Rebhühner

Offene Befreiung von Rebhühnern: Selbstjustiz oder Widerstandsrecht?

Man könnte die Ansicht vertreten, dass das Entwenden von 17 Rebhühnern aus dem „Besitz“ von Alfons Mensdorff-Pouilly im Südburgenland eine kriminelle Handlung war. Es könnte sich um dauernde Sachentziehung oder gar um Einbruchsdiebstahl gehandelt haben. Interessant dabei die Medienreaktionen. Ich mag etwas übersehen haben, aber überall wurde nur neutral oder sogar positiv davon berichtet. Niemand verdammte die Aktion als Selbstjustiz oder kriminell oder radikal oder gar extremistisch. Irr ich mich oder wäre das vor dem Tierschutzprozess noch anders gewesen? Selbst Klaus Hackländer, der in der Tierschutzcausa die Befreiung von Nerzen aus einer Pelzfarm als Tierquälerei bezeichnet hatte, muss mir wohl zustimmen, dass es für die Tiere besser ist, in einer geräumigen Voliere im Tierschutzhaus zu leben, als in der Massentierhaltung bei Alfons Mensdorff-Pouilly, um dort letztlich als Abschussbelustigung zu enden.
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Anzeigen gegen Alfons Mensdorff-Pouilly: Tierquälerei und Jagdscheinentzug

Dass ein Jäger tausende Zuchtvögel hält, um sie abzuschießen, ist leider noch immer weder verboten noch gilt es als unwaidmännisch. Doch jetzt haben wir Alfons Mensdorff-Pouilly beim Aussetzen dieser Tiere in winzigen Kisten direkt vor seinen Jagdgästen erwischt. Nun habe ich Anzeige erstattet, und zwar wegen Tierquälerei nach dem Strafgesetzbuch:

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Zusätzlich habe ich die Bezirkshauptmannschaft in Güssing gebeten, endlich einzuschreiten und die illegal gehaltenen Tiere zu beschlagnahmen.

Und nicht zuletzt habe ich auch eine Disziplinaranzeige an die Burgenländische Landesjägerschaft geschickt, mit dem Antrag, dem Herrn Mensdorff-Pouilly den Jagdschein zu entziehen:

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[Der Sachverhalt bleibt gleich]

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Anzeige gegen Alfons Mensdorff-Pouilly: 1000e illegale Fasane, Enten und Rebhühner

Im Burgenland werden pro Jahr etwa 20.000 Fasane, 5.000 Rebhühner und 22.000 Enten geschossen. In den letzten Monaten haben wir die Lieferungen solcher Tiere aus ungarischen Zuchtstationen an Alfons Mensdorff-Pouilly in seinen Jagdrevieren in Luising im Südburgenland dokumentiert und schätzen, dass etwa die Hälfte dieser Fasane und Rebhühner und 10 % der Enten dort geschossen wird. Da es noch weitere Entenzuchten im Burgenland z.B. in Gattendorf an der Leitha gibt, und zahlreiche andere Volieren z.B. in Zurndorf und Nickelsdorf Fasane und Rebhühner halten, ist davon auszugehen, dass praktisch jeder Fasan, fast jedes Rebhuhn und gut die Hälfte der Enten, die überhaupt geschossen werden, aus künstlichen Züchtungen stammen!
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