Ich ernähre meinen Hund vegan

Eigentlich, hätte ich gedacht, ist das kein besonderer Aufreger: mein Hund lebt vegan. Doch vielleicht stehe ich mit dieser Einschätzung alleine da. Bei öffentlichen Diskussionen, namentlich zuletzt bei einer Podiumsdiskussion über Tierschutz an der Uni für Bodenkultur in Wien, versuchen meine politischen GegnerInnen immer das Thema auf vegane Hundeernährung zu lenken. Offensichtlich meinen sie damit punkten zu können. Ein von Natur aus fleischessendes Tier, wie einen Hund, vegan zu ernähren klingt offenbar absurd. Auf einer Kundgebung in Graz vor einigen Tagen sprach mich ein Passant an, ob ich meinen Hund, den ich bei mir hatte, vegan ernähre. Als ich das bejahte wurde ich angebrüllt, ich sei ein Tierquäler. Also möchte ich diese Einstellung von mir einmal näher begründen.

Zunächst einmal – ich habe das in meinem Buch „Kontinuität von Bewusstsein“ genau ausgeführt – haben in einer Gesellschaft wie der unsrigen, in der wir das Gewaltmonopol an eine Institution delegieren, Mitglieder dieser Gesellschaft meiner Ansicht nach ein Grundrecht auf Leben. Da auch Hunde und Nutztiere mit uns in unserer Gesellschaft leben und diesem Gewaltmonopol unterworfen sind, gilt das auch für sie. Deshalb halte ich es für unmoralisch, meinen Hund mit Fleisch zu füttern, ich kann es nicht verantworten. Dass es ein Gewaltmonopol in der Gesellschaft gibt, bedeutet, dass die natürlichen Kräfteverhältnisse, sozusagen jede Art von natürlichem Gleichgewicht und natürlicher Regulation, ausgeschaltet sind. Wir entscheiden auf dem Reißbrett, wer für wen zu sterben hat oder nicht, und setzen das mit dem Gewaltmonopol, das jedem Individuum an Durchsetzungskraft haushoch überlegen ist, durch. Daher kann hier grundsätzlich kein Recht des Stärkeren gelten, wie außerhalb einer solchen Gesellschaft in der Natur. Mit welcher Begründung sollte also ein Rind für meinen Hund sterben müssen, warum nicht mein Hund für das Rind?

Außerhalb einer Gesellschaft mit Gewaltmonopol, z.B. zwischen Wolf und Reh in der Wildnis, gelten derartige moralische Überlegungen nicht, dort gibt es keine Rechte. Ob da der Wolf ein Reh tötet, um zu überleben, oder umgekehrt, das Reh entkommt und der Wolf verhungert, kann zwar mein Mitgefühl anregen, liegt aber meiner Ansicht nach außerhalb der Moral. Ich bin hier nicht verpflichtet einzugreifen und darauf zu achten, dass keine individuelle Gewalt gegen Unschuldige ausgeübt wird. Das gilt aber, wie gesagt, nicht innerhalb der Gesellschaft mit ihrem Gewaltmonopol, für einen Hund der meiner Verantwortung unterliegt.

Also muss ich mich als nächstes fragen, ob ein Hund ohne Fleisch körperlich gesund bleibt. Es gibt einige vegane Nahrungsmittel für Hunde, die laut Angaben der Herstellerfirmen vollwertig sind. Mein Hund lebt jetzt seit über 4 Jahren vegan und ist dabei körperlich völlig fit. Da es aber, wie mir scheint, keine abgeschlossene wissenschaftliche Lehrmeinung zu dieser Frage gibt, lasse ich immer wieder sein Blut testen. Die letzte dieser Untersuchungen vor wenigen Tagen hat ergeben, dass er völlig gesund ist und überhaupt keinen Mangel an irgendwelchen Vitaminen, Mineralien, Energielieferanten oder sonstigen Nährstoffen hat (siehe Foto unten). Unsere Tierärztin war ganz begeistert! Eine Wissenschaftlerin von der veterinärmedizinischen Uni Wien hat am letzten Tierrechtskongress Anfang Dezember 2011 über vegetarische Hundeernährung referiert und, wie mir schien, im Endergebnis gemeint, dass eine pflanzliche Ernährung für Hunde durchaus gesund möglich ist.

Da ich meinem Hund nur aus rein ethischen Gründen kein Fleisch kaufe, habe ich nichts dagegen, wenn er Aas findet und sich daran gütlich tut. Tatsächlich macht er das oft, zuweilen in der Stadt, aber praktisch täglich auf unseren ausgedehnten Wanderungen in den Bergen. Findet er ein totes Tier, dann lasse ich ihm gerne viel Zeit, oft über 1 Stunde, daran zu essen. So kann er nicht nur möglicherweise fehlende Nährstoffe ergänzen, wie z.B. Kalzium, das er durch das begeisterte Zermahlen von Knochen zu sich nimmt, sondern auch seine etwaige Lust, Fleisch oder Knochen zu essen, befriedigen. Ich gebe zu, dass er tote Tiere mit großer Begeisterung isst.

Bleibt noch die letzte Frage, ob irgendein innerer Antrieb im Hund, Fleisch zu essen, so groß ist, dass er ohne dessen täglicher Befriedigung leidet. Nach bestem Wissen und Gewissen, und nach jahrzehntelanger Erfahrung mit Hunden, kann ich sagen, dass mir das nicht der Fall zu sein scheint. Er isst auch vegane Wurst mit großer Begeisterung, oder Tofu, Seitan, VegaVita Leberkäse und viele andere vegane Fleischalternativen. Abgesehen davon, wie gesagt, findet er mindestens 1 x pro Woche ein totes Tier zum Essen, tendenziell öfter.

