Mayr-Melnhof

Auflösung eines Jagdgatters: der Stand im Lainzer Tiergarten

Das Bild oben zeigt links das Jagdgatter Mayr-Melnhof und rechts den Lainzer Tiergarten

Als der VGT im Frühjahr 2015 seine Kampagne gegen die Gatterjagden in ganz Österreich begann, gab es noch immer die Massenabschüsse im Jagdgatter Lainzer Tiergarten. Mit 16 Futterstellen für Wildschweine und 11 für Rothirsche, Damhirsche und Mufflons gab es viele Tiere zum Abschuss. Bei den Wildschweinen sind 1500 pro Jahr verbürgt. Die Stadtregierung hatte uns in den Jahren davor erklärt, dass über die Gatterjagd so viel Geld eingenommen werde, dass man das nicht einfach beenden könne. Nach wenigen Wochen Demos des VGT vor dem Lainzer Tor beschloss die Stadt Wien aber den Versuch zu wagen, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten. Eine eigene Arbeitsgruppe wurde gegründet und ein Ausstieg aus der Gatterjagd bis Anfang 2021 beschlossen. Dann sollten auch Grünbrücken über die denkmalgeschützte Mauer eröffnet werden.

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Antwort auf ORF-Journalistin Ulli Wolfs Facebook-Kommentar

Auf obiges Bild, das auf einer Facebookseite erschien, postete die ORF-Journalistin Ulli Wolf, die bekanntlich seit geraumer Zeit ununterbrochen seichte Beweihräucherungsbeiträge für Mayr-Melnhof bringt, folgenden Kommentar, wie oben zu lesen: „Bravo Herr Balluch – als vermeintlicher Tierexperte sollten Sie eigentlich wissen, dass freilaufende Hunde im Wald – noch dazu bei dieser Schneelage – ein absolutes No Go sind, um das Wild nicht zu stressen“

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Verwaltungsgerichtshof bestätigt Urteil: Mayr-Melnhof hat Tierschützer misshandelt

Am 20. November 2017 hat Maximilian Mayr-Melnhof rechtswidrig Gewalt gegen einen Tierschützer ausgeübt, diesem mit Gewalt seine Videokamera entwendet, ihn an der Hand verletzt, ihn auch in seiner Menschenwürde verletzt, Beweismittel zu fingieren versucht und vor Gericht die Unwahrheit gesagt. Das jedenfalls hat das Landesverwaltungsgericht Salzburg in einem Urteil vom 23. Mai 2018 festgestellt, siehe https://martinballuch.com/landesverwaltungsgericht-bestaetigt-mayr-melnhofs-gewalttaten/.  Dagegen hat Mayr-Melnhof in Panik mit Rundumschlägen reagiert, dem Richter Befangenheit vorgeworfen – wie könnte es anders sein, wenn ein Salzburger Richter gegen einen Mayr-Melnhof urteilt! – und außerordentliche Revision zum Verwaltungsgerichtshof eingebracht. Dieser hat zunächst klargestellt, dass dieser Revisionsversuch keine aufschiebende Wirkung habe, d.h. dass das Urteil weiterhin rechtskräftig bleibt. Heute ist das Urteil (eigentlich vom 21. Dezember 2018) des Verwaltungsgerichtshofs in Wien, also des in dieser Sache österreichischen Höchstgerichts, eingetrudelt: die Revision wird abgewiesen. Damit ist nun auch höchstgerichtlich bestätigt, dass Mayr-Melnhof rechtswidrig Gewalt gegen einen Tierschützer ausgeübt und mit Gewalt eine Kamera entwendet hat!

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Mayr-Melnhof sperrt sein Jagdgatter für 2 Monate!

November und Dezember ist die Zeit der großen, tierquälerischen Treibjagden im Jagdgatter Mayr-Melnhof. Dafür sperrt er an den jeweiligen Tagen das Gatter. Von außen erkennt man dann, dass drinnen eine Jagd stattfindet. Möglicherweise will der Gatterjägermeister aber nicht, dass die Menschen wissen, wann die Jagd stattfindet. Möglicherweise will er auch nicht, dass andere Dinge, die zu dieser Zeit im Gatter passieren, an die Öffentlichkeit kommen. Anders ist schwer zu erklären, wie jemand einen 500 ha großen Wald aus forstlichen Gründen für 2 (!) Monate vollständig sperren will. Ich habe bei Forstleuten nachgefragt: so etwas ist völlig unbekannt. Normalerweise gibt es forstliche Sperren von vielleicht 2 ha Wald über 1 Woche. Aber 500 ha! Und noch dazu 2 volle Monate! Die Ausrede sind die Eschen, die ja jetzt überall von einem Pilz befallen sind, und plötzlich sollen sie gefährdet sein, umzustürzen und Wanderer zu verletzen. Just in der Zeit der Treibjagden. 2 Monate lang. Und danach nicht mehr. Wers glaubt wird selig.

