Cesar Millan: Hunde zu unterwerfen sei ein „prickelndes Gefühl“

In seinem Buch „Du bist der Rudelführer“ empfiehlt Millan, Hunde auf verschiedene Art und Weise zu unterwerfen und gefügig zu machen. Dabei geht es nicht um irgendwie schwierige oder bissige Hunde, sondern es geht darum, wie sich jeder Hund dem Menschen unterordnen soll. Das zeigt Millan schon anhand einer Bilderserie in einer Broschüre, die bei seinem Auftritt in Wien verkauft wurde, siehe oben: Bei einer Annäherung an den Menschen von unter 3,6 m muss sich der Hund zu ducken beginnen, unter 1,2 m den Schwanz einziehen und „unterordnungsbereit“ sein.

Ein Hund, der sich Menschen gegenüber so verhält, ist psychisch gestört. Hunde dieser Art werden tatsächlich unberechenbar und könnten plötzlich beißen. Wer immer bedroht wird, der schlägt irgendwann einmal zurück. Mit Millans Methode macht man Hunde zu psychischen Krüppeln, mit gebrochener Persönlichkeit. Das ist für alle Beteiligten gefährlich, insbesondere für den Hund.

Zur Unterwerfung wird das Würgehalsband „Illusion“ zum Preis von € 75 empfohlen, von dem Millan in seinem Buch „Du bist der Rudelführer“ auf Seite 129 wörtlich schreibt: Ist die Leine dagegen [wie beim Illusion-Würgehalsband] an der obersten Stelle des Halses angebracht, setzen Sie am empfindlichsten Teil an. Dann brauchen Sie nur wenig Kraft, um mit Ihrem Hund zu kommunizieren, ihn zu führen und zu korrigieren. […] Darüber hinaus trägt das Illusion-Halsband dazu bei, die Körpersprache eines Hundes zu verändern, sodass er aussieht, als sei er stolz auf sich. Das von gewaltfreien HundetrainerInnen empfohlene Brustgeschirr bei Hunden lehnt er ab, weil es nicht zur besseren Kontrolle der Tiere entwickelt wurde. […] Allerdings werden Sie sich auf diese Weise nie den Respekt Ihres Hundes verdienen (Zitat aus seinem Buch Seite 131). Dagegen sei ein Stachelhalsband unschätzbar wertvoll (Seite 139).

Das in Österreich verbotene Elektroschockhalsband erachte ich als eine Möglichkeit, die in der Tat den Unterschied zwischen Leben und Tod für Ihr Tier ausmachen kann (Seite 141). Die Tierschutzkritik wischt er weg: Weshalb sehen wir dann, dass Hunde auch beim korrekten Einsatz des Elektrohalsbands infolge des Stromstoßes hochspringen, erschrecken oder gar aufjaulen? Die meisten Passanten können sich nicht vorstellen, dass wir den Hund dabei nicht irgendwie verletzen – was wir denn natürlich um jeden Preis vermeiden möchten. Die Antwort liegt in dem grundlegenden Unterschied zwischen Mensch und Tier – der Fähigkeit zu logischem Denken (Seite 143).

Das „richtige“ Spazierengehen bespricht Millan in seinem Buch auf Seiten 349ff. Es beginnt damit, dass der Mensch immer vor dem Hund gehen muss: Er sollte nicht vor Ihnen zur Tür hinausflitzen. […] Beim Spaziergang sollte Ihr Hund neben oder hinter Ihnen, aber niemals vor Ihnen herlaufen. […] Sofern sich Ihr Hund in dieser Zeit seine wunderbare Geisteshaltung bewahrt hat, können Sie ihn belohnen, indem Sie ihn sein Geschäft verrichten lassen. […] Der nächste Schritt betrifft das, wonach ich am häufigsten befragt werden: Wann lasse ich meinen Hund schnuppern? Ich empfehle, dem Hund während seiner Pipipause nicht mehr als 5 Minuten zuzugestehen, die er für sich selbst hat. Nun ist es Zeit für das Migrationsritual – das gemeinsame Vorwärtsbewegen. Diese Aufgabe sollte es dem Hund nicht erlauben, den Boden zu beschnuppern, sich umzusehen oder sich von bellenden Hunden hinter Zäunen ablenken zu lassen. Hier strahlen Sie folgendes aus: Ich bin der Rudelführer. Übe dich darin, mir zu folgen. Nachdem Sie ungefähr eine Viertelstunde erfolgreich miteinander gegangen sind, können Sie ihn noch einmal belohnen, indem er zwischen 2 bis maximal 5 Minuten lang vorneweg laufen und am Boden schnuppern darf. Die Belohnungsphase sollte immer sehr viel kürzer sein als die der Leistung, denn schließlich soll er Sie mehr als Rudelführer und weniger als einen Freund betrachten.

