Das steinerne Herz der Pseudolinken erweichen – eine kurze Geschichte der OFT

Der Stier hängt verkehrt, an einem Bein aufgezogen, die Vorderbeine gefesselt, und schreit und schlägt um sich. Seine Augen quellen aus den Höhlen, man sieht den Schmerz und die Todesangst, während das Blut in Strömen aus seiner aufgeschnittenen Kehle schießt.

In der heißen, dampfenden Atmosphäre sind die Schlächter kaum auszumachen, als sie sich auf das große Schaf knien, es festhalten und mit dem Messer in die Gurgel stechen. Mit ihrem Fuß drücken sie den zuckenden Kopf zu Boden, die Fliesen färben sich rot, ein Röcheln ist zu hören.

In den geschlossenen Bretterverschlägen drängen sich die Fasane aneinander. Ängstliche Augen, wohin man sieht. Rohe Hände packen die Tiere und stopfen sie in grüne, enge Transportkisten. In wenigen Stunden werden sie in eine für sie fremde Welt geworfen, um beim ersten Auffliegen ihres Lebens aus dem Himmel geschossen zu werden. Wie oft habe ich sie dann am Boden zappeln gesehen, mit Blut im aufgerissenen Schnabel, zwischen ungerührten Schützen, die bereits das nächste Tier im Visier haben.

Und die großen hellen Augen der Kälber, gerade eben von ihrer Mutter getrennt, in den stinkenden, schwankenden, glühend heißen Tiertransportern über tausende Kilometer und viele Tage in den Süden. Ihre Schreie, ihre Verzweiflung, die dich nachts nicht schlafen lässt. Es gibt keines, kein einziges Schrecknis in der Geschichte der Menschheit, das furchtbarer wäre, als diese nicht enden wollende Gewalt, mit der kalten Brutalität des Fließbands ausgeführt, Sekunde für Sekunde.

Die süße Lust der Denunziation

Sie haben das alles gesehen, jene AktivistInnen des VGT, die sich eines Tages plötzlich OFT nannten, Offensive Für Tierrechte. Doch ihre Solidarität galt nicht den Opfern, das Herz war  versteinert. In Vorträgen über „Veganismus – eine faschistische Sekte“ und Pamphleten wie „TierRECHTSbewegung“ der Linken merkten sie, wie leicht es geht. Ein Aktivist sagte „beim gesetzlichen Schutz fallen die Tiere durch den Rost“. Oha, ein leichtfertiger Vergleich zur Verbrennung von JüdInnen in den Vernichtungslagern des Dritten Reichs. „Hast Du schon gehört? Ein VGT-Aktivist hat etwas Antisemitisches gesagt.“ „Was, wirklich? Kein Wunder, die sind ja auch gegen das Orgien Mysterien Theater von Hermann Nitsch. Entartete Kunst, was? Hab ich mir gleich gedacht, dass die rechts sind.“ So leicht geht’s. So tief hängt die süße Frucht der Denunziation. Ein kleiner Wink mit dem Finger und die Gerüchtelawine rollt. Was für ein Lustgefühl, die verzweifelten Rechtfertigungsversuche zu hören. Entweder sie distanzieren sich, oder sie müssen Antisemitismus verteidigen. Tja, da kommt jeder ins Strudeln!

Kapitalistisch wäre der VGT. Ein Verein, der fast ausschließlich von ehrenamtlicher Arbeit lebt. Dessen MitarbeiterInnen wesentlich mehr leisten, als wofür sie bezahlt werden, und das auch nur vergleichsweise wenig. Aja, und kapitalistisch wäre auch das damals erste rein vegane Lokal Österreichs. Und überhaupt, angeblich sollen die Mäusefallen im Keller benutzen.

Hast Du schon gehört? Der VGT ist sexistisch. Die machen Nacktaktionen gegen Pelz, instrumentalisieren Frauenkörper!

Pssst. Ich habs selbst erlebt! Auf einer Tiertransportblockade hat einer ausländerfeindlich geschimpft, als er angefahren wurde!

