VGT-Kampagnen

Die Fake News des FPÖ-Bürgerbüros zu Schweinen: die Putenstory

Wir alle wissen: die ÖVP ist gegen jede Verbesserung im Tierschutz, und zwar mit allen Mitteln. Dort verfolgt man ganz handfeste wirtschaftliche Interessen, und deshalb setzt man eine Blockade von Tierschutzfortschritten bei jeder Regierungsübereinkunft hoch auf die Agenda. Den jeweiligen Koalitionspartnerinnen ist Tierschutz nicht so wichtig, wie der Anti-Tierschutz der ÖVP wichtig ist, und schon stimmt man der Blockade zu. In der politischen Konstellation, die uns seit Jahrzehnten in Österreich im Griff hält, ist keine Regierungskoalition ohne die ÖVP denkbar. Deshalb gibt es den totalen Stillstand im Tierschutz.

(mehr …)

Vollspaltenboden: die FPÖ will ein Verbot verhindern

Genau das ist es, was einen und insbesondere mich an der Politik so abstößt: einmal sagt man das und jenes, um einer gewissen Klientel zu gefallen, ein andermal sagt man andernorts das Gegenteil, weil man wieder andere potentiell einflussreiche Personen beeindrucken will. Nie sagt man die Wahrheit, was man wirklich denkt. Einfach völlig rückgratlos, als ob es nur um das Erlangen von Macht geht, egal um welchen Preis und egal welche Ziele umgesetzt werden sollen. Ein Mensch, der sich engagiert, um die Lebensqualität aller zu verbessern oder um Ungerechtigkeiten abzustellen, schaut anders aus. Anders jedenfalls, als die FPÖ.

(mehr …)

Laut FPÖ und Jungbauernschaft lieben Schweine Vollspaltenböden!

Die oö Jungbauernschaft behauptet in einer Aussendung „95 % der Schweine bevorzugen den Vollspaltenboden“. Der „Tierschutzsprecher“ der FPÖ sieht das ähnlich. Bei den Blauen meint man zu erkennen, dass Betonböden mit scharfkantigen Spalten, die mit Kot verklebt sind, bei den Schweinen beliebter seien, als Stroh. Natürlich, ich weiß, das ist ja nur Zynismus. Der Zynismus der Mächtigen, die sich über die von ihnen bis zum Massensterben ausgebeuteten Wesen belustigen. Aber da reden ja wieder die, die uns im Tierschutz immer als zu emotional und realitätsfern bezeichnen. Die behaupten, wir seien zu keinem seriösen Gespräch bereit. Dabei ist es natürlich genau umgekehrt. Und das wissen sie genau.

(mehr …)

Auflösung eines Jagdgatters: der Stand im Lainzer Tiergarten

Das Bild oben zeigt links das Jagdgatter Mayr-Melnhof und rechts den Lainzer Tiergarten

Als der VGT im Frühjahr 2015 seine Kampagne gegen die Gatterjagden in ganz Österreich begann, gab es noch immer die Massenabschüsse im Jagdgatter Lainzer Tiergarten. Mit 16 Futterstellen für Wildschweine und 11 für Rothirsche, Damhirsche und Mufflons gab es viele Tiere zum Abschuss. Bei den Wildschweinen sind 1500 pro Jahr verbürgt. Die Stadtregierung hatte uns in den Jahren davor erklärt, dass über die Gatterjagd so viel Geld eingenommen werde, dass man das nicht einfach beenden könne. Nach wenigen Wochen Demos des VGT vor dem Lainzer Tor beschloss die Stadt Wien aber den Versuch zu wagen, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten. Eine eigene Arbeitsgruppe wurde gegründet und ein Ausstieg aus der Gatterjagd bis Anfang 2021 beschlossen. Dann sollten auch Grünbrücken über die denkmalgeschützte Mauer eröffnet werden.

(mehr …)

Die bewegte Geschichte des größten Jagdgatters Österreichs: Der Lainzer Tiergarten

100 Jahre ist er 2019 alt, der Lainzer Tiergarten, dieses einerseits beliebte Ausfliegsziel der Wiener_innen, dessen liebliche Landschaft aber andererseits die düstere Geschichte von Massenabschüssen eines Jagdgatters überdeckt. Aus Anlass des Jubiläums hat die Stadt Wien nun ein Buch mit dem Titel „Der Lainzer Tiergarten einst und jetzt“ herausgegeben. Eigentlich ist es eine Neuauflage, weil ein Buch mit demselben Titel bereits 1923 erstmals erschienen ist. Und eigentlich ist es kein Jubiläum, weil der Lainzer Tiergarten unter dem Namen „kaiserlicher Tiergarten“ eine viel längere Geschichte hat. Das Buch ist aber äußerst spannend und allen zu empfehlen, die sich auch ein bisschen für die Grätzelgeschichten der Friedensstadt und der Gegend um die Kirche St. Hubertus interessieren. Ein bisschen ist es auch eine Geschichte der Jagd in Österreich und eine Geschichte des Verhältnisses der Menschen zur Natur. Auch der VGT wird im Buch als Teil der Geschichte des Lainzer Tiergartens erwähnt.

(mehr …)

Vollspaltenböden in der Schweinehaltung müssen weg!

