VGT wehrt sich: Klage gegen Generalsekretär der Landesjagdverbände

Nicht nur die JägerInnen können klagen, auch wir. Peter Lebersorger ist Generalsekretär der Landesjagdverbände und damit sozusagen oberster Jäger Österreichs. Er war bereits im Tierschutzprozess ein Zeuge gegen mich und versuchte mich mit seiner Aussage als möglichst radikal darzustellen. Gesprächsbereitschaft von ihm mit mir oder dem VGT gab es keine. Bei einer Diskussion über die Jagd, die die Grünen noch vor dem Jahr 2000 organisiert hatten, saßen wir beide auf dem Podium. Nach einiger Zeit sprang Lebersorger auf und sagte, er weigere sich mit mir zu diskutieren und verließ die Veranstaltung. Seitdem scheint die Strategie der Landesjagdverbände die Gesprächsverweigerung mit uns zu sein. Insbesondere zur Gatterjagdfrage gibt es von dieser Seite keine öffentliche Stellungnahme. Stattdessen schoss Lebersorger sich auf unser Projekt zur gewaltfreien Verhütung im Lainzer Tiergarten ein, nannte das „eine Verhöhnung der Schöpfung“ und sagte „Tierrechte werden hier von militanten Tierrechtlern mit Füßen getreten, das Wildtier wird zum Versuchsobjekt gemacht! Grundsätze der Tierethik werden damit verkauft und verraten!“

Schön und gut, das ist ein politischer Konflikt, Lebersorger soll ruhig seine Meinung sagen können. Doch im Kurier wird Lebersorger mit folgenden Worten wörtlich zitiert: „Es wird vom VGT mit Lügen ein falsches Bild in der Öffentlichkeit dargestellt. Wir werden nun entschieden dagegen vorgehen.“ Also zuerst gehen wir einmal entschieden gegen solche falschen Behauptungen vor. Wenn die Landesjägerschaften glauben, wir wären durch die vielen Klagen von Jägern und durch die Verwaltungsstrafverfahren und strafrechtlichen Anzeigen der Jägerschaft eingeschüchtert, dann haben sie sich getäuscht. Wir stehen zu einer seriösen und offenen Diskussionen. Wir bemühen uns sehr Daten und Fakten zu liefern, die eine öffentliche Evaluierung der Gatterjagd ermöglichen. Dagegen wird uns von Seiten der – durch Zwangsmitgliedschaften finanzierten! – Landesjägerschaften vorgeworfen, wir wären radikal, sogar militant und extrem, mit uns könne man nicht reden, wir wären Argumenten nicht zugänglich. Das Gegenteil ist der Fall. Ich bin bereit mit jedem Vertreter der Jägerschaft in ernst gemeinte Gespräche zu treten, auch z.B. mit Alfons Mensdorff-Pouilly, wie ich bewiesen habe. Aber wir brauchen uns nicht vorhalten zu lassen, wir würden lügen und ein falsches Bild in der Öffentlichkeit darstellen. Deshalb haben wir dagegen heute eine Klage eingebracht:

KlageLebersorger1

[…]

KlageLebersorger2

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