Wildtierspital

Ein neues Wildtierspital der Stadt Wien

Momentan bin ich aus Tierschutzsicht ein Fan der rot-grünen Wiener Stadtregierung, da kann die Zeitung Österreich vom angeblichen „rot-grünen Chaos“ in Wien schreiben, so oft sie will. Wien hat vorbildlich den Lainzer Tiergarten von einem Jagdgatter zu einem Vorzeigenaturschutzgebiet umgestaltet und dabei auch die Jagd auf dem Rest ihres Grundbesitzes (vor allem in der Steiermark und in NÖ) sehr vernünftig eingeschränkt. In Wien kam als erstem Bundesland ein Gatterjagdverbot und das Verbot der Jagd auf ausgesetzte Zuchttiere. Wien hat jetzt gerade eine Resolution an das Parlament verabschiedet, die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden zu verbieten. Wien hat die am besten ausgestattetste Tierschutzombudsschaft aller Bundesländer. Und wenn die Fiaker gegen die Stadtregierung demonstrieren, wie dieser Tage, dann muss diese auch etwas richtig gemacht haben, auch wenn wir da gerne viel mehr Aktivität sehen würden. Ja, und Wien hat jetzt ein eigenes Wildtierspital gegründet.

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Wildtierschutz? – ÖVP-Landesrat will stattdessen sparen

Es gibt keine objektive Ethik heißt es, Ethik sei immer subjektiv. Naja, in meinem Buch „Kontinuität des Bewusstseins“ argumentiere ich für das Nächstbeste, kategorisch notwendige ethische Forderungen. Wie auch immer, im Folgenden fällt es mir sehr schwer, die jeweiligen Handlungen nicht objektiv-ethisch zu bewerten.

In meinen 8 Jahren in England arbeitete ich über Jahre hinweg an den Sonntagen für den Cambridge Rescue and Emergency Service (CARES), ein Wildtierspital. Dort wurden Tiere aufgenommen und behandelt, für die niemand bereit war, die Krankenhauskosten zu übernehmen. Ich half u.a. als Rettungsfahrer und es war beeindruckend, mit wieviel Herz und Selbstlosigkeit sich das Ehepaar, das das Spital führte, für seine PatientInnen engagierte. In England ist der Großteil des Landes noch im Besitz des Adels, dessen Lieblingsbeschäftigung – hoch zu Ross und mit Hundemeute – die Jagd auf Füchse ist. Ich war sehr intensiv in der Jagdsaboteursbewegung (HSA) genau gegen diese Jagden engagiert. Und deshalb spezialisierte ich mich in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Wildtierspital auf durch solche Jagden verletzte Füchse. Sehr häufig wurden wir diesbezüglich von der Bevölkerung zu Hilfe gerufen, viele EngländerInnen beobachten „ihre“ Füchse und füttern sie auch. Diese Menschen konnten uns regelmäßig Hinweise auf verletzte Füchse geben, die ich dann mit dem Netz einfing, und, falls es mir gelang, mit dem Rettungsauto ins Spital brachte. Ich baute ihnen sogar eine eigene Rehab-Station, bis sie soweit genesen waren, dass man sie wieder freilassen konnte. Gut 300 (!) Füchse pro Jahr wurden in diesem Spital aufgenommen.

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