Tierindustrie-Terror

Ermittlungen wegen Filmaufnahmen vor einem Schlachthaus, Utah, USA

AgGagAmyMeyerUtah

Amy Meyer, erstes Opfer der Ag-Gag-Gesetze in den USA

Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Allerdings scheinen dort in erster Linie die Möglichkeiten der multinationalen Konzerne und der Tierindustrie unbegrenzt zu sein. Wie bereits berichtet, https://martinballuch.com/?p=864, gibt es in den USA seit Anfang 2012 in zunehmend mehr Staaten explizite Verbote dagegen, Tierfabriken oder Schlachthöfe zu filmen. Und zwar nicht etwa nur heimlich in der Nacht, sondern insbesondere als undercover Journalist, der sich anstellen lässt, oder gar aus einiger Entfernung von öffentlichem Grund aus.

(mehr …)

Jäger Rudolf Gürtler will Detektive auf Tierschutzvereine ansetzen

 

Kaum ist der Tierschutzprozess überwunden, formiert sich die Gegnerschaft des Tierschutzes erneut. Mir wurde anonym ein Email zugesandt, das von Rudolf Gürtler, einem leidenschaftlichen Jäger und Jagdfunktionär, Spross der Besitzerfamilie des Nobelhotels Sacher in Wien, an zahlreiche politische GegnerInnen des Tierschutzes geschickt worden ist. Darin fordert Gürtler einen Zusammenschluss aller Interessensverbände, von Jägerschaft über Landwirtschaftskammern und Pelzindustrie bis zu Fleischerinnung, Fischerei und Falknerei, gegen den Tierschutz. Gürtler subsummiert nämlich unter dem Euphemismus „Extremtierfanatiker“ alle Tierschutzorganisationen auch der harmlosesten Sorte bis zum Wiener Tierschutzverein.

(mehr …)

Klage der nö Landwirtschaftskammer gegen mich abgewiesen!

Die von der ÖVP geführte nö Landwirtschaftskammer hat mich vor einigen Monaten geklagt. In insgesamt 2 Prozesstagen wurde die Frage behandelt, in wieweit ich AktivistInnen dazu aufgestachelt hätte, eine Aktion des zivilen Ungehorsams gegen die Landwirtschaftskammer durchzuführen. Dabei stellte sich einmal mehr heraus, dass das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung jede Tierschutzaktion überwacht. Ich selbst habe bei der Aktion vor Ort zwar mit Medien gesprochen, ich habe aber die Aktion weder organisiert noch mich selbst daran beteiligt. Näheres: https://martinballuch.com/?p=893

(mehr …)

Fällt nach dem Kommunismus auch der Kapitalismus?

Ich kann mich noch gut an meine Studentenzeit Anfang der 1980er Jahre erinnern. Damals war der Kommunismus das absolut Böse, dessen schlechte Wirtschaftslage der Beweis für die Richtigkeit dieser Ansicht und das Ende des Ostblocks letztlich der ultimative Sieg des Guten. Doch so einfach dürften die Dinge nicht liegen. Liest man Werner-Lobos „Uns gehört die Welt“, das Schwarzbuch Markenfirmen von Werner-Lobo und Weiss, oder Jean Zieglers „Das Imperium der Schande“, dann sieht die Sache ganz anders aus. Bei Ziegler spürt man förmlich eine gewisse Sehnsucht nach einer gewissen Form von Kommunismus durch, bei allen Nachteilen mangelnden Luxus.

(mehr …)

Ein Systemfehler in der Demokratie?

Patty Mark ist in Australien seit 1978 für Tierschutz und Tierrechte aktiv. Inspiriert durch unseren Erfolg gegen Legebatterien in Österreich, engagiert sie sich seit einigen Jahren für das gleiche Ziel. Kürzlich hat sie, wieder einmal, zusammen mit anderen AktivistInnen das Dach einer Legebatterie besetzt. Ein Gericht erteilte ihr daraufhin die Auflage, unter Androhung einer Gefängnisstrafe keine Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen Legebatterien mehr durchzuführen. Am 5. April kettete sie sich trotzdem zusammen mit 3 Aktivistinnen an die Türen einer weiteren Legebatterie in Victoria. Jetzt droht ihr ein Gefängnisaufenthalt. Die Situation erinnert etwas an die Klage der nö Landwirtschaftskammer gegen mich.

(mehr …)

Landwirtschaftskammer NÖ kritisiert Aufdeckung von Missständen in Masthuhnfabriken

Leider sind mediale Beiträge über die tatsächlichen Zustände in Tierfabriken sehr selten. Betrachtet man die Machtkartelle von ÖVP, Raiffeisen und Cartellverband, und insbesondere deren Einfluss auf die Medien, nimmt das wenig Wunder. Abgesehen davon sind kommerzielle Medien natürlich von WerbekundInnen abhängig, und das große Geld findet sich, wie bei sozialen Themen immer, bei den TäterInnen und nicht bei ihren Opfern.

(mehr …)

In den USA wird das Filmen von Tierfabriken verboten!

Am 3. März 2012 berichtete die Washington Post in den USA von einer alarmierenden Entwicklung: http://www.washingtonpost.com/national/iowa-becomes-first-state-where-its-a-crime-to-lie-to-get-on-farm-to-record-animal-abuse/2012/03/02/gIQAv6wbnR_story.html. Der Bundestaat Iowa, mit einem Gouverneur, der direkt aus der Agrarindustrie stammt, hat ein Verbot eingeführt, heimlich die Haltung von Nutztieren in Tierfabriken zu filmen. Dabei geht es in erster Linie um TierschützerInnen, die sich anstellen lassen und dann undercover die Zustände dokumentieren. Das wird in Zukunft mit 1 Jahr Gefängnis bestraft, bei WiederholungstäterInnen drohen sogar 2 Jahre.

(mehr …)

Ich wurde zu einer Anti-Terror Konferenz eingeladen!

Irgendwann zu Anfang des Tierschutzprozesses bekam ich eine Einladung zu einer Konferenz gegen Terrorismus an der Uni Tübingen in Deutschland. Ich solle dort vortragen, man würde mir Anreise und Aufenthalt bezahlen. Finanziert wird das ganze von der Botschaft der USA in Deutschland und dem Land Baden Württemberg. Der genaue Titel ist „Radicalization in Western societies – preventing home grown terrorism“.

Zunächst dachte ich, das sei ein Scherz. Sollte ich quasi als Beispiel eines „Terroristen“ eingeladen worden sein? Auf Nachfrage wurde mir bestätigt, dass man mich tatsächlich hören will, auch wenn ich eine diametral entgegengesetzte Position zu den meisten anderen vertreten würde. Meine Ansicht ist nämlich nicht, dass die politischen AktivistInnen in der Umwelt- und Tierschutzbewegung eine Terrordrohung darstellen, sondern umgekehrt, die Tierindustrie mit ihren kriminellen Machenschaften und die von ihr instrumentalisierten staatlichen Organe betreiben Terror. Ich bin schon gespannt, wie meine These aufgenommen wird.

(mehr …)