„Gehen Sie mit dem Hund weg, ich bin Moslem!“

 

Gestern stellten sich mein Hund und ich in einem Falafel-Take-Away in Linz in einer Schlange an, um einen Snack zwischendurch zu erstehen. Mein Hund war dabei an der Leine und stand ganz brav und ruhig neben mir. Vielleicht hechelte er etwas aufgrund der Hitze. Da drehte sich die Frau vor mir um und sagte „Gehen Sie mit dem Hund weg, ich bin Moslem!“. Als Moslem halte sie aus religiösen Gründen Hunde für unrein und möchte daher nicht mit ihnen in Berührung kommen. Sie erwartete ganz offensichtlich eine Entschuldigung meinerseits und, möglicherweise, dass ich mit meinem Hund den Shop verlasse. Für sie war offenbar ganz klar: wenn jemand aus religiösen Gründen diesen oder jenen Spleen hat, dann müssen alle im Umfeld das sofort respektieren und danach handeln.

Ich empfand aber, im Gegenteil, diese Aussage als echte Frechheit. Wenn sie meinen Hund aus religiösen Gründen als seelisch unrein empfindet, dann ist das ihr Problem, nicht meines und nicht das meines Hundes. Am liebsten  hätte ich geantwortet: und nach meiner Religion haben Hunde immer Vorrang. Was machen wir jetzt?

Lustigerweise kam mir ein zweiter Hund zu Hilfe. Ein winziger weißer Mischlingshund betrat ebenfalls hechelnd den Shop, an der Leine ein freundlicher Mann. Die Frau sprach tatsächlich auch diesen sofort an – und erntete auch von ihm völliges Unverständnis.

Für mich ist dieser Vorfall aus mehreren Gründen bemerkenswert. Einerseits zeigt er, wie wenig man in der Lage ist, die eigene Wirkung auf andere einzuschätzen, wenn man sich in den eigenen sozialen Kreisen einigelt und das betreibt, was ich „Ideeninzucht“ genannt habe, siehe https://martinballuch.com/?p=1341. Die Frau war ganz offensichtlich der Ansicht, eine religiöse Begründung für die Entfernung des Hundes würde auf sehr positive Resonanz stoßen und man würde sofort größtes Verständnis für sie haben. Das Gegenteil war der Fall, insbesondere bei Forderungen dieser Art, die der Lebensweise vieler Menschen hierzulande diametral entgegen stehen.

Andererseits zeigt der Vorfall in meinen Augen die Problematik, die Religion oft mit sich bringt. Wenn Hunde aus religiösen Gründen unrein sind, dann lässt sich darüber nicht diskutieren. Da kann man nicht nachfragen, warum das so ist. Da kann mein Hund so lieb und sauber sein, wie er will, er kann nichts an diesem Urteil ändern. Und deshalb ziehe ich die rationale Diskussion vor. Wenn religiöse Ansprüche die Lebensweise anderer Menschen einschränken, dann ist ein Konflikt vorprogrammiert, weil sich das Problem ja nicht argumentativ lösen lässt. Religion verlangt daher auch immer sehr viel Toleranz, niemand Außenstehender dürfte durch religiöse Vorschriften kompromittiert werden. Wenn Religion durch innere Überzeugungen begründet wird, dann sollte sie auch innen bleiben.

Und nicht zuletzt ist dieses Erlebnis für mich ein weiterer Hinweis auf den zunehmenden Hundehass in unserer Gesellschaft. Die Frau wird diesen Auftritt nicht zum ersten Mal gehabt haben. Und offenbar hat sie damit noch nicht angeeckt, weil man in weiten Kreisen leider den Wunsch nachvollziehen kann, Hunde zunehmend aus allen sozialen Begegnungen auszuschließen. Eine traurige Entwicklung.

140 thoughts on “„Gehen Sie mit dem Hund weg, ich bin Moslem!“

  1. Sägezahn says:

    Sehr gut beschrieben. AUch ich fühle mich durch die Religiösität vieler Muslime, Christen, Juden etc. in meiner NICHTRELIGIÖSITÄT verletzt. Als würden mich diese ALLE für Dumm halten.

