Tierschutz

Tierrechte jetzt! – Aufruf zur Teilnahme an einer beeindruckenden Aktion

Bild01mittelTiermissbrauch geschieht hinter verschlossenen Türen. Das Fleisch erfordert einen Schlachthof, dessen Bilder man aus dem Bewusstsein verbannt. Eier und Milch bedeuten überzählige männliche Küken und Kälber, die gleich vergast oder per Tiertransport weit weg verschickt werden. Tierversuchslabors sind von hohen Zäunen und Sicherheitskameras umgeben, was darin passiert gilt als Staatsgeheimnis, auch mit dem neuen Tierversuchsgesetz wird nach erfolgreichem Pharmalobbyismus davon nichts Relevantes nach außen dringen. Die Jagd führt man abseits der Öffentlichkeit durch, gegen Tierschutzkameras wird mit Gewalt und mit eigens dafür geschriebenen Gesetzen vorgegangen. Haustiere entsorgen wir, wenn sie lästig fallen, ohne zu sehen, wie es ihnen dann in den überfüllten Tierheimen geht. Aus den Augen aus dem Sinn. So kann das Mitgefühl ausgeschalten und das Gewissen beruhigt werden.

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Wer hat die Definitionsmacht über den Begriff „Tierschutz“?

Spätestens anlässlich des OLG-Berufungsurteils im Tierschutzprozess wurde klar, dass der Begriff „Tierschutz“ über die rein ideologische auch eine handfest juristische Bedeutung hat. Tierschutz ist Staatsziel, steht in der Verfassung, ist vernünftig und wird von allen begrüßt. Der Verfassungsschutzbericht spricht von „militantem Tierrechtsaktivismus“ als Gegenpol.

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Der „Verfassungsschutzbericht“ für 2012 ist da: Bedrohung durch Tierschutz steige „qualitativ“

Jährlich gibt das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung einen Bericht über die von ihnen als Bedrohung für die Verfassung empfundenen außerparlamentarischen politischen Aktivitäten heraus. In Sachen Tierschutz fällt es den TerrorbekämpferInnen zunehmend schwer, eine solche Bedrohung zu konstruieren. Im letzten Jahr wurden deshalb erstmals sogar Verwaltungsübertretungen als Beleg dieser Bedrohung aufgezählt, darunter auch einmal Falschparken eines Tierschutzautos, siehe https://martinballuch.com/?p=1315.

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Sensationell: bereits 9% bzw. 760.000 VegetarierInnen in Österreich!

Anfang 2005 führte die EU-Kommission eine Umfrage unter allen EU-BürgerInnen über ihr Kaufverhalten in Sachen Tierschutz durch. Im Juni 2005 wurde das Ergebnis als Eurobarometer veröffentlicht: http://ec.europa.eu/food/animal/welfare/euro_barometer25_en.pdf. Damals deklarierten sich 2,9% der ÖsterreicherInnen als vegetarisch, also 230.000 Menschen. Immerhin lag Österreich da schon hinter Großbritannien, Luxemburg und Irland auf Platz 4 in der EU. Erstaunlich für ein Land mit Wurst- und Schnitzeltradition. Laut österreichischem Ernährungsbericht ist dieser Prozentsatz offenbar seit einigen Jahren unverändert gewesen.

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Der Tierschutzbegriff im Licht des OLG-Urteils

Der Tierschutzbegriff ist die Crux im neuen Urteil des Oberlandesgerichts Wien, https://martinballuch.com/?p=2707. Dort wird nämlich zunächst festgestellt, dass eine Firma zur Änderung ihrer Geschäftspolitik durch die Drohung zu bewegen, die KonsumentInnen über die Produktionsbedingungen zu informieren, eine Nötigung sei. Das wäre aber noch keine Straftat, wenn das Mittel zum angestrebten Zweck nicht den guten Sitten widerstreitet. Und: Gegen die guten Sitten verstößt, was dem Rechtsgefühl der Rechtsgemeinschaft, das ist aller billig und gerecht Denkenden, widerspricht. Und dann, und hier kommt das Unfassbare des Urteils, wird festgestellt, dass Tierschutz zwar den guten Sitten entspricht, aber die Forderung an eine Firma, allen Tierpelz aus dem Sortiment zu nehmen, würde sozusagen zu weit gehen, sei eine Forderung, die den anerkannten Tierschutz verlässt und überschreitet. Allen Pelz entfernt sehen zu wollen sei dann sittenwidrig, weil das dem Rechtsgefühl der […]billig und gerecht Denkenden widerspreche.

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8 % VegetarierInnen in Vorarlberg!?

Wie viele Menschen leben eigentlich vegetarisch oder vegan? Sprechen wir von einem Veggieboom und eine echten gesellschaftlichen Entwicklung, dann wird diese Frage zweifellos sehr interessant. Messbar ist die Zunahme an vegetarischen Alternativen, an vegetarischen Restaurants, an Medienberichten über Vegetarismus und Veganismus. In Tirol vor 2 Tagen sah ich, dass in einem deutschen Lifestyle Magazin für Frauen der Veganismus auf 8 Seiten thematisiert wurde. In der Buchhandlung Thalia in Innsbruck war eine ganze Auslagenscheibe der Frage gewidmet.

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