Colin Goldner, das Universelle Leben und der braune Rand der Tierrechtsbewegung

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Eine von UL-Gläubigen organisierte Demo in Wien gegen die Jagd

Kürzlich gehe ich mit einer Begleiterin über den Urban-Loritz Platz in Wien zur dortigen Bibliothek. Vor dem Eingang in der Winterskälte stehen 3 ältere Personen bürgerlichen Aussehens mit einem kleinen Infostand. Sie verteilen Flugblätter, die zum Vegetarismus aufrufen. „Das sind die Rechten“, sagt die Frau, mit der ich unterwegs bin, zu mir, „das Universelle Leben“. Die Rechten?, wundere ich mich und frage, woher sie das habe. Das sei doch klar, das werde doch überall erzählt, kam voller Überzeugung zurück. Genaueres konnte sie mir dazu aber nicht sagen.

Mit dem Thema „Universelles Leben“ (UL) habe ich mich schon auseinandersetzen müssen. Als wir 2002 und 2004 die ersten Male einen Tierrechtskongress in Wien abhielten, wurde ich von deutschen Tierschutzgruppen gefragt, ob wir eh das Universelle Leben aus der Teilnahme ausschließen würden. Als Begründung wurde mir genannt, dass diese Gruppierung strikt hierarchisch organisiert sei und daher in einem grundsätzlichen Widerspruch zur Tierbefreiungsidee stünde. Also strikt hierarchisch organisiert sind PETA, die Vier Pfoten und der Deutsche Tierschutzbund auch, ohne dass wir sie von unseren Kongressen verbannen. Aber das Universelle Leben sei eine religiöse Sekte, die würden sehr seltsame Dinge glauben und das werfe ein schlechtes Licht auf die Tierschutzbewegung. Naja, seltsame Dinge glauben sehr viele Menschen. Es gibt einige dezidiert christliche oder jüdische Tierschutzgruppen und vor allem gibt es große Strömungen innerhalb der Vegetarismusszene, die an Lichtnahrung, Reinkarnation oder auch Elfen und Geistwesen glauben. Will man der Tierschutzbewegung ein politisches Profil geben, dann darf man nicht andere ausschließen, sondern muss eben ausreichend viele Menschen für die eigene Sache gewinnen, sodass die Tierschutzbewegung auch tatsächlich ein politisch respektables Profil erhält!

Im Jahr 2002 kam einige Monate vor unserem Kongress ein deutscher Aktivist nach Wien, der gleich in unser Büro einzog und den wir dort wochenlang nächtigen ließen. Aus Freundlichkeit und Solidarität. Tatsächlich war er aber als Spitzel gekommen, wie sich später herausstellte, um Informationen einzuholen, die dann gegen uns genutzt werden konnten, um uns als UL-freundlich darzustellen. Unmittelbar vor Kongressbeginn erhielt ich Besuch eines Abgesandten eines katholischen Bischofs, der mir in einem 5 Stunden langen Gespräch die Gefahr vor Augen führen wollte, die vom UL ausgehe. Tatsächlich schien mir, dass ihn hauptsächlich deren kirchenkritisches Auftreten störte. Ausgelöst war dieser bischöfliche Einsatz durch einen Hinweis einer deutschen Tierschutzgruppe, dass uns das UL infiltriere. 2004 plante man von Deutschland aus sogar eine Blockade unseres Kongresses, doch letztlich begnügte man sich mit öffentlicher Kritik.

Nach langer Beschäftigung mit dem Thema bin ich zur Überzeugung gelangt, dass für mich das UL von anderen Glaubensgemeinschaften nicht grundsätzlich zu unterscheiden ist, außer dass dort eine eindeutig ehrlich gemeinte Tierschutzbotschaft eines der zentralen Themen darstellt. Das kann mich allerdings nur freuen. Die UL-Gläubigen, die ich bisher kennengelernt habe, waren alle durchwegs nette Menschen mit einem Tierschutzanliegen, zumeist eher bürgerlich konservativ, aber manchmal auch linksalternativ. Es gibt keine Zusammenarbeit zwischen UL und VGT, aber wir stehen auf dem Standpunkt, dass der religiöse Glauben der Menschen Privatsache ist und uns nichts angeht. Nach Jahrzehnten eines mehr oder weniger losen Kontakts mit UL-gläubigen Personen sage ich mit Überzeugung, dass ich an deren Ansichten und öffentlichen Wirkungen nichts „Braunes“ gefunden habe.

Deswegen hat es mich von Anfang an entsetzt, als 2004 in den 2 damals dominierenden deutschen Tierschutzmagazinen in jeweils Extraausgaben gegen das UL zu hetzen begonnen wurde. Mir schien damals und scheint bis heute, dass die vorgebrachten Anwürfe im Wesentlichen propagandistisch sind und keine Substanz enthalten. Alle Kritik lässt sich genauso gegen andere Kirchen und Glaubensrichtungen vorbringen und rechtsradikales Gedankengut kann ich beim besten Willen keines entdecken. Richtiggehend erschrocken bin ich über die danach einsetzende Ausgrenzung und Gehässigkeit, die die Szene durchsetzte, wenn auch fast nur in Deutschland, in Österreich deutlich weniger. Die Verfassung und die Menschenrechte garantieren, dass niemand aufgrund seines Glaubens oder seiner Weltanschauung benachteiligt werden darf. Das trifft auch auf UL-Gläubige zu, Ausnahme ist nur der Nationalsozialismus, weil dieser eine so starke Bedrohung darstellt und schon einmal die Welt in Schutt und Asche gelegt hat.

„Der braune Rand der Tierrechtsbewegung“ heißt ein Blogeintrag von Colin Goldner, siehe http://alfred.blogsport.de/texte/der-braune-rand-der-tierrechtsbewegung/, der in der gesamten ersten Hälfte seines Textes nur vom UL handelt, obwohl es tatsächlich rechtsradikale Gruppierungen gibt, die sich in die Szene einschleusen und die aufgedeckt gehören. Wer gegen Neonazis ist, müsse auch gegen das UL sein, und wer das UL nicht ausschließe, könne auch Neonazis nicht ausschließen, meint Goldner. Dabei verhindert er mit diesen Worten selbst ein effektives Vorgehen, weil man mit den Begriffen „rechtsradikal“ und „brauner Rand“ vorsichtig umgehen muss, um ihre sinnvolle und berechtigte Anwendung zu bewahren.

Ich habe Neonazis im Gefängnis kennen gelernt. Nein, das UL hat mit solchen Personen nichts gemeinsam und fällt daher als Religionsgemeinschaft unter den Schutz der Menschenrechte. Das ist meine Überzeugung.

101 thoughts on “Colin Goldner, das Universelle Leben und der braune Rand der Tierrechtsbewegung

  1. Dean says:

    Ach Peter, mach dir um mich mal keine Sorgen, ich bin schon in Behandlung, also dir einen Schritt voraus! Und ich will euch weder verscheuchen, noch in Gruppenzwang nehmen oder euch verbieten hier zu schreiben, ich will euch eher philosophische Geburtshilfe leisten! Und es wäre heuchlerisch da nicht mit gutem Beispiel voranzugehen, also selbst das Weite zu suchen! Danke, Aufwiedersehen

  2. Dieser Schlagabtausch hier in diesem Blog ist eine Zirkusnummer, die belegt, weshalb wir nichts von dem Klientel halten, das u. a. auch Franzinelli vertritt und verkörpert. Hier spielen sich Leute als Anhänger von Freiheitlichkeit, Linksliberalität, Toleranz, Respektanz und Menschenrechten auf, die über eine gemeinnützige Orga und deren Gründer herfallen, weil diese von den Errungenschaften der Rechtstaatlichkeit Gebrauch machen. Nicht Franzinelli, der beleidigt, diffamiert, und erniedrigt wird angegriffen und als Karzinom bezeichnet, sondern die Opfer, also die AKT und meine Person, weil wir den Rechtsstaat auffordern, die strafbewehrten Vergehen zu ahnden.

    Was zeigt uns dies? Wenn sich das Spektakel nicht hier in diesem virtuellen Blog, sondern in einer U-Bahn abgespielt hätte, hätte Emil mich schon längst zusammengeschlagen und Dean und Amor und die anderen feigen User, die sich hinter Nicks verstecken (i. w. L. wären sie dann wohl vermummt) mich ins Gleisbett geschupst und genüsslich zugesehen, wie mich der Zug zerfetzt. Und Emil wirft Sabine Eigner exakt das vor, was auf ihn selbst, Dean und Amor und die anderen, die sich hier abreagiert haben, zutrifft. sabine hat gut zusammengefasst, was auch mein Eindruck ist.
    Übrigens: Unser Engagement im M. B. Blog hat uns schon drei weitere Förderer beschert – nicht alle, die hier lesen weisen also diese destruktive Mentalität auf, wie die, die sich hier so vehement und krankhaft hervor tun. Die anderen haben einfach nicht die Nerven, so viel Feindseeligkeit und Arroganz zu trotzen, sie spenden nun lieber an den, der die Stirn dazu hat.