Übrigens nehme ich selbstverständlich nur Hunde aus dem Tierheim bei mir auf, kein Hund wird wegen mir gezüchtet. Dadurch bin ich nicht für seine Existenz verantwortlich, sondern lediglich dafür, ihm nach der Aufnahme bei mir ein möglichst gutes Heim zu bieten. Und dazu gehören ein leinenfreies Leben und gut 100 Tage pro Jahr auf Wanderung in den Bergen, aber eben auch eine rein vegane Ernährung bis auf gefundenes Aas. Ich denke, ihm ist dieser Deal schon recht.

65 thoughts on “Ich ernähre meinen Hund vegan

  1. Ps.: Ich vergass – sie bekommt auch regelmäßig Essen, dass bei uns übrig blieb oder wir kochen ihr was 50% Eiweis, 25 % Kohlehydrate und 25 % Gemüse… und dann das Ergänzungsmittel mit den Vitaminen und Mineralien rein…
    Unser Hund ist 12 kg schwer, bekommt 200 – 250 g pro tag und somit sind die Kosten bei rund 1,50 – 2 €, trotz Bio 😉

  2. Unser Hund liebt ebenfalls AmiDog (Linsenmahlzeit) auch vegane Ohren und Knochen (meist aus Reis)… leider hat er aber entdeckt, dass das was hinten bei ihm raus kommt nun immer noch recht lecker ist und sich durchaus als Snack zwischendurch mal eignet…
    Aas gibt es bei uns leider nicht, bei uns in Bayern gibt es die Beerdigungspflicht 😉
    Auch habe ich mir angewöhnt, wenn sie auf andere Menschen zurennt und diese ein wenig verstört drein schaun zu rufen: Keine Angst, sie ist Veganer…
    Meist ändert sich der Gesichtsausdruck von „ich habe Angst“ in „Ach Du arme“… ;-)))

  3. Martin Balluch says:

    @Heidrun: Mein Hund liebt die Maxi Vurst von Vegusto, davon kann er gar nicht genug bekommen. Dazu gebe ich ihm auch Ami Dog für Hunde und manchmal ein Yarrah Feuchtfutter. Ansonsten isst er ein bisschen bei mir mit, also Nudeln, Reis, ein wenig Gemüse und vor allem Tofu bzw. Seitan, und mit gewisser Regelmäßigkeit Aas, das wir beim Wandern finden.

  4. Heidrun says:

    Ein ganz toller Beitrag und wunderschöne Bilder. Ich bin jetzt auch am Überlegen, ob ich meine beiden Hunde vegetarisch ernähren soll, wo ich selbst seit 20 Jahren Vegetarierin bin. Bis jetzt habe ich mich nur noch nicht getraut und ich finde, dass das Feuchtfutter sehr rar ist. Die Meinen fressen es doch so gerne. Vielleicht kannst du mir da ein paar Tipps geben? Das wär schön.
    LG Heidrun

  5. Freak says:

    one love!!Hr. Balluch one love !!

  6. Ralph says:

    Klasse Bericht, danke. Und sehr schöne Fotos – das ist ja traumhaft. Nachdem wir uns vor knapp 1 Jahr von unserer lieben Hündin verabschieden mussten, haben wir uns nun wieder einen Hund angeschafft. Übrigens auch ein Mischling, der aus familiären Gründen abgegeben werden musste und nicht extra gezüchtet wurde… Und da ich auch Veganer bin wird natürlich auch der Hund vegan ernährt. Derzeit bin ich dabei mir viele Informationen anzulesen – Dein Bericht war sehr aufschlussreich.

  7. Rene Strobl says:

    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Bericht.
    Als ich auf vegan umstellte, hab ich viel diskutiert und die Zweifler eines besseren belehrt. Beim Hund werde ich mir die Diskussionen sparen 🙂
    liebe Grüße

  8. Twilly says:

    Die Kommentare geben mir noch anlass zu erwähnen, dass alle die einen anmaulen wie mann denn seinen Hund ach so nicht artgerecht ernähren könne mit ziemlicher Sicherheit mit ihrem eigenen Hund vor einem stehen…und zwar an der Leine… Na?… Wie schön, dass dieser Hund dann diesen kleinervierprozentindustriemassentierhaltungchemikalienabfall so artgerecht erhält, aber leider an der Leine… und scheinbar so frei und wild sein kann der er möchte?! Was für eine kleingeistige Annahme da besser zu handlen als andere. Hunde haben in der Natur auch keine beheizten Häuser zum schlafen gahabt. Hunde sind auch nie in Autos mitgefahren. Hunde sind auch nie zum Friseur gegangen oder haben sich die Ohren in schönere Formen oder den Schwanz weg-/gezüchtet… usw. usw.
    Fazit: Fleisch, welches für unser dekadentes Dasein in wiederlicher Massentierhaltung „hergestellt“ wird, gehört in gar keinen Magen!
    So wird mit einer fleischlosen Ernährung keine Quälerei an Mensch und Tier ausgeübt, sondern ganz klar durch die Kaufentscheidung (oder eben Nichkaufentscheidung) für das Wohl von Mensch und Tier entschieden was man nicht nur unterstützen sollte sondern muss!
    Klasse übrigens, dass schon so viele überhaupt diese Richtung einschlagen und nicht der Masse folgen und auch mal was hinterfragen und ihren Kopf nicht nur zum Shoppen benutzen… Lob an den Blog!

