Mein Hundefreund verwundert mich jeden Tag aufs Neue

Manchmal würde ich mir wünschen, dass Menschen – vor allem jene, die Hunde unbedingt dominieren zu müssen glauben – einmal mit meinem Hundefreund Kuksi und mir einfach nur spazieren gehen. Es ist so erstaunlich, was man da alles zu sehen bekommt, wenn man nur hinschaut. Hier drei neue Erlebnisse der letzten beiden Tage:

Gestern kamen einige AktivistInnen in unser Büro in Wien, um über eine Aktion zu sprechen. Da die Eingangstür zum Stiegenhaus unten nicht von oben zu öffnen war, musste ich hinuntergehen. Kuksi kam mit mir. Als die Menschen hereingekommen waren, sagte ich zu ihm, dass ich noch etwas im Geschäft auf der Straße gegenüber einkaufen will, er solle derweil wieder nach oben ins Büro gehen und dort auf mich warten. Zuerst schaute er mich einige Sekunden interessiert an, dann drehte er auf der Stelle um und lief den Menschen die Stiegen hinauf nach. Selbst ich war ein bisschen über diese Reaktion erstaunt. Kuksi liebt es, spazieren zu gehen, die Zeit im Büro ist ihm immer zu lang. Und die AktivistInnen kannte er auch nicht besonders gut, nie würde er mit ihnen ohne mich auf die Straße gehen. Im Geschäft gegenüber fragte ich mich, ob Kuksi nicht vielleicht versucht haben könnte, mir nachzulaufen. Die Türe auf die Straße zu öffnen wäre ihm ein Leichtes. Also rief ich im Büro an und dort konnte man mich beruhigen. Er war die beiden Stockwerke hinauf und ins Büro hineingelaufen und hatte sich niedergelegt und war völlig ruhig!

Ich bin in der Stadt immer mit dem Fahrrad unterwegs, Kuksi sitzt dazu hinten in einem Buggy, den ich als Anhänger nachziehe. Wenn er nicht drinsitzen will, dann steigt er aus und läuft mit. Gestern hatte ich es eilig, aber er wollte nicht einsteigen. Also fuhr ich los und Kuksi trabte nebenher, zeitweise musste er galoppieren, so schnell waren wir aus Zeitmangel unterwegs. Kuksi lief dabei am Gehsteig, ich fuhr am Radweg, zwischen uns waren geparkte Autos. Beim Überqueren von Fahrbahnen schloss er dicht auf und blieb an meiner Seite, ohne ein Wort von mir. Zeitweise führte mein Weg gegen die Einbahn, dann fuhren sogar entgegen kommende Autos zwischen ihm und mir, und trotzdem brachte ihn nichts aus der Ruhe. Ich war begeistert. Auch dieses Verhalten haben wir nie trainiert, nie gab ich ihm Leckerlis dafür. Er versteht einfach, worum es geht, und macht verlässlich das Richtige. Natürlich behalte ich ihn dabei im Auge, schaue, ob er ruhig bleibt und den Überblick behält, oder ob er nervös werden sollte und mich nicht gleich sieht. Wäre das der Fall gewesen, wäre ich sofort stehengeblieben, zu ihm gegangen und hätte ihn beruhigt. Doch das war nicht nötig.

Heute früh kamen wir wieder mit dem Buggy im Büro an. Kuksi stieg noch vor der Garageneinfahrt aus. Wir beide gingen mit dem Schlüssel durch die Tür, Fahrrad und Anhänger blieben draußen, sie waren für die Tür zu breit. Innen ist ein Schalter an der Wand, ca. 5 m von der Garagentür entfernt, der die Automatik für die Einfahrtstür auslöst. Drückt man den Schalter, hebt sich die gesamte Tür. Kuksi schaute mir dabei aus ca. 10 cm Nähe zu. Kaum war die Tür offen, ging ich wieder nach draußen, um mein Rad samt Anhänger herein zu holen. Doch etwas hatte sich am Hinterrad verklemmt, das ich erst entfernen musste. Unterdessen schloss sich die Tür wieder automatisch. Kuksi war nun drin, ich draußen. Und plötzlich öffnete sich die Türe wieder. Kuksi musste innen den Schalter betätigt haben! Der kleine Hund hat mich vielleicht 5 Mal diesen Schalter drücken gesehen – wir sind erst neu in dieses Büro gezogen – und schon konnte er ihn sinnvoll benutzen, um ein Problem zu lösen. Ich war wirklich beeindruckt!

Und so bestätigt mein Hundefreund Tag für Tag, wieviel er von dieser Welt, auch von unserer zivilisierten und technisierten Menschenwelt, begreift. Er lebt mit mir eng zusammen und lernt dabei, alles Notwendige zu verstehen. Es braucht keine Befehle, keine Dominanz und keine Konditionierung. Da tut es weh, sich vorzustellen, wie viele Hunde so völlig unterschätzt werden und ständig Kommandos zu befolgen haben und Leine und/oder Beißkorb tragen müssen.

33 thoughts on “Mein Hundefreund verwundert mich jeden Tag aufs Neue

  1. Petra Theobald says:

    Ich lebe in der Mehrhundehaltung (1 Hündin und 2 Rüden). Das kann Nachteile und auch Vorteile haben. Bei uns überwiegen die Vorteile. Fakt ist, eine Mehrhundehaltung ist für den Menschen anspruchsvoller. Wenn es grundsätzlich mit einem Hund nicht gelingt friedlich und im gegenseitigen Respekt zusammen zu leben, gelingt es mit mehreren Hunden erst Recht nicht. Ich pflege zu jedem Hund eine andere und besondere Beziehung. Jeder Hund ist auf seine Art anders, hat seine Vorgeschichte (Tierschutz) anderen Vorlieben oder Dinge die er nicht mag. Ich versuche mich auf jeden Hund einzeln einzustellen. Trotz der Eigenheiten die jeder mitbringt funktioniert es und wir sind ein Team. Es gab und gibt immer viele spannende und lehrreiche Stunden. Gerade in der Mehrhundehaltung sehe ich Hund ist nicht Hund und jeder ist ein Individuum. Darum stehe ich persönlich den pauschalen Empfehlungen, wie man was zu tun hat, kritisch gegenüber. Ich habe viele Fortbildungen rund um den Hund besucht und mir Wissen angeeignet, aber am Ende entscheidet die Beziehung zu den Hunden und die Erziehung kommt dann fast von alleine. Ich sehe mich als Manager (nicht Rudelführer) der darauf achtet, das wir als Rudel alltagstauglich sind und trotzdem jeder seine Freiheiten bekommt.

    Das Buch „Der Hund und sein Philosoph“ habe ich zweimal gelesen, weil mich insbesondere das Thema Autonomie und Tierrechte interessiert. Besonders im ersten Teil, in dem es vorwiegend um die Beziehung zu Kuksi geht, hatte ich an vielen Stellen ähnliche oder andere Erlebnisse und Beispiele. Erlebnisse mit Kira, Barney oder Chiko, die mir zeigen das Hunde keine naiven, egoistische Reizreaktionsmaschinen sind. Ich haben mir vorgenommen in den nächsten Tagen, diese ersten Teil noch mal zu lesen und meine Gedanken und Beispiele, die ich an bestimmten Stellen dazu habe aufzuschreiben. Zu jedem Hund habe ich eine tiefe und innige Beziehung und täglich kann ich sagen: Ich bin froh, dass es euch gibt!