  2. Karina says:

    „…soll das unterbelichtete Volk doch da hin zurückgehen wo es hergekommen ist“
    So ähnlich steht es hier in einem Kommentar geschrieben. Da fängt der Ausländerhass an und wo hört er auf? Ich frage mich, wer da unterbelichtet ist. Jeder hat das Recht auf seinen Glauben. Die gute Frau hätte es vielleicht anders „verpacken“ können, mit einer netten Erklärung dazu (wieso,weshalb,warum). Sie hätte darum bitten können den Hund nicht in ihre Nähe kommen zu lassen, dann wäre das Verständnis ihr gegenüber wahrscheinlich größer gewesen. Sie hat es nun mal nicht auf eine nette Art gesagt, so wie ich das verstanden habe und somit wird sie in Grund und Boden verdammt, von einigen hier. Ich weiß nicht wie ich reagieren würde, aber mit Ausländerfeindlichkeit kommen wir absolut nicht weiter.

  3. dinesoginet says:

    aber wehe wir sagen was gegen moslems. nichts desto trotz, sollte ein moslem sowas zu meinem hund sagen, meine antwort ist: bitte gehen sie fünf meter von meinem hund ich glaube er wird durch sie unrein………

  4. andrea fleischhacker says:

    ich hätte zu meinem hund gesagt: PASS AUF, DA STEHT EINE MUSLIMIN!!!!!! komm nicht an, herrli riecht das!!!! oder : etwas unfreundlicher eventuell hätt ich m gute erziehung vergessen : F… dich !!!!! ab in die heimaz und dergleichen!!!!! DAS IST JA WOHL EINE BODENLOSE FRECHHEIT!!!!!!! IN UNSEREM LAND SICH SO WAS SAGEN LASSEN ZU MÜSSEN!!!! solln se alle hamschleichen,………….

  5. veganella says:

    Ein fundament schaffen das nur noch negatives zulaesst. Der mensch bleibt dann in seiner facettenreichheit fuer euch verborgen . Schade

  6. veganella says:

    Woher wollen wir wissen ob sie wirklich muslimin war? Das kann doch jeder behaupten ! Das mal erstens. Uns zweitens was ich hier teilweise lese, das moslemfrauen unter dem mann stehen, der mann vorrausgeht die frau hinterher mit den einkaufstueten. Zuviel kayar yana gesehen ? Das sind doch klischees. Auch das mit der unterdrueckung der frau im Islam stimmt so nicht. Es gibt sehr viele laender in denen der islam vorherrscht. Doch gibt es sehr viele verschiedene arten wie er ausgelebt wird, die sich stark voneinander unterscheiden. Manche gehen eher nach dem koran andere wieder nach sich eingebuergerten verhaltensweisen. Jede heillige schrift ist auch nunmal sehr interpretierbar. Das ist das schwierige an religionen. Dich das nich schwierigere ist der mensch,er entscheidet wie er interpretiern will, und was er am besten ueberliest, dafuer etwas nach seinem geschmack und seiner interpretation stark betont. Das ist in jeder religion so. Darum bin ich jein freund der religionen. Jeder einzelne bleibt jedoch
    immer ein indivudium so wie jedes tier. Wenn ihr menschen aufgrund anderssein andersdenken anderserzogenworden ausschliesst, oder aufgrund einer religion seid ihr arg befangen und brecht die kommunikation ab. Mut euren vorurteilen werdet ihr eine

  7. In dieser Schilderung sagte die Frau nicht: „Hunde sind unrein“, dieser Satz entspringt vermutlich der Schlussfolgerung von Martin Balluch. Es könnte ganz einfach so sein, dass die Frau Angst vor Hunden hatte (sowas gibt es) und als Vorwand suchte sie zum Schutz das Höchste, was sie sich vorstellen kann (den Gott ihrer Religion). Eigentlich eine neurotische Reaktion und irrealistisch. Man könnte ihr empfehlen ihre Hunde-Phobie behandeln zu lassen.

  8. Viola says:

    Ähhh @Gü: Warum muss der Hund einen Beisskorb haben? Du hast ja komische Ansichten!

    Es ist einfach schade, warum die Toleranz nicht auf beiden Seiten sein kann. Ok, das war eine streng ausübende Muslimin die sich gestört fühlte, das ist das Religion indiskutabel, sie lässt sich sicher nicht durch die anderen 3 Tausend Hundehalter vom Gegenteil überzeugen. Aber als Hundehalter habe ich Rücksicht auf diejenigen zu nehmen, die sich durch meinen Hund gestört fühlen. Wenn ich ängstliche Menschen sehe, halte ich Abstand, wenn ich Kinder sehe die Angst haben, halte ich auch Abstand. Sie hätte hingegen sagen können, wenn Sie ein bisschen Abstand halten, ist das ok für mich.

  9. Hasan says:

    Die Frau, deren „gehen sie mit dem Hund weg“ gesagt habe ,ist nur eine grobe Frau.

