Denunziation

Die Fragwürdigkeit von Diskussionsverboten

Vor einiger Zeit organisierte Servus TV in ihren bekannten Hangar 7 Diskussionen eine Runde zum Thema der Radikalisierung junger Muslime und lud dazu den Sprecher bzw. Obmann der Identitären ein. Daraufhin weigerten sich die meisten der Gäste, zu kommen. Letztlich wurde das Thema zu „Darf man Rechtsextreme einladen?“ umgeändert und es erschienen spontan zwei neue Gäste, darunter Johannes Voggenhuber, ehemaliger EU-Abgeordneter der Grünen. Letzterer verteidigte vehement die Position, dass man mit allen sprechen und kein Thema tabuisieren solle.

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Anschlag auf Veganz in Berlin – die Folgen pseudolinker Denunziation

Im Juni 1942 begann die Weiße Rose, eine studentische Widerstandsgruppierung aus dem christlich-humanistischen Milieu im Dritten Reich, Flugblätter gegen die Regierung Hitler und den Faschismus zu verbreiten. Ihre ProtagonistInnen, am bekanntesten die Geschwister Scholl, wurden nach mehreren Schnellverfahren vom Volksgerichtshof Anfang 1943 zum Tode verurteilt und mittels Guillotine exekutiert. Diese Widerstandsgruppe war Teil einer mehr oder weniger vernetzten Widerstandsbewegung in ganz Europa, getragen von KommunistInnen bis zu christlich Konservativen und ehemaligen NationalsozialistInnen. Ihr gemeinsames Ziel war das Ende des Dritten Reichs. Zusammen mit den alliierten Armeen gelang dies schließlich auch.
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Die Psychologie der Ausgrenzung

Wie das sprichwörtliche Amen im Gebet gab es im Umfeld unserer bisher 6 österreichischen Tierrechtskongresse immer aus demselben Eck das Geschrei, wen wir nicht aller ausgrenzen sollten. So auch heuer. Einmal ging es um den deutschen Verein Animal Peace, dann um PETA, die keinesfalls bei uns zugelassen sein sollten, natürlich gegen den IBT, ReformistInnen, Nicht-VeganerInnen, TierschützerInnen, AlternativmedizinerInnen, EsoterikerInnen und eine ewig lange Liste von Einzelpersonen wegen angeblicher Antisemitismen, Rassismen oder Sexismen, die diese unter irgendwelchen Bedingungen irgendwann ausgesprochen haben sollen, darunter natürlich der sogenannte KZ-Vergleich. Damit ja niemand von UL-Gläubigen bei uns Zutritt habe, wurde sogar ein Aktivist aus Deutschland als Spitzel in unser VGT-Büro geschickt, der auskundschaftete, wie man unseren Kongress am besten sabotieren und verhindern kann. Selbst den Erzbischof von Wien hat man darüber informiert, dass in einem katholischen Haus eine „gemeingefährliche Sekte“ zu Wort kommen werde. Ich musste mir dann 5 Stunden lang die Bedenken des Erzbischofs anhören.
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Der Tierrechtskongress Wien 2014 ohne Ausgrenzung

Angekündigt haben wir ihn als die größte deutschsprachige Veranstaltung dieser Art aller Zeiten. Mit 450 registrierten TeilnehmerInnen sind dann allerdings um etwa 100 weniger als noch 2011 gekommen. Dafür gab es deutlich mehr Vorträge, Workshops und Diskussionen, die Kunstausstellung hatte mit 11 KünstlerInnen und 2 Kuratorinnen von der Uni Linz erstmals eine zentrale Rolle. Und mit den „Zwa Voitrottln“ war die Abendshow ebenfalls erstmals in professionellen Händen. Der Ablauf war gewohnt spontan und dennoch ohne Hickups, von der Registrierung über das Eröffnungsbuffet bis zur Tontechnik funktionierte alles ehrenamtlich und reibungslos. Ein Megaevent des minimalen Budgets!
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Denunziation und Aufsplitterung in der Tierrechtsbewegung

Neue soziale Bewegungen wie die Tierrechtsbewegung ziehen viele verschiedene Menschen an, die im Rahmen dieser Bewegungen aktiv werden. Diese Menschen können sich aber in ihren Weltanschauungen, ihrem sozialen Hintergrund, ihrer Lebenserfahrung und ihrer Persönlichkeit ganz grundlegend unterscheiden. Viele Aktive können mit diesen Unterschieden nicht umgehen, es kommt oft zur Zersplitterung der Bewegung und zum Phänomen der Denunziation. Bei letzterem werden wahre oder falsche Informationen über einzelne AktivistInnen oder ganze Gruppen bzw. Vereine an die Öffentlichkeit gebracht, oft auch von anonymer Quelle, mit dem Ziel diese AktivistInnen oder die Gruppen bzw. Vereine negativ darzustellen und ihre Ausgrenzung aus der Bewegung oder sogar aus einem ganzen Segment der Gesellschaft zu erreichen.

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