    Dies hier ist eine reale Psychostudie und Ihr seid unsere Probanden – wir danken für Euer erwartungsgemäßes Verhalten und Eure grandiose Mitwirkung zum Gelingen dieses Versuches. Kennt Ihr den Film „Das Experiment“ – dort ist es genau so. Leisetreter und Armleuchter im wirklichen Leben entpuppen sich im Experiment als Sadisten und Faschisten, die völlig die Kontrolle über ihr Verhalten und den Bezug zur Verhältnismäßigkeit ihrer Methoden verlieren. Und sie halten sich ebenfalls für „im Recht“.

    Das Ergebnis dieses Falls hier beweist vor allem eines: Leute, die so gestrickt sind, haben keine guten Absichten, auch wenn sie sich hinter diesen verstecken – das machen schließlich alle Scharlatane und Soziopathen so. Sie geben vor, Gutes und Rechtschaffendes zu wollen und tarnen auf diese Weise ihre wahre Gesinnung. Darüber gibt es massenhaft Bücher und es ist sehr lehrreich, wenn man die Inhalte in solchen Fällen wie hier bestätigt bekommt.

    Zumindest Franzinelli, der ja in der autonomen Szene eine so große Nummer zu sein scheint kennen wir nun und dieser Fall wird von uns eingesetzt werden, sollte er sich jemals in Sachen Menschen- und Tierrechte und als gebildeter Mensch nochmals in der Öffentlichkeit hervor tun. Denn hier ist der Beweis, wes Geistes Kind er wirklich ist, wie es um seine Bildung und seine Vorstellungen von Rechtsstaatlichkeit wirklich bestellt ist.

    Wir werden Franzinellis jüngsten Post ebenfalls an die StA weiterleiten, und: Wir haben ihn nicht beleidigt, das erledigte er schon selbst, was diese „Diskussion“, die nie eine wurde, hinlänglich beweist.

  3. Sabine Eigner says:

    Emil, ihre aufmerksamkeitsheischende Art und Weise der Inszenierung ist wahrhaft lächerlich. Das sieht aus wie ein erbärmlicher Hilferuf an Ihresgleichen, da sie sich alleine nicht trauen. Diese haben allerdings auch keine besseren Ideen, als das althergebrachte, wahllose und anhaltslose Herumpöbeln, schön versteckt hinter irgendwelchen Pseudonymen, weil sie nicht den Mut haben für ihre Worte einzustehen. Man sollte, um sich im Internet aktiv beteiligen zu dürfen, einen Scanner für den Personalausweis einführen, man findet keine Worte für die Asozialität, die sich die Leute hier erlauben!
    Der Staatsanwaltschaft geht es im Übrigen nicht um die Inhalte der Diskussion, sondern um den wohl eindeutig erfüllten Tatbestand der Beleidigung. Warscheinlich wird diese Aktion nur dazu führen, dass sich noch mehr Menschen feige hinter ihrem Pseudonym verkrümeln werden (im echten Leben bringe ich es nicht, aber im Internet, da bin ich wer), aber wenigstens haben Sie dann mal die Rechnung für ihre überhebliche Art und die übergroße Klappe bekommen.
    Dean, sie verteidigen niemanden, denn dazu müsste man sich zu ihm bekennen, und dazu fehlt ihnen wohl auch die Größe. Stattdessen machen Sie einfach mit und lassen sich von dem blutgeilen Mob treiben, treten auch ein-, zweimal zu und spucken ein paar Mal drauf. Wirklich ein Jammer, dass sich die Menscheit seit dem Mittelalter einfach nicht weiterentwickelt hat!
    „Dean
    14. April 2014 at 14:17
    Wenn Sie Gleichgesinnte suchen, dann überdenken SIE ihre Philosophie!“
    Ja, das ist ihre Art der Suche nach „Gleichgesinnten“, sie hängen ihr Fähnchen in den Wind wie die Bundeskanzlerin Merkel und schauen erst einmal, was denn heute angesagt ist. Nein, das ist keine Suche nach Gleichgesinnten, denn dazu benötigt man eine Gesinnung (http://www.duden.de/rechtschreibung/Gesinnung)! Ihre Art gleicht eher der „Meinungsprostitution“.
    Wer sind wir denn, wenn wir uns von einem Blog fern halten, weil wir dort beleidigt werden?
    Wer sind wir denn, wenn wir uns von ein paar dahergelaufenen Typen anmachen lassen und uns dann verkrümeln, oder gar von unseren fundierten Standpunkten abrücken, weil sie einer handvoll missgünstigen Internetgestalten nicht schmecken?!
    Weil die wenigen guten Menschen, im Gegensatz zu ihren pervertierten Artgenossen, so konfliktscheu waren, sieht unsere Welt heute so mies aus.
    Ich jedenfalls unterstütze die AKT auch finanziell, und zwar besonders gerne, wenn sie vor diese Figuren nicht den Schwanz einzieht, denn das ist, wie so ziemlich alles was die AKT leistet, einzigartig.

  4. Amor says:

    @ Arras,

    ich an deiner Stelle würde direkt zum Bundesverfassungsgericht gehen.
    Bei allen anderen Instanzen verlierst du nur Zeit!
    Optimal wäre natürlich das Einschalten des Internationalen Gerichtshof in Den Haag, aber sie haben gerade mit den Japaner zu tun und wirst du nicht gleich empfangen!
    Amor

  5. Dean says:

    Na Bum! Es ist schon lustig wie sie sich da selbst widersprechen und sich aus ihrer Doppelmoral gerne selbst herausnehmen aber anderen das Gleiche anlasten! Soviel Selbstwidersprüchlichkeit muss ich erst mal verdauen!
    Aber ja, mit Kopfschütteln und Bedauern lese ich ihre Zeilen, und muss feststellen – alle Mühe wäre vergebens.
    Falls es ihnen Trost ist, ich habe Emil nicht verteidigen wollen weil ich nicht mal alles durchgelesen habe was hier vorgefallen ist, aber wegen Beleidigung zu klagen (oder wie sie es auch nennen wollen) ohne vielleicht auf die Idee zu kommen des Blogs fernzubleiben ist ungefähr so logisch wie, keine Ahnung, sowas unlogisches will mir nicht mal einfallen! Da helfen Ihnen die Ermahnungen auch nicht weiter, es zwingt sie keiner sich der Beleidigung auszusetzen! Also was soll der Richter sagen? Weil das AKT sich von Balluchs Blog nicht fernhalten kann, und dadurch, trotz merhmaliger Mahnung, sich Beleidigung ausgesetzt sah, muss Emil dies so und so begleichen? Ach bitte… Ich sage es Ihnen nochmals, Gut wenn sie Tiere schützen, Gut wenn sie ein Institut dafür haben, Gut wenn sie Freunde und Sponsoren haben, aber bitte, hören sie auf ihre Mitweltethik auf diese Art und Weise hier zu verbreiten! Auch wenns Ihr gesamtes Lebenswerk zu sein scheint, jeden vernunftbegabten Menschen muss es schmerzen ihre PDFs zu lesen.
    Mit Zuckerbrot und Peitsche setzen wir die Ethik durch! So sollten sie Ihre Ethik auch predigen… Und wenn wir schon bei Beleidigungen sind: das AKT beleidigt ja die Leser und Poster hier genau so, nur eben subtiler!

  6. Dean says:

    Wenn Sie Gleichgesinnte suchen, dann überdenken SIE ihre Philosophie!

  7. Dean says:

    Jetzt sog i’s da wos ma zu dem bei uns in österreich sogn würd: Ge oida, Arras, reiss di zam oida! Des kau ned woa sein wie’s di do auffiast ! Wenn’s da ned passt, hoist hoit di Goschn und tust do kan klogn, vastehst?! des is a schaß wost do gmocht host!

    oder so ähnlich 🙂

    Aber Herr Arras, auch wenn es Ihnen das höchste Anliegen ist, ihre Ethik an den Menschen zu bringen, so müssen Sie bei solcher Resonnanz auch einsehen, dass dies vielleicht hier nicht richtige Ort dafür sei?! Vielleicht wäre es wirklich klüger sich wo anders mehr zu engagieren? Denn zu klagen hat es hier keiner nötig, und dass Sie geklagt haben ist finde ich sehr traurig und bedauerlich!
    Sie können es nicht leugnen das Gefühl zu haben hier gegen einen Widerstand zu kämpfen, aber es liegt nicht an uns Sie nicht zu akzeptieren, ihre Ansichten und ihre Ethik sind einfach nicht überzeugend, auch wenn Sie noch so stark davon überzeugt sind! (wenn ich das mal stellvertrettend auch für andere behaupten darf!)
    Selbst wenn der Tierschutz Sie und diese Plattform hier verbindet, so bedeutet dies nicht, dass diese Verbindung derart zu missbrauchen ist, ihre Weltanschauung trotz reichlich Kritik anderer User, unentwegt totalitär und ignorant durchsetzen zu wollen!

  8. Amor says:

    Für die Mitweltethiker wird dieses Verfahren ein voller Erfolg sein, da sie Dank Peter H. Arras und seiner Rachelust erneut etliches Geld in den Sand setzten werden.

    Schätzungsweise werden außer den eigenen Anwaltskosten mindestens so um die 2000 Euro Minus dazu für den Gegner kommen, für eine Klage, die nicht hätte viel unsinniger sein können.

    Auch wenn mich diese unterentwickelte Streitkultur von AKT sehr amüsiert, frage ich mich trotzdem, wer letztendlich für all diesen Klageschwachsinn eines Peter Arras und des AKT angesichts ihrer leeren Kassen bezahlen wird?