    Normalerweise ist Islam night gegen Hunden oder etwas das Lebewesen.Nur nachdem wir die Hunden berühen, müssen wir uns die Handen waschen… Es ist nur so = )

  10. Hasan says:

    Hi.
    i dont understend u guys!!!

    What kind of people trying to learn a religion with just one person?
    it is like , u r eating a lemon icecream and saying that

    „ooo others must be sour “

    I was in Hallstatd and i sow on of really cute cat i toght like he is alone on street and i just would like to touch him….But one of Woman shout at me !!! An i am sure that she is from Austria…
    So it s not means that every Austrian gonna do same think to me =)

  11. Kathrin says:

    Ich habe in der Türkei einen wunderbaren, moslemisch glübigen Menschen kennen gelernt, der einen Hund an seiner hatte. Der ist nicht anders als ich hier mit seinem Tier umgegangen. Dort wird – so nehme ich an – dieser religiöse Spleen nicht so radikal ausgelebt.
    Liebe Grüße
    Kathrin

  12. veganella says:

    Es gibt christen die tiere respektieren ind welche die es nicht tun. So ist es auch bei anderen gruppen oder religionen. Wenn ich jetzt als veganerin jemanden schlage und es damit rechtfertigeves zu tun weil ich veganerin bin. Sind dann alle veganer schlaegertypen, und wuerdet ihr mir diese ausrede glauben? Tierschutz bedeutet nicht nur tiere zu schuetzen sondern auch menschen, egal welcher rasse oder herkunft. Werft doch nicht alle in einen topf, und schon gar nicht eine ganze gruppe weil sie einer religion angehoert. Lernt zu unterscheiden wer dummes tut. War es eine person die einer gruppe angehoert so verurteilt nie die gruppe sondern bleibt bei dieser person. Wenn man beispiele sucht um ein geruechtbzu bestaetigen wird man immer fuendig. Weitet euren blick dann werdet ihr sehen das euer denken nichtsvweiter als scheuklappen denken ist. Jedes lebewesen ist ein individium. Menschenhass und tierschutz vertragen sich nicht. Denkt mal drueber nach. Denn sowas brauchen wir im tietschutz nicht.

  13. veganella says:

    Bin auch dagegen das man hunde als unrein beschimpft, und wuerde diese person nicht respektieren. Deshalb eine gruppe von menschen- muslime zu verunglimpfen ist eine eigenartige Schlussfolgerung, nur weil sie ihre Religion als vorwand nimmt. Sie missbraucht damit ihre religion. Mein Freund ist veganer und moslem. Er hat eine Hündin die er über alles liebt, und mag Schweine sehr gern . Er hat mir versichert das “ unreine tier “ nicht aus dem koran kommt . Es ist immer der mensch und nicht die religion. Ich selber bekenne mich zu keiner religion und bin der meinung sie schadet mehr als sie nutzt. Jedoch hier eine gruppe mit verschiedenen leuten zu verunglimpfen ist beschämend. Wenn dann ist die einzelne person zu verurteilen und nicht eine bestätigung fuer alle menschen dieser religion. Wenn christen es rechtfertigen ihr fleisch zu essen da seid ihr tolerant ?

  14. Gérald says:

    och jö, lauter tolerante „Gutmenschen“
    ich denke ALLE „Gruppen“ sind scheiße, Schwarm-Dummheit ist allgegenwärtig
    http://www.amazon.de/dp/3492274943/?tag=googhydr08-21&hvadid=15141885145&hvpos=1t1&hvexid=&hvnetw=g&hvrand=2055693487673486911&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=e&ref=pd_sl_46mgopdie6_e
    Islam, Christentum, Judentum, Kapitalismus, Kommunismus… alles derselbe Dreck, sorry, nix als geistiger Dünnschiss
    in jedem Menschen steckt aber auch das intelligente und mitfühlende – Homo Sapiens
    Leider ist „Homo Demenz“ aber überproportional und dominant und alle Traditionen und Kulturen sind eben Kinder der enormen Dummheit

    nochmal sorry, aber wer Lebewesen als unrein empfindet und betitelt kann nur genetisch defekt sein und muss dringend re-Homosapienisiert werden
    da sind Respekt und Toleranz absolut nicht angebracht
    Keine Toleranz gegenüber „Nicht-Toleranz“ und Homo-Demenz!!!

