Alfons Mensdorff-Pouilly

Gatterjagd: das Märchen von der Gattergröße

Die SPÖ will die Gatterjagd im Burgenland wieder erlauben. Entgegen anderslautender Meldungen aus manchen Medien, wie z.B. der Kronenzeitung, ist die SPÖ weiterhin voll auf Kurs. Die Gatterjagd soll wieder erlaubt, § 170 (3) des Jagdgesetzes ersatzlos gestrichen werden. Dieser Paragraph verpflichtet alle Betreiber_innen bestehender Jagdgatter diese bis 1. Februar 2023 aufzulösen. Ab dann wird es im Burgenland keine Gatterjagd mehr geben. Oder hätte es keine mehr gegeben, wenn es nach dem Willen der SPÖ geht, die sie ja weiterhin bestehen lassen will.

Mangels Argumenten soll die Behauptung beeindrucken, die Gatter seien ja x Fussballfelder groß. Klingt das nach viel? Für eine Treibjagd, die 6-8 Stunden dauert? Betrachten wir ein nach dieser Diktion „großes“ Jagdgatter, jenes von Mensdorff-Pouilly in Bildein. Hier ein Satellitenbild:

Das Gatter ist ungefähr das rot umrandete Gebiet. Die inneren Umrandungen sind alles Untergatter, also ebenfalls abgezäunte Bereiche, die den Tieren entsprechend gar nicht zur Verfügung stehen.

Auf Feldwegen, die das Gatter durchschneiden, sieht man von einem Zaun zum anderen. Also nur wenn Bäume die Sicht verstellen, sieht man den Zaun nicht. Man stelle sich also vor, man ist Opfer einer Treibjagd in diesem Gatter. Natürlich kennt man die Gegebenheiten, kein Wildtier ist so doof, das eigene Revier nicht zu kennen. Die Tiere wissen also ganz genau, wo der nächste Zaun ist. Und jetzt kommt eine schreiende Treiberkolonne, ballern die Leute von den Hochständen. Wohin flüchten? Zum Zaun, weil dort wenigstens von einer Hälfte keine Schüsse und keine Gefahren drohen. Richtig: bei der Gatterjagd drängen sich die Tiere in gemischten Artengruppen, also z.B. Damhirsche und Wildschweine gemeinsam, den Gatterzaun entlang.

So groß sei das Gatter! Wenn ein Rothirsch an einem Punkt in diesem Gatter steht, der in allen Richtungen am weitesten von allen Zäunen entfernt ist, dann beträgt diese Distanz maximal 500 m. Viel? Ein Rothirsch rennt 67 km/h. Wird er also an diesem zaunfernsten Punkt in Todesangst versetzt und rennt Richtung Zaun, dann knallt er spätestens nach 26 (!) Sekunden in diesen hinein. In Worten: sechsundzwanzig Sekunden! Soll das groß sein? Für ein Wesen mit der Schnelligkeit der Wildtiere, die dort bejagt werden, sind die Distanzen in einem Jagdgatter absolut minimal. Noch dazu hat ein Rothirsch ein Revier von etwa 16.000 ha. Kein einziges Jagdgatter ist auch nur ansatzweise so groß.

Den Betreiber:innen von Jagdgattern ist deren Größe nicht wichtig. Die Dichte an Tieren darin, die ist wichtig. Man will, erstens, dass es möglichst viele männliche Tiere mit großen Trophäen gibt. Man will, zweitens, dass diese nicht ins Nachbarrevier abwandern, wenn man sie schon so mühsam herangezüchtet hat. Und man will, drittens, dass die Jagdgäste nach möglichst kurzer Zeit die kapitalen Trophäenträger vor die Flinte bekommen, die sie bestellt haben. Sonst kommen diese Kund:innen nicht mehr.

Man könnte Jagdgatter also ad absurdum führen, wenn man ihnen vorschreibt, dass die Wilddichte innen nicht diejenige außen übersteigen darf. Dann würden die Zäune obsolet. Was die SPÖ als Kompensation für die Aufhebung des Gatterjagdverbots anbietet, ist dagegen nur Makulatur. Lassen wir also § 170 (3) einfach bestehen und diese anachronistische Barbarei findet ihr Ende.

Anzeige gegen Mensdorff-Pouilly Gatterjagd: kein Coronaschutz

Am 7. November 2020 fand bei Mensdorff-Pouilly wieder einmal eine Gatterjagd statt. Mitten in der Coronakrise ballert eine Jagdgesellschaft ohne Mund-Nasen-Schutz in großer Gruppe fröhlich „im Bordell“. Es war eine Treibjagd. Stundenlang wurden die Tiere im Gatter hin und her gehetzt, bis alle Jagdgäste ihren Spaß gehabt haben. Nur für die Tiere war es wieder einmal die Hölle – dank der SPÖ, die das Gatterjagdverbot aufheben will.