    Ich schätze, demnächst hören oder lesen wir noch von Sammelspenden des AKT für Klagen gegen (linke) Tierrechtler, denn diese lauern –wie das Böse– immer und überall.

    Amor

  9. robo says:

    peinlichkeitsperfektionismus a´la akt

  10. Amor says:

    Das Karzinom dieser Web-Seite: die AKT-Volkserzieher!
    Wann werden die endlich kapieren, dass ihr chronischer Schreibdurchfall eine dringende Therapie braucht, damit er aufhört.
    Es stinkt und eckelt allen langsam-langsam, und nur die merken es nicht.
    Amor

  11. Emil says:

    es tut mir leid, balluchs seite mit dieser schwachsinnigen angelegenheit weiter zu belasten, aber da arras – bzw. sein „institut“ – hier am 18.2. öffentlich geäußert hat: „Emil Franzinelli wird nun jedenfalls von Peter H. Arras strafrechtlich zur Anzeige gebracht – soviel steht nun fest, nachdem er trotz mehrfacher Aufforderung sich nicht etwa entschuldigt, sondern seine Beleidigungen wiederholt hat.“ und ich von dritten bereits deswegen angesprochen wurde, hier der aktuelle stand:

    ich hatte arras zuvor ausdrücklich dazu aufgefordert. mich tatsächlich anzuzeigen und nicht nur mit dieser unbegründeten drohung druck aufzubauen und bei dritten den eindruck zu erwecken, eine anzeige könnte bestand haben. damit würde dann auch richterlich festgestellt werden, wie es sich mit meinen und mit seinen äußerungen und ansichten so verhält. der aktuelle stand der anzeige ist, dass es sie bisher verständlicherweise nicht gibt.

  12. Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main führt das Ermittlungsverfahren gemäß Schreiben an uns vom 24.03.2014 gegen Emil Franzinelli unter dem Aktenzeichen 6130 Js 212483/14.

    Wie unglaubwürdig, vermessen und albern Franzinelli ist, sieht man an diesem Kommentar oben – denn diese Angelegenheit hat hier wirklich nichts verloren. Der Mann ist so selbstwertschwach, dass er hier nun ein Publikum für sich zu gewinnen hofft.

    Wir werden diesen seinen Post sogleich an die Staatsanwaltschaft weiterleiten, damit die mal sehen, wie dringend Strafe für diesen Typ Not tut.

  13. Emil says:

    seltsam, habe noch keine post von der staatsanwaltschaft bekommen. dass ich welche kriegen sollte, also dass eine staatsanwaltschaft daran substanz gefunden haben sollte, wundert mich auch. dass ich mit meinem letzten post mit bezug auf die anzeige eine bühne für mich suchen würde und sogar mein letzter post dafür geeignet wäre, um den prozess gegen mich voranzutreiben, ist mal wieder absoluter quatsch. aber dies zu behaupten, stellt dann wohl auch wieder eine beleidigung dar, die es sich lohnt, der staatsanwaltschaft weiterzuleiten 😉

  14. Es muss hier unter den „Diskutanten“ eine erschreckende Desinformiertheit bezüglich rechtsstaatlicher Prinzipien festgestellt werden, die uns wirklich amüsiert.
    Franzinelli hat mehrfach unseren Gründer und unsere Einrichtung aufs Straflichste beleidigt und somit die Straftatbestände §§ 185, 186 und 187 Strafgesetzbuch Deutschlands erfüllt.

    Mehrere Aufforderungen, sich zu entschuldigen, hatte er in den Wind geschossen und seine Straftatbestände wiederholt und teilweise noch verschärft. Die Staatsanwaltschaft ist bei dieser eindeutigen Beweislage verpflichtet, das Verfahren gegen ihn zu eröffnen – ob sie will oder nicht, zumal hier das öffentliche Interesse sehr wohl tangiert wird und Geringfügigkeit wegen der Schwere der Äußerungen als Einstellungsgrund nicht in Betracht kommen kann.

    Eine Einstellung würde eine Beschwerde unsererseits bei der Oberstaatsanwaltschaft bis hoch zur Generalstaatsanwaltschaft und das Einschlaten der Medien zur Folge haben. Die Annahme, dass ein Richter befinden würde, dass Franzinelli die AKT und Arras beleidigen darf, ist naiv bis zum Anschlag.

    Unseren Widersachern hier und vor allem Franzinelli ist ganz offensichtlich nicht der Unterschied zwischen einem Strafantrag und einer Klage bekannt oder bewusst – was bezüglich des Bildungsstandes der Betreffenden echt tief blicken lässt. Wes Geistes Kinder die Leute hier sind, die nun auf uns los gehen, nur weil wir uns rechtstaatlicher Mittel bedienen, zeugt in der Tat von faschistoiden und totalitären Ansichten. Während Ihr „Menschfreundlichkeit“ heuchelt, sind wir es wirklich. Leute wie Franzinelli müssen strafrechtlich verfolgt werden, weil es ihm erwiesener Maßen an Anstand, Ethik und Menschlichkeit im positiven Sinne gegenüber Andersdenkenden mangelt, denn er weist u. E. eine gefährliche Charakterstruktur auf, die nicht früh genug erkannt und der nicht früh genug begegnet werden muss.

    Unter der Fassade der „Freiheitlichkeit“ verbirgt sich ganz offensichtlich gegenteiliges Gedankengut – so war es schon oft in der Geschichte. Wir jedenfalls lassen uns nicht einschüchtern und werden auch weiterhin unsere Überzeugungen vertreten. Je mehr Gegenwind kommt, um so mehr werden wir diesem trotzen. Weil in der Geschichte die Guten stets gekniffen haben und nicht das Standing aufwiesen, wird die Welt vom Bösen und der Dummheit beherrscht.

    Es ist Bestandteil unserer Ethik, diesem Trend Widerstand zu leisten. Ihr könnt Euch also noch so sehr anstrengen, uns noch so sehr im Schutze Eurer feigen Pseudonyme erniedrigen – Ihr erreicht das Gegenteil von dem, was Ihr damit bezwecken wollt. Denn das Gras sprengt den Beton.

  15. Emil says:

    „Franzinelli hat mehrfach unseren Gründer und unsere Einrichtung aufs Straflichste beleidigt und somit die Straftatbestände §§ 185, 186 und 187 Strafgesetzbuch Deutschlands erfüllt.“, „Straftatbestände wiederholt“, „eine gefährliche Charakterstruktur“ oder ungekürzt: „Leute wie Franzinelli müssen strafrechtlich verfolgt werden, weil es ihm erwiesener Maßen an Anstand, Ethik und Menschlichkeit im positiven Sinne gegenüber Andersdenkenden mangelt, denn er weist u. E. eine gefährliche Charakterstruktur auf, die nicht früh genug erkannt und der nicht früh genug begegnet werden muss.“
    das ist von vorne bis hinten einfach nur quatsch, schwachsinn. diese äußerungen stehen dir überhaupt nicht zu. du bist weder psychologe noch jurist, führst dich aber öffentlich so auf und äußerst dich sehr anmaßend über dritte, denen du dann das recht absprichst, dazu ihre meinung zu sagen. das dann abwertend als „quatsch“ und dich als „trottel“ zu benennen, ist gerade angesichts deiner eigenen beleidigungen keine beleidigung im rechtlichen sinne, sondern eine wohlbegründete meinung und ein erwidern und nicht zuletzt im kontext von opferschutz (homosexuelle) mehr als gerechtfertigt. bei deinen äußerungen hingegen bin ich mir nicht sicher, ob sie strafrechtlich nicht von interesse sein könnten. na ja, vielleicht kommt ja noch mal was von der staatsanwaltschaft, auf das sich dann eingehen ließe.

    @ sabine: das ist erschreckend hasserfüllt und beleidigend, was du von dir gibst (praktizierte „Mitweltethik“?) und ganz schön konstruierend. deswegen begrüße ich es ja ausdrücklich, dass ihr die staatlichen profis damit beauftragen wollt, meine „straftatbestände“ zu beurteilen. bei zu erwartendem ausgang werdet ihr eure „juristischen“ behauptungen nicht mehr äußern dürfen.

  16. „…jeden vernunftbegabten Menschen muss es schmerzen ihre PDFs zu lesen.“

    @ Dean: Können Sie auch sachlich argumentieren oder nur schwafeln? Zuckerbrot und Peitsche – genau das ist unsere Strategie.

    PS.: Beleidigungen gegenüber einem Pseudonym kann nicht den Straftatbestand einer Beleidigung erfüllen – wussten Sie das?