Auf Seite 350 in der Mitte schreibt Millan dann wörtlich zur Begründung für diesen seltsamen Umgang mit Hunden: Wenn Sie das prickelnde Gefühl nicht kennen, wenn ein Hund (oder auch mehrere!) in völligem Einklang mit Ihrer Energie und Ihren Bewegungen neben Ihnen herläuft, dann haben Sie meiner Meinung nach eine wunderbare Lebenserfahrung verpasst! […] Vertrauen Sie mir: Sobald es Ihnen auch nur ein einziges Mal gelungen ist [Ihren Hund so zu kontrollieren], werden sie nie wieder zu der alten Methode [den Hund vorneweg laufen, schnüffeln und pinkeln zu lassen] zurückkehren wollen!

Ich lebe seit 30 Jahren mit Hunden zusammen, und habe keinen davon je dominiert, kontrolliert oder auch nur trainiert. Immer sind sie ohne Leine gelaufen und konnten dabei schnüffeln, pinkeln, vorneweg gehen und die Richtung bestimmen, wie sie wollen. Und wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, laufen sie 5 m neben mir auf dem Gehsteig parallel dahin und es gibt nicht die geringsten Probleme. Ich wüsste wirklich gerne, was laut Millan denn geschehen solle, wenn man den Hund nicht so dominiert. Mein Hund, ein Freund und kein Untergebener, kann auf mir stehen, meinen Hals in seinen Mund nehmen, höher als ich sitzen, vor mir essen und den Spaziergang bestimmen und wir verstehen uns bestens, er würde nie einem Menschen etwas antun, ist völlig freundlich und friedlich und ideal sozialisiert. Er kann sogar 4 Stunden lang alleine auf der Straße spazieren gehen, ohne Leine auf einer Autobahnraststation im Freien warten, bis ich von der Toilette zurückkomme, oder beim Bergsteigen stundenlang unter einer Felswand sich mit sich selbst beschäftigen, bis ich sie bestiegen habe. Wo war noch einmal das Problem?

Beim anstehenden Tierrechtskongress von 9. – 12. Oktober 2014 in Wien, siehe www.tierrechtskongress.at, gibt es am Samstag von 9-10 Uhr eine Diskussion über den Umgang mit Hunden. Ich plädiere dabei dafür, Hunden möglichst viel Autonomie zu gewähren. Jemand anderer vertritt die Meinung am Podium, man solle Hunde mit Leckerli gewaltfrei trainieren, sodass sie Befehlen gehorchen würden. Es ist mir trotz Bemühens nicht gelungen, jemanden für das Podium zu finden, der/die meint, man müsse Hunde dominieren. Daher starte ich hiermit einen Aufruf: wer findet sich dazu bereit? Ich würde gerne z.B. anhand von meinem Hundefreund Kuksi, der dabei sein wird, diskutieren, was für ein Problem entstehen soll, wenn Hunde autonom leben und ihre Persönlichkeit frei entfalten dürfen.

Das Argument, Hunde seien doch keine Menschen, ist zunächst ohne Gehalt. Ich bin nicht Du, Männer sind keine Frauen. Was an Hunden soll den Unterschied ausmachen, sodass sie es genießen würden, wie Millan offenbar meint, dominiert zu werden? Warum sollten Hunde da anders empfinden als ich, der ich nicht dominiert werden will, obwohl wir beide, mein Hundefreund und ich, eine gleiche evolutionäre Geschichte im Rudelverband haben? Millan sagt oben, Hunde würden trotz Schmerzensschrei bei einem Elektroschock keine Schmerzen empfinden, weil sie nicht, wie Menschen, logisch denken könnten. Es wäre mir ein großes Vergnügen, eine derart absurde Ansicht bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion argumentativ zu zerlegen.

Bemerkenswert:

In Hannover in Deutschland wurde Cesar Millan diese Woche vor seinem Auftritt aufgetragen, eine Hundeprüfung zu bestehen. Er fiel aber prompt durch und musste sein Programm abändern, http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Cesar-Millan-braucht-Erlaubnis-fuer-Auftritt-in-der-Swiss-Life-Hall.