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Privatanklage Mayr-Melnhof gegen mich: 4. Klagserweiterung und über 1000 Seiten Anklageschriftsätze

Ich habe bereits in einer Reihe von Blogeinträgen davon berichtet, dass mich Max Mayr-Melnhof nicht nur mehrfach geklagt hat, sondern auch eine Privatanklage eingebracht hat. Am Anfang ging es dabei um Pickerl und Mayr-Melnhof wollte € 30.000 weil er sich gekränkt gefühlt haben soll. Doch mittlerweile hat sein Anwalt Maximilian Schaffgtosch über 1000 Seiten an Schriftsätzen, darunter 4 Privatanklagserweiterungen, geschickt. Nun verlangt er € 150.000, weil er sich gekränkt fühlt. Richtig amerikanische Verhältnisse! Hier kann man sich über die Geschichte dieser Privatanklagen informieren: https://martinballuch.com/?s=Mayr-Melnhof

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Wiener Handelsgericht weist Klage von Mayr-Melnhof gegen Aktionismus ab!

Im Februar 2017 wurde eine weitere Klage von Max Mayr-Melnhof gegen mich am Wiener Handelsgericht verhandelt. Gatterjäger Mayr-Melnhof forderte in Essenz, dass ich es unterlassen solle, mit Aktionismus auf seine perversen Tierquälereien im Jagdgatter hinzuweisen. Dabei handelt es sich um das begeisterte Abschlachten von Zuchtenten und Zuchtwildschweinen in einem umzäunten Jagdgatter im Rahmen großer gesellschaftlicher Treibjagden mit Hunderudeln. Die Einstweilige Verfügung, die er beantragt hatte, wurde bereits höchstgerichtlich in letzter Instanz abgelehnt. Nun hat Mayr-Melnhof auch die Klage verloren und muss mir € 11.000 überweisen! Dabei hatte er € 6.000 als Schmerzensgeld für seine Kränkung gefordert. Nun wird er sicher deutlich mehr als € 20.000 los, weil er ja auch seinen Anwalt bezahlen muss. Mayr-Melnhof hat mir ja bereits € 5.000 wegen der bisher sämtlich von ihm verlorenen 4 Verfahren überwiesen, jetzt kommen € 11.000 und ein fünftes verlorenes Verfahren dazu!

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Ein Jagdgatter als Natura 2000 Europaschutzgebiet? Antrag auf Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens

Schon 1997 wurde die Antheringer Au nördlich der Stadt Salzburg von der Landesregierung der EU Kommission als Europaschutzgebiet nach der Flora-Fauna-Habitats (FFH)-Richtlinie gemeldet. Allerdings liegt mitten in diesem Gebiet das nun schon bekannte Jagdgatter von Mayr-Melnhof mit seiner Wildschweinpopulation vom 100 Fachen der natürlichen Populationsgröße. Laut Gesetz hätte die Landesregierung innerhalb von 6 Jahren nach Etablierung des Schutzgebiets, also spätestens 2003, eine Verordnung zum Schutz des Gebiets erlassen sollen. Dazu kam es aber nie. Ein Schutz des Gebiets im Sinne der FFH-Richtlinie widerspricht mit Sicherheit der Existenz eines Jagdgatters, zumal die Wildschweine in dieser Zahl sämtliche streng geschützten Amphibien und Reptilien aufessen, sowie wertvolle Waldzonen zerstören. Kann es sein, dass die Landesregierung einen Kniefall vor Mayr-Melnhofs macht und dafür sogar das Gesetz bricht, nur um dessen Gatterjagdspaß nicht zu gefährden?

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Massenabschuss gemästeter Enten im Jagdgatter Mayr-Melnhof

Auch in Salzburg gibt es Jagdgatter, z. B. eines der Familie Mayr-Melnhof gleich nördlich der Landeshauptstadt, an der Grenze zu Deutschland. Dort züchtet man Wildschweine und Enten. Das erklärte mir jedenfalls Friedrich Mayr-Melnhof persönlich, den ich im Jagdgatter antraf. Die Mentalität der Familie zeigt sich schon durch eine große Erinnerungsplakette an einem Baum dort. Hier schoss ein Friedrich Mayr-Melnhof seinen 1000. Rehbock! Dass es sich da um gezüchtete Tiere handeln muss ist klar. Seltsam, dass diese ehemaligen Adeligen so besessen davon sind, möglichst viele Wildtiere zu töten. Auch weiland Kaiser Franz-Joseph und sein Thronfolger Franz Ferdinand übertrafen sich in diesem Metier gegenseitig.
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