  2. Tanja says:

    Das Verhalten von Kuksi ist eine Leinenaggression. Es könnte sich hierbei um eine frustmotivierte handeln. Der Hund ist durch die Leine eingeschränkt und Frust und Aggression liegen nah beinander.
    Jetzt wäre es am Herrchen endlich mal ein bisschen die ungeliebte Konditionierung auszupacken und dem Hund über diesen SCHEISSZUSTAND hinwegzuhelfen. Ein Hund, der sich so aufregen muss, dass er an der Leine randaliert, fühlt sich nicht gut, das ist doch bitte logisch!

    Nun könnte man den Auslöser benennen, mitd em Hund ein Alternativverhalten erarbeiten und ihn mit Hundenähe belohnen, um dem Frust abzubauen. Aber pfffff dann müsste man ja konditionieren.

  3. Tanja says:

    Konditionierung hat nichts mit Befehlsempfängerei zu tun.
    Der Hund lernt mit der Situation durchaus umzugehen, weil er jeden Tag konditioniert wird (vor allem auch klassisch). Auch wenn du das nicht bewusst mit ihm tust. Das ist ja der Witz. Auch wenn man das aktive Training aufhört, auch die Konditionierung schläft nie (nebst anderen Lernansätzen). Ein Lebewesen kann nicht nicht lernen.

    Positiv berstärkt wird übrigens auch mit Umweltbelohnungen. Die setzt du hier unbewusst ein.
    Einer Meiner Shibas bekommt beim Friegang von mir so gut wie nie irgendwelche Signale und mancht dennoch fast alles richtig.

    Ich finde es ein wenig befremdlich, wie du dich über wirklich tiefgreifendes Wissen, was Hundetraining betrifft, lustig machst und das herunterkürzt, obwohl du dir selbst das Krönchen der Weisheit aufsetzt – weil du deinen Hund einfach machen lässt und er sozial so intelligent ist, alles richtig zu machen.
    Ich finde das dem Tier gegenüber nicht fair. Ich wünsche dir einen sehr eigenständigen Problemhund, der Dinge so löst, dass sie andere gefährden. Mal sehen, ob du dann immer noch so hochnäsig bist.

  4. Sabine Eigner says:

    Dean und Armor, lassen sie ihren Frust da ab, wo sie ihn herhaben, ihre destruktive Art zeugt von großen Minderwertigkeitskomplexen und zu viel Zeit. Im Gegensatz zu ihnen nutzt Arras seine Zeit konstruktiv und erreicht täglich mehr für die Tiere als sie wohl in ihrem ganzen Leben. Oder sorgen sie etwa dafür dass über 400 Tiere jeden Tag ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen (um nur den offensichtlichsten Teil der Arbeit zu nennen)?
    Herr Balluch, ich finde es sehr schwach und langsam auch verdächtig, dass sie solchen Personen das Kommentieren auf ihrem Blog gewähren – auch in einer Demokratie gelten Regeln, an die es sich zu halten gilt, sonst wäre es schließlich Anarchie!
    Um jetzt zum eigentlichen Thema zu kommen:
    Mein Mann und ich leben jetzt seit etwa 20 Jahren zusammen unter einem Dach, und wir lösen unsere Probleme immer noch erfolgreich mit der selben Strategie: Kommunikation und Empathie, so haben wir es auch unseren Kindern vermittelt. Trotzdem ist er der dominante Teil, was mir keineswegs unangenehm ist. Im Gegenteil, dadurch dass ich weiß, dass ich ihm blind vertrauen kann und er stets bemüht ist, die für uns beste Entscheidung zu fällen, bin ich erleichtert, nicht immer die Verantwortung schultern zu müssen und lasse ihm auch das letzte Wort. Schließlich beruht seine Dominanz nicht auf Unterdrückung, sondern sie hat sich dadurch ergeben, dass er der strebsamere, gelassenere und geduldigere Mensch ist. Das allerdings ist tatsächlich nicht geschlechtsspeziefisch, meine älteste Tochter zum Beispiel übernimmt in ihrer Beziehung die dominante Rolle, allerdings auf wohlwollende Art und Weise.

    Herr Balluch, denken sie dass sie ihren Hund nicht dominieren? Wer sagt denn auf ihren Naturwanderschaften welcher Weg eingeschlagen wird? Wann es Futter gibt und wann sie sich schlafen legen? Herr Arras hat schon recht wenn er sagt, dass Dominanz (in einer natürlichen Beziehung) etwas Gutes ist, da es dem Dominierten auch ein Gefühl von Geborgenheit gibt. Der schlechte Ruf der Dominanz ergibt sich aus der missbräuchlichen Verwendung dieser in der Menscheitsgeschichte. Leider ist es seit Anbeginn eine Krankheit, dass sich Menschen eher den unterdrückend dominanten Personen anschließen, statt den wirklich Vernünftigen.

  5. Susanne Veronika says:

    Was heisst 51% Stimmrecht, wenn einer entscheidet, ob seiner Meinung nach Argumente richtig sind? Ist das auch oft umgekehrt so? Zumindest klingt es nicht danach. Das sind in Wahrheit 100%. Müssen sich immer zwei für dasselbe entscheiden? Nur weil man zusammen lebt muss man nicht unbedingt immer alles gemeinsam in gleicher Weise tun. Es gibt zudem auch oft Kompromisse, die man schließen kann. Es kann doch jeder auch sein eigenes Leben leben und seine eigenen Entscheidungen treffen.

  6. @ Susanne Veronika: „Es kann doch jeder auch sein eigenes Leben leben und seine eigenen Entscheidungen treffen.“
    Dieser Satz musste früher oder später ja von irgendjemanden hier kommen – habe schon darauf gewartet.
    Wenn jeder sein eigenes Leben führen möchte, dann muss er Single bleiben. Die vielen Ehen und „Partnerschaften“, die heute als solche bezeichnet werden wollen, nenne ich „WG-Ehen“ (WG = Wohngemeinschaft), wo man zwar dieselbe Wohnung bewohnt, ansonsten aber macht jeder, was ihm beliebt ohne Rücksicht auf das WIR und somit auf den Partner. Nicht nur, dass die Leute getrennt ihrer Arbeit nach gehen, auch sonst sterben Gemeinsamkeiten immer mehr ab. Ich hörte von Studien, die erwiesen haben, dass Wochenenden und Urlaube für Streits herhalten müssen, denn die Leute merken dann besonders krass, dass sie sich nicht mehr kennen, immer weniger gemeinsam haben.
    Eine Beziehung muss gepflegt werden wie eine empfindliche Topfpflanze, Liebe muss mit Lebendigkeit und Interesse für den anderen am Leben erhalten werden (man wächst emotional zusammen und entwickelt sich sodann gemeinsam weiter, wobei die Gemeinsamkeiten über den Differenzen zu stellen sind), da sie sonst krepiert. Deshalb halten ja die Bindungen nicht mehr, geht die Scheidungsrate durch die Decke und kaum eine Ehe ist noch harmonisch und innig.
    Wenn sich die Leute kennenlernen, sollten sie diese Phase nutzen, um auszuloten, ob sie zueinander passen und dann klar entscheiden, ob ja oder nein. Die Kinder bekommen keinerlei Sozialität, Kommunikation und ergebnisorientierte Streitkultur (auch Kompromisse) mehr vorgeführt, weswegen gerade die neueren Generationen extrem introvertiert sind.
    Die 51%-Regelung gilt für die Ausnahmefälle, wo keine Einigung erzielt werden konnte, denn sie ist besser, als wenn sich Paare auseinanderdividieren. Nichts ist wichtiger als Sicherheit, geborgenheit und Kontinuität innerhalb der Beziehung und Familie. Wer lieber seine Ego-Allüren vornan stellt, ist nicht beziehungsfähig und sollte keine solche eingehen.