Und einen der vom Tierschutzministerium vergebenen Bundestierschutzpreise 2014 in Österreich erhielt am 18. September Barbara Benett für Ihre Kritik an der dominanzbasierten Hundeerziehung, wie sie Cesar Millan propagiert. Mittels Kurzvideo wurde anlässlich der Preisverleihung gezeigt, in welcher Weise Cesar Millan verschiedenen Hunden Schmerzen zufügt, um sie gefügig zu machen. Frau Benett unterstützt dagegen gewaltfreie Methoden. Bemerkenswert, dass das Ministerium damit klar ein Zeichen setzt, um Dominanz-Brutalmethoden gegenüber Hunden zu verurteilen.

18 thoughts on “Cesar Millan: Hunde zu unterwerfen sei ein „prickelndes Gefühl“

  1. Laura says:

    Bei solchen Kommentaren fehlen mir fast die Worte.
    Wir haben einen American Staffordshire Terrier aus dem Tierheim adoptiert. Mit einem Jahr hat er ziemlich viel erlebt. Ob gut oder schlecht ist nicht wirklich bekannt. Sehen konnte man aber das er nicht an der Leine gehen konnte und weg war, sobald er von der Leine ab war. Im Rudel hat er oft gepöbelt. Doch wenn der Hund keinerlei Erziehung gebraucht hätte, wäre er unter anderem noch in seinem ersten zu Hause. Und wenn er so perfekt zur Welt gekommen wäre, auch. Mir stellt sich die Frage ob wir alle so oberschlau zu Welt gekommen sind, wie manche unter euch behaupten. Seit er gewisse Grundregeln beherrscht, kann er mit seinen Kumpels über die Wiesen rennen und kommt auch zurück sobald man ihn ruft und nicht wenn er meint zurück kommen zu wollen! Ich behaupte auch ganz einfach, dass er kein gebrochenes Wesen ist, nur weil wir ihm gewisse Regeln beigebracht haben.

    Gerne würde ich sehen, wie die Diskussion zwischen Mensch und Hund aussieht, wenn sie sich nicht einig sind.

    Lange Rede, kurzer Sinn: ob Mensch oder Tier – ohne ein gewisses Training oder Erziehung geht’s eben nicht. Es sei denn man hat so einen Wunder-Hund wie Amor oder der Autor.

  2. Luise says:

    Ich bin schon seit einiger Zeit von Cesar Millans Methoden schockiert, leider kursieren viele ähnliche Trainingsvideos bei Youtube, was mich sehr belastet, da ich denke, dass sich recht viele über solche kostenlosen Videos Tipps zur Hundeerziehung holen wollen und es dann nachahmen – also ihre Hunde einschüchtern, verletzen, ängstigen usw. Wenn ich mit meiner Hundefreundin unterwegs bin, sehen wir auch oft Hunde, die von ihren Menschen unfair behandelt werden, leider auch bei unserem Hundeverein. Es ist so frustrierend, ich kenne durchs Internet Menschen, die einen friedlichen Umgang mit ihren Hunden suchen, aber wenn ich draußen unterwegs bin, treffe ich kaum Menschen dieser Sorte!
    Aber ich schweife ab.. Ich wollte sagen, dass ich wirklich noch schockierter von Millan bin, seit ich die Zitate aus seinem Buch hier gelesen habe. Dieser Mensch ist leider völlig inkompetent, – dass ihm das nötige Fachwissen fehlt, könnte ich noch irgendwie verzeihen, aber dass er selbst durch jahrzehntelangen Umgang mit Hunden nicht gelernt hat, respektvoll mit diesen Tieren umzugehen, sondern das Brechen ihres Willens hartnäckig verteidigt, das kann ich nicht verzeihen.

    Über Telmas Beitrag bin ich genau so entsetzt, dieses Aufdenbodendrücken und warten, bis der Hund sich „beruhigt“, klingt doch sehr nach einer Millan-Methode und dessen Hunde sind dann keineswegs ruhig, sondern zeigen, dass sie gestresst sind, aber hilflos.

  3. telma says:

    ich bin mit ein paar Sachen einverstanden die du hier erwähnst aber unterwerfung ist schon wichtig ich meine was ist dabei dem Hund zusagen leg dich hin und dann abwarten bis er sich entspannt und wieder weiter gehen. ich habe einen Malinois 1 Jahr alt mit 6 Monaten fing er an Menschen kleine Kinder…anzubellen habe dann immer leg dich gesagt er hat sich dann während dem liegen beruhigt und wir konnten weiter gehen. Einmal habe ich in erwischt beim möbel kauen habe sie dann auch sofort unterworfen gewartet bis sie ruhig war dann rufe ich sie zu mir und sie gibt mir einen Kuss :)und alles ist gut gehe nicht weiter darauf ein! ich versteh aber nicht wo du sagst du hättest nicht müssen deinen Hund etwas beibringen? von klein an gibt es sachen die man ihm beibringen muss sie werden ja nicht schon erzogen geboren.
    Zb wenn sie Welpen sind beisen sie haha klar tut nicht weh habe es auch nicht sofort gestoppt sondern mit ihr so gespielt als die zähne aber kammen musste ich ihr zu verstehen geben das sie mir manchmal schon weh tat ich habe dann geschnippt da hat sie sitz gemacht und sie hat aufgehört jedes mal wenn sie mir weh tat habe ich das so gemacht (wichtig ist mir nicht mit ihr zu schreien oder so Hunde hören ja gut man darf sich nicht mit ihnen aufregen sonst projektierst du dieses verhalten auf deinen Hund)
    ich würde gerne mal einen video von deinem Hund sehen weil ich denke ich habe da was missverstanden und sry für mein Deutsch aber ich bin Portugiesin und lebe in Luxembourg

  4. Erhard says:

    Hallo, ich trainiere Hunde fuer int. Spezialeinheiten I’m Bereichen Sprengstoffe, Drogen etc und seit jeher mit Elektrostimulation und dominierend. Ein Hund hat eine starke Hand zu bekommen, sich unterzuordnen und somit stimme ich Cesar durch aus zu und befuerworte seine Methoden. Ein tolles Buch und zu empfehlen.

  5. amor says:

    Hallo, @ Erhard ich gratuliere dir zu deinem humanen Job.
    Du solltest nach Afghanistan gehen, und den Harten da auch stimulierend und dominierend zeigen, was eine starke Hand bedeutet.

    Falls du lebend zurückkommst, schreib mal wieder!
    Amor

  6. Erhard says:

    Hallo amor, wir arbeiten MIT den Hunden in Kriegsgebieten also auch dort u.A. fuer die KSK oder andere Spezialeinheiten dafür werden die Hunde ja auch ausgebildet, Sprengstoffe oder Minen aufzuspueren.

  7. amor says:

    @Ehrhard, die Angeberei hättest du dir ersparen können.
    Der beschissener Job den du hast interessiert niemanden außer vielleicht das Militär, die Waffenhändler, oder die Drogenmafia.

    Unter die harte Hand aller dieser Instanzen zu handeln, ist beschämend, mit oder ohne Tierquälerei.
    Amor

  8. Erhard says:

    Was bitte ist da Angeberei? Man sieht Du hast keine Ahnung Von dem was wir machen und wem es dient. Auch Dank der Hunde werden ca. 60% der Minen gefunden werden oder Sprengsaetze. Und wenn Tierquaelerei dabei waere wuerden nicht auch Einheiten auf uns zugreifen und genau so Ausbilden. Sonst haetten wir mehr Verlustquoten bei Hunden. Und Herr Millan hat sehr gute Ausbildungen mit seinen Methoden, auch setzen viele Hundeausbilder und -schulen auf seine Methodiken. Gruss

  9. Carola says:

    Zum Glück gibt es auch Spezialisten unter den Ausbildern von Drogenhund und Co, die es nicht nötig haben, derart machtgeil mit ihren Diensthunden zu arbeiten. Da kommt einen ja das Grausen, wenn man so etwas liest.

  10. JKarnz says:

    in was für einer Einheit arbeitest du mit Hunden, die noch mit diesen unsinnigen und unnötigen Erziehungsmethoden arbeiten. Kann ich fast nicht glauben, zum Glück läuft bei uns die Ausbildung von Drogenspürhund und Co anders ab. Diese übertriebene Machtgeilheit gegenüber Hunden , wer es denn braucht. Ich bezweifle stark, das eure Ausbildung sehr gefragt ist.

  11. Mr Bombastic says:

    Hallo, Erhard, ja , ja, fürs Drecksgeschäft „Krieg“ sind die Hunde gut. Das war immer so und wird auch immer so bleiben. Wirklich beschämend.

  12. Eva Windisch says:

    Danke, dass es Sie gibt! 🙂

  13. Veronika says:

    Es gehört zwar nicht zu diesem Artikel, aber ich möchte das erwähnen weil es so lieb ist.

    Auch unter den Hunden gibt es Optimisten und Pessimisten.

    http://www.welt.de/wissenschaft/article10219118/Auch-bei-Hunden-gibt-es-Optimisten.html

    Die Wissenschatlerin meinte, bei „Hunden mit Beruf“ sei es wichtig darauf Rücksicht zu nehmen.

