Naturwissenschaft

Tierarten gibt es nicht – die genetische Trias Gene, Epigenetik und Mikroben

Selbst Nobelpreisträger Konrad Lorenz ging noch von einem Arterhaltungstrieb in allen Tieren aus, die z.T. durch das Opfern ihres Lebens ihre Tierart erhalten würden. Das Individuum sei nichts, seine Art alles. Der Nationalsozialismus spitzte diese Annahme darauf zu, dass das Individuum in aller erster Linie seinem Volk zu dienen habe. Heute hören wir diese Idee häufig als Argument gegen Tierrechte: es sei dem Menschen angeboren, seine eigene Art anderen Tierarten vorzuziehen, und daher wäre der Speziesismus natürlich und ethisch richtig.

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Das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte: kategorische Werte

Zunächst begehen wir den Weg der rationalen Ethik und legen damit fest, was zulässige und unzulässige Argumente sind, https://martinballuch.com/?p=2211. Dann streifen wir die anthropozentrischen Aspekte der wichtigen Begriffe Bewusstsein, Autonomie und Werte ab, https://martinballuch.com/?p=2220, und konzentrieren uns auf deren wesentlichen Gehalt. Damit, und mit der Erkenntnis, dass Bewusstsein ein physikalisches Phänomen ist und keiner spirituell-meditativen Erleuchtung bedarf, wird klar, dass keine objektiven Werte existieren können, sondern nur subjektive. Jedes autonomiefähige Wesen hat sein eigenes Wertesystem, das grundsätzlich allen anderen gegenüber gleichberechtigt ist. So stoßen wir auf den Urimperativ einer rational-naturwissenschaftlichen Ethik: Handle immer so, dass du die Autonomie autonomiefähiger Wesen respektierst, https://martinballuch.com/?p=2150.

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Das naturwissenschaftliche Weltbild

Wenn ein Auto mir fremder Personen zufällig neben meinem Hund und mir stehen bleibt, so erwartet mein Hund regelmäßig, dass diese Personen mit ihm in Kontakt treten wollen. Oft genug springt er in freudiger Erwartung hin, nur um die uns eben völlig unbekannten Personen zu erschrecken. So stelle ich mir auch den Beginn von Religion vor: das wissenschafts-naive Wesen bezieht den Blitzschlag oder die Dürrekatastrophe auf sich, erwartet, von einem übernatürlichen Wesen für etwas bestraft worden zu sein, und versucht in der Folge mit viel Fantasie irgendwelche Regeln über gutes und böses Verhalten zu „deduzieren“, um die Gottheit in Zukunft zu besänftigen.

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Faszination Naturwissenschaft

Als ich Astronomie zu studieren begann, war mir in meiner Schulbildung absolut nichts Relevantes aus der Naturwissenschaft vermittelt worden. Ich hielt Mathematik für langweilig bis überflüssig, Physik war für mich ein rotes Tuch. Doch was sich im Universum abspielt, hat mich schon interessiert. Bald in meinem Studium realisierte ich, dass für Astronomie eine fundamentale Kenntnis von Physik und für Physik eine fundamentale Kenntnis von Mathematik unausweichlich ist. So widmete ich mich wohl oder übel den Anfängervorlesungen in Mathematik – und eine Tür zu unfassbaren Erkenntnissen über diese Welt tat sich für mich auf. In kürzester Zeit wurde mir klar, dass nur über Mathematik und mathematische Physik ein Blick auf ewige Wahrheiten möglich ist.

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