Staatsanwaltschaft

Gefährdung der körperlichen Sicherheit? – Schuss auf Menschen!

Die öffentliche Diskussion über die Jagd ist eine sehr einseitige Geschichte. Seitens der Tierschützer_innen werden ständig Beweisvideos vorgelegt, von angeschossenen Wildschweinen im Gatter, von Rehen, die von Hundemeuten gegen den Gatterzaun gehetzt werden, von Jäger_innen, die hemmungslos auf Menschen einschlagen und jetzt eben auch von einem Jäger, der ohne zu zögern aus 150 m Entfernung genau in die Richtung von Tierschützer_innen schießt. Einfach so.

Das Video ist hier zu sehen: https://www.facebook.com/tierrechtedemokratie/videos/1205796379624717/

Der Jagdleiter von dieser Jagd am 7. November 2019 allerdings meint zu diesem Video, das sei mit einer „neuen Technik“ aufgenommen, die es erscheinen lasse, dass jemand der 1 km (!) entfernt ist, wirke, als sei er direkt vor der Kamera. Hier seine wörtlichen Aussagen in einem Interview mit der Burgenländischen Volkszeitung:

Im Gegenzug hier die Frames des obigen Films im Abstand von einer 1/25 Sekunde. Auf dem ersten Bild noch kein Schuss, 1/25 Sekunde danach raucht es aus dem direkt auf die Kamera gerichteten Lauf des Gewehrs:

Die Sachlage ist also ganz klar. Auch die Positionen des Schützen und des filmenden Tierschützers sind eindeutig, wie hier zu sehen (rotes Kreuz ist der Standort des Jägers, grüner Kreis jener des Tierschützers):

Der Tierschützer hat sich im Übrigen nicht auf einem gesperrten Gebiet befunden, auch wenn das völlig irrelevant ist.

Gut. Für mich bleiben damit folgende offenen Fragen:

  • Warum findet irgendjemand die Jägerschaft und ihre unwahre Propaganda noch immer irgendwie glaubhaft? Warum wird nicht endlich allen, von den Medien über die Öffentlichkeit bis zu den Politiker_innen, klar, dass man Jäger_innen kein Wort glauben kann, außer sie können es beweisen?
  • Und warum wird die Staatsanwaltschaft dieses Verfahren, wie alle anderen dieser Art, einfach einstellen? Sind Tierschützer_innen Menschen zweiter Klasse, auf die man einfach ungestraft schießen kann?

Anzeige wegen Amtsmissbrauch gegen Staatsanwältin im Salzburger Gatterjagd-Pickerl-Prozess

Die Behördenwillkür gegen Tierschutzaktivismus scheint wirklich grenzenlos. Man denke an den Tierschutzprozess samt seinen fingierten Anklagen, Polizeilügen vor Gericht und veränderten Dokumenten, aber auch an das Vorgehen und die zahlreichen Verfahren wie Anstandsverletzung und Ordnungsstörung bei der illegalen Festnahme eines Anti-Pelzaktivisten, der lediglich auf sein Recht bestand. Die Staatsanwältin im Salzburger Prozess, in dem es um das Aufkleben von Pickerln gegen die Gatterjagd geht (ernsthaft! Pickerln!), steht dem um nichts nach. Die zuständige Staatsanwältin gibt Mayr-Melnhof ohne Grund Akteneinsicht, bauscht einen nicht vorhandenen Schaden auf und lässt sogar einen Sachverständigen untersuchen, ob ein Partezettel in Erinnerung an ein erschossenes Wildschwein im Jagdgatter Mayr-Melnhof irgendwie ein Sachschaden sein könnte. Ich habe jetzt Anzeige wegen Amtsmissbrauch erstattet.

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