  9. Die ganze Diskussion darum ob unsere Hunde heute Fleisch brauchen und ob deshalb eine Kuh, eine Pute etc. getötet werden soll/muss finde ich absurd. Denn, nehmen wir einmal an, dass der Hund wirklich vom Wolf abstammt und schauen wir uns dann mal an wie Wölfe jagen um ihren Fleischkonsum (den täglichen???) zu decken, dann sehen wir das 1. das Rudel jagt und es dann auf die kranken und schwachen Tiere abgesehen hat. Das ist für die Natur gut, denn der Wolf hat Nahrung und das Rudel der Elche behält die starken, gesunden Tiere. Es wurde bislang aber noch nicht beobachtet, dass ein Rudel Wölfe sich eine Horde Elche hielt und dann nach gut düngen auswählte wer sterben soll. 😉
    2. Es wurde auch beaobachtet, dass Wölfe sehr, sehr oft erfolglos sind in der Jagt und sich dann auch mit ganz anderem „Futter“ zufrieden geben müssen, so z.B. Beeren, Gräser, kleine Nager wie Mäuse aber auch schon mal Aas.
    Wer also seinen Hund unbedingt „Artgerecht“ oder besser „Wolfsgerecht“ halten will, sollte ihm dann auch die Möglichkeit geben. Das reissen der Beute im übrigen, und das damit verbundene wetzen der Zähne am Fell der Beute verhindert Zahnstein. also nicht zum Tierarzt gehen den Hund in Narkose legen und dann den Zahnstein entfernen, sondern in den Stall des Nachbarn gehen und den Hund an der Kuh nagen lassen (das war ein Scherz!)
    Wenn man also herausgefunden hat, das ein Hund, mit einer ausgewogene veganen Ernährung genau alles hat was er braucht, dann sollte man den Hund, weil er eh kein Wolf mehr ist, Fleischlos und damit Tierleidendlos ernähren.
    Unser Hund ist ein kleines Abbild von dem hier gezeigten und lebt sehr gut vegan, wie wir auch!

  10. Martin Balluch says:

    @Vivien Cooksley
    In der Natur gibt es das Recht des Stärkeren, das ist die einzige Ordnung. Allerdings haben wir in unserer Gesellschaft das Recht des Stärkeren abgeschafft und stattdessen ein Gewaltmonopol damit beauftragt, auf Gerechtigkeit zu achten. Da mein Hund nicht außerhalb sondern innerhalb dieser Gesellschaft lebt, stellt sich also nicht die Frage, ob ich stärker bin und daher entscheiden kann, wer für meinen Hund sterben muss, sondern es stellt sich die Frage, was gerecht ist. Und einem Rind gegenüber ist es offensichtlich nicht gerecht, es nur zu töten, weil mein Hund eher dessen Fleisch als eine gesunde vegane Alternative bekommen soll.

  11. Vivien Cooksley says:

    Die Frage warum ein Hund Rind essen soll und nicht das Rind den Hund, ist schon mal absurd…

    Rinder essen von Natur aus kein Fleisch. Hunde schon. Ganz einfach. Es gibt in der Natur auch eine natürliche Ordnung – das ist nicht eine Menschen-erzeugte Sache sondern natürlich von vorn herein vorhanden!

  12. Sandra says:

    @S. Schröder
    Es wäre hilfreich für meinen Verständnisprozess, wenn Sie die Studien, auf die Sie sich beziehen, nennen würden.

  13. S. Schröder says:

    Liz Thunderstrucks Kommentar ist ein Beispiel, wie ein man bei einem so komplexen Thema wie Ernährung nicht argumentieren sollte. Da stellen sich bei mir alle Haare auf. Diese Kausalschlüss, die sie zieht! Meine Güte! Falsch, falsch, falsch! Um über ein solch komplexes Thema sachkundig (!!) zu diskutieren, muss man sich mit wissenschaftlichen Studien auseinandersetzen, sollte man nicht selber vom Fach sein. Und diese Studien zeigen: vegan ernährte Hunden weisen eine bessere Gesundheit auf, insbesondere was Infektionskrankheiten und Krebs betrifft. Korrelationsstudien aus den Staaten zeigen: seit der Verfütterung kommerziell produzierten Hundefutters ist die Krebsrate drastisch gestiegen. Die vergleichsweise schlechteren gesundheitlichen Werte kommerziell gefütterter Hunde mögen allerdings nicht zwangsläufig auf die Fütterung tierischer Bestandteile zurückzuführen sein, sondern an der Minderwertigkeit der verarbeiteten Bestandteile. Aber auch dazu kann man sich wunderbar einlesen.
    Wichtig bei einer veganen Ernährung ist unter anderem die Zufütterung von Zusatzstoffen, insebsondere für dei Verdauung denke ich da an L-Carnitin und Taurin, etc pp. Wie beim Menschen, muss man auf Ausgewogenheit achten. Aber das sollte wohl jeder: Vegan oder nicht.
    Wie Menschen mit ihrem Unwissen und ihrer völligen fachlichen Uninformiertheit herumwedeln müssen hat schon fast eine gewisse unfreiwillige Komik. Sie sprechen einfach nur nach, was sie passiv gelernt haben „Der Hund/der Mensch braucht Fleisch, sonst bekommt er Mangelerscheinungen“. Ejn sinnfreies Mantra. Wenn man das dann hinterfragt, findet man: Nichts. Denn wenn sie sich informiert hätten, wäre sie anderer Meinung.

  14. nina.merkert@gmail.com says:

    Absolut fantastisch geschrieben meine Liebe,genauso ist es!!!! Ich erlebe es ganz genau so, wie fuuurchtbar diese bekloppten Menschen mit Ihrem absoluten Unwissend über etwaige Thematik herumwedeln,das erinnert mich immer wieder ans Mittelalter,nur jetzt ist 2017 u fast schon 2018!!! Doch die Vergan\Nicht Vegan Diskussionen bei Mensch u Hund halten Immer noch!!! Das ist einfach nicht mehr zu glauben!!! Wir müssen uns Eeendlich weiterentwickeln,sonst stirbt diese dumme Menschheit aus!

