Religion

Tierschutz und Islam

Meinem Eindruck nach sind im Wesentlichen alle Religionen ihrer Tradition nach menschenrechts- und tierschutzfeindlich, wobei es rühmliche Ausnahmen geben mag, wie z.B. die christliche Strömung des Universellen Lebens, die Tierschutz sehr hoch zu bewerten scheint. Der Grund dürfte darin liegen, dass alle Religionen dem Kern nach anthropozentrisch sind. Insbesondere die monotheistischen Religionen verehren einen menschenähnlichen Gott und betrachten sich selbst als sein Ebenbild, weshalb die anderen Tiere natürlich weitgehend ausgeschlossen bleiben. Die Basisschriften der Religionen stammen eben auch aus einer Zeit, in der Menschenrechte, ganz zu schweigen von Tierschutz, kein vorrangiges Thema waren. In der Bibel z.B. wird an mancher Stelle sogar die Todesstrafe für homosexuelle Männer gefordert und dergleichen, bei Richard Dawkins kann man viele weitere Beispiele nachlesen.

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„Gehen Sie mit dem Hund weg, ich bin Moslem!“

 

Gestern stellten sich mein Hund und ich in einem Falafel-Take-Away in Linz in einer Schlange an, um einen Snack zwischendurch zu erstehen. Mein Hund war dabei an der Leine und stand ganz brav und ruhig neben mir. Vielleicht hechelte er etwas aufgrund der Hitze. Da drehte sich die Frau vor mir um und sagte „Gehen Sie mit dem Hund weg, ich bin Moslem!“. Als Moslem halte sie aus religiösen Gründen Hunde für unrein und möchte daher nicht mit ihnen in Berührung kommen. Sie erwartete ganz offensichtlich eine Entschuldigung meinerseits und, möglicherweise, dass ich mit meinem Hund den Shop verlasse. Für sie war offenbar ganz klar: wenn jemand aus religiösen Gründen diesen oder jenen Spleen hat, dann müssen alle im Umfeld das sofort respektieren und danach handeln.

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Wozu Provokation? – zu Anzeigen gegen die Kreuzigungsaktion

 

Wer, wie ich, sehr lange mit Versuchen beschäftigt war, gewisse politische Anliegen in der Gesellschaft umzusetzen, weiß, dass ein Umstand das schlimmste Hindernis dabei ist: ignoriert zu werden. Die einzelnen Menschen durch persönliche Gespräche, Argumente oder Empathie zu überzeugen ist zwar notwendig, aber nur ein Teil des Erfolgs, nicht ausreichend für eine Änderung der Gesellschaft, wie ich in meinem Buch „Widerstand in der Demokratie“ darlege. Solange in der Gesellschaft kein Konflikt herrscht, wird es keine Änderung geben. Erst ein Konflikt weckt in den Verantwortlichen ein Bedürfnis nach Änderung. Deshalb müssen soziale Bewegungen ihre Anliegen auch immer wieder in Form von Provokation und Konflikt vorbringen.

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Tierethik im Christentum?!

Im katholischen Katechismus von 1997 Absatz 2415 steht wörtlich: „Tiere […] sind von Natur aus zum gemeinsamen Wohl der Menschheit von gestern, heute und morgen bestimmt.“ Und weiter in 2418: „Auch ist es unwürdig, für [Tiere] Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.“ Nachzulesen unter http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P8H.HTM

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