Treblinka

„Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka“

Als der jüdische Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer diese Worte schrieb, war er dem Holokaust entkommen, hatte aber die tödliche Verfolgung am eigenen Leib verspürt, das Haus seiner Familie war angezündet worden. Charles Patterson skizziert in seinem gleichnamigen Buch die Entwicklung der industrialisierten Tötung von Tieren. Gary Yourofsky, amerikanisch-jüdischer Tierbefreiungsaktivist, streitet im israelischen Fernsehen mit ReporterInnen über die Berechtigung des Vergleichs zwischen der Fleischindustrie und dem Holokaust (http://www.youtube.com/watch?v=6S_8ARYTnE0). Alex Hershaft, polnischer Jude, der den Zügen aus dem Warschauer Getto nach Treblinka durch Flucht entkommen konnte, dessen Vater aber dabei umkam und der letztlich zusammen mit seiner Mutter von den Alliierten befreit wurde, in die USA auswanderte und dort das Farm Animal Rights Movement gründete, zieht diesen Vergleich ebenfalls. Jill Phipps starb bei einer Tiertransportblockade vor dem Flughafen Coventry in England quasi mit einer Tafel „Auschwitz“ in der Hand, die sie oft verwendet hatte, bevor sie der LKW überrollte.
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