    Der ganze Individualismus und die weit verbreitete Pseudoemanzipation ruiniert unsere gesellschaftliche Sozialstruktur bis in ihre Keimzelle hinein (=Familie) und bis in jede einzelne Zelle (= Individuum), woraus sich massive Persönlichkeitsstörungen entwickeln, innere Leere, Persönlichkeitspaltungen. All das kennen wir auch von Tieren, die obwohl geellig lebend, einzeln gehalten werden. Ich behaupte, dass durch diese Trends, die ein antisozialer Mainstream uns regelrecht vordiktiert (und jene, die anders denken werden beschimpft, beleidigt und diffamiert, wie ich das ja auch hier in diesem Blog erleben muss), kein Mensch glücklicher oder zufriedener wurde. Es herrscht Vereinzelung und die soziale Kälte nimmt immer mehr zu. Das ist ein weites Feld, aber es ist katastrophal für alle. Ohne Geflechte aus dominanten und subdominanten Individuen und ohne Hierachien ist keine Gesellschaft auf dauer lebensfähig!

  7. Susanne Veronika says:

    @Arras „Recht aber bekommt stets der, der im Recht ist und was der will (und mich davon überzeugt hat im Rahmen faier und vernünftiger Gespräche), wird dann auch gemacht. “ ……….. gemacht wird also was deiner Meinung nach richtig ist? Das ist keine Demokratie. Genauso könnte sie sagen: Bitte, bitte, mach was ich will.

  8. @ Susanne Veronika: Wer soll denn die letztgültige Entscheidung fällen, wenn kein Einvernehmen möglich ist? Was immer ich hier schreibe wird gegen mich ausgelegt – so kommen wir doch nicht weiter.
    Wie sollen denn zwei Leute in dem seltenen Fall, dass keine Einigung erzielt werden kann, zu potte kommen, wenn keiner der beiden 51% Stimmrecht hat. Soclhe Regelungen gibt es doch auch in der Politik, z. B. das Vetorecht.
    Ich muss schon feststellen, dass hier bisweilen sehr gehäuft völlig realitatsfremde Vorstellungen geäußert werden. Wenn Sie einen besseren Vorschlag haben, dann nennen Sie diesen doch mal. Sie sagen immerzu nur, wie es ist, aber wie wir zu dem, wie es sein sollte, gelangen können, das sagen Sie nicht. Macht eine ergebnisorientierte Diskussion dann überhaupt noch Sinn?

  9. Susanne Veronika says:

    @Hugo @Arras Ich lese immer: sollte dies, sollte das … es ist wie es ist, nicht wie es sein sollte. Idealvorstellungen mögen schön sein, in der Realität kommen sie nur sehr vereinzelt vor. Ich habe Lehrer erlebt, die von den Schülern fertig gemacht wurden, weinend aus der Klasse liefen, einer ist sogar von der Schule geflogen, und solche, bei denen es mäuschenstill war und natürlich auch alles andere was möglich ist, dazwischen. Dabei geht es immer um Macht. Der Lehrer der nicht fähig ist sich durchzusetzen, spürt die Macht der Schüler. Man kann das wie die hier diskutierende Lehrerin mit Kinderleckerlis=verbale Streicheleinheiten versuchen, oder mit Strafen, oder indem man den Unterricht interessant gestaltet. Manche Lehrer brauchen das alles nicht, sie werden einfach akzeptiert und keiner weiß warum eigentlich. Es wird in Firmen irrsinnig gemobbt. Man braucht sich nur im Internet umsehen dann weiß man, dass dies ein häufig auftretendes und ernsthaftes Problem ist. Die Leute streiten zu Hause, bis hin zu Gewaltanwendung – das ist so. Darüber jammern und erklären, man selbst sei ja ganz anders, das bringt gar nichts. Es ist die Realität, ob es einem gefällt, oder nicht. Wie kann man von einem Mann erwarten, der in der Firma die Kollegen mobbt, der seine Frau schlägt, dass er nett zu seinem Hund ist? Vor kurzem las ich eine Statistik – ich kann mich nicht mehr genau erinnern wo, aber so ungefähr was darin stand (vielleicht finde ich das wieder). Männer die ihre Frauen prügeln, misshandeln meistens auch die Haustiere. Vor allem um damit den Frauen seelisch weh zu tun. Übrigens gibt es auch viele Männer, die eifersüchtig auf die Haustiere ihrer Frauen sind. Das sind reale Probleme die man nicht wegdiskutieren kann, indem man das eigene, moralisch richtige Verhalten wie eine Fahne vor sich herträgt.

  10. Hugo says:

    @Sunnane
    Ich gebe ihnen ja recht, dass es unterschiedliche Individuen gibt. Die Frage hier ist, ob der Lehrer, der anscheinend keine natürliche Autorität besitzt, auf gewaltvolle Dominanz zurückgreifen sollte, um seinen Schülern etwas beizubringen? Soll der starke Mann die schwache Frau schlagen um sie zu dominieren. Dass viele Menschen, aber nicht alle, es könnten, wissen wir. Bei Wolfsfamilien intern scheint es, nach David Mech, kaum vorzukommen.
    Wenn Martin von seinen-Hund-entscheiden-lassen spricht, so meint er das glaube ich nicht im Kontext „großzügiger Boss oder König“. Ich glaube er meint das im demokratischen Sinne von Solon, der meinte „ihr könnt bei den meisten Dingen genauso gut entscheiden wie ich“. Da ist nicht Großzügigkeit, Schwäche oder Dominanz zu spüren sondern Vertrauen, Respekt und Ebenbürtigkeit. Vertrauen in die rationalen und sozialen Fähigkeiten seines Hundes. Kuksi wiederum scheint Martin zu vertrauen und zu respektieren. Das fühlt sich harmonisch abgestimmt und familiär an, im Gegensatz zu stark-schwach, dominant-nicht-dominant, Alpha-Beta Gefängnis-Denken?

