Rauchbombe Kleider Bauer

Rauchbombe bei Kleider Bauer – doch die Falschen vor Gericht?

Seit Ende 2006 wird ermittelt und es ist kein Ende der SOKO abzusehen. Wie bei allen sozialen Bewegungen, gibt es auch im Tierschutz immer wieder Vorfälle und Straftaten. Erst jetzt wurde bekannt, dass Ende März eine zeitverzögerte, zigarettenschachtelgroße Rauchbombe in einer Kleider Bauer Filiale in Innsbruck von Unbekannten als Protest gegen den Pelzverkauf platziert worden ist. Die SOKO hat dazu einen Ermittlungsbericht verfasst, der jetzt im Tierschutzprozess präsentiert wurde.

Staatsanwalt und Innenministerin hatten zuerst groß verkündet, dass es im Tierschutz nur noch wenige Straftaten gebe und deshalb offenbar die Richtigen vor Gericht säßen. Blickt man hinter die Propaganda auf die nackten Fakten, dann zeigt sich, dass allein seit Prozessbeginn bereits 2 Sachbeschädigungen und 1 Rauchbombe von Unbekannten gegen Kleider Bauer eingesetzt wurden. Also doch die Falschen vor Gericht? Diese Vorfälle werden aber jetzt offenbar auch den Angeklagten angelastet. Ob viele oder wenige Straftaten, immer beweise das die Schuld der Angeklagten. Wenn man ohne Nachweis eines Zusammenhangs zu einer Straftat angeklagt werden kann, wie das mittels §278a in diesem Verfahren geschieht, dann sind auch die vorgeworfenen Straftaten beliebig wählbar. Macht man uns weiterhin willkürlich für jede weitere Straftat im Tierschutz verantwortlich, dann brauchen wir diesen Gerichtssaal in diesem skurrilen Prozess nicht mehr zu verlassen. Irgendwelche Vorfälle im Tierschutz wird es immer geben.

(mehr …)