    So, jetzt haben Sie wieder was zum Grübeln – hoffentlich stürzt Sie dies nicht wieder in Depressionen 😉

  17. Sabine Eigner says:

    Erst einmal danke an AKT für die im Voraus getätigte Antwort, sie sprechen mir aus der Seele. Ich habe mich bereits auf ihrer Seite umgeschaut und muss sagen, sie gefällt mir außerordentlich gut, besonders die Textesammlung bietet mir wohl noch viel Lesestoff.
    An Daniel: An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich mit Linken nicht gerade viel positive Erfahrung gemacht habe, aber meine spezielle Kritik galt dem Wort liberal, denn wie Sie uns eben aufgezeigt haben, sind Sie das genaue Gegenteil. Jeder der einen anderen Standpunkt vertritt als Sie und ihre „politischen Verwandten“ ist sofort als „rechts“ einzustufen. Weswegen die Beschreibung „linksradikal“ meines Erachtens wesentlich trefflicher ist.
    Im Übrigen fasse ich es als Beleidigung auf, als homophob bezeichnet zu werden – nur weil ich nicht juble wenn Abnormitäten immer mehr Raum und Aufmerksamkeit greifen. Ich kann auch sehr gut auf ihre Freundschaften verzichten, wenn diese bedeuten, ich müsse meine Werte aufgeben.
    Eine Sekte ist außerdem eine Glaubensabspaltung und die AKT kann wohl mit Recht behaupten, kein Produkt einer Religion zu sein, sondern eine eigenständige und einmalige Organisation die sich nicht nur auf eine Disziplin beschränkt, sondern Zusammenhänge erarbeitet.
    Ich werde auch in Zukunft diesen Blog besuchen und hoffen dass Herr Arras einen bleibenden Eindruck bei den Denunzianten hinterlässt, denn dieses unmögliche, ehrlose Verhalten muss Konsequenzen haben – solche Menschen würden sich niemals trauen jemandem das Gleiche ins Gesicht zu sagen!

  18. Daniel says:

    Liebe Sabine, Ihrer abwertenden Verwendung von „linksliberal“ entnehme ich Zuneigung zu rechtem Gedankengut. Da werden Sie hier nicht auf viel Freunde stossen, denn die meisten Aktivisten und Tierschützer sind nunmal politisch eher links anzusiedeln (mit Ausnahme vielleicht dieser AKT-Sekte). Mit Ihren homophoben und ignoranten Bemerkungen werden Sie auch bei einem Herrn Balluch nicht auf offene Ohren stoßen. Aus Tierschutz wird sehr wohl etwas, nicht zuletzt dank der vielen linken Aktivisten. Wenn Sie sich in Zukunft von diesem Blog fernhalten, ist mir das nur Recht.

  19. Ausgerechnet Daniel, der von M. B. zu einem anderen Thema in diesem Blog schon den Marsch geblasen bekommen hat, will nun deuten, welche Kommentatoren hier willkommen sind und welche nicht?
    Es gibt sehr viele Tierschützer und Tierrechtler, die NICHT der linken Szene angehören – sie stellen die Mehrheit. Zu schließen, dass alles rechts ist, was nicht links ist, zeugt von der fanatischen Engstirnigkeit der Linken am „linken Rand“ der Szene – mindestens ebenso gefährlich wie der rechte Rand es ist (falls es diesen überhaupt gibt).
    Die AKT als „rechts“ und als „Sekte“ zu bezeichnen, ist ehrverletzend und nach deutschem Recht strafbar. Nur weil Daniel als Unbekannter agiert, erlaubt er sich, neben anderen hier, gegen geltendes Recht zu verstoßen. Emil Franzinelli wird nun jedenfalls von Peter H. Arras strafrechtlich zur Anzeige gebracht – soviel steht nun fest, nachdem er trotz mehrfacher Aufforderung sich nicht etwa entschuldigt, sondern seine Beleidigungen wiederholt hat. Es stellt ein Beitrag zur Verbesserung unseres Miteinanders und unserer Streitkultur dar, Figuren wie Emil und Daniel die Stirn zu bieten und sie in ihre Schranken zu verweisen – schade, dass M. B. das nicht auch so sieht.
    Der Diskussionsverlauf in diesem Blog ist bezeichnend für die Krankheit dieser sogenannten Tierrechtsbewegung. „Danke“ an alle, die hier mitgewirkt haben, um dieses Faktum ein weiteres Mal belegen zu können.

  20. Sabine Eigner says:

    Ich bin einfach sprachlos…
    Hin und wieder schaue ich auf den Blog von Herrn Balluch, finde dort des öfteren auch einen interessanten Beitrag, aber das hier… ist einfach die Härte. Ich beziehe mich jetzt nicht auf den Beitrag, denn von UL habe ich nicht wirklich Ahnung und auch keine Erfahrungswerte, deswegen halte ich mich an dieser Stelle einfach raus.
    Meine Empörung gilt der mangelnden Streitkultur die hier an den Tag gelegt wird. Als ich las, dass für diesen Beitrag inzwischen 80 Kommentare gepostet wurden, war ich sehr überrascht und freute mich auf eine rege Diskussion. Stattdessen geht es hier hauptsächlich um völlig andere Themen, die hier von Diskutanten herbeigezogen werden um sich nicht die Blöße geben zu müssen, nicht adäquat antworten zu können. Doch dieser Schuss ging eindeutig nach hinten los! Ich freue mich, dass hier endlich jemand diese umstrittene Sache mit der Homosexualität grundlegend, logisch und umfassend erklärt – in den Talkshows sind bisher stets nur Christen zu Wort gekommen, die entweder mit ihrem Familienbild oder mit biblischer oder göttlicher Vorhersehung argumentieren und zudem zahlenmäßig stets in der Unterzahl vertreten sind. Ich erachte es als richtig, einem Kind eine geordnete Familienstruktur (mit Mann und Frau) vorzuleben, in der es auch einmal zu Disparitäten kommen darf, solange man sich zusammen an einen Tisch setzt und vernünftig miteinander redet. Schade dass vielen hier niemand vorgeführt hat, wie das richtig geht. Denn, vorrausgesetzt dass man wirklich will, kann man alles klären. Anders als zum Beispiel „Petra“, um sie zu zitieren:
    „@Felix Dening – Nicht verstanden oder mit Absicht falsch verstanden. […]“
    Bereits da liegt das Problem. Während manche hier sachlich ihre Argumente austauschen wollen, bekommen sie von den Kontrahenten nur willkürliche, unsachliche Antworten und Beleidigungen entgegengebracht – wirklich unterstes Niveau. Ich kann meine Empörung gar nicht angemessen in Worte fassen!
    Zudem bin ich sehr enttäuscht von Herrn Balluch, dass Sie solch eine – ich kann es nicht anders ausdrücken – Asozialität auf ihrem Blog zulassen. Sie als Bloginhaber müssen doch das Recht haben, solch beleidigende Inhalte löschen, es ist schließlich auch keine Zensur auf den guten Ton in einer Diskussion zu achten!
    Ich für meinen Teil bin jedenfalls froh, dass meine Kinder die Schule bereits abgeschlossen haben und für diese Indoktrination, wie sie in Baden-Württemberg stattfinden soll und anscheinend schon fast überall erfolgreich stattgefunden hat, nicht mehr gefährdet sind.
    Liebes AKT – Institut für Mitweltethik und andere, konstruktiv orientierte Diskutanten,
    Ich finde es klasse dass ihr euch hier sogar im Einzelnen bemüht und eure Zeit investiert, mit Menschen diskutiert und eure Argumente an den Mann bringt. Ich weiß nicht, ob das richtig ist, aber ich glaube nicht, dass in dieser links“liberalen“, völlig realitätsfernen Tierschutzszene noch etwas zu retten ist. Ich wundere mich jedenfalls nicht mehr, warum aus dem Tierschutz einfach nichts wird. Wie sagte einst Jesus (nein, ich bin kein Christ): „Wenn dir die Menschen nicht zuhören, schüttle den Staub von den Füßen und zieh weiter.“
    Wenn jeder, der hier so giftige und laute Töne spuckt, auch nur halb so viel geleistet hätte wie die AKT, würde man bei dem Wort Tierschutz auf den bitteren Beigeschmack verzichten können. Es ist wirklich schade dass man sich in diesem Umfeld mehr an seinen sogenannten Mitstreitern aufhält, als an den wahren Gegnern.

  21. Liebe Sabine Eigner – vielen herzlichen Dank für Ihre wahren Worte!!! Wir vermuten, nein wir hoffen, dass wesentlich mehr Menschen Ihres Niveaus da draußen und auch in diesem Bog unterwegs sind und Leute, die noch keine Überzeugung zu der aufgeworfenen Thematik haben. Für diese engagieren wir uns – sicherlich nicht für Emil Franzinelli und Co. – nicht dass Sie einen falschen Eindruck bekommen. In den vielen Jahren unseres Engagements haben wir ein dickes Fell und dicke Hornhaut bekommen – wir lassen uns nicht davon abbringen, unsere Überzeugungen zu artikulieren und wir lassen uns auf keinen Fall einschüchtern – weder von den offiziellen Gegnern der Tiere, noch von den inoffiziellen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie mal unsere Website (www.akt-mitweltethik.de) besuchen, und den direkten Kontakt zu uns suchen würden. Danke und alles Gute!

  22. Martin C. says:

    Dass sich das UL von sich aus distanziert hat, war mir bis jetzt nicht bekannt, ich dachte eher die allgemeine Stimmung gegen das UL wäre der Grund gewesen. So erklärt sich natürlich einiges (Sommerfest etc.).