  15. Arcossi says:

    Wenn ich schon wieder das Wort Islamphobie lese, gepaart mit dem Wort Tolleranz, dann geht mir gleich der oberste Hemdknopf auf. Tollerant bin ich jedem Menschen gegenüber, solange Dieser mir die gleiche Tolleranz entgegenbringt. Davon kann im Islam ja wohl eher nicht die Rede sein! Ich werde als Kufar geschmäht, und gleichzeitig fordert man Tolleranz. Was eine bigotte Doppelmoral! Der Islam ist auch für mich keine Religion, die ich tollerieren oder gar respektieren oder achten muß. Der Islam ist nichts weiter als eine totalitäre Ideologie, und eine verlogene noch dazu.
    https://www.youtube.com/watch?v=YynO27dPAC8

    Zu dem Vorfall ansich kann ich nur sagen, der Hund ist wohl unser liebstes Haustier, und wer mit einem friedlichen angeleinten Hund nicht klarkommt, der sollte die Probleme als erstes bei sich selber suchen!

  16. Wolfgang says:

    Also, ich mag Hunde auch nicht besonders. Das hat aber nichts mit dem Hund zu tun, sondern mir sind Katzen einfach lieber. Aber deswegen bin ich noch kein Hundehasser.

    Warum die Türken – trotzdem Hunde in ihren Augen „unrein“ sind – halten……schauen Sie sich die Rasse an. Das sagt schon alles.

  17. veganella says:

    Das dumme verhalten einer Frau die angeblich muslim ist soll uns nun also sagen wie „die“ Moslems alle sind ? Na weil ja bei den Muslimen einer wie kein anderer dem anderen gleicht ? Dann erzaehl jetzt bitte jemand hier das schlechte Verhalten eines Veganers und ich wuerde unzaehlige Bericht von meinen Erfahrungen dummer Verhaltensweisen von Veganern hier reinstellen. Zig andere Leute die nicht vegan sind wuerden hier auch falsches Verhalten etlicher veganer erzaehlen koennen. Schon haetten wir eine seite von missetaten gegeg veganer, die bei einer neuerlichen Diskussion eingebracht wuerden. Das ganze laesst sich unendlich hochschaukeln. In diesem Beispiel hier sieht man jede menge veganer die sich grob hirnverbrannt verhalten und vermutlich sind auch nichtveganer darunter. Waere es also richtig von diesen paar veganern auf alle zu schliessen? Vermutlich gewichtet man als selbstveganer anders. ?! Doch ist das nicht rassismus ?! ,wenn ich nur weil ich dieser gruppe angehöre mit andrem maß zu messen? Auch als veganerin bin ich selbst nicht der meinung das hunde oder nichtmenschliche tiere besser sind als menschen. Dieses einteilen in besser oder schlechter ist speziesmus. Jeder der hier andere nationen und deren verhalten beurteilt, tut das nur weil er einen spiegel vorgehalten bekommt. Ihr verurteilt intolerante menschen weil ihr diese eigenschaft in euch tragt und sie zutief hasst. Fangt akso bei euch an.

  18. Stefan says:

    ich finde den blogeintrag und die kommentare sehr problematisch.

    zu erst zu den kommentaren: bei leider sehr vielen kommentaren kommt eine plumpe islamophobie zum ausdruck. dabei wird das thema tiere/hunde/tierschutz instrumentalisiert um ressistements/vorurteile/verallgemeinerungen gegen muslimische menschen zu rationalisieren. gesellschaften/kulturen sind im allgemeinen tendentiell speziesistisch/tier- und hundefeindlich. klarerweise gibt es unterschiede, aber keine fundamentalen. für jede muslimische person, die sich vor hunden fürchtet oder sie in ihrem_seinem geschäft nicht haben will , gibt es mindestens eine_n grantige österreicher_innen, welche_r sich über hunde aufregt, beschimpft etc… meiner erfahrung nach sind es meistens sogenannte „alt-eingessene“ österreicher_innen, die wirkliche hundehasser_innnen sind, sie zu tode prügeln oder vergiften und nicht falafel-verkäufer_innen. komischerweise wird bei dem zweiten fall die herkunft/kultur mitdebattiert und wenn ein „österreichischer“ hundemörder diskutiert wird auf seine herkunft, gender überhaupt nicht verwiesen wird. das bedeutet es wird hier mit moralischen doppelstandards gemessen, welche die vermeintliche eigene gruppe hervorheben und die vermeintlich „fremde“ gruppe – die „muslime“ – pauschal abwertet. bitte reflektiert das, sonst wird die tierschutz-szene nie einen gewissen mief loswerden.