  15. Lieber Martin Balluch, über die vegane Ernährung Ihres Hundes möchte ich heute in unserer Auslandsdienst-Internet-Konferenz mit Ihnen sprechen. Nachdem ich selbst seit einiger Zeit ohne Fleisch lebe, werde ich es auch für meine Hunde Sunny und Sophie anstreben.
    Herzliche Grüße aus Innsbruck
    Andreas Maislinger

  16. Doris says:

    Ich ernähre meine Hunde seit 1991 vegetarisch/vegan. Lediglich meine Schäferhündin wurde „nur“ 14 Jahre alt (Prognose war nach Anfangszustand 3 Jahre). Die zweite Hündin starb vor nicht langer Zeit mit 16 Jahren; wohlgemerkt außergewöhnlich gut im Fell, fit und bis zum Schluss verspielt. Ich denke, dass eine vollwertige Ernährung aus ökologischem Anbau wichtig ist. Auch mit Hunden aus dem Tierschutz, die ich bis zur Vermittlung bei mir aufnahm, machte ich gute Erfahrungen, auch nach der Weiterbetreuung bis heute. Bei meinen Hunden ließ ich auch vorsorglich immer wieder die Blutwerte beim Tierarzt testen, die entgegen den Bedenken des Tierarztes immer gut und ohne Mangelerscheinungen ausfielen. Im Übrigen wird beim üblichen Tierfutter das Getreide mit allerhand Pestiziden, so auch gegen Pilze behandelt, was wahrscheinlich der Verursacher für die vielen Futterallergien und damit nicht gut für das Tier ist, ganz abgesehen von den sonstigen Produkten, die sich im Hundefutter vereinen. Nach 20 Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass die vegane Ernährung nicht nur Mensch, sondern auch Tier gut bekam.

  17. nina.merkert@gmail.com says:

    Hallo liebe Doris,das ist ja Wahnsinn deine langjährige Erfahrung mit veganer Ernährung deiner Hunde seit so langem schon!!! Kannst du mal genau erklären wie du sie fütterst?? Ich habe auch 2 wunderbare Riesen aus den Tötungsstationen in Spanien,die ich nun auf das Veggidog Futter umgewöhne,is eigentlich gar nicht schwierig,denn sie lieben es!! Und es sind nur hoch qualitative Inhaltsstoffe drin!! Soweit ich das beurteilen kann!! Mein einer Riese hat erhöhte Nierenwerte,desshalb verspreche ich mir auch viel von dem pflanzlichen Eiweiss im Futter u hoffe sehr dass damit der Nierernwert wieder erholt!!
    LG

  18. Leni says:

    @ Ricky

    Hast du die Hund denn eigentlich schon umgestellt auf die vegane Ernährung? Und was hast du festgestellt bzgl. der Leishmaniose?

  19. Leni says:

    @ Ricky

    Hallo Ricky, bei unserem Eddie wurde auch Leishmaniose festgestellt, nachdem ich es selbst diagnostiziert habe 🙁

    Wir haben ihn aus dem Tierheim und haben ihn direkt auf überwiegend vegane Ernährung umgestellt. Er hatte damals eine schuppige Haut, stumpfes Fell und eine leichte Brille um die Augen. Damals wussten wir noch nicht was das ist. Aber bei uns und während der veganen Ernährung hat sich das Fell sehr gut verbessert, er hat sich fast nicht mehr gekratzt, der Durchfall ist besser geworden und er hatte keine Blähungen mehr. Nun hat er leider einen Ausbruch der LM erlebt (ausgelöst durch einen Bissüberfall=Stress). Wir haben anfangs mit Abneigung gegens Wassertrinken zu tun gehabt, und haben ihm deshalb selbstgekochte Fleischbrühe gegeben, aber er nimmt das Wasser auch wieder an und nach dem Tip hier mit der Vegusto Wurst bin ich wieder sehr zuversichtlich.

    Wir haben Eddie seit Ende Dezember 2012 und werden schauen wie sich die vegane Kost auf die LM auswirkt. Ich erwarte auch eher eine positive Entwicklung. Außerdem behandeln wir ihn homöopathisch und haben noch kein Allopurinol gegeben. Es ging ihm wirklich schlecht, aber als wir rausgefunden haben was er hat, da ging es ihm langsam besser.

    Viele Grüße

    Leni

  20. Ricky says:

    Hat jemand Erfahrung mit der veganen Fütterung von Hunden mit Leishmaniose?
    Ich habe hier 3 große Hunde (2 Altdeutsche Hütehunde, 1 Malamute) und denke darüber nach sie vegan zu ernähren. Sie sind alle bereits älter, 10, 11 und 12 Jahre alt. Der Malamute leidet an Leishmaniose. Allerdings habe ich eher das Gefühl, dass weniger Fleisch da sowieso besser ist. Barf war der totale Reinfall. Roher Fisch löst bei dem Malamute einen sofortigen Schub aus durch die entahtenen Purine. Hat mir auch kein TA gesagt, musste ich leider erst selber rausfinden. Gibt es Probleme, wenn man ältere Tiere umstellt? Sie lieben Obst und Gemüse, das bekommen sie immer dazu. Auch Nudeln, Reis wird alles gerne gefressen. Als Trofu füttere ich momentan Canis Alpha und vermische es mit Bozita-Dosenfutter. Da ich aber vegan lebe hat sich natürlich die Frage auch bei der Hundefütterung gestellt. Kochen für die Hunde kann ich nicht unbedingt ausführen aus zeitlichen Gründen.

    Also:

    1. Ältere Tiere umstellen kein Problem?
    2. Hund mit Leishmaniose?
    3. Welches Fertigfutter ist wirklich zu empfehlen und wie steht es mit dem vielen Soja?

    Vielen Dank,
    Ricky

  21. Sandra says:

    Danke!
    Einen Bluttest werden wir demnächst sowieso machen lassen, da sie im Tierheim positiv auf Anaplasmose getestet wurde. Ich backe ihr auch häufig Hundekekse und gebe etwas Vegeyeast und Vegedog zu. Übrigens sieht unsere Hündin deinem Hund sehr ähnlich.

  22. Administrator says:

    @Sandra
    Ich würde mich jetzt einmal nicht einschüchtern lassen. Erstens denke ich, dass Dir Dein Hund schon sagen wird, ob er mehr will oder nicht. Bis auf meinen jetzigen haben alle meine bisherigen Hunde genauso viel essen wollen, wie sie gebraucht haben. Mein jetziger Hund isst etwas zu viel, trotz der vielen Bewegung. Ich gebe ihm eine Drittel Vegusto Wurst und 3 Hände voll AmiDog und vielleicht noch ein bissel davon, was ich esse, pro Tag.
    Wenn Du unsicher bist, könntest Du ja einen Bluttest machen lassen. Ich habe das jetzt schon mehrmals gemacht und die Resultate waren immer super. Da gewinnt man schon ein Vertrauen, dass die vegane Ernährung für meinen Hund ausreichend und gesund ist.