  23. Martin Balluch says:

    Liebe Tina, kurz ein Wort zur Situation in Österreich. Während ich noch in U-Haft im Gefängnis saß, gab es für die UL-Aktiven einen Befehl „von oben“ (gemeint ist hier nicht Gott sondern die Chefetage von UL), mit dem VGT absolut nichts mehr gemeinsam zu machen, an Kongressen und Demos nicht mehr teilzunehmen und bei den Sommerfesten keine Info- oder Verkaufsstände zu machen. Es hat mich einerseits erstaunt, dass so etwas möglich ist – also ich ließe mir von keinem Chef die Teilnahme an einer Demo verbieten -, und andererseits ist es natürlich nicht sehr solidarisch, sich gerade in einer solchen Situation zu distanzieren, wo wir vom VGT doch eine Gruppierung waren, die bei Angriffen gegen das UL nicht mitgemacht hatten.

    Nachdem ich aus dem Gefängnis gekommen war, haben sich einige UL-Gläubige bei mir entschuldigt, dass sie sich distanzieren müssen, aber als kleine Glaubensgemeinschaft würden sie gesellschaftlich schon so angegriffen werden, dass sie sich eine Solidarität mit anderen AussenseiterInnen nicht leisten könnten. Eine Person hatte sogar das UL verlassen und mir das mitgeteilt, war danach zwar gedämpft UL-kritisch, wollte darüber aber nicht näher sprechen.

    Resümee: Seit Mai 2008 gibt es keine Veranstaltung des VGT mehr, an der das UL in irgendeiner Form teilnimmt. Und diese Ausgrenzung ist selbstauferlegt.

  24. Tina says:

    Na das ist ja wirklich ein erfrischender Diskussionsstil. (VORSICHT, IRONIE) Aber keine Sorge, ich bin nicht gekränkt, ich würde mich nur nicht besonders akzeptiert fühlen, wenn Sie… (restlicher Satz siehe oben, einfach nochmal durchlesen, bitte, danke)

    Ich finde auch nicht die Diagnose Borderline an sich herabwürdigend (wenn diese professionell gestellt wurde, was meiner bescheidenen Meinung nach nicht in einem Forumspost geschieht) sondern die Tatsache, dass die dies Leuten aufgrund ihrer sexuellen Vorlieben unterstellen. Aber vielleicht sind „die“ ja auch „nur“ Tierquäler, hm?

    Und ich glaube nicht dass es ein Gewinn für mich wäre, mich von Ihnen „sozialisieren“ zu lassen bis mein Verhalten ihren Vorstellungen eines „artgemäßen“ Verhaltens gegenüber sexuellen Minderheiten entspricht.

    Schönen Tag! 😉

  25. Tina says:

    Lieber Martin, wenn auf den Flyern Links zu Seiten der Glaubensgemeinschaft sind, dann würde ich das schon als eine Art Werbung für dieselbe werten.

    Wenn Leute wegen ihres Glaubens angefeindet werden ist das m.E klar nicht in Ordnung. Aber zb. wenn andererseits ein Veranstalter/eine Veranstalterin sagt auf ihrem Event will sie keinen Stand von einer UL-nahen Firma haben, dann würde ich da jetzt nicht unbedingt die Menschenrechtsverletzungskeule (welch eine Wortschöpfung!) auspacken. (Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen?)

    Mir wurde übrigends von einem Bekannten schon erklärt, dass ich als Veganerin doch Anhängerin dieser seltsamen Ufo-Sekte namens Universelles Leben sein müsse, sowas finde ich dann nun schon leicht beunruhigend für den Ruf der VeganerInnen. 😉 (Das ist aber schon ein paar Jährchen her)

    Im Prinzip ist die Sache ziemlich schwierig, im Netz kursieren diverse Behauptungen über UL und ich persönlich könnte da jetzt nicht mal eben beurteilen wie richtig oder falsch die sind. Gibts denn eine Informationsquelle, die sich halbwegs objektiv mit UL beschäftigt?

    @AKT
    „Es geht nicht um Diskriminierung. Wir kennen viele Leute, die divers sex. orientiert sind und wir achten sie, wie alle anderen auch.“ Wie kann man behaupten, eine Person zu achten und ihr gleichzeitig nachsagen, aufgrund ihrer sexuellen Neigungen sei sie mehr oder weniger automatisch ein Tierquäler. Von diversen Unterstellungen von psychischen Erkrankungen mal ganz abgesehen. Ich möchte die Diskussion eigentlich nicht mehr lostreten, aber ich finde diese Eigenwahrnehmung irgendwie interessant. Ich würde mich jedenfalls nicht besonders akzeptiert fühlen, würde mir jemand sagen, dass ich aufgrund meiner sexuellen Neigungen vermutlich Boarderlinerin bin und mit ziemlicher Sicherheit Tiere quäle. Aber vielleicht bin ich da auch nur überempfindlich.

  26. @ Tina: Sie möchten weder unsere Kommentare gründlich lesen und korrekt verstehen, noch sich anderweitig mit der Thematik eingehender befassen. So wie Sie uns verstanden haben, haben wir uns keinesfalls ausgedrückt. Dass Sie aber, wie Sie selbst ja zugeben, offensichtlich gekränkt sind, deutet darauf hin, dass wir durchaus richtig liegen.
    Außerdem: Borderliner sein, schwul sein ist, wie bereits von uns ausgeführt, so wie behindert oder sonst was sein, zumindest für uns keine Herabwürdigung des Betroffenen, für Sie aber offensichtlich schon. Borderliner sind Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend an ihrer Psyche verstümmelt wurden. Wir hatten solche Menschen wiederholt in unserer Einrichtung beschäftigt, sogar von Behörden und psychischen Einrichtungen geschickte, und uns hierbei intensiv mit ihnen befasst. Durch die artgemäßen Bedingungen (Arbeit mit Tieren, familiären Anschluss, eingehende Gespräche etc.) konnten wir sie sogar psychisch stabilisieren. Es sind solche und andere Erfahrungen, die wir konkret machten, die uns auf die Idee brachten, dass pathologische Charaktere, auch gesamtgesellschaftlich, unter soliden soziokulturellen und sozialen Bedingungen (= Ansprache des archaischen Nukleus (s.o.), renaturiert werden können, was wir bei verprägten Tieren aus schlechten Haltungen und traumatisierenden Verhältnissen, seit Jahrzehnten genauso machen. (z. B. ist ein über Jahrzehnte einzeln gehaltener Papagei nicht dadurch zu resozialisieren, indem wir ihn weiter einzeln halten und sagen, „der ist halt so“, sondern indem wir ihn artgemäß und verhaltensgerecht halten und ihn mit anderen Papageien vergesellschaften, obwohl er dies zu Anfang natürlich nicht will, Angst hat etc.. Auf diese Weise wird der „wilde Urwaldvogel“ (archaischer Nukleus), der in ihm steckt und der über Jahre vekümmert ist, reanimiert).
    Wenn Sie wirklich mal verstehen wollten, was wir anstreben – so auch bei Menschen – anstatt immer nur dagegen zu schießen, wäre dies auch für Sie ein enormer Gewinn.

    Uns würde mal sehr interessieren, wie UL zu Homo-Debatte steht!

  27. Daniel says:

    Von der UL-„Sekte“ hab ich auch noch nichts Negatives gehört, ich glaub ich hab mal einen Flyer gesehn der ganz nett gewirkt hat, oder mich überhaupt da mal vor Jahren in einem Newsletter eingetragen als ich auf so einer spirituellen Weltreise war (den ich dann aber nie gelesen hab). Von den Supreme Master Ching Hai oder wie die heissen hab ich auch noch nie was Schlechtes gehört. Haben zumindest weniger Leichen im Keller als die etablierten Sekten wie Christentum und Marktwirtschaft. Für mich ist der Begriff Sekte völlig neutral eigentlich. Aber die AKT-Institut für Mitweltethik Sekte kommt mir dann doch etwas dubios vor. Von denen halt ich mich lieber fern, nach allem was ich hier von denen gehört habe. Deren theatralische und unerreichte Höhen erklimmende Demagogie ist einfach nurmehr grotesk. Lieb find ich von Martin Balluch, dass er sogar die auf seinem Blog ihr Unwesen treiben lässt, das nennt man Toleranz 😉

  28. Jantiff says:

    Ist es das UL wert, dass sich Tierrechtler, die mit ihrem Wissen und ihrer begründeten Argumente für eine friedliche Idee zu überzeugen wissen, untereinander bekämpfen und sogar voneinander abspalten?

    Natürlich ist das UL kritisch zu sehen. Nach meinem Eindruck hat sich Emil viel zu sehr in die Materie eingearbeitet, um dessen Einwände nicht ernst zu nehmen. Und was die Motive des UL betrifft: Wenn Tierliebe (man verzeihe mir den unwissenschaftlichen Begriff) auf die Erleuchtung einer Prophetin zurückgeht, dann hätte deren Erleuchtung ja auch anders ausfallen können: nämlich, dass Tiere auszubeuten sind.

    Martin Balluch weiß (wie jeder Tierrechtler) um die Problematik der religiösen Motivation, und er kennt die Kritik am UL. Dennoch spricht er sich dafür aus, tolerant zu sein, auch gegenüber Außenseitern in der Bewegung. Ich denke, das UL wird nie so ernst genommen werden, um vom äußeren Rand der Bewegung in deren Mitte zu rücken.