Und sie distanzieren sich nicht von allem Bösen. Von PETA nicht, von Sea Shepherd nicht, und nicht einmal von Peter Singer!

Dabei sind sie überhaupt keine richtigen TierrechtlerInnen. Nein. Sie wollen nur Reformen und verraten dabei den Veganismus. Ein paar Quadratmeter mehr vor dem Tod, pffff! Der VGT ist das größte Hindernis für die Tierbefreiung.

Und dann wurde das Schloss zum VGT-Materiallager mit Superkleber zerstört. Wer nicht hören will muss fühlen. Irgendwer muss ja etwas gegen diese Leute unternehmen!

Und Tschüss!

An der Kassa eines Supermarktes staune ich nicht schlecht. Da sitzt doch glatt eine von der OFT und zieht gerade ein großes Stück Tierfabriksfleisch über den Counter. Äh, ist ein Supermarkt nicht auch kapitalistisch? „Natürlich“, antwortet sie überzeugt. Aber sie arbeite hier ja nicht freiwillig, wie wir im VGT. Das sei die Realität des Kapitalismus, sie müsse ja Lohnarbeit leisten. Und überhaupt, wenn sie das nicht tut, dann machen es andere. Individueller Boykott ändere da gar nichts.

Einige Zeit später sehe ich den lautesten der OFT mit einem Kuhkäsebrot, fröhlich plaudernd. „Äh, hast Du nicht gerade noch alle verteufelt, die Brokkoli gegessen haben, der mit Tierdünger biologisch angebaut worden ist? Warst Du nicht der puritanischste, abolitionistischste Veganer, für den Vegetarismus reiner Mord ist?“ „Du bist ja ahnungslos“, kam zurück. „Hast Du nicht Marx gelesen? Produktionsverhältnisse und Kapital und so. Individueller Boykott ist irrelevant und wirkungslos.“ „Und kannst Du wirklich solche Produkte essen, angesichts des brutalen Tierleids, das Du selbst gesehen hast? Erinnerst Du Dich nicht an die Milchkälber, am Weg in den Süden?“, gab ich nicht auf. „Papperlapapp. Du denkst bürgerlich moralisch, nicht politisch. Die Befreiung führt über die Überwindung des Kapitalismus. Klassenkampf und so. Da ist es völlig egal, ob ich Fleisch esse.“

Beim nächsten veganen Sommerfest sah ich diesen Mann fröhlich teilnehmen. „Was hast Du hier verloren? Sind wir nicht kapitalistisch, rechts und ahnungslos? Auf wiedersehen.“ Ein überraschter Blick. Was, Ausgrenzung einmal nicht andere durch ihn, sondern plötzlich ist er selbst betroffen? Ja, genau. Und so schnell kann er gar nicht schauen, packe ich ihn am Kragen und schmeiße ihn vom Fest. Dich brauchen wir hier nicht.

Eine gute Strategie. Bald war Ruhe eingekehrt. Die OFT löste sich stillschweigend auf. Die Leute aßen wieder Fleisch und belästigten andere. Wenig später war auch keine Rede mehr vom Marxismus. Stattdessen heiraten, Kinder kriegen, ein gutbezahlter Job.

Doch schon klopft die nächste Generation Pseudolinker an die Tür. Ich denke wir sollten aus der Geschichte lernen und sie gleich hinaus schmeißen. Sollen sich etwas Anderes zum Spielen suchen, bis sie erwachsen werden.

6 thoughts on “Das steinerne Herz der Pseudolinken erweichen – eine kurze Geschichte der OFT

