Romeo

A Wolf Called Romeo – ein Buch von Nick Jans

Wenn mich jemand nach einem Anti-Jagd Buch fragt, würde ich ihm das Buch „A Wolf Called Romeo“ nennen, von einem Mann geschrieben, der selbst jahrzehntelang gejagt hat. Der Autor ist aus Begeisterung für die Wildnis als junger Mann von der Ostküste der USA nach Alaska gezogen, hat sich als Jagdgehilfe verdungen und schließlich 20 Jahre lang in der Wildnis mit Inuits gelebt und gejagt. Er habe von Kindheit an mit der Natur immer die Jagd verbunden, schreibt er, das habe er nie hinterfragt. Doch einige Erlebnisse ließen ihn zu zweifeln beginnen. So erinnert er sich, wie er ein Wolfspaar erschossen und gehäutet hatte. Als er Tage später zum Tatort zurück kam, saß dort das ganze Rudel um sein totes Elternpaar und trauerte, ein Anblick, der ihm tief ins Herz schnitt. Ein andermal begegnete er einem Marder, der sich ihm gegenüber so vertraut verhielt. Und schließlich wachte er einmal auf einem Jagdtrip inmitten einer Karibuherde auf, die sich in der Nacht um ihn herum niedergelassen hatte. Als er sich dann in eine vegane Tierrechtlerin verliebte, errichtete er mit ihr am Rand der Hauptstadt von Alaska ein Haus mit Blick auf die Wildnis und hängte das Jagdgewehr an den Nagel.

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