen weil es sich um eine Jagdsperre handle usw. Meine zunehmende Ablehnung und richtige Allergie gegen alles, was mit der Jagd zu tun hatte, führte mich schließlich dazu, in England 8 Jahre lang im Vorstand der Hunt Saboteurs Association aktiv zu sein. Zweimal pro Woche konfrontierte ich JägerInnen vor allem bei Hetzjagden, aber auch bei den Schüssen auf gezüchtete Moorhennen im englischen Hochland oder auf Fasane in East Anglia.
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