  23. Sandra says:

    Hallo Martin,

    wir haben letztes Jahr im Dezember eine Hündin aus einem nahegelegenen Tierheim bei uns aufgenommen. Auf anraten des Tierheims, da wir bisher noch nie mit einem Hund zusammengelebt haben, baten wir eine Hundetrainerin um Unterstützung. Nun verbringen wir Stunde um Stunde damit uns mehr als kritische Kommentare über die Ernährung der Hündin anzuhören. Unsere Hündin ist quasi nie alleine (vielleicht eine Stunde in der Woche), wir nehmen sie überall hin mit, sie schläft bei uns im Schlafzimmer, sind jeden Tag 3-12 Stunden draußen, wandern viel, beschäftigen uns drinnen viel mit ihr (spielen, toben, kuscheln), wir machen uns viele Gedanken um ihre Ernährung, haben uns lange informiert über ihren Nährstoffbedarf… dann werden wir als Tierquäler beschimpft und bekommen kaum die Möglichkeit uns zu erklären. Die mit uns zusammenlebende Hündin liebt die Vegusto und Vegourmet Würste, da hüpft die wählerische Madame durchs Zimmer vor Freude, die Yarrah Bröckchen isst sie auch total gern. Zusätzlich bekommt sie entweder das Benevo Dog Organic BIO oder das Ami Dog Trockenfutter, wobei sie das „nur“ frisst, wenn sie hungrig ist oder eingeweicht als Zulage zu den Würsten. „Menschen- „Nahrung findet sie nicht so spannend (außer sie liegt draußen auf der Straße). Vegane Kauknochen, Stangen, selbstgebackene Hundekekse und „Ohren“ zwischendurch kommen auch super an. Ich bin mir sehr sicher, dass sie mit ihrem Futter zumindest ziemlich zufrieden ist.

    Wie viel frisst dein Hund denn ungefähr zusätzlich zur der Wurst? Wir sind uns da immer sehr unsicher, ob der Menge, die sie braucht. Nassfutter hat ja doch eine geringere Dichte, als Trockenfutter.

    liebe Grüße
    sandra

  24. Emmi says:

    Find ich auch toll sowas. ich frage mich immer, wie leute hunde bemitleiden, die doch offensichtlich gesund und zufrieden sind. viele passanten bewundern immer wieder, wie sehr doch das Fell von meinem Hund glänze und wie freundlich sie sei. Ich traue mich eigentlich schon gar nicht mehr, zu erzählen, dass sie vegetarisch lebt. Aber ganz selten sage ich es dann doch. Obwohl diese Leute im letzten Augenblick noch ihre Gesundheit bewundert hat, fangen sie an laut zu schimpfen, dass das nicht gehen würde, denn Hunde bräuchten Fleisch.
    Ich meine: Wieso können die nicht eins und eins zusammenzählen, dass sie ein besonders glänzendes Fell hat, weil sie so gesund ernährt wird? Das liegt doch auf der Hand. Aber die Abneigung gegen vegetarische hunde ist so groß, dass die Menschen plötzlich nicht mehr analytisch denken können… sehr seltsam oder? es freut mich dass es doch einige gibt, die so denken wie ich 🙂 liebe Grüße Emmi

  25. Meine Hündin habe ich vor dem sicheren Tod in ihrer Heimat gerettet. Rasse „Rumänischer Straßenhund“ 😉 Ich habe sie im Feb. 2011 persönlich aus Bukarest abgeholt und ernähre sie seit fast einem Jahr biovegan. Erstens möchte ich die Massentierhaltung mit dem Kauf von industriell hergestelltem Hundefutter nicht unterstützen und zweitens wäre dieses Futter für meinen tollen Hund ohnehin gar nicht gut genug! 🙂 Nur Abfälle und Chemie drin! Sie ist gesund und munter und freut sich ihres Lebens – mehr wollte ich nicht! Danke Martin für diesen super Artikel und die Fotos, die einen sehr glücklichen Hund zeigen, der es wohl kaum besser treffen konnte! Liebe Grüße, BioBella

  26. Administrator says:

    @Anna:
    Mein Hund ist sehr heikel, was er isst und was nicht. Er isst zwar gerne viel, und wenn wir spazieren gehen, dann verschlingt er die unmöglichsten Dinge wie Taschentücher, aber in der Futterschüssel ist er heikel.
    Er liebt die vegane Vegusto Wurst über alles. Das ist seine Hauptmahlzeit. Dazu biete ich ihm immer Ami Dog, aber das isst er nicht so wirklich begeistert, aber doch täglich etwas davon. Zusätzlich isst er noch mit mir mit, also Tofu, anderen Fleischersatz, Reis, Nudeln und ein kleines bisschen Gemüse und ein ganz kleines bisschen Obst.

    Die Hauptnahrung für ihn ist aber Vegusto. Er isst eine solche Hundewurst in 3 Tagen.

  27. Anna says:

    Ich habe mich gerade erst entschieden meinen neuen Hund vegan zu ernähren.
    Ich habe unglaublich viel Contra erhalten, wurde als Tierquälerin beschimpft (Die Ironie muss man sich mal vor Augen halten) und kam aus dem Diskutieren und Argumentieren nicht mehr raus. Beziehungsweise hänge immer noch drin!
    Dein Artikel hat mir Mut und Bestätigung gegeben in meiner Entscheidung 🙂

    Magst du vielleicht mal erklären wie genau du deinen Hund vegan ernährst? Denn auch da gibt es ja Unterschiede! Würde mir sehr helfen!