  11. Susanne Veronika says:

    @Balluch „In der Ehe pflegt gewöhnlich immer einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten: das kann mitunter gut gehn.“ (Paul Ambroise Valéry) 🙂 Das ist heute nicht anders als früher. Es bedeutet nur nicht, dass immer der Mann der Dominante ist. War doch erst vor kurzem in allen Zeitungen wieviele Frauen misshandelt werden. Über Männer gibt es keine Statistik, aber es gibt auch genug misshandelte Männer. Es gibt Menschen die dominant sind und es gibt solche, die es gerne wären. Bei Menschen ist es allerdings komplizierter als bei Tieren, denn da spielt auch die Geschwisterfolge eine Rolle, ob jemand dominant ist, oder nicht. Derzeit gibt es viele Einzelkinder und die sind anders als Geschwisterkinder. Ich bin kein dominanter Mensch, aber ich mag es auch nicht wenn jemand mir gegenüber dominant ist. Ich würde es auch eher Autorität nennen. Es gibt Menschen die eine natürliche Autorität ausstrahlen und solche, die sich mit Gewalt durchsetzen wollen, weil sie eben keine natürliche Autorität ausstrahlen. Mir erzählte einmal eine Kollegin, ein Mann der bei uns immer einkaufte würde so stark auf sie wirken, dass sie sich am liebsten vor ihm auf den Boden werfen würde. Ich kann das nicht nachvollziehen, aber das war erst gemeint. Es gibt Lehrer bei denen die Klasse ruhig ist und aufmerksam und andere, die von den Schülern fertig gemacht werden. Habe ich alles erlebt. Das ist eine Frage der Persönlichkeit, ob und wie sich jemand durchsetzt. Wenn jemand seinen Hund entscheiden lässt – das mache ich auch – dann kann er das aus Großzügigkeit tun, obwohl er dominant ist, oder aus Schwäche, weil er nicht dominant ist.

  12. Susanne Veronika says:

    @Hugo Für die Tiere ist es sicher eine psychische Belastung, wenn sie getrennt werden. Für die Mutter und für die Welpen. Anders ist es aber schwer möglich. Wer behält junge Hunde monatelang? Und leider mögen die meisten Menschen am liebsten einen Welpen, obwohl damit viele auch überfordert sind. Unser Hund war erst sieben Wochen alt als wir ihn bekamen. Wir hatten ihn von Tierschützern die darauf drängten, dass wir ihn möglichst früh nehmen, weil sie schon wieder andere Hunde bekamen. Das war eindeutig zu früh. Ursprünglich gehörte er meiner Tochter. Sie musste ihn sogar mit aufs Klo nehmen, weil er sonst vor der Türe heulte. Dann wohnte sie einige Wochen mit ihm bei uns. Das gefiel ihm. Ich musste aber einmal mitten in der Nacht mit ihm losfahren und meine Tochter holen, die ausgegangen war, weil er nach ihr heulte und nicht damit aufhörte. Dann zog sie wieder aus. Danach war er tagsüber bei uns, abends nach der Uni holte sie ihn. Einige Tage ging das gut, dann heulte er nach uns, bis er durchsetzte, dass er bei uns bleiben durfte. Bei uns war es nicht so fad wie bei ihr und einen Hund hatten wir auch. Ein ausgeglichener Hund hätte vielleicht anders reagiert.

  13. Hugo says:

    @Peter Danke für die weitere Ausführung. Leider kann ich mir noch immer überhaupt kein Bild davon machen was sie meine, wenn sie nicht ein konkretes Beispiel für Dominanz geben. Meinen sie, dass wenn der Mensch in der Stadt fürs Futter zuständig ist, er automatisch dadurch dominant ist? Das könnt ich gut nachempfinden und deswegen sehr gut mit ihrem Text oben leben. Meinen sie aber mit Dominanz einen Hund zB zu Boden zu halten um eine Stärkeverhältnis zu kommunizieren, oder Regeln wer wann als erster durch die Türe geht, so ist dass natürlich reinster Schwachsinn (und nur ein Zeichen der Schwäche und Verunsicherung), nicht Führung oder gesunde Dominanz. Ich bitte sie deshalb nochmals um ein kurzes, konkretes Beispiel für Dominanz. Danke.

  14. Martin Balluch says:

    @ Arras: Eine letzte Frage dazu. Sind Sie, Herr Arras, persönlich jemand, der in allen Beziehungen immer dominiert oder sind Sie auch schon dominiert worden?

  15. Herr Balluch,
    ich kann nicht glauben, dass Sie solche persönlichen Fragen stellen. Sie begehren Antworten, obwohl Sie selbst sehr ungern konkrete Antworten zu geben bereit sind und überhaupt es sehr schwer fällt, mit Ihnen in beständigen Dialog zu treten (was auch andere hier schon moniert haben).
    Wenn ich Ihre Zeilen lese, dann erkenne ich, dass für Sie, wie für die meinsten anderen Leute der Postmoderne, Beziehung ein Konkurrenzkampf unter den Beziehungsbeteiligten zu sein scheint (wer ist der Dumme in einer Partnerschaft – diktion Susanne Veronika). Können Sie sich denn gar nicht vorstellen, dass ein Individuum es wünscht, dass der Partner (die zumeist unangenehmen) Entscheidungen fällt? Es ist doch dann auch der Dominante schuldig, wenn seine Entscheidung falsch war, oder? Wir wählen ja sogar Politiker in Regierungsämter und lassen diese – oft zu unserem Leidwesen – vier Jahre schalten und walten über unsere Steuergelder, unser Leben unseren Staat etc. Sind wir deshalb alle subdominant? Irgendjemand muss immer entscheiden und die Verantwortung tragen – das ist auch in Paarbeziehungen so. Wenn man heute liest, was über Emanzipation in Paarbeziehungen geschrieben wird, dann hat man den Eindruck, eine Paarbeziehung sei ein Kriegsgebiet und der Partner ein Feind, den man versucht klein zu halten und möglichst viele „Rechte“ ihm gegenüber zu reklamieren und durchzusetzen. In einer Beziehung (Ehe oder eheähnlich) sollten zwei Individuen zu einer Einheit werden und nach außen geschlossen auftreten und klare Entscheidungen gemeinsam vertreten und verfolgen (so wie dies intrapsychisch ja auch der Fall ist: „Es“ und „Überich“ kommen gemeinsam zu einer Entscheidung und vertreten dies in From des „Ich“ nach außen). Eine Beziehung ist insoweit eine überindividuelle Einheit. Wenn dies nicht der Fall ist, dann kann von einer Beziehung keine Rede sein (das Wort Beziehung kommt von ziehen, verbunden sein).
    Ich stelle mal eine Gegenfrage: Wie groß sind Ihre Erfahrungen in Paarbeziehungen, wenn das meistegeliebte Wesen in Ihrem Leben Ihr Hund Kuksi ist? Und: Haben Sie gegenüber Kuksi nicht auch das „letzte Wort“? Ich meine, dies aus Ihrem Text mehrfach herausgelesen zu haben, oder?

    Ich möchte Ihnen verraten, dass ich bis 1989 einen Mentor hatte (er verstarb an Krebs), den ich mit 10 Lebensjahren (ich bin Jahrgang 1966) kennenlernte (der bereits in einem anderen Thema hier erwähnte Physiker). Ich leide in der Tat sehr darunter, dass ich seither keinen weiteren Meister gefunden habe, dem gegenüber ich eine subdominante Position ennehmen könnte, wonach ich mich sehne. In einer Paarbeziehung genieße ich die wohlwollende Bevormundung meiner Partnerin im Rahmen der wechselseitigen Fürsorge (arbeite nicht mehr so lange, iss was, lass uns mal wieder einen Ausflug machen, denk auch mal an Dich etc.), worauf ich im Regelfall auch höre. In der Tat aber bin ich ein dominanter Charakter und kann in Beziehungen deshalb keine subdominante Rolle einnehmen. Recht aber bekommt stets der, der im Recht ist und was der will (und mich davon überzeugt hat im Rahmen faier und vernünftiger Gespräche), wird dann auch gemacht. Wie Kommunikation stattfinden sollte, habe ich 1997 definiert und in diesem Blog den Link hierzu mehrfach gepostet – ich weiß ja nicht, inwieweit Sie meine Links auch lesen.

