Veg#ismus

Genesis: Veganismus, ein 3000 Jahre altes ethisches Ideal

Für manche ist sie das Wort Gottes, mit göttlicher Inspiration geschrieben. Entstanden ist sie etwa vor 3000 Jahren, die Genesis, das erste Buch des Alten Testaments der Bibel. Eine Geschichte der Entstehung der Welt, wie sie ein Hirtenvolk aus der Wüste vermutlich über Generationen in mündlicher Überlieferung erzählt hat. Erstaunlich dabei, dass Gott anfänglich die Welt vegan erschaffen hat: Und Gott sprach: Siehe, ich habe Euch alle samentragenden Pflanzen gegeben, die auf der Erde wachsen, und jeden Baum, an dem samenbringende Baumfrucht ist: Sie sollen Euch zur Speise sein; und allen Tieren auf der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in dem eine lebendige Seele ist, habe ich alle grünen Pflanzen zur Speise gegeben. (Gen 1:29-30)
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„Warum Kühe lachen und Hühner nicht weinen“ von der Wiener Journalistin Elisabeth Zacharia über die dunkle Seite des Konsums, im Goldegg Verlag 2013 erschienen

„Niemand mag Menschen, die einem das Essen vermiesen“ schreibt die Autorin und geht dann daran, genau das auf 350 Seiten gründlich zu tun. Da geht es um menschliche Darmbakterien in Kuhjoghurt, um Sklavenarbeit für spanische Erdbeeren, um Fertigbrotgemisch mit Backduftspray in Bäckereien und um Kinderarbeit für Schokolade. Aber 6 der 11 Kapitel handeln vom Leid der sogenannten Nutztiere in der Massentierhaltung, wobei die Autorin nicht davor zurückschreckt, auch die Biogroßbetriebe als solche zu bezeichnen. Das Buch ist dabei eine Tour de Force durch die Abgründe der Tierausbeutung mit allen Schikanen. Für die positive Alternative bleiben lediglich ein paar Seiten des Epilogs. Doch dieser ist kein Plädoyer für Vegetarismus und das Wort Veganismus kommt gar nicht vor. Zacharia will die Menschen nicht überfordern, indem sie ihnen Vorschriften macht oder auch nur vorschlägt, aber gleichzeitig lässt sie an praktisch keinem Produkt – zumindest aus dem Supermarkt – ein gutes Haar.
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Und VegetarierInnen/VeganerInnen leben doch länger!

Eine Studie von der Medizinischen Uni Graz lässt aufhorchen: angeblich seien VegetarierInnen gesundheitlich am Boden. Das jedenfalls behauptet ein deutscher Ernährungswissenschaftler in einer Presseaussendung mit Bezug auf diese Studie und schreibt nach der Überschrift Vegetarier: Mehr Krankheiten & weniger Lebensqualität als Viel-Fleischesser wörtlich: Im Hinblick auf die aktuellen Erkenntnisse wirken die unhaltbaren Gesundheitsversprechen von Vegetarierlobbyisten noch weitaus fragwürdiger. Das klingt nicht nach Naturwissenschaft, sondern als sei hier jemand auf einer Mission gegen Vegetarismus. Und er wäre nicht der Erste, dem seine kulinarischen Vorlieben das Urteilsvermögen vernebeln. Schauen wir also auf die Fakten.

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25 Jahre vegan!

Ich habe heute einen Bluttest machen lassen, nachdem ich nun genau 25 Jahre lang vegan lebe. Alles ist in bester Ordnung, Protein genug, Eisen hoch, Vitamin B12 hoch mit niedrigem Homocystein, und insbesondere sehr gute Cholesterinwerte. Nur das Vitamin D ist etwas niedrig, weil wir gerade eine winterlich tiefstehende Sonne haben und ich daher trotz viel Zeit an Wochenenden im Freien offenbar zu wenig Sonnenlicht abbekomme. Aber, soweit ich darüber lese, ist das im Winter ziemlich normal. Wenn die Sonne wieder höhersteigt, wird sich das rasch ändern.

