Klimawandel

Neues vom Klimawandel

In Paris haben sich die Mächtigen dieser Welt nun doch wenigstens in gewissem Rahmen eine Begrenzung des Kohlendioxyd-Ausstoßes vorgeschrieben, allerdings sanktionslos, sollten sie das nicht einhalten. Man will, so die Verlautbarung, die Erwärmung des Klimas insgesamt unter 2 Grad halten. Das sei aber, so die Wissenschaft ziemlich einhellig, vermutlich überhaupt nicht mehr möglich, und mit den vorgeschlagenen Maßnahmen, auch wenn sie überraschend weit gehen, erst recht nicht. Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht. Und heute gibt es überhaupt keine WissenschaftlerInnen mehr, die den Klimawandel bezweifeln. Das ist nur noch eine Sache von VerschwörungstheoretikerInnen.

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Klimawandel ist … wenn ich am 26. Dezember vor Hitze im T-Shirt den Schatten suchen muss

Ich habe einige Menschen gefragt, die immer schon hier im Gebirge in Ostösterreich leben. Noch nie, sagen sie mir einhellig, noch nie war es im Dezember so warm und hat es so überhaupt keinen Schnee gegeben. Das Jahr 2013 war schon rekordverdächtig, aber immerhin lagen da auf 1000 m Seehöhe zu Weihnachten noch 10 cm Schnee und ab 1300 m gab es eine richtige Schneedecke. Heuer aber ist es erstmals bis in große Höhen vollständig aper. Am 26. Dezember saß ich im T-Shirt, kurzer Hose und ohne Socken und Schuhe auf einer Wiese in 600 m Höhe. Die Sonne schien so heiß vom Himmel, dass ich den Schatten aufsuchen musste. Und weit und breit kein Fleckchen Schnee. Später fand ich, dass mich ein Zeck gebissen hatte. Am 26. Dezember! Vom Winter bleiben nur noch die langen Sonnenuntergänge.

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Klimawandel: Half Way to Hell

Das Wissenschaftsmagazin New Scientist publiziert in praktisch jeder Ausgabe die neuesten Hiobsbotschaften zum Klimawandel. Am 1. August 2015 wurde vermeldet, dass wir nun die 1° Erwärmung seit vorindustrieller Zeit erreicht haben. Der halbe Weg also zum Maximum von 2°, das als gerade noch vertretbar gilt. Ab dann, so die WissenschaftlerInnen, beginnt „die Hölle auf Erden“. Deshalb sollte es schnellstens politische Entscheidungen zur Gegensteuerung geben. In einer anderen Ausgabe des Magazins wird errechnet, dass effektive Klimamaßnahmen lediglich 15 Milliarden Euro kosten würden, ebensoviel wie das Apolloprojekt seinerzeit für den Flug zum Mond, und deutlich weniger, als an Klimakosten auf die Welt zukommen wird. Übrigens: der fossile Energiesektor der Wirtschaft bezieht jährlich weltweit 5300 Milliarden Euro an Subventionen und ist einer der Hauptverantwortlichen für den Klimawandel.
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Trotz schneereichem Winter: Klimawandel auch in Österreich

Im Jahr 2012 hatte das nördliche Polarmeer so wenig Eis, wie noch nie. In wenigen Jahrzehnten könnte die gesamte Polregion im Sommer eisfrei werden. Das New Scientist von Anfang April 2015 meldet auf Seite 10, dass das Eis der Antarktis rascher schmilzt als angenommen. Ist einmal das gesamte Eis dort weg, dann steigt der Meeresspiegel weltweit um 60 m. In einer Studie über den Eisverlust der Antarktis in den letzten 18 Jahren zeigte sich, dass das Eis im Mittel pro Jahr um 310 Kubikkilometer abnahm, Tendenz steigend. Aber das betreffe doch nur die Polregionen, nicht uns hier in den Alpen und in Mitteleuropa, sagten KollegInnen im Büro. War der Sommer im letzten Jahr nicht eher kühler?
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Wo bleibt der Winter!?

Südföhn! Schon wieder Südföhn! Ein Phänomen, das in üblichen Wintern vielleicht 1-2 Mal auftritt, ist seit Dezember 2013 zum Dauerzustand geworden. Ein Tief über dem Mittelmeer schiebt die feuchte und eher warme Luft von Süden her gegen die Alpen. Die Folge sind große Schneemengen auf der Südwestseite, mit pappigem, feuchtem und schwerem Schnee ohne Kälte, und kein Niederschlag, aber bis zu 15 ° plus, auf der Nordseite der Alpen. Auch heute wieder + 14 ° C in der Obersteiermark. Weit und breit kein Winter.
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2013/2014 erstmals ohne Winter? Weit und breit kein Schnee in Sicht!

P1000505kleinIch gehe seit Jahrzehnten im Mittel um die 100 Tage pro Jahr auf Bergtour hinaus in die Natur. 30-40 Tage davon bin ich mit Schi unterwegs. Bei uns in Ostösterreich ist zumindest noch bis vor wenigen Jahren sehr viel Schnee gefallen, Schitouren bis in den Juni hinein waren normal. Doch heuer, und das kann ich mit meiner Erfahrung sagen, liegt deutlich weniger Schnee in den ostösterreichischen Bergen, als je zu dieser Jahreszeit in den letzten Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten oder Jahrtausenden. Seit Mitte Dezember 2013 herrscht eine Südwetterlage, Föhn im Norden, Temperaturen oft bis 10 Grad auf 1500 m Höhe. Der letzte Schnee fiel Ende November. Da dachte ich noch, der Winter habe begonnen, siehe https://martinballuch.com/?p=3502. Keine Jagd mehr? Leider falsch. Anfang Jänner traf ich auf eine Treibjagd am Hochschwab, abends eine „Strecke“ von 2 Rehen, 2 Gemsen und 1 Hirsch. Um diese Jahreszeit habe ich so hoch oben noch nie Treibjagden erlebt!
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Neueste Zahlen zeigen erstmals Trendumkehr: weltweiter CO2 Ausstoß steigt langsamer als Wirtschaft

P1000377In Sachen Klimawandel kennen wir nur negative Berichte. Jetzt kam aber der „Trends in Global CO2 Emissions: 2013 Report“ der Environment Assessment Agency und des EU-Kommissions Joint Research Centre heraus. Das wesentliche Ergebnis: Während das Bruttosozialprodukt weltweit um 3,5% angestiegen ist, wuchs die weltweite CO2 Emission „nur“ um 1,1%. Das ist eine Trendumkehr, weil bisher die CO2-Emission direkt an die Wirtschaftsentwicklung gekoppelt war. Zwar fordert die Wissenschaft, dass der weltweite CO2-Ausstoß ab jetzt jährlich um 2,5% pro Jahr sinken muss, statt weniger steil anzusteigen, um eine maximale Erwärmung von 2° C nicht zu überschreiten, aber dennoch liefern die Zahlen einen Hoffnungsschimmer, dass doch noch die Vernunft einkehrt.
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