Gesellschaft

„Der Falsche Feind. Schuld sind nicht die Männer“, ein Buch von Christine Bauer-Jelinek im Ecowin Verlag 2012

Die Autorin Christine Bauer-Jelinek ist Psychotherapeutin, Leiterin des Instituts für Macht-Kompetenz in Wien, Vorstandsmitglied im Club of Vienna sowie Mitglied in Frauennetzwerken. Sie war selbst feministische Aktivistin der sogenannten 2. Welle, also von den 1970er-1990er Jahren. Ging es in der 1. Welle um 1900 um das Wahlrecht, so erreichte nach Bauer-Jelink die 2. Welle die Chancengleichheit und die Gleichstellung vor dem Gesetz. Die 3. Welle des Feminismus wirkt nun wie eine Lobby-Bewegung für reine Fraueninteressen. Es gibt wenig Links-Intellektuelle, insbesondere aus der Frauenbewegung selbst, die es wagen, feministische Thesen und Traditionen zu kritisieren. Ja, laut der Autorin würden solche Personen massiv öffentlich angegriffen und ihrer politischen Funktionen enthoben. Die heute gängige Political Correctness schütze Männer nicht. Männerforschung würde nur Geld bekommen, wenn sie einen pro-feministischen Zugang habe. Feministische Ideologinnen würden sogar das Gender-Mainstreaming bekämpfen, weil Frauen im Vordergrund stehen sollten, Gender-Studies würden in Wirklichkeit feministische Frauenforschung sein und für die Gleichbehandlungsbeauftragte seien nur Frauenfragen interessant.
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