    zum kommentar an sich: das problematische an dem posting ist nicht unbedingt der inhalt an sich, welche ein geschichte sein soll um exemplarisch religionsfreiheit vs. tierrechte diskutieren soll. sondern das ignorieren bzw. nicht-beachten der soziale verhältnisse, in welchen diese diskussion stattfindet: rassismus/fremdenfeindlichkeit und – gerade die letzten jahren vermehrt – islamophobie spielen leider nachwievor eine rolle. abgesehen von den bewussten/aktiven rassismen (siehe övp, fpö etc…), herrscht in österreich (so wie in allen anderen ländern) ein unreflektierter alltags-rassismus. dieses ausgrenzungsdenken richtet sich strukturell wie direkt gegen gewisse minderheiten. also, in einer gesellschaft, in der diskriminierung von minderheiten soziale realität ist, in der permanent politische parteien/medien menschengruppen gegeneinander aufhetzen, in der vorurteile sich hartnäckig halten, ist es meiner ansicht nach naiv, fahrlässig und politisch falsch, dass ein solches posting, welches eine gewisse öffentliche reichweite hat, unkommentiert und nicht-aktiv-antirassistisch solch eine begebenheit beschreibt. gerade in solchen schwierigen diskussion darf die soziale realität, die gesellschaftlichen machtverhältnisse, diskriminierung von minderheiten nicht ausser acht gelassen werden. wenn das nicht passiert, ist es dann nicht weiter verwunderlich, dass so ein posting einen rassistischen schwall an kommentaren mit sich zieht .

  19. Halil says:

    Die Frau ist arm dran-im Islam macht ein Schwarzer Hund,ein Esel und eine Frau in der Nähe das Gebet ungültig,sie steht also auf der selben Stufe da sollte sie doch Solidarität zeigen.Mohammed wollte auch zuerst alle Hunde töten lassen dann überlegte er es sich anders und nur schwarze Hunde sollten getötet werden.

  20. Andrea says:

    Also bei aller Toleranz gegenüber Religionen, aber irgendwo hört es sich dann auch mal auf. Wo ist denn die Grenze dass man immer die andern und ihre religiöse Einstellung tolerieren und darauf rücksicht nehmen soll? Wenn ich auf jede einzelne anderweitige Einstellung Rücksicht nehme, kann ich quasi nichts mehr machen. Wenn ich selber nicht nackt sein will gehe ich eben nicht auf den FKK Strand. punktum.
    @chris. Find ich schon mal ganz toll, wenn ein 10 jähriger einen Hund erschlägt, lässt schon mal auf einen dementsprechenden Erwachsenen schließen.

  21. Liane says:

    Ich finde Hundesabber auch eklig, obwohl ich Hunde sehr mag. Ich hasse es wenn HUnde ihren Sabber an meinen Klamotten abstreifen. Dazu muss man kein Moslem sein.

  22. Berta says:

    Ich habe diese Erfahrungen auch gemacht. In Berlin, einer Stadt, in der viele Mensche leben die muslimisch sind. Menschen, die panisch wegrennen, die Straßenseite wechseln, einfach nur, weil sie meinem Hund nicht begeen möchten. Ablehnung. Ausschluss,
    Aber meinst du wirklich, dass der AUschluss von Hunden ein Phänomen ist, das immer stärker wird? Ich denke eher, das die Gesellschaft sich immer mehr polarisiert. Auf der einen Seite die, die es kategorisch ablehnen, Tier (Hunde) als gleichwertig zu betrachten unde auf der anderen Seite die, die nicht mehr in der Lage sind, zwischen menschlichen und tierischen Bedürfnissen zu differenzieren.

  23. chris says:

    (Institut für Islamfragen, dh, 17.09.2007)

    Frage Nr. 428: „Wie ist folgende Sachlage (aus islamischer Sicht) zu beurteilen: Ein hungriger, durstiger schwarzer Hund kam auf mich zu (um Futter zu bekommen). Ich schlug ihn mit einem Stock so lange, bis er starb. Damals war ich 10 Jahre alt.“

    Antwort: „Falls der Hund ganz schwarz war, ist es (aus islamischer Sicht) erlaubt ihn zu töten, weil er ein Teufel ist. In diesem Fall haben Sie keine Sünde begangen. Wäre der Hund aber nicht ganz schwarz, sondern besäße auch andere Farben wie weiß oder braun, dürfte er nicht getötet werden. Sie hätten eine Sünde begangen und müssten Buße tun.“

    …mehr brauchst nimma – aber sein Fell hat helle Flecken! Dank sei Dir oh Allah!
    * * *

  24. Dieter Geib says:

    Wenn man von Toleranz spricht gilt das nicht nur für uns,sondern auch für unsere ausländischen Mitbürger.Der Hund ist bei uns als Haustier seit Jahrhunderten ein guter Begleiter ( auch Lebewesen genannt) und hat so manchem Menschen das Leben gerettet.Sollte sich bewusste Dame weiterhin an einem Hund stören,würde ich empfehlen unsere Gastfreundschaft nicht länger in Anspruch zu nehmen.

