Terror

Terrorhype – wo bleibt das Recht auf freie Meinungsäußerung?

Der tödliche Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo sei ein Anschlag auf die freie Meinungsäußerung gewesen, wird uns gesagt, ein Wert, der von der aufgeklärten westlichen Welt hochgehalten werde, während der Islam sie nur mit Füssen trete. Tatsächlich hat Charlie Hebdo mit freien Worten und Cartoons provoziert, siehe obiges Bild. Dort erscheinen Bibel, Koran und Tora als Toilettenpapier, das man am besten in der Klomuschel runterspülen sollte. Charlie Hebdo hat auch immer wieder Tierschutz und Tierrechte auf sympathisierende Weise thematisiert, wie mir französische AktivistInnen erzählen. Eine Zeitschrift, über deren Geschmack man streiten könne, die sich aber kein Blatt vor den Mund nimmt.
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Der Islam, eine Bedrohung?

Jetzt steht auch in Österreich eine PEGIDA-Demo an. Und tatsächlich haben die Attentate in Paris sehr viele Menschen zurecht schockiert. Nicht nur diese große Grausamkeit und Kälte der Attacke gegen kritische JournalistInnen irritiert, es ist außenstehenden BeobachterInnen eigentlich überhaupt nicht klar, was die AttentäterInnen wollen oder fordern. Wie müssten wir reagieren, damit diese Leute zufrieden sind und in Zukunft keine solchen Anschläge mehr durchführen? Man könnte meinen, es ginge darum, dass die westliche Welt islamisch wird. Aber kann das wirklich das Ziel der Aktionen sein? Es ist jedenfalls sehr eigenartig, dass die AktivistInnen selbst offenbar keinen großen Bedarf sehen, sich deutlicher zu erklären. Ich erinnere mich noch an die ellenlangen Bekennerschreiben der RAF z.B., die doch mehr oder weniger klar ihre Zielrichtung vorgaben, mit der sogar viele Personen sympathisierten.
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