Philos

Ethik und die Werte-Willkür

In der Philosophie geht es eigentlich nur um 2 Fragen: was existiert tatsächlich und was soll ich in Zukunft tun, wobei das „ich“ alle jene Wesen umfasst, die sich eben diese Frage stellen. Leider sind diese beiden Fragen auf verschiedenen logischen Ebenen angesiedelt. Unter Voraussetzung der Metaphysik der Naturwissenschaften, wie z.B. dass es eine objektive Realität gibt und dass wir uns einem Verständnis dieser nach den Methoden des kritischen Rationalismus annähern können, gelingt es z.B. allgemeingültige Naturgesetze abzuleiten. Abgesehen von der Problematik eines freien Willen in einem deterministischen Weltbild, die sehr tiefgreifend ist, scheint die Frage nach dem, was richtig wäre zu tun, also der Moral, nicht gleich zwingend zu beantworten. Aus dem Sein folgt kein Sollen. Bleibt daher nur nach einer jeweils subjektiven Moral und nach subjektiven Werten zu leben oder gibt es einen Ausweg für allgemeingültige Moralvorschriften? immerhin verlangen die Gesetze unserer Gesellschaft unter Androhung von Gewalt sich an eine gewisse Moral zu halten. Und da wäre es besser, eine Moral dafür zu finden, die auch eine gewisse Allgemeingültigkeit beanspruchen kann.
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