    Nicht Aussrahlung und Charisma sollte darüber bestimmen, wer das Sagen hat (Susanne Veronika, denn dann kommen Leute wie Hitler und andere Soziopathen und Verführer an die Macht), sondern Wissen, Weisheit und Lebenserfahrung sowie logische Argumente.
    In einer Beziehung sollten stets gleiche Rechte bezüglich Bestimmung und Zielvorgabe gelten. In den allermeisten Fällen wird man sich in vernünftigen Gesprächen einigen können. Was aber, wenn ums Verrecken keine Einigung erzielt werden kann? Trennung, wie das heute zu Tage so oft vor kommt? Oder sollte nicht jener Partner dann quasi ein Vetorecht erhalten, der sich oft als der kKügere, Erfahrenere und Intelligentere erwies?

  16. @ Amor & Dean: Glänzen Sie beide doch selbst mal mit gescheiten Vorschlägen und Argumenten – das würde nicht nur mich beeindrucken. Ihr Geschreibe sollte als substanzlose und stupide Verkotung allerdings von M. B. gelöscht, zumindest aber in die Schranken verweisen bzw gerügt werden.

  17. @ Hugo: Lesen Sie bitte meinen Text zum Thema Haltung und Erziehung von Hunden in folgendem Link: http://www.akt-mitweltethik.de/images/texte/025WolfAnDerLeine_.pdf

    @ Balluch: Zur Sicherheit nochmals meinen text über Kommunikation: http://www.akt-mitweltethik.de/images/texte/036Kommunikation_.pdf

  18. Dean says:

    @Peter
    Ohne mich da groß einmischen zu wollen und ohne eine Rechtfertigung zu verlangen…
    Ich finde es wirklich sehr schade das nur ihre Mitweltethik, und nur die aus ihr hervogebrachten Werkzeugen – wie „Nuklearpsychologie“ – uns alleine vor dem „Untergang“ bewahren können, und sie uns keinen anderen Ausweg anbieten oder zumindest nichts Anderes vorschlagen – können oder wollen (frag ich mich)! Sonst wäre doch eigentlich alles gesagt, oder?

  19. Amor says:

    @ Martin,
    alles gut und schön mit der Demokratie und der Meinungsfreiheit in deinem Blog, aber ich wäre dafür einige Primatanalphabeten die noch auf den Bäumen des Nukleardschungels leben und vor allem enorm viel Zeit in der Tüte haben, zu zensieren, damit sie dadurch endlich kapieren, dass auch sie etwas für die Tiere tun sollen, und nicht nur geschwollenen Scheiß literweise schreiben.

    Ich wäre nicht beleidigt, wenn du mich wegen diesem Vorschlag für einen Undemokraten hieltest.
    Amor

  20. Martin Balluch says:

    @ AKT:

    Alle meine Hundefreunde stamm(t)en aus Tierheimen, wurden also als Streuner oder ausgesetzte Hunde aufgegriffen und über ihre Kindheit ist nichts bekannt.
    Kuksi ist unfassbar freundlich zu allen Hunden, denen er ohne Leine begegnet. Ist er aber an der Leine, dann bellt, knurrt und reißt er an der Leine, dass man glaubt er will die anderen Hunde auffressen.

    Wenn Sie meinen, in jeder Beziehung müsse es Dominanz geben, wie ist das in Liebesbeziehungen unter Menschen, oder bei engen Freundschaften unter Menschen? Wenn es dort ohne Dominanz geht, warum soll das dann nicht auch in Mensch-Hunde-Beziehungen möglich sein? Wenn Sie allerdings meinen, auch bei 2er-Beziehungen unter Menschen müsse immer eineR der beiden PartnerInnen dominieren, dann frage ich mich, ob die Menschen, die Ihnen nahestehen, das auch so sehen. Kann ich mir kaum vorstellen.

  21. @ VGT: Sie haben ein Problem mit Dominanz, weil sie darin nur etwas Negatives sehen wollen oder können. Dominanz heißt natürlicherweise Geborgenheit für all jene, die dominiert werden. Wie es Tina bezüglich ihrer Ratten dargelegt hat, war kein Rattenmitglied sonderlich daran interessiert, die Rangordnung zu kippen und sich hochzuarbeiten, weil alle mit ihrer Position und Rolle im Rudel zuFRIEDEN waren. Überhaupt sind Tiere an Frieden interessiert (nicht so sehr an Glück, denn Glück macht übermütig und ist somit in freier Wildbahn lebensgefährlich), denn das spart Energie und die Wahrscheinlichkeit verletzt zu werden.

    Ja, in jeder Beziehung – so auch in menschlichen Paarbeziehungen – hat einer der beiden 51%, auch wenn es OUT ist, das heute zuzugeben, dank sozial unverträglichem Individualismus und Pseudoemanzipation, die nur Schaden an unserer Sozialstruktur und -kultur angerichtet haben. Wir können unseren „inneren Primaten“ nicht verleugnen, denn er ist genetisch codiert und nicht weg zu erziehen. Das ist doch eine beruhigende Gewissheit, dass uns unser archaisches Wesen nicht auch noch genommen werden kann. Allenfalls kann es gebrochen werden, und zwar dann, wenn die Lebensbedingungen (= soziokulturelle Einflüsse) so sehr vom Archaischen in uns abweichen, dass eine Vereinbarkeit nicht mehr möglich ist. Also kommt nur die Spaltung in Frage. Das wissen wir doch von mies gehaltenen Zirkustieren und sog. Heimtieren – vor allem, wenn es sich um wildlebende Arten handelt, dass das so ist. Uns ist aufgefallen, dass das beim Menschen nicht anders ist, weswegen wir uns für eine Rückbesinnung auf den Affen in uns allen aussprechen als Basis für die Exponierung unserer intellektuell-geistigen Potenziale. Klingt das für Sie nicht schlüssig?

    Es ist die menschliche Arroganz, die uns glauben lässt, es besser zu wissen als die Natur, als die Evolution, die wir hinter uns haben. Und wir manipulieren nicht nur an uns herum im Rahmen von pseudosozialwissenschaftlkichen Thesen, die dann gnadenlos in unserer gesellschaft als Experimentierfeld angewendet werden (was Sie ja auch schon moniert haben), sondern auch an unseren Mitlebewesen. Solange Kultur stets ein Kontraentwurf zur Natur ist, werden wir nicht reintegrierbar sein in die Biosphäre und auch mit uns selbst und unseren Artgenossen keinen Frieden finden.

    Dominanz unter Tieren gefällt den meisten Menschen, wenn sie es beobachten – der stolze Platzhirsch auf der Lichtung, der Löwenkater, der prächtige Silberrückengorilla, nur wenn Menschen (auf gesunde Weise wohlgemerkt) dominant sind, wird dies als Pathologie und als No Go diffamiert.

