Gletscher

Der Klimawandel in „Europas letzter Wildnis“ in Nordskandinavien

Irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, warum sich so viele Leute nicht vor dem Klimawandel fürchten bzw. manche ihn sogar grundsätzlich anzweifeln, wie offenbar auch die FPÖ. Als ein Wissenschaftler, der schon Ende der 1980er Jahre in einer Fachgruppe an der Uni Cambridge in der Klimaforschung gearbeitet hat, die den Klimawandel schon damals voraussehen konnte, liegt die Sache für mich auf der Hand. Die Erdatmosphäre lässt sich grundsätzlich gut berechnen, indem man die Naturgesetze (wie Erhaltung des Drehimpulses, des Linearimpulses, der Energie und der Masse) in mathematische Gleichungen gießt. Und wenn man nun den CO2-Gehalt der Atmosphäre erhöht und die Rechnung erneut durchführt, d.h. die mathematischen Gleichungen löst, dann erhält man ein wärmeres Klima. Warum ist klar, die Atmosphäre wird am Tag durch die Erde gewärmt und strahlt in der Nacht diese Wärme in Form von Infrarotstrahlung wieder ab. Wir kennen das aus eigener Erfahrung, weil eine klare Nacht ist viel kälter als eine bewölkte, genau deshalb, weil die Wolken die Abstrahlung der Wärme verhindern.

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Trotz schneereichem Winter: Klimawandel auch in Österreich

Im Jahr 2012 hatte das nördliche Polarmeer so wenig Eis, wie noch nie. In wenigen Jahrzehnten könnte die gesamte Polregion im Sommer eisfrei werden. Das New Scientist von Anfang April 2015 meldet auf Seite 10, dass das Eis der Antarktis rascher schmilzt als angenommen. Ist einmal das gesamte Eis dort weg, dann steigt der Meeresspiegel weltweit um 60 m. In einer Studie über den Eisverlust der Antarktis in den letzten 18 Jahren zeigte sich, dass das Eis im Mittel pro Jahr um 310 Kubikkilometer abnahm, Tendenz steigend. Aber das betreffe doch nur die Polregionen, nicht uns hier in den Alpen und in Mitteleuropa, sagten KollegInnen im Büro. War der Sommer im letzten Jahr nicht eher kühler?
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