Natur

Jahrzehntelang vegane Selbstversorgung in der Sibirischen Taiga

Sich in unseren Breiten vegan selbst zu versorgen, bedarf sicherlich einigen Wissens. So einfach ist es nicht. Aber geht es überhaupt? Ich stieß auf ein interessantes Beispiel aus der Sibirischen Taiga, also einer deutlich unwirtlicheren Gegend als dem mitteleuropäischen Wald, wo das Thermometer im Winter monatelang -30° C anzeigt und die Bäume nur 20 cm dick werden. Wassili Peskow hat darüber ein wissenschaftliches Buch geschrieben: „Die Vergessenen der Taiga“. Sämtliche der folgenden Informationen stammen von ihm.

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Bei mir ist ein Spaziergang mit meinem Hundefreund eine Schitour

Das Foto oben zeigt die Situation bei mir zu Hause. Ich wohne in einer Blockhütte am Wald. Den Zugang zur Hütte muss ich fast täglich mühsam freischaufeln. Will ich einen Schritt aus dem Haus gehen, muss ich meine Schi anziehen. Wenn mein Hundefreund Kuksi und ich also spazieren gehen, dann ist das ganz automatisch eine Schitour. Kann sich so ein Grünrock, der irgendwo in der Zivilisation wohnt und immer mit dem SUV unterwegs ist, vermutlich nicht vorstellen. Aber so ist es.

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Aufruf: wer will einen Schitourenkurs bei mir mitmachen?

Die Jägerschaft und die Wolfshasser_innen behaupten, wir Tierschützer_innen, Tierrechtler_innen und Veganer_innen hätten keinen Kontakt zur Natur. So stimmt das natürlich nicht, aber richtig ist, dass die Tierbewegung eine sehr urbane Bewegung ist. Ich meine aber, dass der Kontakt zur Natur, das Gefühl für die Natur und der Respekt vor der Natur nie abreißen darf. Sonst verschieben sich nicht nur die Werte in bedenklicher Weise, sondern man rutscht auch in Depression und Burnout ab.

Daher biete ich einen kostenlosen Wochenendkurs (Freitag nachmittags bis Sonntag abends) für schitoureninteressierte tierschutz- und tierrechtsaffine Veganer_innen. Ich bin staatlich geprüfter Schitourenführer, habe den Lehrwart Alpin und den Lehrwart Hochalpin absolviert. Termin wäre noch im Februar 2019. Der Kurs würde beinhalten:

– kostenlose Unterkunft in einer Selbstversorgerhütte in der Obersteiermark

– Praxistraining Lawinenpieps Suche

– Praxistraining Schneeprofil

– Theorie der Lawinenbildung

– Theorie der Lawinenprävention

– Eine kleinere Schitour

– Eine größere Schitour

Voraussetzung ist:

– vegane Ernährung für die Hütte mitbringen

– vollständige Schitourenausrüstung mitbringen (entweder gekauft oder ausgeborgt), inklusive Pieps, Sonde und Schaufel

Bei Interesse bitte ein Email an martin.balluch@vgt.at mit Angabe der bisherigen Erfahrung!

Von jagdlichen Fütterungen für Rehe und Hirsche

Zu meinem Beitrag auf diesem Blog, der sich kritisch mit jagdlich motivierten Fütterungen für Rehe und Hirsche in Österreich auseinandersetzt, siehe https://martinballuch.com/zu-wildfuetterungen-und-angeblich-so-tierlieben-hirschfluesterern/, wie auch zu meinem Blogeintrag zum Schitourengehen, siehe https://martinballuch.com/antwort-auf-orf-journalistin-ulli-wolfs-facebook-kommentar/, gab es einige Anfragen, die ich nun hier noch einmal deutlich ansprechen bzw. beantworten will. (mehr …)

Zu Wildfütterungen und angeblich so „tierlieben“ Hirschflüsterern

Bauernfängerei nennt man so etwas, wenn jemand ein emotional leicht eingängliches Motiv vortäuscht, und dabei in Wahrheit das Gegenteil im Schilde führt. Und genau darum geht es bei den angeblich so „tierlieben“ Wildfütterungen der Jägerschaft. Die Jäger_innen sagen, die Tiere seien so arm im Winter, es sei ihnen kalt und sie würden nichts zu essen finden (abgesehen davon, dass sie vom Wolf bedroht werden). Und da würden sich die Jäger_innen nun tapfer auf den Weg machen, die Heuballen schultern und den armen bedrohten Tieren die Rettung bringen. Klingt großartig, oder? Und am besten, das wird noch mit dem Vorwurf an die Tierschützer_innen garniert, die Tiere da draußen hungern zu lassen. Wer seien also die wahren Tierschützer_innen?