  25. Sigrid says:

    Unerhört!!!

  26. Alice Groß says:

    Kommen hier in unser Land und wollen ihre Sitten und Gebräuche durchsetzen, eine Frechheit. Wir müssen uns in diesen unterbelichteten Ländern auch deren Gegebenheiten anpassen. Sollen sie doch hingehen, wo sie hergekommen sind. Unverschämtheit….

  27. Pia says:

    Ich bin ziemlich erschüttert was hier oder auch bei Facebook für Kommentare abgegeben werden ! … hätte mir ehrlich gesagt nicht erwartet dass Menschen die so viel mitdenken, zukunftsorientiert, umweltbewusst und mitfühlend leben (zumindest wie ich es mir von einem Großteil der Veganer aufgrund eben dieser Einstellung eigentlich denken würde) … sowas von ignorant anderen Menschen gegenüber sein können. Tierliebe schön und gut, und Tiere sind bei mir das A und O in meinem Leben … aber trotz allem darf man auch nicht auf Loyalität und Mitgefühl anderer Menschen gegenüber vergessen.
    Es ist in der Tat eine Frechheit dass die Frau wollte dass der Hund samt Besitzer den Laden verlassen – keine Frage ! … Hunde sind in diesem Laden erlaubt, er war an der Leine, nicht aggressiv anderen gegenüber und somit hat sie einfach nicht das Recht ihn auf die Straße zu verweisen. Trotz allem – wie auch @seetang schon geschrieben hat bin auch ich der Meinung dass man andere Religionen und persönliche Überzeugungen soweit sie keinem anderen Schaden ganz einfach akzeptieren muss. Ich würde mich bestimmt nicht des Ladens verweisen lassen, sehr wohl aber würde ich darauf achten dass mein Hund ganz einfach nicht in die Nähe der Frau kommt. Wenn sie ihn als unrein empfindet, so ist das ihre Meinung / ihr Glaube den ich respektieren werde und in keinster Weise untergraben will – genauso wie ich miene Werte von anderen Mitmenschen gerne geachtet und respektiert haben möchte.

    Und nebenbei. „DIE Moslems“ etc.etc. ist eine Verallgemeinerung die von nichts weiter als reiner Ignoranz und Dummheit der Sonderklasse zeugt – der Beitrag von Otmar ist ausserdem für diesen Blogeintrag ABSOLUT unnötig und tut genau garnichts zu diesem Thema zur Sache – wozu also dieses Kommentar? Schön dass es so war, und definitiv nicht in Ordnung – aber wieso muss man das denn jetzt hier dazu erwähnen?

    Denkt doch mal bitte ein bisschen nach was hier gepostet wird und was wir mit unserer Einstellung der veganen Lebensweise eigentlich auch sonst für Werte mitbringen und anderen Personen näherbringen wollen. … Sicher geht es v.a. um die Tiere und deren Rechte – aber muss man immer nur für eines stehen?

    Wie auch immer. Ja, der Vorfall war ungut und die Frau ist dumm wenn sie glaubt sie könne andere Personen eines öffentlichen Platzes verweisen – dass das aber gleich mit HUNDEHASS gleichzusetzen ist finde ich engstirnig – es ist nun mal für sie unrein. was soll’s! Wenn ich mit meiner Vogelspinne umher laufe oder meiner Schlange um den Hals und einer Frau zu nahe komme die dieses Tier abscheulich oder ekelhaft findet – sogar ganz ohne religiöse gründe – so würde ich genauso nicht gleich austicken sondern das respektieren.

  28. Beccy says:

    Solange du den Hund an der Leine hast und er einen Maulkorb trägt empfinde ich es als nicht so schlimm, da kann ich dann auch weggehen ohne dass der Hund nachrückt. Aber es ist nunmal unerträglich wie sich manche Leute mit ihren Hunden benehmen, und dann wird man auch noch blöd angemacht weil man nicht in der Nähe des Hundes sein möchte…
    Ich habe so gesehen nichts gegen Hunde, bin aber extrem allergisch auf sie, und da kann ich doch erwarten das ein Hundehalter sein Tier so auf öffentlichem Terrain führt das ich nichts davon merke.

