Landesjagdverbände

Audiobericht: Prozess gegen Generalsekretär der Landesjagdverbände am Wiener Handelsgericht

Der Vorfall liegt schon viele Monate zurück, https://martinballuch.com/illegale-jagd-und-noetigung-im-gatter-mailberg-anzeige/. Eine Protestlawine hatte im Jagdgatter Mailberg den Abschuss der zahmen Wildschweine verhindert. Umso größer die Aufregung, als nach Ende der erlaubten Treibjagdsaison im Gatter, nämlich im Februar, aus dem Jagdgatter Mailberg Schüsse zu hören waren und jemand den Zugang mittels Hinweistafel, es finde eine Jagd statt, zu verhindern versuchte. 5 verschiedene AnrainerInnen kontaktierten den VGT mit dieser Information, einige sandten auch Fotos. Ein Anrainer allerdings war mit einem Jäger vor Ort konfrontiert. Mir wurden eine Sachverhaltsdarstellung des Vorfalls und 2 aussagekräftige Filmclips geschickt. Dem war zu entnehmen, dass der Anrainer blockiert, eingeschüchtert und von einem aufgebrachten Jäger vertrieben worden war, obwohl er nur die Jagdsperre und die Autos potenzieller TeilnehmerInnen dokumentieren hatte wollen. Ich schickte dazu eine Presseaussendung aus, gleichzeit erstattete ich Anzeige wegen Verdachts auf illegale Jagd. Zusätzlich wurde eine Anzeige wegen Verdachts auf Nötigung eingebracht. Daraufhin erschien ein klar gegen den Tierschutz gerichteter Artikel im Kurier, in dem der Generalsekretär der Landesjagdverbände, Peter Lebersorger, mit den Worten zitiert war: „Es wird vom VGT mit Lügen ein falsches Bild in der Öffentlichkeit dargestellt.“

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VGT wehrt sich: Klage gegen Generalsekretär der Landesjagdverbände

Nicht nur die JägerInnen können klagen, auch wir. Peter Lebersorger ist Generalsekretär der Landesjagdverbände und damit sozusagen oberster Jäger Österreichs. Er war bereits im Tierschutzprozess ein Zeuge gegen mich und versuchte mich mit seiner Aussage als möglichst radikal darzustellen. Gesprächsbereitschaft von ihm mit mir oder dem VGT gab es keine. Bei einer Diskussion über die Jagd, die die Grünen noch vor dem Jahr 2000 organisiert hatten, saßen wir beide auf dem Podium. Nach einiger Zeit sprang Lebersorger auf und sagte, er weigere sich mit mir zu diskutieren und verließ die Veranstaltung. Seitdem scheint die Strategie der Landesjagdverbände die Gesprächsverweigerung mit uns zu sein. Insbesondere zur Gatterjagdfrage gibt es von dieser Seite keine öffentliche Stellungnahme. Stattdessen schoss Lebersorger sich auf unser Projekt zur gewaltfreien Verhütung im Lainzer Tiergarten ein, nannte das „eine Verhöhnung der Schöpfung“ und sagte „Tierrechte werden hier von militanten Tierrechtlern mit Füßen getreten, das Wildtier wird zum Versuchsobjekt gemacht! Grundsätze der Tierethik werden damit verkauft und verraten!“

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