Tierindustrie Lobbyismus

Geflügelindustrielobby-Propaganda, um Intensivierung von Tierfabriken zu erreichen

Unbenannt-2kleinNachdem die Lobby der Geflügelindustrie im Oktober 2012 ihre Vorstellungen für eine dramatische Verschlechterung der Haltungsbedingungen der Hühner und Puten an das Tierschutzministerium geschickt hatte, siehe https://martinballuch.com/?p=2113, begann ein Trommelfeuer von Presseaussendungen, um Druck für diese Änderungswünsche aufzubauen. Es gab sogar einen Protest von angeblich 1000 jener GeflügelproduzentInnen, die mit €-Zeichen vor Augen den Tierschutz in der Geflügelhaltung begraben wollen, um 4-5 % höhere Profite einzustreifen. Das ist Berufsdemonstrieren in Reinkultur, eine Kundgebung der Industrie um die eigenen Profite zu erhöhen!

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The Vegetarian Myth und die „wise use“ Initiative gegen Tierschutz

100_0191kleinJetzt wird das Buch „The Vegetarian Myth“ von Lierre Keith tatsächlich auch auf Deutsch unter dem Titel „Ethisch Essen mit Fleisch“ erscheinen. Darin beschreibt eine Frau, die sich als radikale Feministin bezeichnet und behauptet, 20 Jahre vegan gelebt zu haben, warum zwar die Agrarindustrie und die Massentierhaltung unethisch sind, aber nicht das Töten und Nutzen von Tieren an sich für die eigene Ernährung. An diesem Buch erkennt man rasch, was das Problem ist, wenn Ethik nicht rational diskutiert wird. Es gibt keinen erkennbaren Beginn und kein erkennbares Ende eines Arguments, es wird sozusagen vor sich hin geredet, in der Hoffnung, dass manches davon sinnvoll klingt und an Assoziationen oder Symboliken andockt, die etwas auszusagen scheinen.

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Neue Tierindustrie-Strategie: kein Land strenger als die EU

Ich bin seit einigen Jahrzehnten bereits in Kampagnen involviert, die eine Verbesserung der Tierschutzgesetze zum Ziel haben. Ich habe mich auch an Initiativen beteiligt, EU weite Richtlinien im Sinne der Tiere zu verbessern. Und meine Erfahrung ist, dass wir in einigen Fragen in Österreich Verbesserungen erreicht haben, wie z.B. das echte Legebatterieverbot, das Verbot von Wildtieren im Zirkus, das Kaninchenkäfighalteverbot oder das Menschenaffenversuchsverbot, von denen die EU noch meilenweit entfernt ist. In wenigen Ausnahmefällen gilt das Umgekehrte, so hat die EU Österreich bereits 2006 vorgeschrieben, Mutterschweine nicht mehr anzuketten. EU-Richtlinien im Tierschutz gelten immer als Mindestrichtlinien, den Nationalstaaten steht es frei, strengere Tierschutzbestimmungen einseitig festzulegen. Man kann also sagen, dass jene Länder, die im Tierschutz die Avantgarde weltweit bilden, der EU vorangehen und die EU weite Gesetzgebung letztlich mitziehen, und die EU dem Rest der Welt, in der Hoffnung, dass letztlich auch die USA und andere Länder nachfolgen.

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