Pelz

11 Jahre danach: Erinnerung an die Bedrohung durch Pelzfarmer in Finnland

Das Bild oben entstammt einer Presseaussendung von Pelzfarmern in Finnland. Die Farmer haben sich selbst, maskiert und bewaffnet, fotografiert und drohen allen TierschützerInnen mit dem Tod, sollten sie ihren Farmen zu nahe zu kommen. Diesen Leute fiel ich damals in die Hände. Jetzt habe ich mich erstmals wieder in die Gegend getraut. 11 Jahre später. Eine ewige Zeit, und trotzdem habe ich mich an alles erinnert. Es war sehr bewegend, die Orte des Geschehens wieder zu sehen, von damals, 2003, in Evijärvi, Finnland.
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Das Tierleid in der Pelzproduktion: zentrales Thema im Tierschutz seit 30 Jahren!

Bild1Laut OLG-Urteil in der Berufung im Tierschutzprozess ist, wie gesagt, die Forderung an die Modehäuser ,aus dem Pelzhandel auszusteigen, explizit sittenwidrig. Das lässt sich nur entweder durch Bösartigkeit bzw. eine politische Motivation der OLG-Richterinnen erklären, die in diesem Urteil im Übrigen an vielen Stellen durchscheint, oder es könnte sein, dass diese Richterinnen durch die sozialen Kreise, in denen sie verkehren, und durch den Umstand, dass sie einer vergangenen Generation angehören, in der vielleicht Tierschutz noch kaum einen Wert gehabt hatte, die Situation völlig falsch einschätzen. Wenn diese Richterinnen als Studentinnen zum letzten Mal vor 40 Jahren Kontakt zur realen Welt und insbesondere zur kritischen Zivilgesellschaft hatten, dann wundert mich natürlich nichts mehr.

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Der Pelzhandel ist gegen die guten Sitten!

Nach eingehenden Diskussionen mit verschiedenen ExpertInnen scheint mir die Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) Wien, die Forderung an Modehäuser aus dem Pelzhandel auszusteigen sei gegen die guten Sitten, ein zentraler Punkt des Urteils, weil laut § 105 (2) eine Nötigung nur dann strafbar ist, wenn sie den guten Sitten widerspricht. Ebenfalls aus einigen Gesprächen schließe ich, dass in den großbürgerlichen Kreisen, in denen möglicherweise die Richterinnen dieses OLG verkehren, die Ansicht vorherrschen könnte, dass nur eine winzige Minderheit in Österreich den Pelzhandel kritisch sieht. Doch beide diese Standpunkte sind unhaltbar. Die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. (mehr …)

Pelzfarmverbote in Slowenien und Holland, zahlreiche Recherchen!

1998 hat Österreich als erstes Land der Welt ein Pelzfarmverbot eingeführt, im November desselben Jahres schloss die allerletzte Pelzfarm des Landes, nahe Heidenreichstein im Waldviertel – und übersiedelte allerdings nach Tschechien, wo sie heute noch die größte Pelzfarm des Landes darstellt. Seitdem folgten einige weitere Länder unserem Beispiel, insbesondere England, Schottland und Wales, in Kroatien laufen gerade die Übergangsfristen bis 2017 und in Bosnien Herzegowina bis 2019. Aber auch Deutschland steht kurz vor dem Ende seiner Pelzfarmen, wenn auch nicht durch ein Verbot sondern durch strikte Auflagen, siehe https://martinballuch.com/?p=866. Und Ende 2012 war es auch in Holland soweit: das Parlament beschloss ein Pelzfarmverbot, bis 2024 müssen alle 170 Pelzfarmen mit insgesamt 6 Millionen Nerzen schließen! Diese Entscheidung wiegt umso schwerer, da Holland der EU-weit zweitgrößte – nach Dänemark – und weltweit drittgrößte – nach China – Pelzproduzent der Welt ist.

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Pelzfarmverbot in Österreich – Pelzfarmen in Norwegen

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als im Februar 1998, nach einer 5-stündigen Besetzung des Büros des Landeshauptmanns von Niederösterreich, das kommende Pelzfarmverbot in Österreich verkündet wurde. Im November 1998 war es dann soweit. Seitdem hat es, bestätigt durch intensive Recherchen unsererseits, tatsächlich keine Pelzfarmen mehr in Österreich gegeben. Das ist nun schon bald 14 Jahre her.

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Deutschland: neue Nerzfarmverordnung greift

Die Kampagne gegen Pelzfarmen in Österreich dauerte 1994-1998. Ich erinnere mich noch gut, wie man erst den Status Quo recherchieren musste, gab es doch keinerlei offizielle Informationen über Pelzfarmen und wo sie sich befanden. Der Konflikt erreichte mit der Besetzung des Büros des Landeshauptmanns von Niederösterreich, Erwin Pröll, seinen Höhepunkt im Februar 1998. Nach 5 Stunden, die wir angekettet in seinem Büro verbrachten, gestattete er uns eine Audienz und versprach, bis November 1998 die letzte Pelzfarm Österreichs zu schließen. Das war dann auch tatsächlich der Fall. Damals gab es noch in 3 Bundesländern die Möglichkeit, unter hohen Auflagen Pelztiere zu züchten, doch keine Farm nahm das auf sich, der internationale Preisdruck ließ sie schließen oder nach Tschechien wechseln. Mit dem neuen Bundestierschutzgesetz 2005 wurden Pelzfarmen endgültig verboten.

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Erneute Kriminalisierungsversuche des VGT durch Ewiggestrige

Man möchte meinen, die Tierschutzcausa hat jene Personen zumindest einige Zeit zum Schweigen gebracht, die vom Tierschutz nur mit den Worten „Fundamentalismus“, „Militanz“, „Radikalismus“ und „Terrorismus“ sprechen. Ich komme gerade von meiner Vortragstour durch Westösterreich zurück und bin total platt wie viel Interesse und Solidarität mir in den letzten Tagen entgegen gebracht wurde.

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