Wildnis

Herbst

P1000321kleinDer Herbst kündigt den Winter an. Diejenigen Tiere, die Winterschlaf halten, bereiten sich darauf vor, essen sich den Winterspeck an und suchen sich Schlafhöhlen. Die Blätter werden gelb, die Nadeln der Lärchen fallen ab, das Gras verdorrt. Auch im Herbst des Lebens bekommt diese Jahreszeit eine negative Bedeutung, das Ende kündigt sich an, wir verlieren die Elastizität in den Sehnen, die Regeneration nach einer Anstrengung wird immer mühsamer, die Schnelligkeit lässt nach. Doch das Glück liegt im Augenblick und da hat der Herbst wunderschöne Momente zu bieten.

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Begegnung mit einer Schlange

P1000013kleinMein Opa in Tirol hat noch Giftschlangen gefangen, ihnen den Kopf abgeschlagen und dafür eine Prämie von der Landesregierung kassiert. Für ihn war jeder Bach, der die Tiroler Berge herunterstürzt und keine Kraftwerksturbinen antreibt, verlorene Energie. Nicht, dass ich meinen Großvater irgendwie bloßstellen oder lächerlich machen will. Das war einfach die Ansicht seiner Zeit: die Natur ist grenzenlos, sie sollte maximal für den Menschen nutzbar gemacht werden, und lästige oder gefährliche Tiere sind besser tot als lebendig, egal ob ihre Art dabei ausstirbt.

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Auf der Suche nach Bären: 3 Tage Niedere Tatra

Ein halb aufgegessenes Rehkitz? War das ein Bär?

Ein halb aufgegessenes Rehkitz? War das ein Bär?

Letzten Freitag Vormittag verbrachte ich bei einem von der EU organisierten Seminar für Jugendliche, in dem es um außerparlamentarisches politisches Engagement ging. Ich war eingeladen, um von meinen Erfahrungen in der Tierschutzarbeit zu erzählen. Die TeilnehmerInnen kamen aus ganz Europa sowie aus Kanada und Australien und waren sehr an meinen Ausführungen interessiert. Im Rahmen meines 5-stündigen Workshops wurde intensiv diskutiert. Dass ich eingeladen wurde, bestätigt, dass Tierschutz heute direkt mit politischem Engagement assoziiert wird und dass unsere Arbeit beim VGT in diesem Bereich internationale Beachtung findet.

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Winterliche Berge und Tiefschnee – für den Hund zu stressig?

P1050800kleinIm Winter lebe ich auf. Es zieht mich in die Berge. Meine romantischste Phantasie ist, im tiefverschneiten Gebirge, abseits von jeder Zivilisation, zusammengekuschelt eine lange Winternacht zu verbringen. Schnee ist so unheimlich schön, in all seinen Facetten. Er kann leicht und pulvrig sein, sodass man tief darin versinkt und ihn dabei gar nicht spürt. Oder er ist bretthart mit einer Harschschneedecke überzogen. Oder er ist nass und weich, sodass jede Bewegung darin wie mit Bleigewichten erschwert ist. Ich vermute meine Faszination mit den winterlichen Bergen hängt mit ihrer Einsamkeit zusammen. Natürlich, in den Schigebieten und Wintersportregionen ist gerade in dieser Jahreszeit der große Trubel, aber wie einsam sind die Berge abseits dieser Zentren, insbesondere in Ostösterreich! Die Hütten haben geschlossen, nur noch die Winterräume sind zugänglich. Die Forststraßen und alles Menschengemachte verschwinden unter der Schneedecke und die Berge wirken doppelt so hoch. Der Winter in den Bergen, insbesondere die langen Nächte, sind die Zeit der Stille.

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Christopher McCandless und das Leben in der Wildnis

Christopher McCandless vor dem Bus in der Wildnis von Alaska

Christopher McCandless vor dem Bus in der Wildnis von Alaska

Jon Krakauers Buch „In die Wildnis“ hat mir Christopher McCandless schon vor vielen Jahren näher gebracht. Jetzt habe ich kürzlich diese sehr empfehlenswerte Rekonstruktion der letzten 2 Jahre des Lebens dieses jungen Mannes wieder gelesen. McCandless möchte sich selbst finden, verbrennt sein gesamtes Geld und verschwindet ohne ein Wort zu sagen aus seiner gut situierten Familie in Virginia, USA, um ein Leben auf der Straße zu führen und Gelegenheitsjobs anzunehmen. Zuletzt wandert er im April 1992 mit lediglich ein paar Kilo Reis als einziger Verpflegung und einem Gewehr den Stampede Trail in die Wildnis von Alaska, um dort dann 113 Tage später an Entkräftung zu sterben. Durch Krakauers Buch wurde McCandless weltbekannt, der Ort seines Todes, ein verlassener Bus in der Wildnis, ist zur Pilgerstätte geworden.

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Die Revierjagd in Österreich: ein zentrales Problem für die Natur

In den rumänischen Karpaten gibt es 5.500 Bären, 2.500 Wölfe und 1.500 Luchse. Dabei entspricht der Fläche der Südkarpaten, d. i. die Region mit den meisten Bären, flächenmäßig etwa nur einem Viertel der österreichischen Alpen.

Die Forstwirtschaft ist ähnlich weit verbreitet und es gibt in den Karpaten auch überall Forststraßen, Almen und Dörfer, wie in Österreich. Die Karpaten sind nicht weniger zivilisiert und kultiviert als die Alpen, jedenfalls in Ostösterreich. Wieso sind die großen Wildtiere also noch so zahlreich in den Karpaten vorhanden, aber in den Alpen wiederholt völlig ausgerottet worden?

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In der Natur

Ich bin immer wieder erstaunt, auf Menschen zu treffen, für die die möglichst unberührte Natur keinerlei besondere Bedeutung hat. Es reicht ihnen, spannende Naturbilder anzuschauen, ansonsten genießen sie lieber die Annehmlichkeiten einer Stadt. Meine Naturpassion beurteilen sie wie ein Hobby, vielleicht sogar einen Spleen. Manche Leute besuchen gerne ein Fußballmatch, andere wandern gern durch die Natur, ein jedes wie es will.

Für mich ist in die Natur zu gehen aber etwas ganz anderes. Der Hochschwaber Bergführer Rudolf Lindner schreibt in seinem Buch über dieses Gebirge: „Ein jeder Tag, den ich nicht draußen verbringe, ist ein verlorener Tag.“ Das fasst mein Gefühl gut zusammen.

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