  28. Joggl says:

    man sollte auch erwähnen, dass in gewöhnlichem hundefutter nur ein verschwindend geringer anteil an fleisch drin ist (meist um die 4%). der rest besteht oft aus extrahierten pflanzenproteinen (man könnte auch seitan dazu sagen 😉 )
    denjenigen, die nun behaupten ihrem hund dieses „essentiel wichtige erlebnis“ des fleischessen nicht vorenthalten zu wollen, könnte man also leicht sagen, dass es auf diese 4% auch nicht mehr ankommt
    (bei katzenfutter übrigens das selbe)

  29. Liz Thunderstruck says:

    Wie ich schon befürchtet hatte, sind Fanatiker vernünftigen Argumenten nicht zugänglich. In diesen Sinne verlasse ich diese sinnlose Diskussion mit dem Wunsch, dass eure Tiere nicht zu Schaden kommen mögen, wie auch immer sie ernährt werden, denn darum geht es ja im Wesentlichen.
    Guten Abend, Liz

  30. Tina says:

    Hallo Mahela,

    lebt dein Kater in der Wohnung oder hat er auch Freigang?

  31. Mahela Schmidt says:

    Unsere Hunde werden inzwischen seit 18 Jahren vegan ernährt und haben nie irgendetwas gehabt, was auf einen Mangel zurückzuführen ist. Auch mein Kater lebt seit 8 Jahren vegan mit Amicat. Die Blutwerte checke ich regelmäßig. Alles in bester Ordnung.
    Es ist also nur zu unterstützen 🙂

  32. Administrator says:

    Ein paar Kommentare:

    1) Ich habe jetzt noch einen weiteren Teil des Bluttests oben als Foto reingestellt, der nämlich die Organe betrifft. Das erste Blatt war nicht alles.

    2) Wenn ich davon schreibe, dass mein Hund Aas isst, dann handelt es sich dabei meistens nur mehr um Knochen, also wenig Substanz. Er bricht sie auf, leckt das Knochenmark und, wenn er genug Zeit hat, zermahlt die einzelnen Knochen und schluckt sie. Oft handelt es sich um Reh- oder Gemsköpfe, von denen er seltsamerweise gerne die Zähne isst.

    3) Ich habe hier nicht eine Anleitung geben wollen, wie man vegan mit seinem Hund leben soll. Ich habe dargestellt, wie und warum ich es so mache, und dass es offenbar gut funktioniert. Aas findet ein Hund mit seiner Nase im Wald ziemlich oft, das dürfte sehr häufig sein. Im städtischen Bereich handelt es sich meistens um Tiere, die von Autos totgefahren wurden. Mein Eindruck ist aber, dass es rein ernährungsphysiologisch auch ohne Aas ginge. Nur, in der Art wie mein Hund und ich zusammenleben, könnte ich ihn beim besten Willen nicht daran hindern, Aas zu finden und zumindest reinzubeissen.

    4) Das Argument, wenn mein Hund Aas isst, nimmt er Wildtieren etwas weg, finde ich eigenartig. Deshalb soll ich ein friedliches, unschuldiges Tier töten lassen, indem ich Fleischnahrung kaufe? Ich sammle auch gerne Pilze und Beeren im Wald. Nehme ich da nicht auch den Tieren etwas weg? Bei Abwägung der Umstände halte ich das Verzehren von Aas in der Wildnis für moralisch vertretbar.

    5) Die Hunde, die ich bei mir aufnehme, stammen immer aus dem Tierheim. Dort müssen viele Hunde leben, die einen Platz suchen. Die meisten bekommen nie einen. Wenn ich einem Hund aus dem Tierheim einen veganen Platz anbiete, dann helfe ich diesem Tier also, aus dem Tierheim zu kommen und wieder ins Leben integriert zu werden. Ich denke das ist für alle Beteiligten eine positive Sache. Mein jetziger Hund lebt, soweit ich das abschätzen kann, unvergleichbar viel lieber vegan bei mir als weiterhin im Tierheim. Wenn ich also gefragt werde, ob ich aus Allmachtsfantasie mit einem Hund zusammenlebe, dann antworte ich: nein, sondern aus Mitleid.

    6) Bei Hunden, die in meiner Verantwortung in dieser Gesellschaft mit Gewaltmonopol mit mir zusammenleben, versuche ich zu verhindern, dass sie andere Tiere verletzen oder jagen. Mein Hund geht zwar gerne auf die Fährte von Huftieren – er hat eine Bracke, also einen Jagdhund, im Blut – aber er kommt immer innerhalb von 10-20 Sekunden zurück zu mir. Kleinere Tiere ab Hasengröße könnte er durchaus jagen, ich habe aber noch nie gesehen, dass er ein solches Tier getötet hätte. Ausnahme bilden Mäuse und Lemminge, von denen er tatsächlich schon einige getötet hat, aber nicht nach einer Jagd, sondern nach einem unvermittelten Sprung. Das wäre nur unter einem sehr großen Aufwand zu verhindern, so leid es mir tut.

    Alles in allem bin ich davon überzeugt, dass sich mein Hund wohlfühlt, auch wenn er von mir nur veganes Essen bekommt. Wenn es objektivierbare Symptome gibt, an denen ich erkennen könnte, dass dem nicht so ist, dann bitte ich solche zu nennen, ich werde sie mir möglichst unvoreingenommen ansehen. Wenn mein Hund leidet, dann daran, dass ich unter der Woche dauernd arbeite und er zu wenig in die Wildnis kommt.

  33. Andrea says:

    ad Liz: „Warum nehme ich mir als Veganer ein fleischfressendes Raubtier“?

    Ich lebe seit einiger Zeit auch vegan. Allerdings war der Hund VOR meiner Ernährungsumstellung da. Ihn aufgrund meines geänderten Essverhaltens ins Tierheim abzuschieben würde vmtl. auch deinen Geschmack nicht treffen, oder? Anmerken möchte ich, dass ich sowohl Raub- (Katzen, Hund) als auch Flucht- (Pferd), sowie Nagetiere (Chinchillas) ernähre. Bei den „Raubtieren“ komme ich natürlich beim Füttern in einen Gewissenskonflikt. Zum einen, weil ich nicht will, dass die Tiere, die mit mir leben Reste aus der Massentierhaltung fressen müssen und zum anderen, weil mir besagte Tiere aus Massentierhaltung leid tun. Ich bin daher auch stark am überlegen, zumindest meinen Hund vegetarisch/vegan zu ernähren.
    Im Übrigen kann die unsensibel formulierte Frage, warum man sich ein „Raubtier“ hält nur jemand stellen, der das bereichernde Zusammenleben mit einem wunderbaren Wesen, wie es der Hund ist, noch nie genossen hat.

