Stierkampf

Wenn ein Stier einen Torero tötet

Vorgesehen ist das offenbar nicht als möglicher Ausgang dieses lächerlich machohaften, tierquälerischen Spektakels, dass der Stier einmal den Torero tötet, statt umgekehrt. Warum sonst die Aufregung? Rasch wird nicht nur der „Mörder“, wie man den Stier in den spanischen Medien nennt, umgebracht, sondern auch seine Mutter, damit nicht weitere „Mörder“ geboren werden. So hart sind die Herren und Damen Toreros dann offenbar doch nicht.

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Der Stierkampf – ein Relikt aus der ethischen Steinzeit

Die Hetzgasse im dritten Wiener Gemeindebezirk erinnert daran, dass dort bis 1796 ein sogenanntes Hetztheater stand. Es fasste 3000 ZuschauerInnen, die sich Tierhetzen anschauen konnten, d.h. den Kampf zwischen verschiedenen Tieren, wie z.B. eine Hundemeute gegen Bären oder Stiere, oder aber auch das Abschlachten verschiedener Tiere durch Menschen. Selbst ein Rudel Steinböcke soll vor zahlendem Publikum dort getötet worden sein. Offenbar gab es auch in der Leopoldstadt und am Heumarkt solche Tierkampfarenen in Wien. 1796 brannte das Hetztheater in der Hetzgasse ab und Kaiser Franz II gab keine Bewilligung zur Wiedererrichtung, wie man sagt aus ethischen Gründen. Bis heute spricht man auf gut Wienerisch davon eine „Hetz“ zu haben, wenn man sich in einer lustigen Gesellschaft befindet.

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