Der VGT ist ein Netzwerk von autonomen Aktivgruppen quer durch Österreich. In den jeweiligen Bundesländern sind immer eigene Themen wichtig und die Aktivist_innen engagieren sich auf ihre Weise. Nur zu einem Thema finden wir uns bundesweit zusammen und kooperieren. Dieses eine Thema treiben wir unnachgiebig voran, bis wir die Mehrheit der Menschen erreicht haben, und sich diese Mehrheit auch politisch durchsetzt. Die Liste derartiger Erfolge ist lang, vom Pelzfarmverbot 1998 über das Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen 2002 und das Verbot von Legebatterien (zusammen mit einem Bundestierschutzgesetz und Tieranwaltschaften) 2005, dem Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen 2006 und dem Verbot der Käfighaltung sogenannter „Fleisch“kaninchen 2007, bis zum Kastenstandhaltungsverbot von Mutterschweinen 2012, Tierschutz in der Verfassung 2013, den Besatzdichtenreduktionen bei Masthühnern und Mastputen 2015 und den Gatterjagdverboten bzw. dem Verbot Zuchttiere zur Jagd auszusetzen 2015-2018. Die Pause zwischen 2007 und 2012 ist dem Tierschutzprozess geschuldet. Das Jahr 2019 widmen wir nun bundesweit dem Ende der Haltung von Schweinen auf Vollspaltenböden. Wir nennen das unsere Fokuskampagne. Und bis jetzt waren diese Kampagnen immer erfolgreich!

(mehr …)

Anwalt stellt Antrag auf Enthebung von Mayr-Melnhof als Jagdschutzorgan

Nachdem nun auch der Wiener Verwaltungsgerichtshof die rechtswidrigen Handlungen von Gatterjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof bestätigt hat, ist damit höchstgerichtlich rechtskräftig, dass Mayr-Melnhof in seiner Eigenschaft als beeidetes Jagdschutzorgan einen Tierschützer rechtswidrig festgenommen, ihn rechtswidrig verletzt (siehe Foto der Hand oben), ihm rechtswidrig mit Gewalt die Videokamera entwendet, ihn rechtswidrig in seiner Menschenwürde verletzt und ein Beweismittel fingiert und vor Gericht die Unwahrheit gesagt hat. So eine Person ist als beeidetes Jagdschutzorgan nicht mehr tragbar. Deshalb hat nun Anwalt Stefan Traxler die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung sowohl aufgefordert, Mayr-Melnhof seines Amtes zu entheben, als auch bei ihm sämtliche Kosten in diesem Verfahren einzutreiben.

(mehr …)

Von jagdlichen Fütterungen für Rehe und Hirsche

Zu meinem Beitrag auf diesem Blog, der sich kritisch mit jagdlich motivierten Fütterungen für Rehe und Hirsche in Österreich auseinandersetzt, siehe https://martinballuch.com/zu-wildfuetterungen-und-angeblich-so-tierlieben-hirschfluesterern/, wie auch zu meinem Blogeintrag zum Schitourengehen, siehe https://martinballuch.com/antwort-auf-orf-journalistin-ulli-wolfs-facebook-kommentar/, gab es einige Anfragen, die ich nun hier noch einmal deutlich ansprechen bzw. beantworten will. (mehr …)

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Urteil: Mayr-Melnhof hat Tierschützer misshandelt

Am 20. November 2017 hat Maximilian Mayr-Melnhof rechtswidrig Gewalt gegen einen Tierschützer ausgeübt, diesem mit Gewalt seine Videokamera entwendet, ihn an der Hand verletzt, ihn auch in seiner Menschenwürde verletzt, Beweismittel zu fingieren versucht und vor Gericht die Unwahrheit gesagt. Das jedenfalls hat das Landesverwaltungsgericht Salzburg in einem Urteil vom 23. Mai 2018 festgestellt, siehe https://martinballuch.com/landesverwaltungsgericht-bestaetigt-mayr-melnhofs-gewalttaten/.  Dagegen hat Mayr-Melnhof in Panik mit Rundumschlägen reagiert, dem Richter Befangenheit vorgeworfen – wie könnte es anders sein, wenn ein Salzburger Richter gegen einen Mayr-Melnhof urteilt! – und außerordentliche Revision zum Verwaltungsgerichtshof eingebracht. Dieser hat zunächst klargestellt, dass dieser Revisionsversuch keine aufschiebende Wirkung habe, d.h. dass das Urteil weiterhin rechtskräftig bleibt. Heute ist das Urteil (eigentlich vom 21. Dezember 2018) des Verwaltungsgerichtshofs in Wien, also des in dieser Sache österreichischen Höchstgerichts, eingetrudelt: die Revision wird abgewiesen. Damit ist nun auch höchstgerichtlich bestätigt, dass Mayr-Melnhof rechtswidrig Gewalt gegen einen Tierschützer ausgeübt und mit Gewalt eine Kamera entwendet hat!

(mehr …)

Mayr-Melnhof sperrt sein Jagdgatter für 2 Monate!

November und Dezember ist die Zeit der großen, tierquälerischen Treibjagden im Jagdgatter Mayr-Melnhof. Dafür sperrt er an den jeweiligen Tagen das Gatter. Von außen erkennt man dann, dass drinnen eine Jagd stattfindet. Möglicherweise will der Gatterjägermeister aber nicht, dass die Menschen wissen, wann die Jagd stattfindet. Möglicherweise will er auch nicht, dass andere Dinge, die zu dieser Zeit im Gatter passieren, an die Öffentlichkeit kommen. Anders ist schwer zu erklären, wie jemand einen 500 ha großen Wald aus forstlichen Gründen für 2 (!) Monate vollständig sperren will. Ich habe bei Forstleuten nachgefragt: so etwas ist völlig unbekannt. Normalerweise gibt es forstliche Sperren von vielleicht 2 ha Wald über 1 Woche. Aber 500 ha! Und noch dazu 2 volle Monate! Die Ausrede sind die Eschen, die ja jetzt überall von einem Pilz befallen sind, und plötzlich sollen sie gefährdet sein, umzustürzen und Wanderer zu verletzen. Just in der Zeit der Treibjagden. 2 Monate lang. Und danach nicht mehr. Wers glaubt wird selig.

(mehr …)