Buch

Gedanken zu Kurt Kotrschals Buch „Einfach beste Freunde“

Erfreulicherweise fasst der Tierschutzgedanke zunehmend akademisch Fuß. Um diese Entwicklung zu fördern habe ich ja seinerzeit im Jahr 2000 überhaupt das Studium der Philosophie begonnen, um es 2005 mit einer Dissertation über Tierrechte abzuschließen. Doch die „Human-Animal-Studies“ enthalten in meinen Augen einen Wermutstropfen: sie sind kaum naturwissenschaftlich basiert. Vielmehr geht es um das Mensch-Tier Verhältnis in der Kulturgeschichte, und der Blickwinkel darauf ist oft sehr anthropozentrisch. Ja, wie ich bei einem Symposium zu dem Thema an der Uni Wien feststellen musste, zuweilen grundsätzlich anthropozentrisch, weil man in den Sozialwissenschaften der Auffassung zuneigt, dass die Realität menschengemacht ist. Unter dieser Prämisse ist ein Speziesismus unausweichlich: wenn „wir Menschen“ die Realität schaffen, sind „die Tiere“ nur Objekte „unserer Realität“ und können niemals gleichberechtigte PartnerInnen sein.
(mehr …)

Zum Buch „Partner, Freunde und Gefährten“ , Holzhausen-Verlag Wien 2014

AutorInnen: Gabriela Kompatscher-Gufler, Franz Römer, Sonja Schreiner

Tierschutz ist doch ein ganz neues Phänomen in der Menschheitsgeschichte, oder vielleicht nicht? Das mag auf den modernen Tierschutz mit politischem Anspruch gelten, der gesellschaftsverändernd wirken will und Gerechtigkeit für Tiere auch mit gesetzlichen Mitteln einfordert. Doch tierfreundliche Stimmen einzelner Menschen hat es sozusagen schon immer gegeben, ob in der Antike, dem Mittelalter oder dem 19. Jahrhundert. Das beweist dieses schlanke Büchlein von Univ.-Prof. Gabriela Kompatscher-Gufler und ihren KoautorInnen. Hier wurden Texte aus verschiedenen Jahrhunderten aufgespürt, die eine solche Nahbeziehung und Liebe zu Tieren vermitteln, dass einem beim Lesen schon einmal die Tränen in die Augen steigen können.
(mehr …)

Tierethik: Antwort an Univ.-Prof. Konrad Paul Liessmann

Am 25. November 2014 fand im WUK in Wien eine Podiumsdiskussion über die Kernthesen meines neuen Buches „Der Hund und sein Philosoph“ statt. Liessmann erinnerten dabei die Geschichten von meinem Hund Kuksi und unsere Wildnisabenteuer an Karl May oder Jack London. Wie diese wären sie zwar unterhaltsam, aber lediglich romantisierend und anthropomorph entstellt. Eine Spielform menschlicher Kultur eben. Statt also den faktischen Gehalt, und damit die große Ähnlichkeit zwischen mir und meinem Hund, ernst zu nehmen, sah Liessmann in meinen Ausführungen erst wieder nur eine menschlich-anthropozentrische Sichtweise, vermutlich psychologisch erklärbar, wenn man nur die Geschichte meiner Sozialisation kennen würde. Dass die Höhepunkte menschlicher Kultur, wie z.B. Opernarien und Atombomben, praktisch keine Gemeinsamkeit mit den Ausdrucksformen bloßer Tiere hätten, sei offensichtlich. So habe ich Liessmann jedenfalls verstanden.
(mehr …)

„Der Hund und sein Philosoph“ – mein neues Buch ist im Buchhandel

Ausgangspunkt ist die enge Beziehung zu meinen Freunden Kuksi und Hials, einem Hund und einem Schimpansen. Kuksi nahm ich aus dem Tierparadies Schabenreith bei mir auf, nachdem ich aus der U-Haft entlassen worden war. Für uns beide begann ein neues Leben. Trotz aller Hindernisse, die uns eine Gesellschaft in den Weg legt, die Tiere als Sachen betrachtet, haben wir eine egalitäre Beziehung. Wir haben uns gemeinsam Regeln des Zusammenlebens erarbeitet, an die wir uns beide halten. Dabei beherrscht Kuksi bewusst manchmal seine Affekte, weil ihm andere Dinge, wie die Qualität unserer Beziehung, wichtiger ist. Und das ganz ohne Dominanz, Druck oder Angst, und ohne Leckerli und andressierte Befehle.
(mehr …)

Florian Klenk mag mein neues Buch nicht!

Mein neues Buch „Tierschützer. Staatsfeind“ wurde auf Anfrage auch an den Falter zur Rezension geschickt. Herausgekommen ist etwas sehr Bösartiges:

http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=35487&SESSID=180a97ecbb8c810e9138e885a43f24f0

Seltsamer Zufall: Nur der Falter schreibt eine abgrundtief negative Rezension und nur der Falter wird im Buch als einziges Medium negativ erwähnt, mit Ausnahme von Oliver Jaindl vom Kurier. Florian Klenk als Chefredakteur vom Falter hatte sich ja während der ganzen Tierschutzcausa in diese Idee verrannt, es gäbe eine gewalttätige Tierschutzszene, diese wäre in meinem Umfeld zu suchen und die Polizei hätte richtig gehandelt, als sie uns verfolgt und vernichtet hat, ohne jemals auch nur den geringsten Verdacht gegen uns in der Hand zu haben. Stattdessen stellte Klenk die armen superreichen Besitzer von Kleider Bauer als die Opfer von Tierschutzterror dar. Nur ihm waren sie bereit ein Interview zu geben, sonst sprachen sie mit keinem einzigen anderen Journalisten. Warum wohl?

(mehr …)