Tierrechte jetzt! – Aufruf zur Teilnahme an einer beeindruckenden Aktion

Bild01mittelTiermissbrauch geschieht hinter verschlossenen Türen. Das Fleisch erfordert einen Schlachthof, dessen Bilder man aus dem Bewusstsein verbannt. Eier und Milch bedeuten überzählige männliche Küken und Kälber, die gleich vergast oder per Tiertransport weit weg verschickt werden. Tierversuchslabors sind von hohen Zäunen und Sicherheitskameras umgeben, was darin passiert gilt als Staatsgeheimnis, auch mit dem neuen Tierversuchsgesetz wird nach erfolgreichem Pharmalobbyismus davon nichts Relevantes nach außen dringen. Die Jagd führt man abseits der Öffentlichkeit durch, gegen Tierschutzkameras wird mit Gewalt und mit eigens dafür geschriebenen Gesetzen vorgegangen. Haustiere entsorgen wir, wenn sie lästig fallen, ohne zu sehen, wie es ihnen dann in den überfüllten Tierheimen geht. Aus den Augen aus dem Sinn. So kann das Mitgefühl ausgeschalten und das Gewissen beruhigt werden.

Mit einer eindrücklichen Aktion wollen wir nun diese tierlichen Opfer unserer Gesellschaft an die Öffentlichkeit bringen. 200 Individuen, gestorben an der systematischen Missachtung und Ausbeutung von Tieren, sollen wieder ein Gesicht bekommen. Ihre toten Körper werden von 200 Menschen pietätvoll präsentiert, als Anklage an die Gesellschaft. Wir brauchen „Tierrechte Jetzt!“, keine Symptombehandlung, sondern einen fundamentalen Paradigmenwechsel in der Mensch-Tier Beziehung. Für jedes gestorbene Tier gibt es einen menschlichen Fürsprecher bzw. eine Fürsprecherin, die für das Schicksal genau dieses Individuums von der Gesellschaft Rechenschaft fordert.

Wann: Samstag 16. November 2013 ab 11 Uhr, Aktion läuft exakt von 12-13 Uhr
Wo: Wien, Ecke Mariahilferstraße und Museumsplatz, beim Marcus Omofuma Denkmal

Da wir für die Aktion exakt 200 Personen benötigen, für jedes Tier genau einen Menschen, ist es verpflichtend, sich vorher durch Ausfüllen dieses Formulars anzumelden:
https://vgt.at/tierrechte-jetzt/mitmachen.php

Zusätzlich werden natürlich ca. 30 AktivistInnen benötigt, die für den runden Ablauf der Aktion sorgen.

Mach mit bei dieser aufsehenerregenden Aktion und trage zu ihrem Gelingen bei, sodass das Schicksal so vieler Tiere in Österreich nicht mehr ignoriert werden kann! Momentan haben sich schon 83 Personen angemeldet, es sind also nur noch 117 Plätze frei!

6 thoughts on “Tierrechte jetzt! – Aufruf zur Teilnahme an einer beeindruckenden Aktion

  1. @ Belle de Teheran

    Auch jemand der in der Todeszelle sitzt und auf seine Hinrichtung wartet, möchte nicht ständig gefoltert werden.

    Und ja – es gibt viele Menschen die unter genauso schlimmen Bedingungen leben und sterben müssen wie Tiere in „Tierfabriken“. Auch diese Menschenleben enden oft mit gewaltsamem Tod: Zwangsprostituierte, Sklavenarbeiter, Menschen die man entführt um Lösegeld zu erpressen. Derzeit sehr aktuell in der Gegen von Ägypten, wo Afrikaner die ihre Heimat verlassen gefangen, gefoltert und oft ermordet werden, wenn kein Lösegeld gezahlt wird. Man sollte nicht immer von der eigenen Situation ausgehen. Oft geschieht etwas ganz in der Nähe, unbemerkt, totgeschwiegen. Wie viele Männer gehen zu Zwangsprostituierten, oft sind es sogar noch Kinder und finden gar nichts dabei. Diese Frauen und Kinder werden misshandelt, eingesperrt, getötet. Es sind Millionen Männer die sich an den hilflosen Opfern vergreifen.

    Was erwarten man von solchen Typen? Dass sie über Tiere weinen?

    Man kann Fleischkonsum nicht einfach so abschaffen, wenn 99% der Erdbevölkerung diesen als normal ansehen. Da braucht man viel Überredungskunst und sehr viel Zeit. Man kann leichter vermitteln, dass Tiere artgerecht gehalten werden sollen, weil Tiere auch Gefühle haben und Schmerzen spüren wie ein Mensch. Wenn die Menschen das verstehen, werden sie in jeder Hinsicht auch anders über Tiere zu denken beginnen. Aber jeden kann man auch damit wohl nicht erreichen.

  2. Belle de Teheran says:

    @Schellhorn Kurt

    „Was immer dem Tier geschieht, geschieht auch dem Menschen!“

    Wow, sieh an! Dann werden also auch Sie 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche – bloß weil Sie halt so lecker schmecken, Ihre Haut angenehm zu tragen ist, Ihre Haare sich schön auf einem Jackenkragen machen, Sie Ihrem Eigentümer einen Haufen Profit bringen etc. – eingesperrt, ausgebeutet und irgendwann ermordet? Was kann man Ihnen Gutes tun? Einen größeren Käfig vielleicht?

    @yhertda

    „Veganismus die einzig tierethisch vertretbare Position“

    Jetzt sind Sie mal nicht gar so fundamentalistisch, was sollen sich denn all die fleischlosen Tierausbeuter denken? Man kann es mit der Ethik auch ein wenig übertreiben, *kopfschüttel*.

  3. yhertda says:

    Warum verbreiten Sie auf dieser Seite Ihren speziesistischen Nonsens, werter Herr Schellhorn? Gibt es faire und artgerechte, humane Sklaverei? Eben. _Jede_ Tier“nutzung“ ist Tierausbeutung und der Konsum tierischer Produkte ist immer mit Tierleid und Tiertötung verbunden. Von daher ist der Veganismus die einzig tierethisch vertretbare Position.

  4. Stephan Frühwirth says:

    Nur die FREIHEIT ist artgerecht !!!

  5. Schellhorn Kurt says:

    Die faire und artgerechte Haltung von Nutztieren ist möglich und auch zur Erhaltung von Kulturlandschaft sinnvoll. Einige Gesetze z.B. Schlachtstättenzwang, gesetzlich erlaubte Transportdauer usw. müssten jedoch angepasst werden, um Stress und Leid bei Tieren auszuschliessen. Tiere und Konsument würden davon profitieren. Was immer dem Tier geschieht, geschieht auch dem Menschen!

  6. Hubert says:

    Hoffen wir mal, daß diese Aktion anders abläuft als die in Berlin, und daß das Wiener Gesundheitsamt wegen Seuchengefahr die Polzei einschaltet, welche dem Spuck dann tatkräftig ein Ende bereitet.

    Außerdem: Wird das Staatsziel “ Nutztierhaltung“ nicht demnächst in der österreichischen Verfassung festgeschrieben ? Falls ja (und ich hoffe doch sehr, daß es bald soweit ist) könnt ihr euch euren Scheiß doch sowieso sparen.

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