  1. Konrad says:

    Das Problem beginnt ja nicht dort wo jemand meint etwas besser und ganzheitlicher anzugehen, sondern dort wo diese Person beginnt andere, die sich ebenfalls für Fortschritte einsetzen, zu bekämpfen. Andere gezielt zu behindern und zu schädigen anstatt sich einfach selbst auf jene Weise zu engagieren, die wir eben für besser halten, sehe ich hier als das Kernproblem. Eine Person, die sich selbst dabei erwischt andere Aktive zu bekämpfen anstatt selbst ihr Glück mit dem Tierschutz (oder Tierrechten) zu versuchen, sollte meiner Meinung nach inne halten und sich fragen ob das, was sie gerade tut, tatsächlich mehr im Sinne der Tiere bewirkt als ein direktes (vielleicht auch nicht völlig ganzheitliches) Engagement für Tiere. Das Argument, dass jene, die in meinen Augen nicht perfekt sind, schlimmer als jene wären, die völlig ignorant sind, hat mich jedenfalls noch nie überzeugt. Wie kann eine Person, die zumindest anerkennt, dass es ein Problem gibt und Leute zu überzeugen versucht sich dessen anzunehmen, einen negativeren Effekt haben als eine Person, die das Problem unterstützt indem sie es aktiv mit verursacht und leugnet?

    Es erstaunt auch mich, dass tatsächlich meist die besonders Korrekten ihre so edlen Überzeugungungen meist nach wenigen Jahren völlig hinter sich lassen und dann gute Gründe sehen auch das Los der Tierre als nicht mehr relevant für ihre eigenen Handlungen im Alltag anzusehen. Haben sie sich selbst überfordert und haben sie völlig aufgegeben weil sie ihre eigenen Ideale im Alltag nicht realisieren konnten? War das dann wirklich effektiver als ein bleibender Einsatz, der nicht wieder nach kurzer Zeit in eine aktive Teilnahme am Problem (Tierkonsum) umschlägt?

    Ich bin für alle dankbar, die versuchen das Grundprobleem der Tierausbeutung anzugehen. Sie mögen durch Dinge motiviert sein, die mir verrückt oder falsch erscheinen, aber ich denke, dass sie trotzdem einen positiven Einfluss haben können. Nicht alle ticken so, wie ich. Manche brauchen ganz sanfte kleine Schritte, andere brauchen schockierende Fakten – und wieder andere brauchen den sogar physischen Konflikt um das Problem wirklich zu verstehen. Es wäre Verblendung anzunehmen, dass das was mich überzeugt, der einzige Weg ist, auf dem andere überzeugt werden können. Die zu erreichenden Leute sind genauso unterschiedlich wie jene Leute, die sich einsetzen.

    Ich finde eindeutig nicht alle Vorgehensweisen gleich gut oder oft nicht einmal unterstützenswert und mitunter können sie es mir sogar schwerer machen auf meine Art weiter zu kommen, aber ich denke nicht, dass meine Überzeugungen für alle zum Gesetz werden sollten. Auch wenn mir meine Gedanken selbstverständlich einleuchtend erscheinen, so muss ich dennoch anerkennen, dass andere von völlig anderen Gedankengängen und Umständen inspiriert und bewegt werden als ich. Andernfalls falle ich einer selbstüberschätzenden Verblendung anheim, die keine positiven Effekte hat weil ich damit anderen ihr Recht abspreche eigene Wege zu suchen und zu finden.

    Freilich will ich damit nicht behaupten, dass die sachlich kritische Auseinandersetzung über Vorgehensweisen wegfallen sollte. Was ich tatsächlich ablehne sind Schmähungen und Tabus. Wer ein nicht näher begründbraes Tabu braucht, dem fehlen aus meiner Sicht überzeugende sachliche Argumente. Tabus und sozialer Druck sind also für mich eher ein Zeichen der rationalen Schwäche von Standpunkten. Wenn ein Standpunkt nur moralisch begründet werden kann, dann fehlt mir seine ethisch-rationale Grundlage und ich sehe keinerlei Möglichkeit ihn als Konzept ernsthaft in Betracht zu ziehen.

  2. Dominik says:

    Es ist mir in (pseudo) linken Kreisen schon aufgefallen, dass Tierrechte als nicht erstrebenswert erachtet werden. Dabei hat z.B. der ISK um Leonard Nelson, zurecht, sich klar für Tierrechte ausgesprochen (http://tierrechte.blog.de/2011/01/17/leonard-nelson-gerechtigkeit-allerwehrlosesten-10385012/). Dass man den Kapitalismus nur überwinden kann, wenn man auch alle anderen Tiere befreit, sollte eigentlich auf der Hand liegen – aber die meisten „Linken“ wollen dann lieber doch nicht auf Käse- und Wurstsemmel verzichten und sind daher meiner Meinung nach auch keine Sozialisten, sondern einfach nur Opportunisten.