    Ich vertraue darauf, dass der innere Primat in jedem Menschen – egal wie psychisch krank der Betreffende ist oder wie sehr er vom Mainstream erfasst und umgekrämpelt wurde, nach wie vor aktiv ist und sich machtvoll sein Recht zurück erobert, sich gegen die Widernatürlichkeit zur wehr setzt.
    Das ist eine neue Dimension von Tierrechtsbemühung, für das Recht auf artgemäße Lebensbedingungen des Tieres IM Menschen zu kämpfen, um auf diese Weise den Menschen als Gesamtpersönlichkeit und kollektiv als Gesellschaft mit den anderen Tieren auszusöhnen. Die Animation des archaischen Nukleus birgt das Potenzial in sich, eine Psyche von innen heraus zu heilen, wenn der Primat in ihr wieder mehr Luft zum Atmen erhält. Dieses Verfahren nenne ich „Nuklearpsychologie“.

    Peter H. Arras

  22. Hugo says:

    @Peter Danke für die Antwort, auch wenn noch immer nicht ganz verstehe wie sich ihre Dominanz im Alltag äußert. Ein konkretes Beispiel wäre gut. Oder Beispiele der guten Dominanz bei Menschen? So wie ich Rudel wahrnehme, aus eigener Erfahrung und über den Wolfsforscher Dave Mech, sind das einfach nur Familien. Alpha sind immer die Eltern, aus! http://scholar.google.com/scholar?q=mech+wolf+dominance&hl=en&as_sdt=0&as_vis=1&oi=scholart&sa=X&ei=7uZOU-6cMcf_ygOYioL4CA&ved=0CCYQgQMwAA
    Kommen die Kinder in der Pubertät treibt es sie zum einzigen mal in ihrem Leben aus dem Rudel raus, um ihre eigene neue Familie zu gründen, wo sie dann Eltern sind und „dominante Alpha“. Wie bei Menschen auch? Die meisten männlichen Kinder gründen Rudel und werden dadurch ALLE zu Alphas! Während der Pubertät kommt es oft zu gewaltvollen Streitereien zwischen den Geschwistern, wie bei Menschen oder anderen sozialen Spezies auch, aber sonst kaum. Außer natürlich ein fremder Wolf überschreitet das Territorium. Nur Menschen und Schimpansen sind als Spezies bekannt dafür, dass sie absichtlich ihre eigene Spezie in Gruppen jagen obwohl keine Gefahr oder Notwehr besteht.

    @Susanne Niemand sagt was von besseren Menschen. Ich wollte nur anmerken, dass wenn ein Mensch, sagen wir in einer Bar, sehr aggressive und gewalttätig, jeden wildfremden bedroht, es nur eine Frage der Zeit ist bis sich jemand wehrt und er wahrscheinlich Hilfe kriegt. Ohne nachher schlechtes Gewissen zu haben. Also genau das gleiche wie in der Hundschule.
    Was Hunde und Wölfe jedoch nicht machen, was Menschen und Schimpansen sehr wohl machen, ist absichtlich in einer Gruppe, ohne Angst oder Notwehr, sondern aus Kick, Spass und sich stark fühlen heraus, andere verletzen und prügeln. Vor allem männliche Jugendliche neigen stark dazu. Wenn ein Rudel auf einen Fremden aggressive reagiert ist das natürlicher Selbstschutz der in vielen Spezies vorzufinden ist. Bei Menschen gibt es das auch aber leider auch noch mehr.
    Mir ist auch klar, dass ein einzelnes Mensch-Hund Rudel ein sehr kleines ist, aber es ist. Dieses funktioniert am besten wenn beide (fasst) gleichgestellt sind und es sich wie bei einem freien Wolfsrudel um gleiche Partner an der Spitze handelt. Das finde ich weniger unnatürlich als vieles andere. Dass Hunde friedlich auf andere Hunde reagieren ist angelernt. Mir ist klar, dass es absolut unnatürlich ist, dass Hunde schon mit 8-12 Wochen von ihren Eltern entfernt werden und nicht erst nach der Pubertät etc. Wir denken da ähnlich?

  23. Susanne Veronika says:

    @Hugo, Es gibt dominante Hunde und solche die es nicht sind. Sie sind aber sicher nicht die „besseren Menschen“. Auch bei Wölfen gibt es Rangkämpfe und bei Hunden auch. Wirklich friedlich ist da nichts. Angeblich geht es bei weiblichen Wölfen härter zu, als bei den männlichen. Bei Hunden ist das meist anders, weil sie selten ein Rudel bilden, außer bei Straßenhunden. Wer einmal gesehen hat wie zwanzig, dreißig Rüden ein Weibchen belagern und sich ausmachen wer zum Zug kommen darf, weiß wie kompliziert das abläuft. Wenn sie unter sich sind. Tiere haben auch Vorurteile. Sie gehen auf Artgenossen die „nicht normal aussehen“ oft los. Da geht wenig auf freundschaftliche Art. ……….. Ein einzelner Mensch der einen einzelnen Hund hat – das ist für die Hunde kein Normalzustand und für den Menschen auch nicht. Da muss der Hund ausgleichen, was dem Menschen fehlt. Den Partner, den Freund, den Kumpel, den Beschützer, oder den der sich unterdrücken und prügeln lässt. Hunde sind Rudeltiere und Menschen auch. Wird der Hund zum alleinigen Partner, muss er sich auf „seinen“ Menschen konzentrieren. Jemand anderen hat er ja nicht.

  24. Hugo says:

    @Susanne
    Wie glauben sie, würde sich die Szene in der Welpenschule unter Menschen abspielen und mit was für Unterschieden. Ich persönlich sehe oder kann mir keinen großen Unterschied bei Menschen oder anderen sozialen Spezies vorstellen? Deswegen verstehe ich auch noch nicht warum und wie Hunde mehr dominiert werden sollen oder wollen als Menschen?

    @Arras
    Ich habe auch mit einem Rudel gelebt. Natürlich gibt es da eine andere Dynamik, so wie bei Menschen in der Gruppe. Da ist ein grosser Unterschied zwischen einer Ein-Kind-Familie und einer 6 Kopf Bande. Was für notwendige und gute Dominanz meinen Sie aber bitte in diesem Kontext? Sie erklären das nicht sehr klar.