    Warum aber wird so viel Potenzial damit verschwendet, sich von den diesen Randgruppen abzugrenzen, wo ein netter Hinweis genügen würde („Hey, Martin, habe seinerzeit viel Kritisches zum UL recherchiert und werde dies weiterhin tun.“) Lasst das UL und andere Außenseiter-Gruppierungen doch ihren Stand aufbauen und Handzettel verteilen, man muss ihnen ja keine Redebeiträge gewähren oder deswegen darauf verzichten, kritische Fakten über sie zu recherchieren. Lasst die Menschen ohne Berührungsängste auf das UL zugehen. Deren gesunder Verstand (sofern vorhanden) wird sie selber urteilen lassen, ob sie mit dieser Organisation mehr anfangen können als mit den Zeugen Jehovas. Ich z. B. habe zwei vegetarische Kochbücher vom UL und eine Zitatensammlung bekannter Vegetarier, das religiöse Geschwurbel bei anderen UL-Themen ist meilenweit von meinem Horizont entfernt.

    Das Bild, dass dieser Thread hinterlässt, ist symptomatisch dafür, wie die Tierrechtsbewegung sich selber schwächt, weil sie keine Toleranz der Gelassenheit lebt, für die Martin Balluch hier offen eintritt. Die Frage ist nicht, ob die UL-Kritiker Recht oder Unrecht haben. Die Frage ist, ob Gewichtung und Intensität der Kritik am UL (so halbseiden und religiös dessen Motive auch anmuten mögen) längst jedes Maß verloren hat. Wie hier im Thread sehen, sind bei so viel „Engagement“ nämlich auch die unsachlichen Unterstellungen schnell zur Hand.

    Und auch das impliziert Martin Balluchs Kritik: So viel Sektierertum mündet nahtlos in ausgeprägte Feindseligkeit selbst gegenüber Gruppierungen, die sich schon seit über 100 Jahren für Tiere einsetzen. Wer nicht 100-prozentig unseren Weg geht, der ist 100-prozentig auszuschließen. Wie Martin Balluch habe ich dies ebenfalls erlebt und war erschrocken über die hassverzerrten Gesichter von Tierfreunden, die Wolfgang Apel vom Deutschen Tierschutzbund bei seiner leidenschaftlichen Rede gegen Tierversuche (!) niedergeschrien haben. Ein wüstes Handgemenge war die Folge – und Betroffenheit. Grund der Feinseligkeit: der Einsatz des DTB für eine schrittweise Verbesserung von brutalen Bedingungen in der Tiermast. Das ist natürlich zu wenig, die Abschaffung als Ziel sollte die Handlungen diktieren. Aber angesichts der breiten Ignoranz von Millionen Menschen bei diesem Thema und auch dem festen Willen von Millionen Menschen, nicht auf Fleisch verzichten zu wollen (wer einen Veggie-Day fordert, wird sofort abgewählt), ist dies eben EIN Weg von vielen, etwas zu verändern.

    Doch was passiert? Man greift gezielt das Wenige heraus, was Tierfreunde voneinander trennt, anstatt das zu suchen, was sie verbindet. Sicher hat der DTB noch in den 80er-Jahren Tierversuche nicht konsequent infrage gestellt, und es wurde damals auch ein Mitglied, das zugleich Tierexperimentator war, mit der Ehrennadel des DTB ausgezeichnet. Und man hat Tiere bei Veranstaltungen gegessen. Heute undenkbar. Und das ist ein Fortschritt, der zu begrüßen ist, und auf dem es aufzubauen gilt. Gemeinsam.

    Warum war der Tierrechtler Henry Spira so erfolgreich? Warum hat er in kurzer Zeit Veränderungen erreicht, für die Tierschutzorganisationen jahrzehntelang vergeblich gekämpft hatten? Weil er keine Zeit mit unfruchtbaren Diskussionen vertan und die Streithähne vereint hat.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Spira

    Vor allem die menschliche Gleichgültigkeit gegenüber dem millionenfachen Aufschrei der gequälten Kreatur steht der Tierrechtsbewegung entgegen. Die sich teilweise jedoch verhält, als wären die kleinen Schritte des DTB oder die zwielichtigen Strukturen der Sekte UL ihr Hauptfeind. Ich verfolge in Foren von Printmedien, in denen z. B. über Tierversuche diskutiert wird, immer wieder, welches feindselige Tierbild bei vielen Menschen vorherrscht, die es als selbstverständlich betrachten, dass man „Hunderttausenden Tieren Leiden auferlegt, um ein Menschenleben zu retten“.

    Wäre das UL eine Art „Trojanisches Pferd“, das sich die Industrie ausgedacht hat, um die Tierrechtsbewegung zu schwächen, könnte man nur gratulieren.

    All das ist der Grund, warum ich mich niemals in einer Funktion auf dieser Ebene engagieren werde. Die latente Aggression, die mir mehrmals entgegenschlug, wenn man Sympathien für bestimmte Tierschutz- bzw. Tierrechtsorganisationen überhaupt nur erwähnte, hat mich massiv abgestoßen. Da schreibe ich lieber in puncto Tierversuchskritik bei Wikipedia mit.

    Martin Balluch und all die Emils, Kermits, Petras, AKT-Institute usw. sollten sich hier demonstrativ die Hand reichen, um ein Zeichen zu setzen. Und um sich gemeinsam zu überlegen, wie sie ihr großes Wissen konstruktiv einbringen können, um ihre Feinde, a) die Ignoranz der Menschen, und b) die Tierausbeuter, schwächen zu können. Dann würde man merken, wie viel kreatives Potenzial man in Diskussionen wie dieser verschleudert hat. Es geht um das tolerante Untereinander, ohne auf den Austausch unterschiedlicher Standpunkte verzichten zu müssen. Alles andere ist angesichts des übermächtigen Gegners unwichtig.

    PS: Da sich die Diskussion auch auf die Toleranz gegenüber sexuellen Lebensformen ausgeweitet hat, als Anregung ein Zitat von Alfred Kinsey, der den Blick auf dieses Thema revolutioniert hat. Für ihn war schon der Begriff „pervers“ unwissenschaftlich, da die Gesellschaft – je nachdem, wo und in welcher Zeit man lebt(e) – definiert, was „unnatürlich“ ist und was nicht. Grenzen sind, wie hier angesprochen, natürlich zu ziehen, sollte aber hier nicht das Thema sein:

    „Die Natur kennt keine scharfen Einteilungen. Nur der Mensch erfindet Kategorien und versucht, die Wirklichkeit in verschiedene Schubfächer zu zwingen. Alles Leben ist in jeder Hinsicht ein Kontinuum. Je früher wir dies im Hinblick auf das menschliche Sexualverhalten lernen, um so eher werden wir die Wahrheit über die Sexualität begreifen.“

  29. ultoranimalium says:

    Herr. Dr. Balluch sollte den primitiven Schlagabtausch aus seiner hp entfernen. Sind die Leute noch zu retten, den Lesern die Zeit mit ihrem Schwachsinn zu stehlen? Diese Leute hier haben offensichtlich viel zuviel Zeit. Ich habe keine Zeit für sinnloses Geschwatze, ich muß für die Tiere arbeiten. Der Blödsinn offenbart nur, daß die Schlaumeier entweder neidisch auf die gute Arbeit von UL und Arras sind – völlig egal, wieviel Personen die AKT sind – es sich nicht um Tierschützer oder um grottenschlechte handelt oder gar um Tierschutz-Zerschlager. Die hier dämlich das Wort führen, sollten erst mal den 10. Teil dessen leisten, was UL oder Arras leistet. Persönliche Animositäten haben im TS nichts zu suchen. Unterwanderer sollen arbeiten gehen oder ins Heer der Hartzer. Dr. Balluchs Worten über die hervorragenden ULer und die Homos ist nichts hinzuzufügen. Also, Herr Dr. Ballluch, schließen Sie die Seite, ist ja ekelhaft, kotz. Statt endlich das Maul zu halten, glaubt Kermit, wer immer das ist, noch eins drauf setzen zu müssen.

  30. Dirk says:

    Mit „Hauptsache für die Tiere“ ist nicht gemeint, dass „alles andere egal“ wäre. Es geht darum, dass beim Tierrechtsengagement eben Tierrechte die HAUPTSACHE – also das primäre Thema sein sollten.
    In meiner Wahrnehmung ist es so, dass viel zu oft (ständig?) andere Themen im Vordergrund stehen und dies eines der Ursachen ist, die eine Massenbewegung verhindern. Die „Gewinnung von Massen“ ist jedoch, so meine ich, eine der dringendsten Notwendigkeiten, damit die Tierrechtsbewegung endlich überhaupt einmal wahrgenommen wird.
    Eine tatsächliche gesellschaftliche und politische Veränderung zugunsten nichtmenschlicher Tiere setzt eben zwingend voraus, dass sich mehr als „ein paar Leute“ mit der Versklavung der Tiere, dem Speziesismus und der Tierrechtsforderung auseinandersetzen.
    Und was die Denunziation von TierrechtlerInnen betrifft – z.B., weil sie sich gegen einen Ausschluss von xy bei Tierrechtsveranstaltungen aussprechen: diese ist Fakt, sie ist brutal, und sie ist allgegenwärtig.