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Zur Psychologie der Wolfshasser und -hasserinnen

Kommt eine etwa 60 jährige Dame in Wien zu unserem Infostand, sehr bürgerlich, sicher ohne Bezug zur Natur. Schon von 5 m Entfernung schreit sie, wie verrückt wir sind und dass der Wolf weg muss, sofort weg, besser heute als morgen, das sei doch eine Bestie, blutrünstig und brutal usw. Als ich sie kurz unterbrechen und fragen wollte, was sie eigentlich so aufregt, winkte sie ab, rannte förmlich davon und rief uns noch zu, dass wir vollkommen wahnsinnig sind.

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Vorbild: Der Wolf in den Südkarpaten

In der momentanen Diskussion über Wölfe in Österreich fällt es mir schwer, ruhig und sachlich zu bleiben. Das deswegen, weil mit einer ungeheuerlichen Ignoranz eine emotionale Hetze betrieben und Falschaussagen verbreitet werden, dass es jedem vernünftigen Menschen den Magen umdreht. Da ist die Rede von den mörderischen Bestien, die nicht nur sämtliche Schafe Österreichs sondern auch gleich alle Kinder fressen, da wird vom Ende der Almwirtschaft gefaselt und vom Untergang der Zivilisation. Dabei gibt es einen ganz einfachen Gegenbeweis: die Situation in den Südkarpaten. Natürlich versucht man das zu ignorieren oder als irrelevant wegzuschieben, aber das gelingt nicht. Die Situation in den Südkarpaten ist sehr relevant für uns heute in Österreich und ein beeindruckendes Vorbild. Ich habe bereits von meinen Wanderungen dort und von Erlebnissen mit Wölfen berichtet: https://martinballuch.com/auf-den-spuren-der-wolfe/. Das Bild oben zeigt übrigens einen echten Wolf aus den Südkarpaten. Eine mörderische Bestie vor der man panische Angst haben muss? Eher nicht.

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40 Jahre Atomsperrgesetz

Wenn es nach der offiziellen Geschichtsschreibung geht, dann wurde alles in der Vergangenheit nur von unseren braven Regierungen entschieden. Insbesondere unsere seltsame Regierung momentan will jede Mitbestimmung von unten aussetzen. Es gibt keine Diskussion der Tierschutzministerin mit Tierschutzvereinen oder sogar den Tierschutzombudspersonen, es gibt keinen Tierschutzreferenten des Ministeriums mehr, mit dem Standortgesetz soll der Einspruch von Bürgerinitiativen gegen Tierfabriksbauprojekte verhindert werden, mit der Wirtschaft als Staatsziel in der Verfassung jeder Protest gegen die dritte Startbahn des Flughafens und mit dem UVP-Gesetz will man den Einfluss von Umwelt-NGOs abdrehen. Dazu passt dann, dass unser Bundeskanzler auf die Frage, wie Tierschutz in den nächsten 10 Jahren aussehen soll, einfach sagt, Tierschutz sei eine Privatsache, dafür brauche es keine politischen Entscheidungen.

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Jäger und Förster Peter Wohlleben fordert die Abschaffung der Jagd

Peter Wohlleben ist Jäger und Förster. In seiner Jugend hat er mit einer gewissen Begeisterung auf Hirsche geschossen. Heute betreut er den Gemeindewald von Hümmel in der Eifel im Westen Deutschlands. Ökologie und Tierschutz sind ihm mittlerweile zweifellos ein großes Anliegen, wie er in seinen vielen Büchern, insbesondere „Der Wald. Ein Nachruf“, beweist. Und für die Jagd kommt er darin zu besonders beeindruckenden Schlussfolgerungen.

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