  25. @ Hugo: Dominanz – wohlgemerkt nicht die antisoziale, missbräuchliche, pathologisch-narzisstische, die wir von Menschen und auch von Tieren in Gefangenschaft kennen, sondern die wohlwollende, sozialdynamische – ist ein wesentlicher Faktor in jeder hierachischen Struktur. Schon bei Jungtieren merkt man schon recht früh, wer später mal Dominanzanspruch erheben und durchsetzen wird und wer nicht. Sozialstrukturen mit nur subdominanten Individuen würden zum erliegen kommen – genauso verhält es sich mit Gruppen, die nur dominante Charaktere beinhalten. Es ist das Jing und Jang jeder Sozialität, dass es Individuen geben muss, die führen können und wollen und jene, die geführt werden wollen bzw. müssen. Dominanz ist in Verruf geraten, wofür das Phänomen Dominanz nichts kann, sondern nur jene gestörten Individuen, die eine Pseudodominanz, gemeint ist Herrschsucht aus Serlbstwertschwäche, Destruktivität und Sadismus heraus, praktizierten.
    Für gesunde bzw. normal sozialisierte Individuen besteht Dominanz vor allem aus der Verantwortung für die Gruppe und aus „wohlwollender Bevormundung“ gegenüber den Untergebenen, deren Erfolg dem Dominus Recht gibt und somit auch der Gruppe, die ihn in seiner Position bestärkt und nicht wegbeißt oder davon jagt.
    Dominante sind nicht in erster Linie Privilegierte, sondern solche, die über ihre ureigenen Interessen hinaus in Gruppendimensionen agieren und deshalb zumeist wesentlich intelligenter sind als andere. Dass Privilegien als Gegenleistung und Ausgleich erforderlich sind, ist natürlich. Dominante paaren sich mit Dominanten und bevorteilen somit ihre Nachkommen (z. B. bei Wölfen und Löwen).
    Survival of the Fittest auch auf den Gebieten der Empathie, der Sozialität, der Intelligenz und des Durchsetzungsvewrmögens etc. fand somit parallel zur Evolution physischer Fähigkeiten statt. Indem die menschliche Gesellschaft Autorität und Dominanz in Verruf bringt und quasi abschaffen will, läuft sie Gefahr, dass ungeeignete Individuen einflussreich werden mit schädlichen Folgen für das Kollektiv (was man ja überall bereits beobachten kann). Anarchie kann deshalb nur den Untergang einer Zivilisation zur Folge haben.
    Wenn Balluchs Hund Balluch nicht als dominant einschätzen würde, würde er ihm nicht folgen. Wenn die beiden so gut kooperieren und harmonieren, dann deshalb, weil Balluch gegenüber seinem Hund „wohlwollend“ dominant ist.
    Mein derzeitiger Rüde Lasko wurde an uns abgegeben, weil er megadominant war und die Leute sich ihm gegenüber nicht durchserzen konnten. Er ist ein sehr lieber und kluger Bursche, aber auch ich hatte lange Zeit Mühe, ihm klar zu machen, dass ich seinen dominanten Charakter zwar sehr schätze, dass ich aber noch dominanter bin als er. Erst als er das begriffen hatte, wurde unser Verhältnis harmonisch, zogen wir am selben Strang. Die vielen Probleme, die Hundehalter mit ihren Hunden haben, sind darin begründet, dass die Hunde ihre Halter nicht respektieren, ihnen die Führungrolle natürlicherweise nicht zugestehen würden. Leider können sich die Hunde ihre Menschen nicht aussuchen – da liegt das Hauptproblem.

    Was mich mal interessieren würde ist, wie sich Balluchs Hund gegenüber anderen Hunden verhält, ob er regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen hat und wie seine Vergangenheit, Welpen- und Junghundgenese aussah etc. Wie in der Humanpsychologie ist auch in der Tierpsychologie und Ethologie die Frage der Herkunft und Vergangenheit wichtig, um sich eine Vorstellung von einem Individuum zu machen.

    Ich würde gerne mal einen Artikel von Kuksi (Hündin oder Rüde?) lesen, wie er/sie denn sein/ihr Leben mit dem M. B. wahrnimmt und erlebt 😉

  26. Susanne Veronika says:

    Diesmal muss ich Arras ausnahmsweise recht geben, aber ich würde noch weiter gehen. Ich habe derzeit auch nur einen Hund, weil ich mir mehrere nicht leisten kann, aber ich hatte auch schon zwei zugleich. Man sieht oft so „brave“ Hunde auf der Straße, die übrigens nicht immer gewaltfrei erzogen wurden, häufig aber schon. Die Betonung liegt auf „brav“. Man will einen „braven“ Hund haben, der tun soll was man selbst für richtig und gut hält. Diese Hunde verstehen die menschliche „Moral“ sicher nicht. Die können sie gar nicht verstehen, weil die menschliche Moral wandelbar ist. Was sie verstehen ist Dominanz und wenn jemand glaubt, der Hund würde etwas von ganz alleine tun, akzeptiert der in Wahrheit nur die Dominanz des „Chefs“, die nicht gewalttätig sein muss. Es gibt eine Frau die dachte, ihr Hund könne rechnen. Tatsächlich war es aber so, dass er die Frau genau beobachtet hat, die unbewusst mit dem Kopf nickte, wenn sie in Gedanken mit-rechnete. Sie war so dominant, dass der Hund ständig auf sie konzentriert war und sich bemühte, sozusagen ihre Wünsche von den Lippen abzulesen. Wer nicht dominant ist, kann machen was er will, er kann sich nicht durchsetzen. Hunde haben ein sehr gutes Gespür dafür – auch innerhalb einer Familie – wer der Boss ist. Sie tun was der Boss sagt, die anderen akzeptiert er nicht. Dazu kommt, dass ihm wichtig ist wer ihm Futter gibt, usw. Unter Hunden läuft das dann anders, weil da die Konkurrenz es notwendig macht, sich durchzusetzen. In einer Welpenschule gab es einen kleinen Störenfreid, der alle anderen Hunde immer wieder anging. Die hatten vor ihm Angst und das gefiel ihm anscheinend. Bis er einmal an den Falschen kam. Der setzte sich zur Wehr – und plötzlich fielen alle Hunde gemeinsam über ihn her. Das war eine Lektion fürs Leben. Sie beissen einander auch wenn es sein muss und sie haben gar kein schlechtes Gewissen deswegen – außer der Mensch mischt sich ein. Wenn der dominanter ist als sein Hund, haben sie „ein schlechtes Gewissen“ deswegen – was heisst, sie wissen dass sie etwas gegen den Willen vom Chef getan haben. Mit Moralverständnis hat das nichts zu tun. Auf den menschlichen „Boss“ gehen die wenigsten los, weil sie abhängig von ihm sind. Kommt aber trotzdem auch vor.

  27. Hugo says:

    Mein Hund liebt Radfahren! Er kriegt den Grinser dann nicht weg. Da er den Strassenverkehr schon kannte gab es da aber auch nie sehr viel zu lernen. Wir machen es im Winter wenig, weil ich es bei dem Wetter nicht mag. Nächstes Jahr werde ich mir, ihm zuliebe, besser Winterkleidung zulegen. Viele Hund werden intellektuell unterfordert während sie mit Aufgaben überschüttet werden, leider wie viele Menschen auch? Martin’s persönlicher Hundeaktivismus deckt einen wichtigen Aspekt ab und es überrascht mich nicht, dass viele hier ähnlich fühlen!

  28. Martin Balluch says:

    Liebe Tina, wie Du den Hund beschreibst, der neben dem Fahrrad herläuft, genauso ist es mit Kuksi und mir. Ich würde mir echt wünschen, dass mehr Leute das sehen würden, weil mir scheint, die meisten Menschen denken sich, sowas ginge grundsätzlich nicht, Hunde müsse man kontrollieren und befehligen. Heute nacht, in 2 Stunden, werden wir wieder so durch die Straßen laufen/radeln, und in der Früh wieder zurück. Und es funktioniert wunderbar! Und, noch einmal, ich habe ihm das nie beigebracht, er hat es einfach von sich aus getan.