    Was ich aber auch unerträglich finde: Hier wird mal eben Homosexualität mit Sadismus, Aggressionspotenzial und Tierquälerei assoziiert, und dann auch noch mit „Natürlichkeit“ argumentiert. Ein Blick auf den Kalender sollte helfen: Mittelalter ist schon vorbei!
    Mal abgesehen davon, dass es vollkommen irrelevant ist, ob etwas natürlich oder unnatürlich ist, würde mich interessieren, wie denn begründet wird, dass eine bestimmte Sexualität unnatürlich sein soll.
    Ein weiterer Abgrund tut sich dann auch noch auf, wenn hier die Psyche eines Diskussionspartners „analysiert“ wird, um im gleichen Atemzug eine Diagnose zu stellen. Warum eigentlich? Etwa, um den Gesprächspartner zu denunzieren?
    Überhaupt stellt sich bei solcher Psychoanalyse schon die Frage, was denn tatsächlich „krank“ ist: der „erzwungene Patient“ oder vielleicht doch eher die Psychoanalyse selbst, welche tatsächlich von der Arroganz geleitet wird, eine genaue Grenze zwischen „krank“ und „gesund“ definieren zu können.

    “Klaus und Peter wollen heiraten, wie viel Kuchen brauchen sie bei soundsovielen Gästen etc.” 

    Ja, genau so sieht eine Matheaufgabe aus, wenn wir nicht einer erfundenen „Natürlichkeit“, alten Gewohnheiten oder der Ausgrenzung folgen, sondern eben der Ethik, dem Respekt gegenüber unserer Mitwelt, und dem Gleichheitsprinzip.

  31. Eigentlich hatten wir wirklich nicht vor, hier noch weiter zu argumentieren, weil Argumente austauschen hier bislang kaum stattfinden konnte. Jetzt, wo keiner mehr damit rechnet, kommen plötzlich doch noch einige vernünftige Kommentare, die es Wert sind, dass man darauf eingeht.
    M. B. hat zwar bestätigt, dass auch er der Ansicht ist, dass Sexualität Privatsache und nicht zu diskriminieren ist, er hat sich aber nicht geäußert zu dem Punkt, um den es uns eigentlich geht, nämlich, ob Kinder ab Schulpflichtalter (ab 6 Jahren) mit diesem Thema in ALLEN Schulfächern befasst werden sollten. Wir haben klar gemacht, dass es erforderlich ist, sich kompetent zu machen, weil man erst dann ermessen kann, was da geplant wird. Es geht nicht um Diskriminierung. Wir kennen viele Leute, die divers sex. orientiert sind und wir achten sie, wie alle anderen auch. Sie erst gaben uns durch die Einblicke, die sie uns in ihr Wesen gewährten, wertvolle Einsichten, die sich mit dem, was wir lasen und sonst recherchierten, deckten. Es geht darum, was es bei der prägungssensiblen Psyche verursacht, wenn Kindern vermittelt wird, dass all diese Orientierungen gleichrangig normal sind. Um Widerholungen zu vermeiden bitten wir die wenigen hier, die an Sachlichkeit und Inhalten interessiert sind, nochmal vorbehaltlos zu lesen, was genau wir hier kommentiert haben.
    Wir sind keine Biologisten, aber wir weisen darauf hin, dass in der Natur Verhaltensweisen unverzüglich an ihrer Etablierung gehindert werden, wenn sie evolutionsbiologisch sinnlos sind. Wir Menschen haben uns diesen natürlichen Gesetzmäßigkeiten durch die Schaffung von Kultur und Technologie entzogen, weswegen diese Kräfte bei uns nicht mehr wirken können – und das ist auch gut so. Aber Kraft unserer Fähigkeit zur Vernunft, Erkenntnis und Ethik sind wir Menschen gezwungen, etwas zu schaffen, das dies ersetzt, nämlich Ethik. Es kann nicht im Interesse der Menschheit sein, die Dekadenz-Spirale immer weiter nach oben zu drehen.
    Selbstverständlich kann eine Ethik nur dann Bestand haben, wenn sie den Naturgesetzmäßigkeiten Rechnung trägt, weswegen es nicht korrekt ist, wenn M. B. sagt, dass Natürlichkeit und Ethik nichts miteinander zu tun hätten.
    Unter all dem, was unser Wesen soziokulturell und psychosozial prägt und formt gibt es noch das, was archaischer Nukleus genannt wird. Man könnte diesen genetisch kodierten Anteil unserer Psyche auch „innerer Primat“ nennen, denn wir sind ja eine Tier, – eine Affenart. Und weil sich die Lebensbedingungen der Menschen über Generationen immer artwidriger gestaltet haben, haben die Psychopathologien immer mehr zugenommen. (Der Begriff ist, wie alle anderen auch, nicht diskriminierend gemeint!). Von einer Spezies, die pervertiert ist (verdreht) kann nicht erwartet werden, dass sie sich harmonisch in die Biosphäre der Erde reintegriert. Wenn wir also es hinbekommen wollen, mit anderen, ob innerartlich oder zwischenartlich – wieder in Harmonie treten zu können, sind wir gehalten, die Verhältnisse in unserer Gesellschaft wieder nach den Kriterine der Artgemäßheit zu gestalten.
    Wir befürchten, dass man uns jetzt wieder alle möglichen Gemeinheiten unterstellt und in unsere Worte Inhalte legt, die übel, gemein und sonst noch was sind, aber das sind sie nicht.
    Wir fragen uns ununterbrochen, was konkret für Maßnahmen und Weichenstellungen ergriffen werden müssten, um die Menschheit mit der Mitwelt wieder auszusöhnen. Um dies zu erreichen, haben wir uns auch mit der Psychologie befasst und haben Ideen und Thesen entwickelt, die wir anzubieten haben – das ist alles. Es ist sehr schwer, hier so zu schreiben, dass wir richtig verstanden werden und nicht wieder neue Hasstiraden auslösen.
    Nochmal: Wir sind dafür, dass die Tatsache, dass viele sexuelle Orientierungen existieren, den Kindern klar gemacht wird und auch, dass jeder prinzipiell, ob Mensch oder Nichtmensch in seinem SOSEIN zu respektieren ist. Aber wir sind dagegen, dass dies so dargestellt wird, als seien diese allesamt gleichsam normal – das muss doch nachvollziehbar sein. Um den Begriff „Normal “ klar zu machen: Normal ist, dass ein Mensch zwei Beine hat, mit denen er laufen kann. Alles andere ist nicht normal, was aber nicht bedeutet, dass es deshalb minderwertig ist! Welches andere Wort kommt in Betracht, um zum Ausdruck zu bringen, was wir meinen? Deshalb Diskriminierungsabsichten zu unterstellen, geht fehl.
    Wer Interesse hat, der schmökere mal auf unserer Website, Rubrik Texte, denn wir wollen hier nicht wieder den Rahmen sprengen und neue Hasswellen auslösen. Der sich selbst in diesem Blog zu einem anderen Thema als wildtierähnlich bezeichnete M. B. sollte eigentlich erahnen können, was wir anstreben. Die Art Mensch muss nicht in den Alpen herumlaufen, um sich natürlich zu fühlen oder naturnah zu sein, sie muss zuerst zu ihrer inneren Natur zurückfinden, denn erst dann wird sie fähig sein, sich in der Natur in ihrem Aussen korekt zu verhalten.
    Abschließend: Wir hegen ausschließlich biophile Absichten. Wir befürworten keinerlei Diskriminierung, aber wir sehen, dass derzeit auf diversen Gebieten weltweit die völlig falschen Weichen gestellt werden, die uns noch weiter von der Welt, die in und mit uns ist, entfernen. Wir suchen den Austausch mit Gleich- und Ähnlichgesinnten, um Ergebnisse zu entwicken, die die Welt vom Minus ins Plus bringen können.

  32. Kermit says:

    Und wieder muß Arras, hier als sock puppet Denig, das letzte Wort haben. Wetten, dass er nochmal was abdrücken muß? Anale Fixation, Herr Möchtegernpsychoanalytiker?

  33. Felix Denig says:

    Das Wort Perversion (lat. perversio „Verdrehung, Umkehrung“) ist in seiner Urform wertfrei, lediglich im umgangssprachlichen Gebrauch wir es als Beleidigung verwendet. Im Übrigen sind Perversionen nicht als Vorlieben oder sogenannte Devianzen abzutun.