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Das vegane Gasthaus Schillinger erhält den Innovationspreis der nö Wirtschaftskammer

Ein Outing: Ich bin bekennender Schillinger-Fan. Das vegane Gasthaus Schillinger liegt in dem kleinen weinviertler Ort Großmugl einige Kilometer nördlich von Wien. Die beiden WirtInnen Irene und Karl waren lange Zeit TierschutzaktivistInnen in Wien und so habe ich sie auch kennengelernt. Karls Vater betrieb damals in Großmugl ein Gasthaus und hielt sich Schweine, die er selbst schlachtete. Als Karl den Betrieb übernahm öffnete er gleich für die übrig gebliebenen Schweine die Türen und ermöglichte ihnen eine Freilandhaltung mit permanentem Schlammbad. Die Tiere blieben bis zu einem Rekordalter von 13 Jahren am Leben, bevor sie eines natürlichen Todes starben. Ich habe auch sie noch kennenlernen dürfen.
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Vegane Bergschuhe

Da ich vegan lebe und viel bergsteigen und wandern gehe, werde ich oft nach passendem Schuhwerk gefragt. Gibt’s das überhaupt? Natürlich gibt’s das, und zwar schon seit Langem. Vor 15 Jahren gab es sogar noch eine größere Auswahl an veganen Hochalpin-Bergschuhen als heute. Damals waren eben die Plastikschuhe in. Aber es ist wirklich nicht schwer, vegane Bergschuhe zu finden. Und je mehr KundInnen danach fragen, desto mehr werden davon angeboten.

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Supplementierung der Nahrung

P1000416Eine natürliche und gesunde Ernährung zeige sich, so die weitverbreitete Meinung, dadurch, dass man nichts zu supplementieren brauche, d.h. die Nahrung brauche keine Ergänzung aufgrund fehlender Nährstoffe. Doch so einfach scheint die Sachlage nicht. In der Steiermark gab es über Jahrhunderte vermutlich durch die eiszeitliche Auswaschung so jodarme Böden, dass weder die angebauten Pflanzen noch das Trinkwasser relevante Mengen enthielten. Die Folge war die Bildung von einem Kropf bei über 50% der Bevölkerung. Dem wird seit den 1960er Jahren durch Supplementierung von Salz mit Jod begegnet. Erfolgreich, wie man konstatieren muss, der Kropf ist heute dort eine Seltenheit.
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Gibt es „Sexual Politics of Meat“?

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Auch zum Verzehr bestimmt? Eine aktuelle Werbung für den Mucha-Verlag mit einem sexuell präsentierten Männerkörper ohne Gesicht, den Frauenhände abgreifen. Ich vermute allerdings, dass der Mann stolz auf dieses Bild ist und dadurch an Selbstvertrauen gewonnen hat, und sich nicht abgewertet und objektiviert fühlte.

Was hat das Leben von Supermodel Heidi Klum mit dem eines Schweins aus einer Tierfabrik gemeinsam? Nicht viel, würde man meinen. Heidi Klum ist reich, bekannt, sehr beliebt und bewundert, hat 2,5 Millionen Likes auf Facebook und wirkt selbstbewusst und lebenslustig. Im Gegensatz dazu ist ein Schwein in einer Tierfabrik völlig unbekannt, leidet und stirbt hinter verschlossenen Türen, vegetiert auf Vollspaltenböden über dem eigenen Kot dahin, in ständigem Gedränge, ohne frische Luft, ohne Sonne, ohne auch nur irgendeine Lebensqualität. Wenn es männlich ist wurde es ohne Betäubung kastriert, in jedem Fall wurden ihm routinemäßig der Schwanz und die Zähne kupiert. Die Liste der schrecklichen Lebensumstände ließe sich verlängern.
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Weltweit beste Extrembergsteigerin ernährt sich vegan!

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Gerlinde Kaltenbrunner, weltbeste Extrembergsteigerin, ernährt sich vegan

Sie hat als einzige Frau bisher alle 14 mehr als 8000 m hohen Berge der Welt ohne die Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff erstiegen. Und dabei auch spannende Neutouren geschafft, wie z.B. im August 2011 den zweithöchsten Berg der Welt, den 8611 m hohen K2 im Karakorum, über die Nordwand von China aus. Auch die Tragödien blieben ihr nicht erspart, als 2010 am K2 auf 8300 m Höhe knapp unter dem Gipfel ihr Bergkamerad vor ihr 1000 m in den Abgrund stürzte. Ihre Nachsuche blieb ergebnislos. Ihre Vorträge werden von 2000 Menschen besucht, wie zuletzt auf der Alpinmesse in Innsbruck. Sie ist ein Weltstar aus dem Toten Gebirge in Oberösterreich: Gerlinde Kaltenbrunner.
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Spiegeleier vegan

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Spiegeleier mit Käsenudeln – alles vegan! MyEy machts möglich!

1. April 1991, eine Meldung innerhalb der (englischen) Tierschutzszene rattert durch die Presseticker: ein veganes Ei sei entwickelt worden, das Hühnereiern zum Verwechseln ähnlich sehe und sehr ähnlich schmecke. Aufregung bei den VeganerInnen – wo gibts das zu kaufen? Dann die Auflösung: nur ein Aprilscherz. Es gibt keine veganen Spiegeleier. Oder doch?
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