  29. herwig says:

    jeder so den glauben haben den er möchte, aber was soll das denn, damit schon wieder Tiere ins Abseits schieben. Wir sind gsd noch eine Kultur in der zumindest ein paar wenige Tiere lieben und achten. Wenn es der Frau nicht passt, so wie wir hier leben, dann wünsche ich ihr eine gute Heimreise in den tollen Orient. Wo sie als Frau nichts Wert ist und sich sogar von ihrem männlichen Kind Befehle zu befolgen hat. Da kann sie dann darüber nachdenken, ob das Hundeproblem wirklich ihre größte Sorge ist.

  30. Julia says:

    Moooooment. Das ist ein heikles Terrain und kann auch aufs übelste instrumentalidiert werden. Ich lebe im Dritten, es wohnen viele Moslems hier, ich bin täglich mit meinem Hund unterwegs und habe noch nie ein Problem dieser Art gehabt. Ab und an sehe ich, dass manche Frauen oder Kinder Angst vor meinem Hund haben. Manchmal sind sie muslimisch und manchmal sind sie komplett autochthon. Ich habe sogar klassische Weaner mit ca 1,95 Körpergröße Angst vor meinem kleinen Hund haben sehen.

  31. Elke says:

    hallo Martin,
    war dieser Falafel-Take-away ein von Muslimen geführtes Geschäft?

  32. joschi says:

    Ich kenn mich da nicht so aus, aber sind nicht für moslems auch alle nicht-„gläubigen“ unrein???

  33. ich wohne und arbeite im herzen der orthodoxen juden wiens. mit zwei hunden zwischen den rabbinern und jüdischen buben und mädchen durchzunavigieren war und ist mitunter fordernd. viele mögen hunde nicht und weichen daher auf die andere seite aus. einige kinder haben richtig heftig angst vor hunden und fangen mitunter an zu kreischen. anfänglich hab ich das echt persönlich genommen – wer meine hunde nicht sofort liebt , muss ein arsch sein und verdient sich mindestens einen sauren blick von mir – mittlerweile habe ich gelernt ein verständnisvoller und rücksichtsvoller hundehalter zu sein – und siehe da, meine verständnisvollere haltung hat irgendwie die situation gewandelt. die orthodoxen juden weichen nicht mehr auf die andere strassenseite aus und ich schiebe keine ressentiments mehr vor mir her und groteskerweise verhalten sich die hunde auch besser. also ich schliesse daraus, dass ich die anderen für ihre glaubensprinzipien nicht verteufeln oder kategorisieren soll, sonst schafft das ein ungutes klima indem „der/die andere“ nicht anders kann, als seine position zu verhärten. in diesem fall hat das jedenfalls meine täglichen wege in der leopoldstadt spürbar verbessert.

  34. Mivhael Brunhauser says:

    Ich hätte ja sowas gesagt wie: Naja und mein Hund liebt Muslime.. besonders ihre Oberschenkelknochen hat er ganz gerne.

    Wenn so eine ignorante Person sich unwohl fühlt weil ein aus ihrer Sicht unreines Tier steht… dann soll sich diese Person entfernen und nicht umgekehrt.

  35. Marion says:

    Nun ja, ich würde sagen, sie ist als Gast gekommen in dieses Land und Gäste haben sich den Regeln des Gastgebers anzupassen. Sie kann doch dorthin gehen, wo sie hingehört. Dort kann sie keifen! Ich halte mich an den Spruch: Jeder verlauste Hund hat mehr Seele als mancher Mensch. Sie ist eine von denen dieses Sprichwort handelt.

  36. Kurt Ecker says:

    ich halte per se alle religionen,
    die gewalt, unterdrückung, ausgrenzung, hetze,
    genitalverstümmelung, waffensegnungen, patriarchale kulturen, etc…
    generieren oder dulden für immens problematisch.
    solle es in einer glaubensgemeinschaft tatsächlich und nachweislich um einen praktiszierendne frieden (der tatsächlich alle(s) miteinbezieht) handeln,
    sollte m.m. diese form der religion integrierbar sein.

  37. Silvia says:

    Romana, das wäre natürlich eine super Antwort gewesen: „in meiner Religion sind Hunde heilig“. Das würde ich sogar wirklich so empfinden! Überhaupt glaube ich, haben alle Tiere eine große Seele.

  38. …übrigens…“how to handle it like a dog: if you can’t eat it or play with it, pee on it and walk on…“

  39. Silvia says:

    Na arg, wenn jemand meinen Hund als unrein bezeichnet, dann kriegt er ein Problem mit mir!!

