Klimawandel

2013/2014 erstmals ohne Winter? Weit und breit kein Schnee in Sicht!

P1000505kleinIch gehe seit Jahrzehnten im Mittel um die 100 Tage pro Jahr auf Bergtour hinaus in die Natur. 30-40 Tage davon bin ich mit Schi unterwegs. Bei uns in Ostösterreich ist zumindest noch bis vor wenigen Jahren sehr viel Schnee gefallen, Schitouren bis in den Juni hinein waren normal. Doch heuer, und das kann ich mit meiner Erfahrung sagen, liegt deutlich weniger Schnee in den ostösterreichischen Bergen, als je zu dieser Jahreszeit in den letzten Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten oder Jahrtausenden. Seit Mitte Dezember 2013 herrscht eine Südwetterlage, Föhn im Norden, Temperaturen oft bis 10 Grad auf 1500 m Höhe. Der letzte Schnee fiel Ende November. Da dachte ich noch, der Winter habe begonnen, siehe https://martinballuch.com/?p=3502. Keine Jagd mehr? Leider falsch. Anfang Jänner traf ich auf eine Treibjagd am Hochschwab, abends eine „Strecke“ von 2 Rehen, 2 Gemsen und 1 Hirsch. Um diese Jahreszeit habe ich so hoch oben noch nie Treibjagden erlebt!
(mehr …)

Kernkraftwerke ohne Endlager

P1000378Erst Anfang November 2013 haben 4 führende KlimaexpertInnen die Umweltschutzorganisationen der Welt aufgefordert, ihren Widerstand gegen Kernkraft dem Klima zuliebe aufzugeben. Es ist richtig, dass Kernkraftwerke wesentlich weniger CO2-Ausstoß für die gleiche Energiemenge produzieren, als mit Kohle betriebene kalorische Kraftwerke. Aber mit Blick auf Fukushima und Tschernobyl scheint das doch zu kurz gedacht. Selbst wenn man behaupten würde, derartige Unfälle werden nur selten stattfinden und seien mit neuer Technologie in den Griff zu bekommen, gibt es ein großes Problem mit Kernkraftwerken, das bisher auch nicht ansatzweise gelöst ist: wohin mit dem radioaktiven Müll?
(mehr …)

Neueste Zahlen zeigen erstmals Trendumkehr: weltweiter CO2 Ausstoß steigt langsamer als Wirtschaft

P1000377In Sachen Klimawandel kennen wir nur negative Berichte. Jetzt kam aber der „Trends in Global CO2 Emissions: 2013 Report“ der Environment Assessment Agency und des EU-Kommissions Joint Research Centre heraus. Das wesentliche Ergebnis: Während das Bruttosozialprodukt weltweit um 3,5% angestiegen ist, wuchs die weltweite CO2 Emission „nur“ um 1,1%. Das ist eine Trendumkehr, weil bisher die CO2-Emission direkt an die Wirtschaftsentwicklung gekoppelt war. Zwar fordert die Wissenschaft, dass der weltweite CO2-Ausstoß ab jetzt jährlich um 2,5% pro Jahr sinken muss, statt weniger steil anzusteigen, um eine maximale Erwärmung von 2° C nicht zu überschreiten, aber dennoch liefern die Zahlen einen Hoffnungsschimmer, dass doch noch die Vernunft einkehrt.
(mehr …)

Der neue UN-Bericht zum Klimawandel ist da

P1000324Von 1989 bis 1997 arbeitete ich am Department for Applied Mathematics and Theoretical Physics der Uni Cambridge, u.a. an der Computersimulation der Erdatmosphäre durch die numerische Lösung jener mathematischen Gleichungen, die den Naturgesetzen entsprechen. Damals gab es ein ganz heißes Thema: das Ozonloch. 1985 von einem Physiker aus Cambridge entdeckt, begann die fieberhafte Arbeit am physikalisch-chemischen Verständnis des Problems und seiner Lösung. Bald war klar, dass die vom Menschen produzierten Fluorchlorkohlenwasserstoffe, die aus Kühlschränken und Spraydosen in die Atmosphäre entwichen, an der Ausdünnung der lebenswichtigen Ozonschicht insbesondere im Frühjahr an den Polen schuld war. Eine technische Umstellung in der Produktion ermöglichte es, diese Emissionen zu vermeiden. Und tatsächlich begann sich das Ozonloch nach über einem Jahrzehnt langsam wieder zu schließen, mit einer maximalen Ausdehnung 2006.

(mehr …)

Tierproduktion und Klimawandel

 

Martin Schlatzer hat 2011 eine überarbeitete Ausgabe seines Buches „Tierproduktion und Klimawandel“ herausgegeben, eine sehr empfehlenswerte Schrift, sehr faktenlastig und voller Information samt Quellen. Das Buch ist ein klares Plädoyer für ein Ende der Tierproduktion aus rein rationalen Gründen, ohne Emotion vorgebracht. Angeführt wird zwar die negative Auswirkung der Fleischproduktion auf Land, Wasser, Wald, Boden, Artenvielfalt, Entwicklungsländer, Tierleid und menschliche Gesundheit, den Schwerpunkt bildet aber die Auswirkung auf den Klimawandel. Hier ein Link zum Buch: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-50146-2

(mehr …)