Schweinebefreiung

Ist eine Schweinebefreiung eine Tierquälerei?

Am letzten Prozesstag im Beweisverfahren ging es um die Frage, ob eine Schweinebefreiung aus einer intensiven Massentierhaltung eine Tierquälerei ist. Vielleicht assoziiert jemand mit Schweinebefreiung die Situation, dass die Schweine wochen- oder monatelang in der Wildnis um ihr Überleben kämpfen müssen, obwohl sie nie gelernt haben, für sich selbst zu sorgen. Darum ging es aber überhaupt nicht. Tatsächlich hatte jemand einfach die Türen der Schweinefabrik geöffnet und die Schweine konnten auf die umliegenden Wiesen gehen, aber auch jederzeit wieder zurück in ihre Buchten. Zusätzlich hatten sie Zugang zu einem Bereich, in dem die Nahrung gelagert wurde und dort rissen ein paar besonders neugierige Schweine die Nahrungssäcke auf und aßen, was sie kriegen konnten. Abgesehen davon gab es einen Fluss ganz in der Nähe und Gras zum Weiden. Das Wetter war auch so warm und angenehm, dass von dieser Seite nichts für die Tiere zu befürchten war. Die Tierquälerei, die der Staatsanwalt dem angeblichen Täter vorwarf, war ganz anders gelagert.

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