  34. Tina says:

    @Liz
    „Ist Denken vor dem Handeln komplett aus der Mode gekommen?
    Oder ist es die Allmachtsphantasie des Menschen, der unbedingt wider der Natur um jeden Preis seinen Willen durchsetzen muss, um zu beweisen, dass alles machbar ist, unabhängig von natürlichen Gegebenheiten?“

    Ist ein Mindestmaß an Umgangsformen schon komplett aus der Mode gekommen?

    @Larifari

    Bei Katzen ist im Gegensatz zu Hunden mehr Vorsicht geboten bzgl. veganer Ernährung – hat übrigends u.a. auch die o.g. Wissenschaftlerin am TRK bestätigt. Kommt auch drauf an ob die Katze raus darf. In jedem Fall gut informieren!

  35. Liz Thunderstruck says:

    ‎1. Wenn Herr Balluchs Hund (so oft, regelmäßig!) Aas frisst ist es keine vollkommen vegane Ernährung
    2. Da es keine rein vegane Ernährung ist, verlieren auch die Blutwerte in Hinsicht auf rein vegane Ernährung von Hunden ihre Aussagekraft
    3. Vega Vita Vleisch-Leberkäse (vegan) an einen Hund zu verfüttern halte ich für einen groben Unsinn, da dieser sehr scharf gewürzt und mariniert ist
    4. Wie realistisch ist es, dass Otto Normalverbraucher jede Woche die Zeit aufbringt mit seinem Hund Aas suchen zu gehen?
    5. Der Hund ist ein Raubtier und der Organismus eines solchen ist nun einmal haupsächlich auf Fleischkonsum ausgerichtet, dh. weder vollkommen vegane noch vegetarische Ernährung wären artgerecht
    6. Das Aas, welches Balluchs Hund anderen Aasfressern wegfrisst, könnte genauso zum Hungertod der Wildtiere führen, welche darauf als Nahrungsquelle angewiesen sind um zu Überleben.
    7. Warum bitte nehme ich mir als Veganer ein fleischfressendes Raubtier? Wie wärs statt dessen mit einem Karnickel, Meerschwein, Schaf, Ziege, Esel, Pferd? Ist Denken vor dem Handeln komplett aus der Mode gekommen?
    Oder ist es die Allmachtsphantasie des Menschen, der unbedingt wider der Natur um jeden Preis seinen Willen durchsetzen muss, um zu beweisen, dass alles machbar ist, unabhängig von natürlichen Gegebenheiten?

    Intelligentes Denken, kritisches Hinterfragen und die Anwendung einfacher Logik/des Hausverstandes scheinen ein vergessenes Relikt längst vergangener Zeiten, wie Anhand dieses Artikels wieder einmal bewiesen wurde.

  36. Larifari says:

    Der Artikel sagt im Prinzip alles, was nötig ist, um jenen verallgemeinernden Vorwurf zu entkräften. Ich freue mich, stets weitere Erfahrungsberichte zu lesen. Diese sind letztlich die beste Überzeugungsgrundlage.

    Darüber hinaus ist es leicht aufzuschreien; die Hürde ist nur sehr gering und man muss sich wohl stets auf derartige Reaktionen einstellen.

    Ich hoffe, bald auch die finanziellen Mittel aufbringen zu können, um zumindest einen veganen Versuch mit den beiden Katzendamen hier zu wagen.

  37. Humili says:

    Hallo Martin!

    Wenn du deinen Hund frei ohne Leine in der Natur umherstreunen lässt, jagt er dann nicht Tiere wie Mäuse, Hasen etc.? Wie stehst du dazu?

  38. Lizzy says:

    Hallo,
    das klingt alles sehr interessant,und schön das der Hund medizinisch überwacht wird und scheinbar (derzeit) keine Mangelerscheinungen hat. Ich selbst lebe seit 18 Jahren vegetarisch und stelle seit einem halben Jahr nach und nach auf ganz vegan um. Allerdings käme ich nie auf die Idee meine Hunde oder Katzen vegan zu ernähren. Wenn man Tiere hält sollte man sie so naturnah wie möglich halten. Einer Kornnatter kann ich auch kein vegetarisches Nugget anbieten. Wenn man ein so großes Problem hat mit fleischfressenden Tieren würde ich einfach Tiere halten die von natur aus nur Grünzeug fressen. Man muss seinem Hund auch nicht die üblichen Hundefuttersorten kaufen die sowieso meist nur Müll sind da sie fast alle Getreide enthalten. Der Hundedarm kann Getreide nicht verwerten und es benötigt viel Chemie im Hundefutter damit das überwiegende Getreide nicht zu Durchfällen führt. Ein richtiges Hundefutter ist absolut ohne Getreide und besteht zu ca 60-70% aus Fleisch. Es gibt immer mehr Biofutter und wenn man sich ganz sicher sein will wo das Fleisch her kommt dann kauft man eben beim nächsten Bauern seiner Wahl und barft seinen Hund was natürlich am besten ist und der Natur am nähesten kommt. Ich finde es wirklich toll das immer mehr Menschen vegetarisch/vegan leben,aber so eine Entscheidung sollte man nicht für seine Haustiere treffen denn die würden sich freiwillig ganz bestimmt nicht dafür entscheiden. Übrigens fressen überwiegend Hunde die etwas auszugleichen haben draussen Aas oder Kot ;0)
    LG