    Zitat von Tina: „Übrigends entstehen die größten psychischen Probleme sexueller Randgruppen in der Diskrepanz zwischen dem eigenen erlernten Vorstellungen von ‘richtiger’ Sexualität und den tatsächlichen eigenen Bedürfnissen sowie durch dem sozialen Druck durch die Gesellschaft.“ – So wie in der nachtcafe-Sendung (welche ja der Ursprung dieser Debatte war) der junge Mann (der am Anfang von dem Moderator interviewt wurde) behauptete, seine Anorexie sei eine Folge der inneren Diskrepanz und Diskriminierung durch Mitmenschen. Nun müsste sich Emil eigentlich zu Wort melden und konstatieren dass die Ess-Störung Magersucht viel früher, nämlich in der oral-infantilen Prägephase (0-ca.3Jahre nach Freud) entsteht. Desweiteren bestätigt dieser Fall ein weiteres Mal die Korrektheit der Aussage von AKT, dass Homosexualität nie alleine, sondern stets mit anderen Anomalien auftritt. Und trotzdem kann ich nur wiederholen was bereits zuvor oft gesagt wurde: Hier geht es nicht darum jemanden für seine Sexualität zu diskriminieren oder sie jemandem gar auszureden, sondern um die Tatsachenverzerrung dass Homosexualität etwas völlig normales sei. Überhaupt, was gehen mich die Schlafzimmergeschichten dieser Leute an?
    Die Argumente anderer nicht zu beachten, den Ausführungen nicht zu folgen und stattdessen lieber an der akademischen Ausbildung herumzumäkeln zeugt von mangelndem Einfallsreichtum und vor allem von mangelndem Selbstbewusstsein. Man muss keinen Doktor in der Psychologie haben um das zu wissen. Genauso das Kritisieren von nichtigen Tippfehlern, die bei der Textmenge und unter Zeitdruck wohl schnell passieren können – auch den anderen Kommentatoren hier. Es geht um Inhalte (zumindestmir und AKT) und nicht um Äußerlichkeiten.
    @Herr Balluch: Ich finde es schwach dass sie in ihrem abschließenden Kommentarmit keinem Wort die Diffamierungen und die unsachlichen Posts kritisieren. Haben sie nicht die Stirn durchzugreifen? Sie haben schließlich die Hoheit hier und ich an ihrer Stelle hätte gleich zu Anbeginn klargestellt, dass Diffamierungen, Diskriminierungen, unsägliches Verhalten und unsachliche Posts unverzüglich gelöscht werden.
    Abschließend noch etwas zum UL: Ich kann nicht sagen wie es in der Glaubensgemeinschaft zu geht oder was sie „insgeheim plant“, wie manche hier behaupten. Jedoch habe ich mich schon öfter mit Anhängern dieses Glaubens unterhalten und ichgwurde noch nie auch nur gefragt ob ich ihnen beitreten möchte. Diese (äußerlich) anständigen und höflichen Menschen machen jedenfalls einen besseren Eindruck auf den Durchschnittsbürger als sonstige „Bombenleger“, „Steinewerfer“, „linke Bazillen“, „Gesindel“, „verlauste Zecken“ und noch gefühlt tausend andere volkstümliche Bezeichnungen für linksliberale und Co.

  34. Martin Balluch says:

    Für mich abschließend meine persönliche Stellungnahme:

    1) Ich halte das Sexualverhalten von Menschen für ihre Privatsache, die niemanden etwas angeht. Es steht jedem Menschen zu, homosexuell zu sein oder nicht, und BDSM zu betreiben oder nicht. Das ist zu respektieren und niemand darf durch deren diesbezügliche Einstellung benachteiligt werden, niemand sollte derartige Einstellungen öffentlich herabwürdigen. Sie sind einfach nicht zu bewerten. Ob natürlich oder nicht ist dabei völlig irrlevant, da „natürlich“ und „ethisch richtig“ völlig verschiedene Kategorien sind, die nichts miteinander zu tun haben.

    2) Ich habe in meinem gesamten bisherigen Kontakt mit UL-Gläubigen und in deren Schriften oder Auftritten, wie z.B. Flugblättern, Infotischen, Vorträgen oder Reden auf Demos, noch nie etwas Menschenfeindliches oder Menschenverachtendes gehört. Ich habe diese Beiträge immer für eine Bereicherung gehalten. Es kam auch nie in meiner Erfahrung zu einer Werbung für einen Beitritt zu dieser Glaubensgemeinschaft.

    3) Durch die Ausgrenzungsaktivität mancher Personen kam es meiner Erfahrung nach bereits sehr oft zu Gewalt, Drohungen und direkten Behinderungen einzelner Personen, weil sie als „dem UL zugehörig“ empfunden wurden, obwohl sie weder als FunktionärInnen dieser Glaubensrichtung fungierten, noch in irgendeiner anderen Weise diese Glaubensrichtung offiziell vertraten. Die Beleidigungen und emotionalen Verletzungen dieser Menschen gingen sehr weit und führten manchmal zur Zerstörung von deren Lebensplanung. Umgekehrt habe ich bisher noch nie eine Person getroffen, die sich durch die Aktivitäten des UL als deren „Mitglied“ auch nur ansatzweise ähnlich verletzt oder überhaupt verletzt gefühlt hat.

    4) Die Aktivitäten der Ausgrenzungsseite haben sich oft schwerpunktmässig auf jene Personen und Gruppierungen konzentriert, die als „UL-freundlich“ empfunden wurden, weil sie UL-Gläubige nicht von ihren Veranstaltungen wiesen, wie z.B. der VGT. Die unzähligen Angriffe und auch sehr persönlichen Attacken durch diese Personen stehen in keinem Verhältnis zu ihrem angeblich hehren Ziel, die Gesellschaft vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Ganz im Gegenteil, in meiner persönlichen Erfahrung tragen diese Personen schwerwiegend zur Vergiftung der Atmosphäre in der Gesellschaft, zur Verletzung von Menschen und zur Beschädigung wenn nicht Zerstörung von für den Tierschutz aktiven Strukturen bei. Es ist meinem Eindruck nach daher klar, dass diese Personen nicht pragmatisch und abwägend handeln, und ein ehrlich gemeintes „gutes Ziel“ verfolgen, sondern vielmehr wie ideologisch motivierte GlaubenskriegerInnen wirken, denen die Schäden, die sie an Menschenrechten, politischer Glaubwürdigkeit und tierschutzpolitischer Effektivität anrichten, als „Kollateralschäden“ völlig egal sind.

  35. Tina says:

    Gehn wir jetzt langsam in den Denunziationsmodus über hier? 😉

  36. Kermit says:

    Die unter dem Namen „Arras“ auftretenden Pseudopsychoanalytiker und Pseudosexualwissenschaftler, allesamt ohne Studium, schreiben: „Wir haben im Rahmen unserer autodidaktischen Studien mit psychisch Kranken gearbeitet, Psychiatrien besichtigt, mit Therapeuten, Psychologen und Psychiatern gesprochen und mit Studenten dieser Disziplinen sowie 48 sehr gute Fachbücher (auch zur Anthropologie, Ethologie, Entwicklungspsychologie) gelesen.“

    Selten so gelacht.

    Da fällt mir ein: der eben abgesägte Berliner Zoodirektor Blaszkiewitz hat mal über Zootierpfleger gesagt, dass sie nichts anderes können und zu nichts anderem da sind, als zum „Karottenschnibbeln und Scheißeschippen“. Ob er da an den gelernten Zootierpfleger Arras gedacht hat?

  37. Susanne Veronika says:

    Das war aber doch noch nie anders. Es gibt die ideellen Vorstellungen von dem was angeblich sein sollte und es gibt die Realität. Schon die alten Ägypter, von denen die Juden unter anderen auch abgeschrieben haben und deren Vorstellungen auf diese Weise zu uns Europäern gelangten, schrieben in ihren Totenbüchern, sie hätten ein perfektes Leben geführt, sich um die armen Waisen gekümmert und selbstlos gelebt. In der Realität waren die Ägypter brutale Menschen die fremde Völker überfallen, versklavt, getötet haben und damit auch noch prahlten. Mord und Totschlag, Unterdrückung, Perversionen gab es schon immer. Ähnliches trifft auf fast alle Völker zu.
    Tierarten wurden schon von Menschen ausgerottet, seit es Menschen gibt. Landschaften wurden gründlich zerstört – aus verschiedenen Gründen. Auch die Natur wandelt sich selbst. Die Sahara war z. B. einst ein blühendes, grünendes Land. Die Saurier sind in ihren Urformen ausgestorben. Auch der Mensch wird irgendwann aussterben.

    Man sollte so realistisch sein, zu sehen wie es ist, statt in einer Traumwelt zu leben. Ein ideales Utopia wird niemand erschaffen können. Das sieht die Natur nicht vor und wir sind – auch wenn wir so überheblich sind, uns der Natur überlegen zu fühlen – nichts weiter als ein Produkt eben dieser Natur. Diese ganzen Idealisten haben mehr Unheil angerichtet als die „normalen Menschen“ mit ihren „normalen“ Fehlern es jemals tun könnten. Gerade die religiösen Eiferer sind die Schlimmsten unter allen.
    Es ist ein Unterschied ob man z. B. Tiere schützt weil man glaubt dass sie das verdienen, weil sie uns Menschen gleich sind, oder ob man sie vordergründig schützt, weil das Zulauf bringt, obwohl man eigentlich den Menschen über das Tier stellt. Letzteres dürfte bei dieser Sekte der Fall sein. Ich habe das jetzt nicht mehr gefunden, aber ich glaube mich zu erinnern irgendwann gelesen zu haben, dass sie im Prinzip dasselbe Weltbild haben wie die Katholiken. Was ja nicht verwundert. Vielleicht betrachten sie sich – oder sie präsentieren sich – als „Hüter“ der Tiere, aber sie sehen sich nicht als „Teil der Tierwelt“. Dieser Standpunkt muss zu Willkür führen, weil man jeweils entscheiden muss, was gerade „für die Tiere gut ist“. Sie glauben zwar an Wiedergeburt, aber ich denke sie glauben nicht, ein Tier könne als Mensch wiedergeboren werden, oder ein Mensch als Tier, sondern sie halten sich für „über dem Tier stehend“. Das tun die mesiten Menschen.

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