Kriterienkatalog

Kriterienkatalog Tierversuche: Offener Brief an Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner

Sehr geehrter Herr Minister,

mit dem Erlass eines inexistenten Kriterienkatalogs im Rahmen einer Verordnung zur ethischen Schaden-Nutzen Abwägung haben Sie nun endgültig sichergestellt, dass in den nächsten Jahrzehnten keinerlei Tierschutzbedenken die völlige Narrenfreiheit für Tierversuche einschränken wird. Sie haben damit alle Versprechen Ihres Vorgängers im Jahr 2012 und sämtliche wissenschaftliche Forschungsergebnisse zum Kriterienkatalog in den letzten 3 Jahren mit einer Handbewegung verworfen. 4 Jahre lang Entwicklungsarbeit an dieser Idee sind nun von Ihnen völlig vernichtet worden. Sie haben beschlossen, auf die LobbyistInnen der Tierversuchsindustrie aus den Universitäten und den Pharmamultis zu hören. Tierschutz ist ja nur die Spinnerei einer idealistischen Bewegung ohne finanzieller Power, die kann man leicht ignorieren.

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Bankrotterklärung: Wissenschaftsministerium gibt wertlosen Kriterienkatalog in Begutachtung

Als im Jahr 2010 die EU-Richtlinie zu Tierversuchen bekannt wurde, begann die Reformdiskussion zum veralteten österreichischen Gesetz von 1989. Das Erschreckende dabei war und ist allerdings, dass diese Richtlinie eine sogenannte Deckelungsrichtlinie ist, d.h. es ist den Nationalstaaten in der EU nicht erlaubt, Tierversuche strenger als diese Richtlinie zu regeln. Das zeigt die ungeheure Macht der Tierindustrie und allen voran der Pharmafirmen. Bisher war es im Tierschutz immer selbstverständlich, dass jene Länder mit einer längeren Tierschutztradition, mit strengeren Regelungen vorangehen können. Nun hat man erstmals den Tierschutz nicht nur festgefroren, sondern die Tierschutzstandards aufs unterste Niveau nivelliert. Im Gegenzug wurde die sehr erfolgreiche EU-weite Bürgerinitiative mit deutlich über den vorgeschriebenen 1 Million beglaubigten Unterschriften gegen Tierversuche einfach ignoriert. Das ist Tierversuchspolitik in der EU und in Österreich: die kritische Mehrheitsmeinung wird völlig außer Acht gelassen.
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Tierversuche: Kriterienkatalog oder „3R-Optimierung“

Heute ist wieder einmal Weltversuchstiertag, der 24. April. Ein Tag im Jahr, an dem an die gut 130 Millionen Tiere gedacht werden sollte, die weltweit jährlich in Tierversuchslabors leiden und sterben. Das ist das Faktum: das millionenfache Leiden und Sterben. Die einen sehen es als Verbrechen, die anderen als notwendiges Übel. Doch das sollte auch Letztere nicht daran hindern, diesen Wesen zu gedenken, die da angeblich notwendiger Weise, aber auf jeden Fall qualvoll, für den Vorteil der Menschen umkommen müssen. Hier scheiden sich aber bereits die Geister. Die Tierversuchsindustrie widmet ihren Opfern keinen einzigen Gedanken. Ja, aus den Berichten, die auf der ministeriellen Webseite von den Tierversuchen veröffentlicht werden, ist zu entnehmen, dass die allermeisten TierexperimentatorInnen überhaupt nicht in der Lage sind zu erkennen, dass sie Tieren einen Schaden zufügen. Für sie sind diese Tiere lediglich „Tiermodelle“ oder experimentelles Material.
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Tierversuche: Anfang Juli 2015 wird der neue Kriterienkatalog gesetzlich vorgeschrieben!

Wir haben das ganze Jahr 2012 investiert, um endlich einen Fortschritt bei Tierversuchen zu erzielen. Während repräsentative Umfragen jeweils eine 2/3 Mehrheit für absolute Verbote von Tierversuchen an Hunden, Katzen und Primaten fordern, sowie 78% eine Veröffentlichungspflicht, 85% ein Verbot von Tierversuchen mit geringem Nutzen und 91% ein strenges Tierversuchsgesetz wollen, stemmt sich die Tierversuchsindustrie seit jeher gegen jede Änderung. Das alte Tierversuchsgesetz von 1988 erlaubte Tierversuche nur dahingehend einzuschränken, dass die wissenschaftliche Methodik optimiert werden musste. Aber der größte Unsinn mit dem geringsten Nutzen durfte mit grausamen Tierversuchen erforscht werden, dagegen gab es keine Handhabe.
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