Wir haben wieder Anzeige gegen Mensdorff-Pouilly erstattet. Diesmal weil die Coronaschutzmaßnahmen ignoriert worden sind. Übrigens: die Jägerschaft sah uns, kam sogar ganz nahe, um uns zu filmen, was „leider“ durch den Mund-Nasen-Schutz, den alle Tierschützer:innen natürlich trugen, nicht zur Identifikation der Menschen führen wird, rief aber nicht die Polizei. Als Doskozil noch Landespolizeikommandant war, wurden die Straßen gesperrt, um die Tierschützer:innen davon abzuhalten, am Gatterzaun zu stehen und zu filmen. Heute stehen wieder Tierschützer:innen da, aber man ruft nicht einmal mehr die Polizei. So gefährlich, wie damals behauptet, können wir also doch nicht sein!

Hier die Anzeige:

Anzeige gegen Mensdorff-Pouilly: Waldverwüstung im Jagdgatter

Die SPÖ-Landesregierung im Burgenland will das Gatterjagdverbot aufheben und die Gatterjagd wieder erlauben. Begründung wird keine genannt, aber man versucht die Proteste dadurch zu kalmieren, dass man davon spricht, die Treibjagd im Gatter zu verbieten. Dann sei doch alles ok, oder?

Das kann nur jemand sagen, der entweder nichts von diesen Dingen weiß oder dem die Natur egal ist. Jagdgatter zeichnen sich dadurch aus, dass sie umzäunt sind, und dass daher Wildtiere nicht ein- und aus wechseln können. Und man würde keinen Zaun aufstellen, wenn die Wilddichte innerhalb der außerhalb entsprechen würde oder wenigstens halbwegs durch das natürliche Nahrungsangebot zu erhalten wäre. Die Folge sind wahnsinnig hohe Wilddichten, die unweigerlich zur Zerstörung des Waldes innerhalb des Gatters führen. Ob Treibjagden veranstaltet werden oder nicht, ändert daran gar nichts. Und natürlich leiden die Wildtiere unter den unnatürlich hohen Dichten und der Zerstörung ihres Lebensraums.

Deshalb habe ich jetzt Anzeige gegen Alfons Mensdorff-Pouilly wegen Waldverwüstung erstattet. Landesrat Schneemann sollte sich diese Anzeige – und am besten das Jagdgatter – selbst ansehen. Falls er von einem intakten Wald nicht viel weiß, dann sollte da jemand mit Forstexpertise mitgehen, sodass ihm erklärt werden kann, woran man mit freiem Auge die völlige Vernichtung des Waldes und der Natur in diesem Gatter erkennen kann.

SPÖ-Doskozil will Sicherungshaft: dauerhaften Gefängnisaufenthalt für „gefährliche“ aber unschuldige Menschen

Ich bin zutiefst erschüttert, wohin sich unsere Gesellschaft bewegt. Die großen Parteien versuchen sich gegenseitig mit noch radikaler totalitären Forderungen zu überbieten. Kaum kommt in der Regierung die Idee der sogenannten Sicherungshaft – für Asylantragsteller_innen – auf, verkündet die SPÖ via ihrem Rechtsaußen Hans-Peter Doskozil, dass man die Sicherungshaft für alle Menschen gerne hätte. Insbesondere, so der designierte Landeshauptmann vom Burgenland, für jene Männer, die möglicherweise ihre Ehefrauen töten könnten. Das sei nach der Welle von Frauenmorden Anfang des Jahres notwendig.

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Mensdorff-Pouilly lässt dressierte, gefangene Zuchtenten beschießen: Anzeige

Es ist eigentlich schon seit Jahrzehnten bekannt, was da in Luising vor sich geht. Aber die Behörden drücken beide Augen zu, es gäbe ja keine Beweise. Nein, Mensdorff-Pouilly wird auch noch vom Bezirksjägermeister gelobt und gedeckt, man soll auf seinem Schloss Jungjägerkurse machen können. Ein in der Jägerschaft voll integrierer, hoch angehesener Mann also. Und das, obwohl wir ihn 2015 schon dabei erwischt haben, wie er Rebhühner aus der Voliere holen und vor Jagdgästen in Kistln aussetzen ließ. Doch selbst das ist offensichtlich kein Problem für die Jägerschaft, da hat man großes Verständnis. Und jetzt das. Filme beweisen, dass Mensdorff-Pouilly flugunfähige Zuchtenten aus Ungarn ankauft, auf einem künstlichen Ententeich, der mit einem Elektrozaun umgeben ist, hält, mit einer Trillerpfeife dressiert, sie dann vor der Jagd mittels dieser Pfeife in eine Voliere lockt und von dort dosiert vor die wartenden Flinten scheucht. Das ist die Entenjagd bei Alfons Mensdorff-Pouilly im Südburgenland. Dagegen richtet sich die Anzeige.