    Aber es soll ja auch Menschen geben, die von anderen als „unrein“ bezeichnet werden. Da sind z.B. die verschiedenen Kasten in Indien, usw.
    Ich halte das für sehr schlecht, wenn sich manche über andere erheben wollen.

    Das wäre eine gute Geschichte für eine Tageszeitung!!
    Deine übrigens auch, Otmar!

  40. in meiner religion sind hunde heilig! ich kriege von meinen hunden die schönsten lektionen im leben, uneingeschränkte liebe, ein offenes herz, immer im moment und gegenwärtig sein. eine religion, die tiere als unrein, oder gar seelenfrei versteht hat irgendwas elementares nicht kapiert. schade für die frau. schade für den islam. schade auch für die judeo-christliche partie. dank meine hunde ist mein herz groß genug für diese leute mitgefühl zu empfinden. wenn sie verstünden, was für idiotische glaubensprinzipien sie haben, würden sie erschrecken.

  41. Urs Weyermann says:

    was tut sie dann im unreinen Westen?

  42. vis a vis von meinem stammcafe áuf der donaufelderstrasee, befindet sich ein muslimisches restaurant. als eines tages ein österreichischer gast dieses lokal betreten wollte, bekam er zur antwort, kein zutritt für österreicher und der hatte keinen hund dabei. das halte ich für sehr bedenklich.

  43. Regina says:

    Es soll natürlich SCHWACHSINN heißen….

  44. Regina says:

    Ich möchte dazu nur einen satz hinzufügen:
    in keiner anderen Religion gibt es so einen Schachsinn, in KEINER!!!!!
    Wir erleben es auch tagtäglich, deshalb können wir das auch sehr gut beurteilen!
    Leider….

  45. says:

    Lieber Martin,
    man kann das auch überbewerten. Ich habe persönlich eine immense Angst vor Hunden und kann mir vorstellen, dass diese Frau auch nur Angst hat (jaja er will eh nur spielen) und durch die Nähe im Geschäft (du schreibst nicht ob er einen eigentlich erforderlichen Beisskorb hatte) ist das offenbar nicht besser geworden.
    Religionsargument hin oder her (die wird ja bei solchen Diskussionen eh nur missbraucht) und ich weiß Gelassenheit ist nicht Deine erste Stärke, aber Prinzipiendiskussionen auf einzelne Menschen herunterzubrechen erschlägt genau die falschen…

  46. Elisabeth says:

    Diese Muslimin hätte ja den Shop verlassen könnnen, wenn sie in diesem auf etwas „Unreines“ trifft. Auch ich bin der Meinung, dass Religionen sehr oft das freie Denken verunmöglichen. Ausserdem verstehe ich nicht, warum immer mehr junge Türken Hunde halten. Das macht mir mehr Sorgen als Freude.

  47. Dominik says:

    Für mich stellen Religionen ein echtes Übel unserer modernen Zeit dar, weil sie dogmatisch sind und somit die Deutungshoheit für sich beanspruchen. Nichts anderes tun sog. Sekten.

    Ein Diskurs auf rationaler Ebene ist hier kaum möglich und deswegen halte ich Religionen auch für etwas sehr gefährliches (man schaue sich nur mal das Verhütungsverbot der kath. Kirche an). Verbieten bringt zwar nichts und wäre wohl nicht sehr demokratisch, aber der Staat sollte Religionen, wie in Deutschland oder Österreich üblich, nicht auch noch unterstützen oder sich zu deren Helfer degradieren. Das entspricht ebenfalls nicht meinem Verständnis von Demokratie.

  48. seetang says:

    Bin gerade über deinen Blogeintrag gestolpert, über VGT auf Twitter. Finde es schade, dass Hunde besonders in Städten oft nicht gern gesehen sind. Ich habe auch einen großen Hund und frage mich gerade, was ich in so einer Situation wohl machen würde. Ich passe sowieso auf, dass mein Hund nicht mit anderen Menschen in Berührung kommt, denn ich weiß, dass viele Angst vor Hunden haben (obwohl mein Hund ein ganz lieber ist.) Wenn ich allerdings mit meinem Hund einen Shop, in dem Hunde erlaubt sind, betrete und alle Vorschriften beachte, dann würde ich mich auch nicht vertreiben lassen. Aber so wie ich möchte, dass andere Leute meine Lebensphilosophie akzeptieren, akzeptiere ich auch ihre und würde sicherlich besonders gut aufpassen, dass mein Hund nicht mit der Dame in Berührung kommt.

  49. Gérald says:

    in meiner Religion ist der Islam unrein

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