  39. Conny says:

    Super Martin ,steh dazu -ich auch . Habe aber lange mit mir selber rumgemacht ,soll ich oder nicht ??? Ohje ist das gut
    für meinen Hund ???
    Mir haben Liebe Menschen geholfen von einer Bekannten Seite ,die habe ich immer wieder mit meine Frage gelöchert ,und sie haben mir gute Tips gegeben .Und nun frisst mein Hund über
    2 Monate Vegan ,das Fell ist besser
    er juckt sich nicht mehr ,und hat keine Blähungen
    . Ich wollte letzte Woche das Futter beim Bioladen kaufen
    aber man staune es war ausverkauft ,musste nachbestellt werden . Und ich bin überzeugt es tut meinem Hund gut .
    Hätte ich das gewusst ,ich hätt meinen Hund schon viel länger Vegan ernährt. Vielen Dank für Deinen Beitrag
    und alles Gute für Euch
    von Conny

  40. Caro says:

    Also wirklich Auskunft können diese Blutwerte ja nicht geben, weil er ja trotzdem noch Fleisch isst. Auch in der Wildnis isst ein Wolf gar nicht so viel Fleisch, so oft kommt er da nämlich nicht dran. (klar wenn sie mal ein Reh oder ähnliches schlagen, dann hauen sie sich ordentlich die Bäuche voll). Oft futtern die einfach nur pflanzliches.

  41. moja says:

    danke für den Bericht…
    füttere mein Hunde auch vegan… AMIDOG..
    sie fressen es total gerne u. haben ein wunderbares Fellkleid bekommen…
    auch Blähungen sind vollkommen “ verflogen“
    beim tierarzt waren wir schon ewig nicht mehr !

  42. Kristin says:

    Auch ich ernähre meine Hümdin seit einem Jahr vegan. Sie sieht seitdem super aus. Jegliches Futter mit Fleischanteil hat sie spätestens nach 2 Wochen nur noch lustlos verzehrt, wurde immer dünner…sie aß nur das Nötigste. Jetzt ist sie wieder fit…Leider kann man das kaum jemanden mitteilen, da dann nur schlechte Stimmung und totales Unverständnis aufkommt. Daher freue ich mich, wenn immer mehr solcher Artikel zur Aufklärung erscheinen. Eine Frage noch: überprüfst du das Aas vorher oder lässt du den Hundentscheiden, ob es noch ok (also gesund essbar) ist? Ich hatte da bisher meine Bedenken (das Tier könnte ja an einer Krankheit gestorben sein…).

  43. Sandra says:

    Ich finds super, dass du vegan fütterst – du stehst mit deiner Meinung absolut nicht alleine da!

    Unser Hund wird auch vegan ernährt und zwar mit fast nur selbst gekochtem. Seine Blutwerte sind super, obwohl er schätzungweise 10 Jaher alt ist. Bei selbstgekochtem veganen Futter muss man darauf achten dass es nicht zu basisch ist bzw der Hund nicht zu basisch wird, ansonsten alles super 🙂 Er frisst alles gut und gerne, klar liebt er Fleisch trotzdem. Und wenn er es wo findet, frisst er es. Vegane Ersatzsachen frisst er aber genauso gierig 🙂

    Wieso einen Hund aus der Tötungsstation retten und ein Schwein für ihn schlachten lassen?

  44. Susanne Weber says:

    Wenn man diese Bilder sieht, kann man ja nur davon überzeugt sein, dass dieser arme Hund ein grauenvolles Dasein fristen muss, wovon viele seiner Artgenossen leider wohl nur träumen können.
    Wie Tamara schon schreibt, das belastete Hundefutter macht mir auch schon länger Gedanken und ich lebe mittlerweile gesünder als unsere Hunde. Danke für diesen Beitrag!

  45. Mascha says:

    Hallo,
    finde ich super! ich lebe auch vegan und hab viel drüber nachgedacht, meinen Hund auch vegan zu ernähren, habe auch eine kleine Hausarbeit über das Thema geschrieben und dadurch einige Bücher durchgeschaut, teilweise generell zur Ernährung des Hundes, teilweise über vegane/vegetarische Ernährung. So wie der menschliche Organismus auf tierische Eiweiße nciht angewiesen ist, ist es auch beim Hund möglich. Leider werden bei dem Thema schnell Gegenstimmen laut, die zwar keine Argumente und kein Fachwissen haben, dafür aber einiges an Vorwürfen. Schade! Da meine Kleine noch nciht ausgewachsen ist, traue ich mir den Versuch noch nicht zu (hauptsächlich wohl wegen der besagten Gegenstimmen..), aber ich behalte das ganze auf jeden Fall im Hinterkopf.

  46. Matthias says:

    Hallo, Martin!
    Wir haben Deinen Eintrag auf Facebook veröffentlicht.
    Hier siehst Du unser Posting und die Diskussion dazu:

    https://www.facebook.com/kochenohneknochen/posts/336903479706320

    Viele Grüße und dankeschön!
    Matthias (Co-Admin der FB-Seite von KoK)

  47. Nina says:

    *gefälltmir* „anders sein“ ist in unserer gesellschaft leider unbequem. respekt denen, die es trotzem machen!

  48. Erik Zeus says:

    Wäre interessant zu wissen wieviele der Kritiker überhaupt in der Lage/Willens wären einem Tier ein dermaßen tolles Leben zu gönnen :>

    Hübsche Bilder übrigens 🙂

  49. Tamara Mittermayr says:

    Vielen Dank für diesen aufschlußreichen Kommentar. Es bewegt mich schon länger, auch meine Hündin auf vegetarische oder vegane Kost umzustellen. Allein das massiv belastete Industriehundefutter stoßt mir auf. Werde jetzt wirklich langsam umstellen und das Selbsgekochte auf 1/3 reduzieren und den Rest vegan ergänzen!

  50. Tina says:

    Danke für die ganzen tollen Bilder! 🙂
    Find ich übrigends super, dass du Blut abnehmen lässt und die Ergebnisse zur Verfügung stellst – willst du nicht in nächster Zeit ein paar Katzen aufnehmen 😉

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