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Wasseranalyse: Die Jagd-Ententeiche von Mensdorff-Pouilly sind völlig verdreckt und vergiftet!

Zwei künstliche Ententeiche hat der nun zu 8 Monaten unbedingter Gefängnishaft verurteilte feudale Gatter- und Zuchttierjäger Alfons Mensdorff-Pouilly im Südburgenland. Sie sind mit einem Elektrozaun umgeben. Dort wurden hunderte wenn nicht tausende Enten aus ungarischer Zucht hinein gesetzt, damit sie für Abschießbelustigungen zur Verfügung stehen. Ein infantiler Spaß des ehemaligen Adels, der eigentlich längst verboten sein sollte. Doch, wie aus der Gefängnisstrafe ersichtlich, man interessiert sich in diesen Kreisen nicht für die Gesetze, die gewählte Organe zum Schutz der Tiere erlassen. Die Folgen sind aber auch für die Natur katastrophal. Nun liegen Ergebnisse einer bakteriologischen und einer chemischen Wasseranalyse von mehreren Proben beider Ententeiche vor. Das Ergebnis ist niederschmetternd:

  • Das Wasser ist mit Kotbakterien und Keimen von bis zu dem 80 fachen des Grenzwerts belastet
  • Das Wasser ist mit Blei und Aluminium vergiftet

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Die Jagd auf Zuchtenten bei Mensdorff-Pouilly ist ab sofort gesetzwidrig!

Ich habe Alfons Mensdorff-Pouilly am 23. Juni 2017 wieder vor Gericht getroffen, diesmal in Bruck an der Mur. Er behauptet, ich hätte seinen Besitz widerrechtlich betreten. Habe ich nicht. Aber Mensdorff-Pouilly hat das Verfahren nun so aufgeblasen, dass der Verlierer gut € 10.000 wird zahlen müssen. Am 28. Juli 2017 wird ein Lokalaugenschein durchgeführt.

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Mensdorff-Pouilly: Verurteilung wegen Aussetzens von Federwild und Fütterungen aufgrund Formalfehlers aufgehoben!!

Gegen Alfons Mensdorff-Pouilly und seine illegalen Jagdpraktiken haben wir bereits im Dezember 2014, aber dann insbesondere im Herbst 2015 viele Anzeigen eingebracht. Damals galt noch eine 2 wöchige Frist zwischen dem Aussetzen und dem Jagdbeginn auf gezüchtetes Federwild, wie Fasane, Rebhühner und Enten. Doch um die teuer in Ungarn eingekauften Zuchttiere nicht an Füchse oder den Straßenverkehr zu verlieren, hat es sich bei Mensdorff-Pouilly eingebürgert, die Vögel erst knapp vor der Jagd auszusetzen. Gesetzliche Verbote hin oder her. Jeder Mensch wusste das in Luising, dass das die dortige Praxis war.

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SLAPPs: Zivilklagen als politisches Kampfmittel der Mächtigen gegen kritische NGOs

Gatterjäger Rudolf Gürtler ärgert sich schon länger über Tierschutzaktivitäten. Selbst das Pelzfarmverbot geht ihm viel zu weit und noch dazu wird jetzt seine ihm so wichtige Jagd in den Schmutz gezogen. Als emeritierter Rechtsanwalt und Spross der Hotel Sacher Besitzerfamilie fehlen ihm weder Geld noch juristische Erfahrung, und so kam er auf die Idee, einen Fonds zu gründen, und selbst € 10.000 einzuzahlen, um Tierschutzaktivitäten durch permanente Klagen zu erschweren und zu behindern. Er hat das in einem Email an sämtliche Tiernutzerverbände verlautet und diese aufgefordert, ebenfalls Geld zu spenden und dann damit auch Klagen einzubringen. Der ehemalige steirische Landesjägermeister Gach meinte auf einer Jägertagung genauso, dass das der richtige Weg sei, gegen Tierschutz vorzugehen.

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Tierschutz versus Jägerschaft: wer lässt „Anstand und Respekt vor dem Gesetz vermissen“?

Die Kampagne gegen die Gatterjagd im Burgenland wurde gewonnen, das Verbot greift ab 1. Februar 2023. Aber auch die Jagd auf ausgesetzte Zuchttiere dürfte im Burgenland jetzt ein Ende finden. Einerseits wurde das Aussetzen im Burgenländischen Jagdgesetz auf die Zeit bis 8 Wochen vor Ende der Schonzeit beschränkt, andererseits sieht das am 29. März 2017 zur Abstimmung im Parlament vorliegende Bundestierschutzgesetz ein Verbot des Aussetzens von gezüchteten Wildtieren vor, die in freier Wildbahn nicht überlebensfähig sind. Auf Fasane, Rebhühner und Stockenten, die aus Massentierhaltung stammen, trifft das nachweislich zu. Doch wer wird das kontrollieren?

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