  3. Daniel says:

    wenn etwas falsch läuft beim vgt, ist das nur die borniertheit des obmanns, der einfach prinzipiell keine kritik ernst nimmt, und leute die anderer meinung sind ins lächerliche zieht.

    ich bin einer von vielen menschen, die durch die engagierte arbeit von martin balluch überhaupt erst motiviert wurden, sich ein klein wenig für tierschutz/tierrechte einzusetzen. das wird mir sein (mir erst jetzt bekannter) hass gegenüber jeglichen kritikern nicht austreiben. ich würde es schön finden, wenn er einmal zusammenbringt einen kleinen fehler einzugestehen, aber anscheinend funktioniert das nicht. ich wünsche ihm trotzdem weiterhin viel erfolg mit seiner tierschutzarbeit. (warum rede ich in 3er person von ihm? weil er sowieso seit jahren auf kein kommentar von mir reagiert, weil ich es anscheinend nicht wert bin). ich finde einige sachen was er von sich gibt furchtbar, aber ingesamt ist er immer noch ein vorbild in unserer gesellschaft.

  4. Daniel says:

    falls das alles wirklich so passiert ist…ich wäre auch fassungslos. es würde mein weltbild vielleicht auch etwas ins wanken bringen. aber auch nur etwas. es erklärt zumindest etwas dein allergisches verhalten gegenüber „linken“ kritikern. ich verstehe mich übrigens auch als radikal links, empfinde den vgt aber als sehr engagierten, gesellschaftskritischen verein.

  5. amor says:

    @Daniel, könntest du bitte uns erklären, was du unter „radikal links“ verstehst?
    Und vor allem wo dieses „auch“ passt!
    Die Linke hat sich jedenfalls nie für die Tierrechte interessiert.
    Amor

  6. Daniel says:

    @amor ich verstehe unter radikal links eine politische denkrichtung und praxis, die progressive gesellschaftsveränderungen im sinne der aufklärung anstrebt. linksradikalismus grenzt sich in meinen augen strikt von totalitarismus als form von diktatorischer herrschaft ab (linksextremismus, rechtsextremismus, extremismus der mitte) und wird von mir oft synonym mit anarchismus verwendet, im sinne von ablehnend gegenüber jeglichen illegitimen hierarchen die macht- bzw. ausbeutungsverhältnisse zwischen bewussten lebewesen fördern.

    linksradikalismus ist auch eine politische ideologie die sehr eng mit demokratischen werten verbunden ist, im sinne von menschenrechten, miteinbeziehung der ganzen gesellschaft am politischen diskurs, anstatt einer kleinen elite das entscheidungsmonopol zu überlassen. das problem an unserer momentanen demokratie ist, sie wurde ausgehöhlt und konzerne haben mitlerweile mehr rechte als der souverän (das volk). nicht umsonst wird dieses system oft als plutokratie bezeichnet.

    tierrechte sind u.a. eine radikal linke bzw. anarchistische politische forderung, weil sie ein ausbeutungsverhältnis in frage stellt. eine radikal linke politische forderung wäre auch z.b. eine radikalreform des wirtschaftssystems, damit die wirtschaft dem wohl der allgemeinheit dient, und nichtmehr nur dem zweck des profitstrebens bzw. nur dem wohl der gesellschaftlichen elite. christian felber’s „gemeinwohlökonomie“ fällt mir als bestes beispiel dazu ein.

    weitere radikal linke forderungen sind (auszugsweise und in keiner bestimmten reihenfolge) z.b. ausgiebige vermögenssteuern und erbschaftssteuern, einkommensobergrenzen, ein mitbestimmungsrecht für arbeiter/angestellten in den unternehmen in denen sie beschäftigt sind(demokratisierung von firmen/konzernen) und weitere ausgiebige arbeiter- und angestelltenrechte, bedingungsloses grundeinkommen, eine überarbeitung des bankwesens und aktienmarktes mit strengen vorgaben und starken besteuerungen und regulierungen von nicht-gemeinwohl-fördernden praktiken (finanztransaktionssteuer, zerschlagung von investmentbanken die „too big to fail“ sind, spekulationsverbot auf grundnahrungsmittel, wasser, wohnraum etc.) und auch kritische reflexion über unsere koloniale vergangenheit und kollaboration mit kolonialmächten bei diplomatischen und wirtschaftlichen angelegenheiten.