  29. Tina says:

    „Dabei ist weniger Kraft und Größe, als Klugheit und Erfahrung, soziales Verhaltenspotenzial und Empathie ausschlaggebend dafür, wer führt und wer geführt wird.“ Das zumindest deckt sich mit meiner Erfahrung mit Ratten, mit denen ich früher mein Wohnzimmer teilte. So war die Ratte, die Chefallüren hatte, die vorletzte in der Rangordung, und der Chef war einfach supersozial, der ging z.B. dazwischen wenn der Rangniedrigste vom „Macho“ gemobbt wurde. Aber nicht brutal oder mit Zurechtweisung sondern er schob einfach seinen dicken Hintern gaaaanz zufällig dazwischen und schon war Ruhe. 😀 Als er schon recht krank war war er noch immer der unangefochtene Anführer, da gabs gar keine Zweifel. Der Rangniedrigste war das allerdings bestimmt nicht weil er von den anderen in die Rolle gezwungen worden wäre sondern der war einfach so dass er am liebsten die anderen vor lies, sehr ängstlich war usw. (er hatte auch rote Augen und sah dadurch sehr schlecht, vielleicht auch deshalb).

    Dass jeder von denen Anführer werden wollte, das Gefühl hatte ich überhaupt nicht.
    Ich denke dass sich alle in ihrer Rolle wohl fühlten und als einer nach dem anderen starb fehlte jeder einzelne von ihnen eindeutig in der Gruppe, egal ob Chef oder Rangniedrigster. Der letzte bekam direkt nachdem sein letzter Kumpel gestorben war einen Schlaganfall obwohl er immer so fit gewesen war, so sehr fehlten ihm die anderen. 🙁

  30. Alles gut und schön, mein erster und zweiter Hund waren ähnlich (Lupus und Lupa). (Vgl.: Nachruf auf eine kleine große Hundedame: http://www.akt-mitweltethik.de/akt/tierschutzstation/18-bilder/68-jungtieraufzucht – bitte ganz nach unten scrallen)

    Aber wenn man Hunde im Rudel hält (bei uns derzeit drei) sieht das schon anders aus. Hunde orientieren sich nicht so sehr am Menschen, wenn man sie – wie es sich ja für ein Rudeltier eigentlich gehören sollte – zu mehreren hält. Dann sind sie viel mehr Hunde und weniger „menschlich“. Und Dominanz gehört in das Miteinander im Hunderudel dazu. Dominanz ist nichts Schlechtes, da es mit beliebiger Willkür nichts zu tun hat, sondern der Ordnung im Rudel dient als Voraussetzung dafür, dass ein Maximum an Kontinuität und Geborgenheit vorherrschen. Weil Menschen Dominanz zuumeist negativ und antisozial praktizieren, heißt das nicht, dass Dominanz von Natur aus schlecht ist.

    Alle gesellig lebenden Tierarten leben in Hierachien. Es geht ständig darum, wer wo in der Gruppe positioniert ist, also wer über und wer unter einem in der Rangordnung steht. Dabei ist weniger Kraft und Größe, als Klugheit und Erfahrung, soziales Verhaltenspotenzial und Empathie ausschlaggebend dafür, wer führt und wer geführt wird. Daran ist nichts verkehrt – die Menschen sollten hierbei von den Tieren lernen.

  31. Susanne Veronika says:

    Das ist ja gar nichts, das kann bald ein Hund. Da gab es einen Hund der sogar einen Orden erhielt. 🙂

    Regimentshund „Korporal“ Prohaska ……………………………..

    Wahrscheinlich kam er 1846 bei Bassano di Grappa zum Regiment und wurde als Spähhund einrolliert. [14](Seinen Namen verdankt er zweifelsohne dem damaligen Regimentsinhaber Franz Adolf Prohaska von Guelfenburg.) Er hatte alle italienischen Feldzüge stets treu mitgemacht und wurde am 4. August 1848 bei der Eroberung Mailands an der Nase verwundet.

    Für seine besonderen Verdienste erhielt er den Korporalsdienstgrad und sogar das Mannschafts-Verdienstzeichen in Leder, als Zeichen seiner langjährigen Treue.

    1851 fand in Monza anlässlich des Kaisergeburtstages und in dessen Anwesenheit am 18. August eine große Parade der Truppen des V. und VII. Korps statt, an der auch das InfRgt Nr. 7 teilnahm. An seiner Spitze marschierte der in der ganzen Armee bekannte, mit Feldzeichen und Lorbeerkranz geschmückte Regimentshund Prohaska. Nach der Parade wurde er dem Kaiser, der sich nach der Geschichte des Hundes erkundigte, vorgeführt. Infolge seiner großen Verdienste erhielt er die kaiserliche Erlaubnis, weiterhin an der Spitze des Regimentes zu marschieren……………………………………

    Der Hund „Korporal Prohaska“ befindet sich heute ausgestopft in einer Vitrine im Traditionsraum (Khevenhüller 7er Museum) der Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt. http://de.wikipedia.org/wiki/K.u.k._K%C3%A4rntnerisches_Infanterie-Regiment_%E2%80%9EGraf_von_Khevenh%C3%BCller%E2%80%9C_Nr._7
    Dass er ausgestopft wurde ist auch nicht verwunderlich. Der berühmte Angelo Soliman wurde nach seinem Tod auch ausgestopft und der war ein Mensch. http://de.wikipedia.org/wiki/Angelo_Soliman

  32. Tina says:

    Das mit dem Fahrrad hab ich auch letztens bei einem Fahrradfahrer gesehen. Erst dachte ich da läuft ein herrenloser Hund mitten in der Stadt umher. Dann sah ich, dass er sich offensichtlich an einem Fahrradfahrer orientierte. Der Hund lief die ganze Zeit am Gehsteig während der Radfahrer auf der Fahrbahn fuhr, dazwischen parkende Autos. Als der Radfahrer sich zum Linksabbiegen einordnete verschaffte sich der Hund einen Überblick und wartete dann bis die Fussgänger die Fahrbahn querten und ging mit ihnen über die ampelgeregelte Kreuzung so dass er weiter neben dem Rad herlaufen konnte. Ich dachte echt ich seh nicht recht. Der Radfahrer hat überhaupt nie was gesagt, ausser als der Hund bei einer Wartezeit an einer Ampel rumgeschnuppert hat und nicht gleich bemerkt hatte, dass es weiter geht. Aber auch da war es so dass der Hund immer super abgeschätzt hat wie weit er vorlaufen und zurückfallen kann um kein Problem zu haben wieder aufzuschließen. Ich kann mir echt nicht vorstellen dass der Besitzer das dem Hund beigebracht hat, der wusste wohl einfach, dass er besser am Gehsteig bleibt und die Straße mit den Zweibeinern gemeinsam quert.

  33. Lieber Martin Balluch,
    genau so ist es! Ich erlebe das mit meinen Parson Russell-Damen Sunny und Sophie auch. Alle von Menschen als „Kunststücke“ wahrgenommenen Aktionen haben sie sich selbst ausgedacht. Dabei gehe ich davon aus, dass meine Hunde nicht „hochbegabt“ sind, sondern viele Hunde ähnlich kreativ wären, wenn man sie nur lassen würde.
    Herzlich Andreas Maislinger

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