    Ich meine, Hunde haben einen Charakter, sie sind Persönlichkeiten wie Menschen auch. Es ist natürlich einfacher sie zu brechen und zu willenlosen Werkzeugen zu machen, als sich mit ihrem Charakter auseinander zu setzen. Viele Menschen gehen eben den einfachsten Weg. Und ich denke wie sie mit Tieren umgehen, gehen sie auch mit Menschen um. In den USA dürfen Kinder geprügelt werden. Da darf man sich nicht wundern wenn auch Tiere mit Gewalt „erzogen“ werden. Die kennen nichts anderes.

  14. Hallo Herr Balluch, danke für diesen ausführlichen Artikel. Ich habe diesen gerne gelesen. Ich kam durch die Angriffe einer Hundegruppe? Dognews auf diesen Artikel. Ich weiss nicht ob es ok ist, aber hier ein Link zu einem ähnlichen Artikel. Der genannte Tierschützer sind in diesem Fall Sie, falls es OK ist würde ich auch ihren Namen einfügen wollen. http://www.furryemotions.de/artikel/warum-ist-cesar-millan-denn-so-umstritten.html

  15. Hans says:

    Hier leider ein selten blöder Kommentar zu Cesar Millan von Roland Düringer, seines Zeichens anscheinend jetzt Experte für „eh alles“…

    https://www.youtube.com/watch?v=MZW5oIETY_Y

    (vielleicht mag wer mit Youtube Account diesen Blogeintrag von Martin Balluch unter dem Video verlinken)

  16. Veronika says:

    „Millan sagt oben, Hunde würden trotz Schmerzensschrei bei einem Elektroschock keine Schmerzen empfinden, weil sie nicht, wie Menschen, logisch denken könnten. “

    Könnten sie nicht logisch denken würden sie nicht verstehen wie sie den Schmerz vermeiden können.

    Ich habe übrigens einmal eine Sendung gesehen, da probieren zwei junge Amerikaner alles mögliche aus. Ziemlich verrückte Sache. Sie haben so ein Halsband auch ausprobiert und gemeint, sie würden nicht verstehen dass Menschen ihren Hunden so etwas antun.

  17. waldmensch says:

    wie man sich an derart kontrollierten tieren erfreuen kann ist mir ein rätsel.leicht vertrottelt und ein bisschen wild..wenn sie nach 5min. ohne sichtkontakt aus dem wald kommen,mit einem riesenast in der schnauze dass man den kopf nicht mehr sieht..oder wenn sie riesenlöcher graben während man sich mit freunden unterhält..so mag ich sie.sie beim dummsein/lernen/älterwerden beobachten,wie bei menschen.nur wer die liebe kennt….

  18. amor says:

    Der illegale Auswanderer aus Culiacán, Mexico, und jetzige US-Bürger Cesar Millan ist das Produkt einer eierlosen und freiwillig unterwürfigen Gesellschaft, die im Unterschied zu Tiere weder über Logik noch über Gefühlspotential verfügt.

    In der Tat handelt es sich bei ihm nicht primär um Tierdomestizierung oder Tierquälerei.
    Millan ist der Hoffnungsträger aller Versager.

    Eine endlose Reihe aus frustrierten Ehemänner und Ehefrauen, unterdrückter und ausgenützter Berufsversager, betrogener Bürger die sich jeden Tag mit dem Schicksal der „erlernte Hilflosigkeit“ zu trösten wissen, alle diese also bekommen die einmalige Gelegenheit unter der Direktion von Millan „Führer für Wehrlosen“ zu spielen.

    Jeder, der zu Hause, im Beruf, oder als Gesellschaftsmitglied selber das Würge-Halsband tragen muss, lässt seine Frustration an Wehrlosen und Schwächeren.

    Und die Stimme des „Führers“ ist unmissverständlich: „Hier strahlen Sie folgendes aus: Ich bin der Rudelführer“!!
    Na! wovon kann sonst der Herr Müller und die Frau Meier träumen, als jemanden zu finden der, wie sie, durch System und Führung zu einem Krüppel erzogen wird, ohne Stimme, ohne Rechte, ohne Freiheit, ohne Wünsche und vor allem ohne Widerstandswille.

    Der „Führer“ will uns auch hier neu lichten:
    „Die Antwort liegt in dem grundlegenden Unterschied zwischen Mensch und Tier – der Fähigkeit zu logischem Denken“.
    Finde ich auch!
    Keiner sollte Tiere mit Menschen vergleichen, denn seit der Erscheinung von Millan ist die menschliche Gattung den Tieren nachweisbar unterlegen.

    Wenn das der Führer wüsste…
    Amor

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