    arbeiterbewegungen die streiks organisierten und sich ihre rechte (zu anfang des 20ten jahrhunderts noch sehr blutig, weil fabriksbesitzer ständig gewalttätige „streikbrecher“ bezahlt haben) erstritten, sind in meinen augen grundsätzlich linksradikal. genauso denke ich sind antifaschismus, antikapitalismus und feminismus dem linksradikalismus entsprungen bzw. sind linksradikale, gesellschaftskritische ansätze (die zum teil schon von großen teilen der gesellschaft übernommen wurden).

    ich verstehe mich also „auch“ radikal links, wie eventuell die eine person von der martin schreibt, dass sie im supermarkt arbeitet, weil sie ja keine wahl hat. und die angeblich meinen, das boykott ja überhaupt sinnlos ist. ich teile nicht diese ansicht. ich weiss ja garnicht welche ansichten da sonst noch vertreten sind, ich kenne die gruppe nicht, finde es nicht sehr sinnvoll dem vgt kapitalistische absichten zu unterstellen, aber finde es auch nicht sinnvoll menschen vom sommerfest gewaltsam rauszuwerfen, nur weil man deren meinung nicht teilt.

    martin baut irgendein phantom von linken denunziant_Innen auf, weil er angst hat (vorsicht, polemischer vorwurf) jegliche inhaltliche auseinandersetzung mit irgendeiner kritik führt unmittelbar und unweigerlich zum zerfall der gesamten tierrechtsbewegung. ich teile diese paranoide ansicht auch nicht. es gibt sicherlich leute, die aus einem theoretischen elfenbeinturm viel realitäts- bzw. praxisfernes zeugs daherschwafeln, aber nicht jeder mensch der sich irgendwie als „links“ oder „linksradikal“ definiert oder irgendeine kritik äussert ist automatisch ein übler und böser denunziant. solche einfältigen verallgemeinerungen zusammengewürfelt mit aufrufen gewaltsam dagegen vorzugehen („Doch schon klopft die nächste Generation Pseudolinker an die Tür. Ich denke wir sollten aus der Geschichte lernen und sie gleich hinaus schmeißen.“) sind in meinen augen eher kontraproduktiv und führen eher dazu, dass sich weniger aktivisten ehrenamtlich beim VGT engagieren, als wenn jemand darauf hinweist, dass „durch den rost fallen“ eine bedenkliche redewendung ist.

    ich heisse es auf keinen fall gut, das materiallager vom vgt mit superkleber zuzupicken und ich finde es auch nicht sinnvoll, dem vgt vorzuwerfen, dass er sich nicht von allen menschen distanziert, die jemals von linker seite kritisiert wurden. aber vorwürfe wie nacktaktionen seien sexistisch (vorallem wenn die darauf abzielen, mit bestimmten, möglichst dem schönheitsideal entsprechenden weiblichen körpern möglichst viel aufmerksamkeit zu erhaschen) sind in meinen augen nicht völlig aus der luft gegriffen. man kann so eine kritik auch ernst nehmen, und trotzdem anderer meinung sein und respektvoll seine meinung dazu kundtun, ohne die kritik ins lächerliche zu ziehen oder den vorwurf zu erheben, die kritik ist nur dafür da, der tierrechtsbewegung zu schaden. das ist nämlich garkeine inhaltliche auseinandersetzung mit der kritik, sondern einfach nur eine unterstellung von unmoralischen motiven. wäre die kritik nicht zutreffend, wäre eine inhaltliche auseinandersetzung damit der beste weg, sie zu entkräften. den überbringer der kritik anzugreifen bestärkt allerhöchstens den eindruck, die kritik sei zutreffend.

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